BuchhändlerInnen im Portrait
aus Gmunden
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Dem Pony ganz nahRezension vom 27.10.2011Ein toll geschriebenes Buch, spannend erzählt die Autorin, wie ein Mädchen ihr Lieblingspony kennen lernt.
Das Phantasische an diesem Buch ist die Realität, da gibt es auch einmal Tränen - wie im wirklichen Leben auch. Und es braucht eine gehörige Portion Mut um die Angst zu überwinden.
Das Beste daran: dieses Pony gibt es wirklich, aber keinen Strand an dem die Teenager entlang galloppieren! -
Irre oder doch normal?Rezension vom 09.09.2011Manfred Lütz teilt die "Normalen" ein in: wahnsinnige Normale und blödsinnige Normale.
Er findet es bedenklich einem Gesundheitsideal vorbeugend nachzurennen, um "gesund" zu sterben.
Ansichtssache.
Die entscheidende Frage ist nicht die, was wahr ist, sondern was nützlich ist. "Natürlich lässt sich bei jedem Menschen eine Sache finden, oder auch zwei. Manchmal reicht schon die flotte Frage: "Sie lächeln so, was verdrängen Sie?"
Ansichtssache.
Vielmehr geht es um die Fähigkeit, die Perspektive zu wechseln, die uns letztendlich helfen kann.
Ein tolles Buch mit hilfreichen Ideen, solange man sie auf sich selbst bezieht und nicht seine Umwelt therapieren will, so wie "die Tante aus 150 km Entfernung, die zwar nichts Genaues, dafür alles besser weiß."
Die Perspektive wechseln heißt auch auf das zu schauen, was man kann und sich nicht immer das eigene Versagen vor Augen zu führen!
Manfred Lütz beschreibt die tatsächlichen Krankheiten etwas sachlich, aber gut aufgelockert mit Fallbeispielen. Man erfährt das Wichigste über Sucht, Wahn und Schizophrenie. -
Für Einsteiger ins Natural HorsemanshipRezension vom 08.06.2011Allein die Anrede mit "DU" läßt schon ein bisschen von der Starrheit abfallen, die man oft in Ställen beobachten kann. Ein Buch gemacht für alle, die etwas über Natural Horsemanship erfahren wollen, die ihrem Pferd mit Respekt begegnen und es als Partner sehen. Ein Buch über Grundeinstellungen, konkrete Übungen fehlen aber. -
Toller EinstiegRezension vom 08.06.2011Die Autorin versteht es sehr gut den gesamten Bewegungsapparat des Pferdes sowie den Aufbau und die Funktion der Muskeln einem Laien näher zu bringen.Optisch besonders gut dargestellt sind verschiedene Muskeln auf dem Pferdeskelett. Ein ideales Buch für Einsteiger in dem man nicht nur erfährt wie es geht; besonderes Augenmerk wird auf mögliche Fehler gelegt. So hat man wirklich das Gefühl selber etwas tun zu können. Toll auch: die Aufstellung wann nicht massiert werden darf. -
Auf der anderen SeiteRezension vom 17.03.2011Michael Dangl entführt die Leser hinter die Kulissen und zeigt die Arbeit, die erst einmal geleistet werden muss, um ganz vorne im Rampenlicht stehen zu können. Sehr bald sehnt man sich nach ein bisschen Sonne und frischer Luft, die es aber dort nicht gibt.
Spätsestens zur Premiere fühlt man sich in eine Prüfungssituation zurückversetzt, man weiß ja, wie es zu Schulzeiten war, wie man sich selbst zu beruhigen versuchte, schweißnasse Hände...
Wenn man dann auf Menschen mit sehr dünnem Nervenkostüm trifft, solche, die bei einer Kleinigkeit schon ausrasten, kommt man auf die Idee, es könnte sich ja um einen Schauspieler an seinem Premierentag handeln.
Die Hauptfigur Stefan Kowalsky weiß wovin sie spricht, wenn auch etwas überzeichnet. -
Gibt es eine Vorbestimmung ?Rezension vom 27.12.2010Island ist im Winter sowieso schon ungemütlich. Hannes Jensen, der Physik über alle Maßen liebt, nimmt viel auf sich: eine lange Anfahrtszeit, Dunkelheit, Kälte. Und das, obwohl er seine Geliebte mit ungeborenem Kind zurücklassen muss. Ihr scheint das alles nichts auszumachen. Statt sich Vorträge über Physik anzuhören, kann Jensen nur sein nacktes Leben retten. Er will weg von Island. Schnell. Und alles hinter sich liegen lassen. Dass sein Verderben neben ihm im Auto sitzt, ahnt er nicht. Er wurde gewarnt, aber kann man etwas vorhersagen, weil es im selben Moment passiert und sich die Vergangenheit nicht mehr ändern läßt? Stehen Physik und Wahrsagerei überhaupt in Zusammenhang?
Bei der nächsten Vorahnung werden Sie an dieses Buch denken. -
Schweigen ist GoldRezension vom 09.11.2010Plotek kommt eigentlich als Fremder in sein Heimatdorf zurück. Viel hat sich verändert, aber mehr und mehr bekommt man den Eindruck, dass Plotek schon immer da war und auch dorthin gehört. Selten ist jemand so symphatisch wie Plotek, wenn er einfach zuhört und nichts sagt.
Plotek bringt nichts aus der Fassung und obwohl er viel zu sagen hätte, schweigt er.
Ein Buch, in dem "Wichtigtuerei" und "Sich in den Vordergrund stellen" nicht gut ankommt. Man bekommt immer mehr Verlangen nach Ruhe und vielleicht nach einem Glas Weißbier. -
Angriff auf LachmuskelnRezension vom 23.09.2010Ein Fischmonster - falls es überhaupt ein Fisch ist - hält den ganzen Neusiedlersee in Atem. Es müssen sogar die Fischer vom See fern gehalten werden, aber eher wegen der damit verbundenen Staugefahr in Podersiedel. Zunächst noch unerschrocken machen sich Motte Maroni und sein Freund daran, das Monster aufzuspüren.
Allein die in dem Buch vorkommenden Namen sorgen für Lachanfälle (Herr Hirnschallerer) und der Podersiedeler Morgenbote ist weit entfernt von ernstzunehmendem Journalismus. Ein gelungenes Buch - das man nicht lesen sollte, wenn man in der nächsten Zeit einen Badeurlaub am Neusiedlersee plant! -
Ein schönes Buch über ZusammenhaltRezension vom 09.09.2010"Die Bequemlichkeit des Stadtlebens macht abhängig. Man verliert die Nähe zur natürlichen Ordnung der Welt."
Familie Walls hat viele Probleme. Der Vater trinkt und verliert dadurch immer wieder seine Arbeit. Die Mutter fühlt sich nur als Künstlerin - verkauft aber keine Bilder. Ein geregeltes Einkommen fehlt. Jeannettes Vater verspricht ihr das Schloss aus Glas. Mit zunehmendem Alter realisiert Jeannette immer mehr, dass ihr Dad über die Pläne nicht hinauskommen wird. Lange Zeit halten die vier Kinder zusammen und zu den Eltern. Bis es nicht mehr geht.
Unglaublich, dass Kinder aus einer nicht existierenden Familie derart über sich hinaus wachsen können. Ein schönes Buch.

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