Elfenkönigin

Roman. Originalausgabe

von Bernhard Hennen

Buch

Taschenbuch (909 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Das Schicksal der Elfen erfüllt sich


Nach Jahrhunderten hat Elfenkönigin Emerelle ihren Thron verloren. Unerkannt reist sie durch das Land, an ihrer Seite Ollowain und der wiedergeborene Held Falrach, der ihr in den Drachenkriegen das Leben rettete. Einst liebte Emerelle Falrach, und als sie erkennt, dass ihr Herz Ollowain gehört, ist es fast zu spät.

Pressestimmen:

"Bernhard Hennen erschafft eine bildgewaltige und fesselnde Welt, in die der Leser vollkommen eintaucht. Ein Fantasy-Großereignis!" Bild am Sonntag

Produktdetails

ISBN-10: 3-453-53340-2
EAN: 9783453533400
Erschienen: 05.10.2009
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 909
Länge/Breite: 208mm/137mm
Gewicht: 689 g
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Bernhard Hennen

Bernhard Hennen, geboren 1966 in Krefeld, bereiste als Journalist den Orient und Mittelamerika, bevor er sich ganz dem historischen Roman und der Fantasy verschrieb. Mit seinen Elfen-Romanen stürmte er alle Bestsellerlisten und schrieb sich an die Spitze der deutschen Fantasy-Autoren. Der mehrfach preisgekrönte Autor lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Krefeld.

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Kundenrezensionen

  • Endlich wird Emerelle aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.04.2012

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    In Elfenkönigin wandert die vom Thron vertriebene Emerelle durch die Albenmark, auf der Suche nach einer Möglichkeit Ollowain zu retten. Dabei hilft sie zwar anderen Lebewesen (unter anderem einen ganzen Koboldstamm aus den verbrannten Landen), macht sich diese jedoch durch ihre Art die Dinge anzugehen zum Feind. Sie will nur helfen, jedoch tut sie dies ohne sich zu erklären und zwingt sie einfach zur Veränderung.
    Von einem Orakel erfährt Emerelle, dass kein Orakel Albenmarks ihr auf ihrer suche helfen kann. Darauf hin begibt sie sich in die Welt der Menschen, um dort die Schwester des anderen Orakels zu fragen, wo sie suchen müsste, wenn sie einen noch lebenden Alben finden will. Danach begibt sie sich dorthin...
    Währenddessen nimmt der Plan des Devanthars einen Ritterorden zu ehren Tjureds zu gründen Gestalt an und man erfährt nebenbei die Geschichte des Kampfes zwischen Devanthar und Alben.
    Der Trollkönig, der jetzt von Burg Elfenlicht aus die Albenmark regiert setzt das alte Gesetz außer Kraft und führt den Trollkodex ein, welcher die Abschaffung des Goldes als bezahlungsmittel enthält. Darauf hin versinken die Großen Handelsstädte Albenmarks in Armut.

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  • Die "Elfen-Bibeln" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.03.2012

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    Ich habe bisher alle Elfen-Bänder gelesen inkl.der Elfen-Ritter-Bände. Es ist schlicht schon fast Pflicht alle anderen darauf folgenden Bücher zu lesen. Für mich haben sie schon "Bibel-Status" erreicht. Die besten Fantasybücher die ich gelesen habe und es gibt bekanntlich so einige sagenhafte Fantasy-Autoren auf dem Markt! Jedes einzelne, inkl. Elfenkönigin, packt den Leser vom ersten Satz an bis zum letzten. Ich freue mich schon riesig darauf, das Buch Drachenelfen zu lesen. Das wird genauso atemberaubend sein wie seine Vorgänger.

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  • Spannender Abschluß der Trollkriege Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kai Reinhard, am 22.02.2012

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    Mit Elfenkönigin schließt die Sage rund um die Trollkriege ab. Die Trolle haben Emerelle von ihrem Thron in Albenmark vertrieben. Gemeinsam mit Ollowain, in dessen Körper der wiedergeborene Held Falrach lebt, begibt sie sich auf eine gefahrenvolle Suche, um ihre heimliche Liebe Ollowain zu retten. Spannend bringt der Autor die Geschichte zu einem denkwürdigen Ende. Sehr gut hat mir gefallen, dass der Leser hier einen sehr tiefen Einblick in die Seele von Emerelle bekommt und somit viele ihrer Handlungen besser verstehen kann. Das Buch hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Jeder Fan von Bernhard Hennens Elfenbücher wird auch dieses Werk wieder begeistern.

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  • Emerelle einmal ganz anders Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michaela Rieder, am 05.12.2011

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    Elfenkönigin schließt die Trollkriege ab.
    Besonders interessant: die unnahbare Emerelle wird in diesem Teil genauer beschrieben. Der Leser erhält Einblick in ihrer Absichten, Konflikte und Gefühle.
    Ein weiteres tolles Buch, das sowohl für Neueinsteiger als auch für eingesottene Fans geeignet!

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  • Mal eine andere Sichtweise Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.11.2011

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    Seid dem ersten Band der Elfen-Reihe fragt sich wohl jeder, was Emerelle für ein Spiel treibt und was wirklich in ihr vorgeht. Selbst, als in Elfenlicht offenbart wird, wie es bei ihr in Sachen Liebe steht, bleibt sie doch die "Königin der tausend Masken" - mal sanft und ruhig, mal streng, aber dann wieder die Weise Zauberin und Ratgeberin, nur um einen Augenblick später zur Tyrannin zu werden.

    Auch in diesem Buch wird nicht vollständig geklärt, welche der vielen Persönlichkeiten sie wirklich ist. Um so überraschender ist es, dass ein Teil der Geschichte sogar aus ihrer Perspektive erzählt wird. Nicht nur von außen erscheint die große Königin Emerelle verwirrend, nein, selbst in ihrem Innern scheint das reine Chaos zu herrschen - und der Leser wird in diese seelische Unruhe hineingezogen. Ich für meinen Teil hatte letztendlich das Gefühl, Emerelle selbst wisse nicht, was sie wolle. Und doch werden immer wieedr Andeutungen auf ihre Vergangenheit gemacht, die den Ursprung für ihre leicht gespaltene Persönlichkeit birgt.
    Neben diesem großen Gefühlschaos erscheint Falrach als genau richtig, um die Situation aufzulockern und etwas Humor in die doch ernste Lage zu bringen.

    Diese mal etwas andere Sichtweise ist hochinteressant und lässt Emerelle mal in einem anderen Licht erscheinen. Dadurch wird die Buchreihe erst komplett.

    Allerdings gibt es einige Punkte zum Ende der Handlung hin, die etwas im Widerspruch zu den Aussagen der (zuvor erschienenden) Elfenritter-Reihe stehen.

    Trotz allem mochte ich das Buch sehr und finde es gut, dass jetzt endlich einmal wichtigen Figuren genauer beleuchtet wurden.

    Das verlangt nach mehr!

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  • Die beste Elfen-Reihe die ich je gelesen habe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 18.12.2010

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    Nach insgesamt 7 Elfenbücher muss ich sagen, dass dieser Lesestoff schlicht die bestbeschriebenste, fesselndste und schönste Fantasy ist, die ich seit langem in Händen gehalten habe. Ich hoffe schwer, dass Hennen die Drachen-Epoche, die in diesem Buch erwähnt wird, in Form von Büchern rausbringt!

    Absolut empfehlenswert!

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  • Genial Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.01.2010

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    Bernhard Hennen, schafft es immer wieder, mich in seinen Bann zu ziehen. Ich empfehle dieses Buch an alle Fantasy-Fans. Und kann es kaum erfarten, die nächste Triologie zu lesen, wo es diesmal die Vergangenheit erzählt, wo noch die Drachen regierten.

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  • Elfenkönigin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sigrid Waletzke, am 07.01.2010

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    Endlich wieder eine Fortsetzung der Elfen- Saga von B. Hennen.
    Der Autor schreibt wieder facettenreich und spannend in seinem ganz besonderen Stil.
    Fazit: Sehr empfehlenswert für Fantasy- Leser.

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  • Grossartiger Abschluss der Trilogie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bärli, am 12.11.2009

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    Emerelle ohne Thron, es ist fast nicht vorstellbar! Das Buch beschreibt die 28 Jahre, in denen Emerelle nicht auf dem Thron der Albenmark sass. In diesen Jahren zog sie mit Ollowain/Falrach an ihrer Seite durch ganz Albenmark um ihre Bestimmung zu finden. Ihr grösster Wunsch wäre es, ihren Schwertmeister Ollowain wieder zurück zu holen, doch das scheint unmöglich zu sein. Emerelle macht sich auf die Suche nach der Gazala, dem Orakel, die ihr helfen soll Ollowain von Falrach zu erlösen. Die Reise beginnt in Felyanviek wo sie von Skrupellosen Kobolden wegen «gestolener Zeit» verurteilt werden...

    Ein wirklich sehr spannendes Buch! Bernhard Hennen gelang es, einen fantastischen Abschluss der Trilogie zu schreiben. Man kann sich sehr gut in die Geschichte hinein denken, die verschiedenen Landschafte, Personen und Situation vorstellen.

    Für jede Person die Fantasy liebt ein absolutes MUSS!!

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  • "Auf der Hennen-Skala: 4 Punkte, auf jeder anderen: 5" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von ROSI, am 28.10.2009

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    Nach dem erfolgreichen Abschluss der letzten 7 Bände von Hennens Elfen-Saga ist der Leser mehr als nur gespannt auf die Fortsetzung und Erweiterung einer schon als magisch zu betitelnden Story.
    Wie auch seine Vorgänger ist "Elfenkönigin", der neue Roman Bernhard Hennens und möglicher Abschluss eines Mythos, ein sehr gut gelungener, ja, fesselnder Fantasyroman. Mich faszinierte hier vor allem dieser unwahrscheinlich lebendige Schreibstil, der den Leser geradezu verschlingt; das wiederkehrende und dennoch überraschend endende Auftreten Skangas als Spiegelbild zu Emerelle; das Spiel von Macht, Magie, Gut und Böse sowie Rückgriffe auf viele bekannte Charakter und Begebenheiten aus früheren Erzählungen des Autors.
    Da das hier vorliegende Werk in sehr kurzen, fast zu kurzen Kapiteln geschrieben ist, fällt es dem Fantasy-Fan nicht allzu schwer, den Handlungen zu folgen. Da diese jedoch manchmal auf zuviele Parteien parallel verteilt sind, was dem Roman zwar Tiefe gibt, entstehen aber leider auch unnötige Handlungswechsel!
    Hennen schreibt hier wieder in seinem ureigenen Stil; ein Spagat zwischen Ekel, Liebe, Brutalität, Sanftmut, der Einführung von Neuerungen und dem Ruf nach alten Themen. Emerelle erscheint grausam anziehend, mystisch und kühl berechnend wie immer, was mir persönlich sehr gefällt!
    Alles in Allem ein sehr gutes Buch, das ich ohne schlechtes Gewissem jedem Hennen-Fan empfehle möchte. Dem Stoff nicht vertraute Leser sollten zu erst jedoch mindestens einen oder zwei der Vorgänger gelesen haben, um sich nicht allzu sehr im Strudel der Ereignisse zu verlieren!

    Es gibt wahrlich nicht viele Fantasy-Werke, die es mit denen Hennens aufnehmen können oder vergleichbar sind, doch gefielen mir die früheren Bände der Elfen-Saga etwas besser, hier fehlt das kleine besondere Etwas. Dies schadet der Qualität jedoch kaum.

    FAZIT: Auf der Hennen-Skala gebe ich dem Roman 4 Punkte, auf jeder anderen hingegen wohl verdiente 5! ...LESEN!...

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  • Zurück auf dem alten Niveau Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Elenna, am 26.10.2009

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    Nachdem "Elfenritter - Fjordland" meiner Meinung nach ziemlich heftig und der Schluss recht lieblos geschrieben war, ist Bernhard Hennen mit "Elfenkönigin" eine Rückkehr zu jenem Niveau gelungen, auf dem er in "Die Elfen" schreibt. (Abgesehen von einigen Schreibfehlern, die den Lektoren wohl entgangen sind.)
    Das Buch umfasst alles, was wir uns von der Elfen-Serie gewohnt sind: Intrigen, Schlachten, Folter, Tod, unvorhersehbare Wendungen, Magie, Heldenmut, Liebesgeschichten und vieles mehr.
    Für jene, die gern mehr über Ollowain/Falrach, Emerelle und die Herrschaft der Trolle wissen wollen, ist dieses Buch unverzichtbar, denn es erzählt die ca. 28 Jahre seit Emerelles Thronaufgabe. Und für alle Elfen- und/oder Hennen-Fans kann ich nur sagen: Absolut empfehlenswert.

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Wahrscheinlich bin ich der einzige Elf, der beinahe von einem Schneehasen getötet worden wäre. Und die einzige Entschuldigung, die ich vorbringen kann, ist, dass ich dreizehn war und auf meinen ersten Kuss hoffte ... ich, Alvias, einst Hofmeister der Königin Emerelle.
Ich sitze hoch über den Dächern von Vahan Calyd und schärfe meinen Dolch. In zwei Stunden wird das Fest der Lichter beginnen. Das Fest, auf dem Albenmark seinen Herrscher wählt. Ich werde dort sein. Und ich werde dem Herrscher den Dolch in die Brust stoßen. Dies ist mein letzter Dienst für die Königin.
Doch kommen wir auf den Schneehasen zurück . Ich hatte immer das Gefühl, dass er wusste, was er tat. Er wollte mich in den Tod treiben! Es war eine jener Winternächte, in denen geisterhaftes, grünes Licht in wogenden Bahnen über den Sternenhimmel zieht. Eine Nacht voller Verheißung und Magie. Ich war allein mit Nailyn. Sie war siebzehn und damit eine Welt von mir entfernt. Ich wusste, dass etliche junge Jäger ihr schöne Augen machten. Aber sie hatte mich erwählt in dieser Nacht, und ich war unendlich glücklich. Wir ritten über ein weites Schneefeld in den Bergen Carandamons. Die Jagdgesellschaft hatten wir weit hinter uns gelassen. Nailyn machte mir Mut. Auf jeden meiner Vorschläge war sie eingegangen. Sie wollte mit mir allein sein. Ihr langes, blondes Haar floss wie ein goldener Umhang über ihre bestickte Jagdweste. Sie trug ein Seidenhemd, so dünn, dass ihre Arme durchschimmerten. Wie alle Normirga vermochte sie sich durch ein einziges Wort der Macht vor dem eisigen Biss des Winters zu schützen. Sie hätte nackt durch den Schnee gehen können, ohne zu frieren.
Ihre Hose und Stiefel waren so eng wie eine zweite Haut. Sie wusste, wie man Blicke fing! Ich hingegen war in allem unerfahren. Ich wusste mich nicht einmal richtig vor der Kälte zu schützen. Irgendetwas machte ich falsch, wenn ich das Wort der Macht flüsterte. Entweder war mir zu heiß, oder die Kälte fraß sich unvermindert in meine Glieder. Nur bei Nailyn schien ich alles richtig gemacht zu haben. Sie übersah mein Ungeschick. Und ich, ich starrte sie immerzu nur an.
So wäre ich fast aus dem Sattel gestürzt, als mein Hengst Sternenauge einen Schneehasen aufscheuchte. Der Hase hatte sich flach in eine Mulde geduckt und bis zum letzten Augenblick gewartet, bis er das Weite suchte. Meinen Hengst erschreckte er so sehr, dass er stieg und mich fast abgeworfen hätte. Nailyn lachte. Dann sagte sie jene verhängnisvollen Worte, die mein ganzes Leben verändern sollten. "Fang mir den Hasen. Ich will ihn auf dem Arm halten. Dein Lohn soll ein Kuss sein!"
Mein Hengst war schneller als der Hase, und ohne aufschneiden zu wollen, ich war viel geschickter. Das Einzige, was er besser konnte als wir beide, war Haken zu schlagen. Und er kannte die verschneite Ebene besser. Er wusste, was sich unter dem Schnee verbarg. Ich jagte tief aus dem Sattel gebeugt dahin. Nie hatte ich mich so großartig gefühlt. Zweimal bekam ich ihn fast zu packen. Meine Fingerspitzen berührten ihn schon, da öffnete sich der Abgrund. Eine Felsspalte, unter dem Schnee verborgen. Es ging alles so schnell. Gerade jauchzte ich noch vor übermütiger Freude und dann . Dann kam der Schmerz. Durchdringend. Sternenauge lag neben mir. Der Glanz seiner Augen, der ihm den Namen gegeben hatte, verblasste. Sein Körper erbebte. Ein letztes Aufbäumen des geschundenen Fleischs. Seiner Kehle entrang sich ein Laut, den Worte nicht beschreiben können. Vielleicht weil ich mich nicht durch Worte von meiner Schuld befreien darf. Auch jetzt, nach all den Jahrhunderten, klingt er mir immer noch im Ohr, wenn ich an diese Nacht zurückdenke. So voller Qual war er.
Überall um mich herum waren scharfkantige Felsen. Und der Schnee, der mit uns hinabgestürzt war. Ich konnte mich nicht bewegen; all meine Glieder schmerzten. Mein linkes Bein war verdreht. Ich wagte nur einen Blick. Dann schaufelte ich Schnee auf das Bein, um es nicht mehr zu sehen . den Knochen, der durch die zerrissene Hose ragte, und all das Blut.
Hoch über mir, umwoben vom grünen Licht der Winternacht, erschien das Antlitz, das ich so sehr verehrte. Nailyn wirkte blass. Sie zu sehen, gab mir die Kraft, meine Tränen zurückzuhalten. Sie würde mich retten.
"Alvias?"
"Ich lebe", stieß ich hervor.
"Ich hole Hilfe!" Mit diesen Worten war sie verschwunden. Keine Frage, ob ich verletzt war. Kein Versuch, zu mir hinabzusteigen, um mir zu helfen. Ich hörte ihre Schritte im Schnee und konnte meine Tränen nicht länger beherrschen. Natürlich war der Schmerz in meinem Bein unvergleichlich schlimmer, aber die Wunde, die sie meinem Herzen zufügte, habe ich bis heute nicht vergessen.
Ich weiß nicht, wie lange ich in der Spalte lag. Ich sah zu, wie mein Blut den Schnee rot färbte. Dann und wann warf ich neuen Schnee darauf, doch das Weiß blieb nicht lange unbefleckt. Keinen vernünftigen Gedanken konnte ich fassen. Ich hatte einen Gürtel. Ich hätte mein Bein abbinden sollen. Stattdessen sah ich zu, wie meine Tränen, wenn sie auf den Fels fielen, langsam zu Eisperlen erstarrten.
Melodramatisch, wie nur Dreizehnjährige es können, malte ich mir meinen Tod aus. Wer alles um mich weinen würde. Wer mich vermissen würde . Und dann kam sie. Die andere. Ihr Gesicht erschien über der Spalte, als sei es aus dem Himmel gewachsen. Ich hatte keinen Laut gehört. Sie war plötzlich da. Einen Herzschlag blickte sie mich an. Dann sprang sie zu mir herab, ohne sich von den scharfkantigen Felsen schrecken zu lassen.
"Ich bringe dich hier heraus." Sie sagte das so selbstbewusst, wie nur Fürsten und Könige sprechen. Damals wusste ich nicht, wer sie war.
Ich staunte sie an, vom Blutverlust benommen. Sie trug ein Jagdkostüm aus grauem Leder mit weißem Pelzbesatz und Silberstickereien. Ihr dunkelblondes Haar fiel in Wellen auf ihre Schultern. Ihre Lippen waren vom dunklen Rot reifer Himbeeren. Die Augen hellbraun und voller Mitgefühl. Sie hatte ein schmales Gesicht und ein Lächeln, das einem das Herz schneller schlagen ließ. Behutsam schob sie den Schnee zur Seite, den ich auf mein Bein gehäuft hatte.

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