Der Menschenfeind

von Molière

Buch

gebunden (79 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Alceste, Misanthrop und überzeugter Verächter einer von Heuchelei und Genusssucht durchsetzten Gesellschaft, verliebt sich ausgerechnet in die schöne Célimène, eine Königin der Salons, jener Welt, die Alceste zutiefst verabscheut. Molière erntete 1666 bei der Uraufführung seiner 'tragischen Komödie' nur mäßigen Applaus. In der Folgezeit aber war es gerade 'Der Menschenfeind', der Molières literarischen Rang nicht nur in Frankreich begründete. Bis heute begeistert 'Le Misanthrope' in zahlreichen Neubearbeitungen und Wiederaufführungen ein großes Publikum.

Produktdetails

Verkaufsrang: 6.266
ISBN-10: 3-86647-240-4
EAN: 9783866472402
Originaltitel: Le Misanthrope
Erschienen: 01.01.2008
Verlag: Anaconda Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 79
Länge/Breite: 192mm/131mm
Gewicht: 152 g
Übersetzer: Wolf Graf Baudissin
Illustrator: Tony Johannot
Reihe: Kleine Klassiker
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Kundenrezensionen

  • Ein Gesellschaftskritiker Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mario Pf., am 24.01.2008

    0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Molières der Menschenfeind ist ein Theaterstück dessen tragisch poetische Darstellung eines Misanthropen sich mit der menschlichen Gesellschaft, der Höflichkeit und unseren Umgangsformen beschäftigt. Dieser Menschenfeind tritt für die totale Ehrlichkeit ein, nämlich jedem zu sagen was man denkt, auch verzichtet er auf jegliche Unehrlichkeit, Heuchelei und Schmeichelei. Sein Tun und wirken mag im einen Moment lächerlich, im anderen wiederum überzeugend und wahr wirken. So läuft es auf das Eine hinaus, nämlich das niemand immer Unrecht und niemand immer Recht haben kann.

    Vor dem Hintergrund eines für Theater typischen Beziehungsdramas wird hier eine Situation in Szene die gesetzt, deren Wirkung verwirrend, humorvoll, einleuchtend und betrüblich zugleich ist. Der Stil dieses Werkes ist sicherlich nicht für jedermann geeignet, da dieses Stück klassischer Literatur bzw. Theaterkunst mit einem älteren sprachlichen Stil und einer vor allem sehr komplizierten Machart und Handlung aufwartet.

    Trotz allem ist die Gesellschaftskritik selbst nach Jahrhunderten noch genauso überzeugend, zumal es betreffende Gesellschaftskreise noch immer gibt und sicher noch für weitere Jahrhunderte geben wird, falls die menschliche Gesellschaft solange noch Bestand hat. Molière schildert neben der besonderen Beziehung zwischen dem Protagonisten und seiner Geliebten, noch den Kampf für Ehrlichkeit um jeden Preis, der den Menschenfeind im Streit mit seinen Rivalen bis vor Gericht führt.

    Wer klassisches Theater bevorzugt ist hier willkommen und jeder Interessierte kann ohne Weiteres mal hinein schnuppern.

    PS:
    Einsteigern in diese Literatur empfehle ich jedoch zunächst ein anderes Werk Molières, „Der eingebildete Kranke", welches noch eine Spur verständlicher geschrieben ist und vor einem weniger komplexen Hintergrund steht.

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