Karte und Gebiet
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Karte und Gebiet

von Michel Houellebecq

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Weitere Artikelinformationen

Michel Houellebecq, Enfant terrible der Literaturszene, hat das Buch geschrieben, das niemand erwartet hätte. ›Karte und Gebiet‹ ist ein großer Wurf: ein doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel, ein gewichtiger Roman, der zugleich wie schwerelos wirkt. Houellebecq erweist sich darin als begnadeter Erzähler, der alle Spekulationen ins Leere laufen lässt. Jed Martin ist Künstler. In seinen ersten Arbeiten stellt er Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber, zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch Porträts. Einer der Porträtierten: »Michel Houellebecq, Schriftsteller«. Doch dann geschieht ein grausames Verbrechen: ein Doppelmord, verübt auf so bestialische Weise, dass selbst die hartgesottenen Einsatzkräfte schockiert sind. Die Kunst, das Geld, die Arbeit. Die Liebe, das Leben, der Tod: Davon handelt dieser altmeisterliche Roman, der auch hierzulande bereits als literarische Sensation gefeiert wird. Michel Houellebecqs neustes Werk ist ein vollendeter Geniestreich von überraschender Zartheit. Der einstige Agent provocateur erscheint darin gereift und auf so humorvolle Weise melancholisch wie nie. ›Karte und Gebiet‹ wird nicht nur die Freunde Houellebecqs begeistern, sondern auch manchen seiner Feinde.

Produktdetails

Verkaufsrang: 4.173
ISBN-10: 3-8321-8549-6
EAN: 9783832185497
Originaltitel: La carte et le territoire
Erschienen: 03.2011
Verlag: DuMont Buchverlag
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 400
Übersetzer: Uli Wittmann
Erschienen bei: DuMont Buchverlag
Übersetzt von: Uli Wittmann
Spieldauer: 2437 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Michel Houellebecq

Michel Houellebecq, geb. 1958 in La Réunion, lebt in Irland. Er ist Preisträger des angesehenen Grand Prix des Lettres, des Prix Novembre, des Impac-Preises und des Prix de Flore.

Uli Wittmann

Uli Wittmann, geboren 1948, promovierte in Ethnologie und Literaturwissenschaften. Nach längerer Zeit als Universitätslektor in Paris und Nigeria lebt Uli Wittmann in Paris. Er übersetzte aus dem Englischen und Französischen u. a. Breyten Breytenbach, Ben Okri, Caryl Phillips, Maryse Conde, J. M. G. Le Clezio, Francoise Bouillot und Noelle Chatelet.

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Buchhändlertipps

  • unbedingt lesen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 05.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    Jed Martin fotografiert Straßenkarten, Satellitenbilder - Landschaftsausschnitte und hat damit ganz passablen Erfolg. Er ist Künstler. Aus einer gutbürgerlichen Familie stammend - lebt er dennoch in einem heruntergekommenen Atelier. Einige Wochen ist er glücklich mit Olga liiert. Als sie ein Jobangebot erhält, das sie nicht ausschlagen kann - ersucht sie Jed mitzukommen. Unentschlossen läßt er sie alleine gehen, bleibt unglücklich in Paris zurück und zerstört in der Folge seine Fotoarbeiten. Er schlägt ein neues Kapitel auf und wendet sich der Malerei zu.
    Porträts genauer gesagt und damit gelingt ihm der Durchbruch.
    Eine Ausstellung seiner nun berühmten und beinahe unbezahlbar teuren Werke ist in Planung. Für ein Vorwort im Ausstellungskatalog versucht er Michel Houellebecq zu gewinnen, der sich überraschenderweise dazu bereit erklärt........
    Unbedingte Leseempfehlung

Kundenrezensionen

  • Heute: Carpaccio à la Houellebecq (eBook) Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Oertel, am 19.02.2012

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    "Er brauchte eine Weile, ehe er wusste, was es war...: Er wirkte glücklich."

    Es ist schon schlicht und ergreifend genial! Dem dürftigen Geschmack einer Öffentlichkeit von Millionen zum Trotz, die noch nicht einmal weiß, dass ein Kunstbetrieb existiert, schreibt Michel Houellebecq einen Künstlerroman.

    Jed Martin widmet sein Leben der Kunst. Mit Fotografien von Michelin-Karten gerät er in den Fokus der Feuilletons und Sammler. Nach und nach bringt er es, ohne es wirklich geplant zu haben, zu komfortablem Wohlstand. Eine Ausstellung ist in Vorbereitung. Das Vorwort zum Katalog soll kein geringerer verfassen als Michel Houellebecq.

    Houellebecq zeichnet in KARTE UND GEBIET mit einer breiten Palette von Farben, unter dem Deckmantel des Kunstmarktes, in plastischer Eleganz und absoluter Klarheit einen Gesellschaftsroman. Mit elementarem Sinn für Ästhetik beschreibt er die Welt als eine von gemäßigter Schönheit; ohne jede Magie und von besonderem Interesse. In resignierter, hellsichtiger Melancholie schildert Houellebecq das Leben als eine Folge steiler Abgründe voneinander getrennter Stufen. (So zum Beispiel in den herzergreifenden Gesprächen zwischen Jed Martin und seines, im Sterben begriffenen, Vaters.).
    Im Kontrast zu Houellebecqs bisherigen Romanen, hat Leid und Tod einen höheren Marktwert als Vergnügen und Sex. Und ja, Houellebecq lässt seiner Figur Jed Martin das aufrichtige, gepflegte Glück der Liebe zuteil werden (OHNE einen Escort-Service in Anspruch zu nehmen!).


    Nie, noch nie, war ein Houellebecq so zugänglich, so versöhnlich, so friedlich und so unterhaltsam!

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  • Der schwermütige Franzose beeindruckt einmal mehr Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mirjam Berle, am 16.04.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Werk Michel Houellebecqs wie auch die Person polarisieren. Mit seinem neuen Roman scheint er jedoch beinah altersmilde geworden zu sein. Es ist ein tiefgründiger Künstler- und Kriminalroman. Ein Roman über den Künstler, der nicht nur sein Werk, sondern auch sich selbst erschafft. Ein Buch über das Original und sein Abbild, wie der Titel „Karte und Gebiet“ schon verrät.

    Die Kunst des von Houellebecq geschaffenen Protagonisten Jed Martin besteht aus Abbildern von Landschaften, Gegenständen und Personen. Das Original künstlerisch wertvoll und möglichst ansprechend darzustellen, ist sein Ziel. Und wenn er genug von einer Art der Abbildung hat, wendet er sich ab und widmet sich der Betrachtung und Darstellung einer neuen.

    Aber nicht nur Jed Martin schafft Doppelgänger, auch der Autor selbst tut dies und zwar von keinem geringeren als sich selbst. Taucht doch ein gewisser Michel Houellebecq im Roman auf. Inwieweit es sich um Abbild oder Gegenentwurf seiner selbst handelt, weiß nur er allein. Am Ende löscht er sich, bzw. sein Abbild aus – sehr brutal, soviel sei verraten.

    Dies ist ein Roman, den man wieder und wieder aus unterschiedlichen Perspektiven lesen kann und der so immer wieder neue Eindrücke liefert – wie ein gelungenes Bild eben ;-). Großartig!!

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  • e-book, Houellebecq, Karte und Gebiet Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Odilie Pressberger, am 26.03.2011

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    Sehr sanft und sehr trostreich schreibt Houellebecq in diesem Roman über die fortschreitende Zerstörung der Umwelt, über den Untergang des menschlichen Zusammenlebens.Bis zur Hälfte ist es ein Künstlerroman, dann entwickelt es sich zum Krimi. Hat mir sehr gut gefallen.

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  • Houellebecq wie man Ihn liebt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kai Reinhard, am 26.03.2011

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    In dem neuesten Werk von Houellebecq geht es um den Künstler Jed Martin und sein gesamtes Leben. Angenehm überrascht hat es mich, dass auch der Autor selbst eine Rolle in dem Roman spielt. Wie weit dieser geschilderte "Houellebecq" dem Original entspricht, sollte jeder Leser selbst entscheiden. Sehr viel schildert Houellebecq hier Kunst, Architektur, Malerei und die Schriftstellerei aus einer technischen Betrachtungsweise und sein gewohntes doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel fehlt auch in diesem Roman nicht. Er seziert ein Land und dessen Bewohner und das Leben, die Kunst und der Tod werden kartografisch unglaublich gut geschildert. Jeder Houellebecq Fan dürfte an diesem Meisterwerk seine Freude haben.

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V (S. 248-249)
AM NÄCHSTEN TAG GING ER zu Fuß zu seiner Dienststelle, bog in die Rue des Fossés-Saint-Bernard ein und schlenderte dann am Ufer der Seine entlang. Er blieb lange auf dem Pont de l'Archevêché stehen: Von dort aus hatte man, wie er fand, den schönsten Blick auf Notre-Dame. Es war ein prächtiger Oktobermorgen, die Luft war frisch und klar.
Anschließend blieb er noch eine Weile auf dem Square Jean-XXIII stehen, beobachtete die Touristen und die Homosexuellen, die meist zu zweit dort spazieren gingen, sich küssten oder Hand in Hand liefen. Ferber kam fast zur gleichen Zeit wie er in der Dienststelle an und holte ihn auf der Treppe vor dem Kontrollposten im dritten Stock ein. Es würde im Quai des Orfèvres niemals einen Fahrstuhl geben, sagte er sich resigniert und bemerkte, dass Ferber den Schritt verlangsamt hatte, um ihn nicht auf dem letzten Treppenabschnitt zu überholen. Lartigue kam als Erster zu ihnen in das Büro, das dem ganzen Team zur Verfügung stand.
Er schien ziemlich deprimiert, sein glattes Gesicht mit dem dunklen Teint eines Südfranzosen war angespannt und sorgenvoll, obwohl er normalerweise ein recht fröhlicher Mensch war. Ferber hatte ihn beauftragt, vor Ort Zeugenaussagen aufzunehmen. »Totaler Flop«, verkündete er sofort.»Ich habe nichts erfahren. Niemand hat etwas gesehen oder gehört. Und in den letzten Wochen hat nicht mal jemand ein auswärtiges Fahrzeug im Dorf bemerkt.« Messier traf ein paar Minuten später ein, grüßte sie und legte den Rucksack, den er lässig über der rechten Schulter hängen hatte, auf seinen Schreibtisch.
Er war erst dreiundzwanzig und seit sechs Monaten im Kriminaldezernat. Der Jüngste in ihrem Team. Ferber mochte ihn gern und sah über seine zwanglose Kleidung hinweg, die im Allgemeinen aus Trainingshose, Sweatshirt und Segeltuchjacke bestand und im Übrigen schlecht zu seinem kantigen, strengen Gesicht passte, über das nur selten ein Lächeln glitt; wenn er ihm manchmal nahelegte, seinen Bekleidungsstil zu ändern, war das eher ein freundschaftlicher Rat.
Messier holte sich eine Flasche Cola light aus dem Getränkeautomaten, ehe er ihnen die Ergebnisse seiner Ermittlungen mitteilte. Seine Züge waren noch angespannter als gewöhnlich, er sah aus, als habe er die ganze Nacht nicht geschlafen. »Mit dem Handy gab's kein Problem«, sagte er, »das hatte nicht mal einen PIN-Code. Aber dabei kam auch nichts Interessantes heraus. Gespräche mit seiner Verlegerin, mit dem Typen, der ihm Heizöl liefern, und mit einem anderen, der in seinem Haus Wärmedämmverglasung einsetzen sollte ... Also nur praktische oder berufliche Gespräche. Dieser Typ scheint überhaupt kein Privatleben gehabt zu haben.«

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