Amaurys Hitzköpfige Rebellin (Scanguards Vampire - Buch 2)
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Amaurys Hitzköpfige Rebellin (Scanguards Vampire - Buch 2)

von Tina Folsom

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Weitere Artikelinformationen

Vampir Amaury LeSang ist dazu verflucht, jedermanns Emotionen wie eine fortwhrende Migrne zu spren. Der einzige Weg, seinen Schmerz zu lindern, besteht darin, Sex zu haben. Als er die streitschtige menschliche Frau Nina trifft, sieht es so aus, als wre ein Heilmittel fr seine Krankheit in Reichweite: In ihrer Gegenwart verschwinden seine Schmerzen.Unglcklicherweise ist Nina darauf aus, ihn zu tten, da sie glaubt er sei in den Tod ihres Bruders verwickelt. Und es wrde ihr auch gelingen, wenn nur nicht Amaurys Bad-Boy-Charme ihre Hormone verrckt spielen liee und sie direkt in seine Arme und sein Bett katapultierte, wann immer sie in seiner Nhe ist. .Whrend jeder Kuss sie krperlich einander nher bringt, droht Gefahr, die das wenige Vertrauen, das sie ineinander haben, zerstren knnte. .Bisher in der Scanguards Vampire Reihe: .Buch 1: Samsons Sterbliche Geliebte.In Krze aus der Reihe Scanguards Vampire erhltlich: .Buch 3: Gabriels Gefhrtin.Lesen Sie in Amaurys Hitzkpfige Rebellin einen Auszug aus Gabriels Gefhrtin, das Anfang April 2012 erscheinen wird. .Tina Folsoms Englisch-sprachige Bcher: .Scanguards Vampires Series: .Book 1: Samson's Lovely Mortal.Book 2: Amaury's Hellion.Book 3: Gabriel's Mate.Book 4: Yvette's Haven.Book 5: Zane's Redemption.Out of Olympus Series (Griechische Gtter): .Book 1: A Touch of Greek.Book 2: A Scent of Greek.Venice Vampyr Novella Series: .Venice Vampyr (Buch 1) .Venice Vampyr (Buch 2): Final Affair.Venice Vampyr (Buch 3): Sinful Treasure.Andere Bcher und Kurzgeschichten.Lawful Escort.Steal Me (Kurzgeschichte) .The Wrong Suitor (Kurzgeschichte) .Captured to Breed (Kurzgeschichte)

Produktdetails

Verkaufsrang: 3.327
ISBN-10: 1-937519-22-8
EAN: 9781937519223
Erschienen: 23.01.2012
Verlag: Tina Folsom
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 409
Übersetzer: Angela Thiem
Erschienen bei: Tina Folsom
Übersetzt von: Angela Thiem
Spieldauer: 466 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Nina weichte einem obdachlosen Mann aus, der bewegungslos auf dem Bürgersteig lag. Der Geruch von Alkohol und Urin stieg ihr in die Nase. Sie erschrak, als der Betrunkene sich unerwartet umdrehte und grunzte. Adrenalin pumpte durch ihre Adern. Sie blickte auf den Mann hinunter, bereit sich notfalls zu verteidigen, doch er war bewusstlos. Als sie wieder aufschaute, war Amaury um die Ecke gebogen. Das Letzte, was sie von ihm sah, war sein im Wind flatternder Mantel.
Sofort beschleunigte sie ihre Schritte. Sie konnte es sich nicht erlauben, ihn zu verlieren, wenn sie ihrem Ziel so nahe war. Zwei Blocks weiter war die Stelle, die sie schon vor Tagen ausgekundschaftet hatte.
Was sie dort entdeckt hatte, war eine sehr alte Treppe, die über das Dach eines leer stehenden einstöckigen Gebäudes führte. An der diagonal gegenüberliegenden Ecke bot es einen klaren Ausblick über eine schmale Gasse - eine Gasse, die Amaury gerne entlang ging. Er würde vorbeigehen und sie wäre in der Lage, ihn von oben anzuspringen und ihn gleichzeitig niederzustechen.
Nina ließ ihre Hand in ihre Tasche gleiten und berührte den Pfahl. Das Holz fühlte sich in ihrer Hand glatt an und sie streichelte es zärtlich wie einen Liebhaber, während sich ihre Handfläche darum schloss.
Amaury LeSang, in einer Minute bist du ein toter Vampir.
Solch ein großer Mann und doch würde ihm ein so kleiner Gegenstand den Tod bringen. Es war beinah poetisch. Trotz all ihrer Kraft und Macht waren Vampire überraschend anfällig für etwas so einfaches wie ein Stück Holz. Es gab doch noch Gerechtigkeit auf der Welt. Sie würde sich heute Nacht auf diese Gerechtigkeit berufen.
Sie bog um die Ecke, die Amaury nur Sekunden zuvor umrundet hatte. Die schmale Straße war dunkel - und leer. Nina kam schlitternd zum Stillstand. Hatte er sie schließlich doch bemerkt und begonnen zu laufen, nachdem er aus ihrem direkten Sichtfeld verschwunden war?
Sie suchte den Bürgersteig und die Eingänge ab. Nichts, bis auf ein paar streitende obdachlose Männer und einen Teenager, der im Schatten lungerte und vermutlich auf seinen Drogenhändler wartete, wenn er nicht sogar selbst einer war. Kein Ton oder Anzeichen von irgendjemand Anderem in der Nähe. Ein kalter Schauer lief ihren Rücken hinunter und bereitete ihr Unbehagen.
Einen Block weiter zweigte die Gasse ab. Vielleicht hatte er diese Abzweigung schon erreicht und genommen. Ein paar Schritte weiter rechts vor ihr duckte sie sich unter den kleinen Bogen, der zur alten Treppe führte. Zwei Stufen auf einmal nehmend kletterte sie die Treppe hoch. Wenn sie sich beeilte, könnte sie immer noch rechtzeitig an Ort und Stelle sein, um zuzuschlagen.
Nina wurde schneller und rannte die letzten Stufen hinauf, bevor die Treppe eine abrupte Wende machte. Ein kurzer Sprint über das Dach und sie erreichte den Aussichtspunkt, von dem aus sie die schmale Gasse unter sich einsehen konnte. Sie wusste, dass er gern diese Abkürzung zu seiner Wohnung nahm. Sie hatte ihn mehrere Male dabei beobachtet.
Nur diesmal war er nicht in der Gasse. Sie hatte ihn verpasst. All die Arbeit dieser Nacht für nichts. Eine komplette Verschwendung.
Verdammt!
Nina stampfte vor Wut mit dem Fuß auf und stieß die Luft aus ihrer Lunge. Ein leises Geräusch hinter ihr ließ sie herumfahren. Nur ihre schnelle Reaktion bewahrte sie davor, von hinten angegriffen zu werden, doch eine große Hand fing dennoch ihren Arm ab.
Der unerwartete Kontakt ließ ihren Atem stocken und schnürte ihr vor Angst die Kehle zu. Ohne überhaupt in sein Gesicht zu blicken wusste sie, mit wem sie es zu tun hatte.
Amaury war gebaut wie ein Rammbock: hart, unnachgiebig und unaufhaltsam. Sie spürte, wie seine rohe Kraft elektrische Impulse auf ihrer Haut entlang schickte. Ernsthafte Sorge summte in ihr. Ohne ein Überraschungsmanöver hatte sie keinerlei Chance, einen Kampf gegen ihn zu gewinnen. Er konnte sie einfach übermannen und sie brachte ihm so viel Widerstand entgegen, wie ein Grashalm, der sich im Wind behauptete.
Flucht war an dieser Stelle die einzige Möglichkeit. Weder war sie zu stolz, noch dumm genug, um länger zu bleiben.
Mit einer schnellen Bewegung drehte sie ihren Arm aus seinem Griff heraus und riss ihn fort. Ein fester Tritt gegen sein Schienbein und schon lief sie an ihm vorbei, während gedämpfte Flüche ihr folgten. Als sie seine Hand nach ihrem Sweatshirt greifen spürte, trat sie mit ihrem Bein nach hinten, drehte sich auf dem anderen Fuß herum und benutzte beide Arme, um seine Kraft gegen ihn zu verwenden und ihn dazu zu bringen, ihre Kleidung loszulassen. Doch sie hatte seine Stärke unterschätzt.
"Wer zum Teufel bist du?", spuckte Amaury aus. Das tiefe Grollen seiner Stimme schickte ein Zittern durch ihren Körper und ließ ihre Haut prickeln. "Und warum verfolgst du mich?"
Seine beeindruckende Statur ragte mehr als einen Kopf über ihr und bedrängte ihre Sinne. Mit einer Hand immer noch an ihrem Sweatshirt zog er ihr mit der anderen die Kapuze herunter und ignorierte dabei ihre um sich schlagenden Arme. Ihre Locken fielen heraus. Nina versuchte erfolglos seine Hand abzuschütteln, als er sie benutzte, um ihr Kinn anzuheben und sie zu zwingen, ihn anzusehen.
"Du bist eine Frau!"
Seine Augen weiteten sich, als er sie musterte. Sie nutzte diesen Augenblick des Zögerns, um sich aus seinem Griff zu winden und zu entfliehen. Doch sie konnte nicht einmal zwei Schritte machen, bis er sie wieder ergriff und festhielt. Diesmal zog er sie fester gegen seinen harten Körper und drehte sie zu sich um. Sie starrte ihn mit fest zusammengebissenen Lippen an - und schaute in die blauesten Augen, die sie je gesehen hatte.
Nina hatte Amaury immer aus der Ferne beobachtet, aus sicherer Distanz. Dies war das erste Mal, dass sie nur Zentimeter von seinem Gesicht und seinem massiven Körper entfernt war. Er war groß und muskulös, grobknochig und breitschultrig. Doch er hatte kein Gramm Fett am Körper. Sein Haar war rabenschwarz, nicht ganz schulterlang und mit leichten Wellen an den Spitzen.
Doch war es weder sein Haar noch sein starker Körper, der sie gefesselt hielt, nicht einmal die Hände, die sie gegen ihren Willen festhielten. Es waren seine Augen. So tief und blau wie der Ozean starrten sie sie an - hypnotisierten sie.
Seine Hände hätte sie vielleicht irgendwie abschütteln können, aber nicht seine Augen. Auch nicht die sinnlichen Kurven seines Mundes, die Vollheit seiner Lippen oder den starken Umriss seines Kiefers. Selbst seine Nase war perfekt proportioniert, lang und so gerade, fast klassisch Griechisch.
Nie in ihrem Leben hatte sie von Angesicht zu Angesicht mit einem Mann gestanden, der so robust, so schön und sinnlich zur gleichen Zeit war. Trotz der prekären Situation, in der sie sich befand - gefangen von einem Vampir - kämpfte sie nicht dagegen an, sich aus seinen Armen zu befreien und seinem Körper zu entkommen. Stattdessen ertappte sie sich dabei, wie sie sich langsam dichter an ihn schob, um die Wärme, die von ihm ausstrahlte, zu genießen. Amaury roch nach Erde und Leder. Rein, männlich. Ihr Bauch verkrampfte sich. Die schamlose Reaktion ihres Körpers ließ Alarmglocken in ihrem Kopf läuten.
Verdammt noch Mal, was tat sie nur? Sie sollte ihm so fest in den Arsch treten, dass er von hier bis Alcatraz flog und nicht mit ihm liebäugeln wie ein besessener Groupie. Er war der Feind, einer der Männer, der für die Zerstörung ihrer kleinen Familie verantwortlich war. Warum bewegte sich ihr Körper nicht, wenn sie doch zumindest einige Karateschläge anwenden sollte, um zu versuchen seinem Griff zu entkommen?
Er beobachtete sie argwöhnisch aus zusammengekniffenen, scharfen Augen, doch sagte er nichts. Sie glaubte nicht, dass er immer noch von der Tatsache geschockt sein konnte, dass eine Frau ihm gefolgt war, doch etwas hielt seine Zunge im Zaum.
Nina senkte ihren Blick zu seinem Mund und sah, wie sich seine Lippen leicht öffneten. Feste und sinnliche Lippen, die sie einluden, mit ihren eigenen sanft darüber zu streichen, wenn auch nur, um zu bestätigen, dass sie diese Perfektion vor sich nicht nur träumte.

Nein. Immer noch der Feind. Böser Vampir.
Sie konnte dieser Versuchung widerstehen. Sie war stark - bis er ausatmete und sie seinen Atem wahrnahm - moschusartig und erdig. Sein Duft war berauschend, süchtig machend, als enthielte er geheime Substanzen, die entwickelte worden waren, um sie willenlos zu machen. Ihre trockenen Lippen befeuchtend, nicht in der Lage klar zu denken, streckte sie sich nach oben und wandte ihm ihr Gesicht zu. Beugte er sich zu ihr herunter, oder war es nur eine Illusion?
Wirklich böser Vampir.
Und doch so verlockend.
Nein!
Sie musste dagegen ankämpfen, musste ihn bekämpfen.
Improvisiere!
Ja, sie musste diese Situation nutzen, es zu ihrem Vorteil machen. Seine Schwäche finden.
Denk nach! Du bist eine kluge Frau, verdammt noch mal, denk nach!
Das war es: eine Frau. Sie war eine Frau und seine Schwäche waren Frauen. Sie hatte ihn schon in Begleitung von vielen gesehen - ja, das könnte sie ausnutzen. Es könnte funktionieren.
Oder der Schuss könnte nach hinten losgehen.
Nina hörte nicht auf ihre zweifelnde innere Stimme. Stattdessen kam sie ihm noch näher, dichter an sein perfektes Gesicht, und presste ihren Mund auf seinen.
Er schien überrascht und seine Lippen blieben einen Moment lang starr. Doch dann lockerten seine Hände ihren totenähnlichen Griff an ihren Armen und er zog sie dichter an seinen Körper. Eine Hand umkreiste ihre Taille, die andere stützte ihren Kopf und seine starken Finger vergruben sich in ihren Locken, wie ein Liebhaber es tun würde. Ihr Herz machte vor Erleichterung einen Sprung - es funktionierte. Sie würde ihn ablenken, um dann zu entkommen.
Doch in dem Moment, als seine Lippen auf ihre reagierten und seine Zunge in ihren Mund eindrang, übernahm ihr Körper die Kontrolle. Sein Kuss betätigte den Ausschalter in ihrem Kopf und beendete damit jeden gesunden Gedanken, den sie je hatte - und löschte ihren brillanten Plan aus ihrem Gedächtnis, als hätte er nie existiert.

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