Ada liebt
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Ada liebt

von Nicole Balschun

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Weitere Artikelinformationen

Als ihre Tante Rosi stirbt, gerät Adas Welt aus den Fugen. Aber nicht so sehr wegen der Trauer um die schrullige Tante. Vielmehr weckt einer der Sargträger Adas Interesse, als er aus Versehen sein Gebetbuch in Rosis Grab fallen lässt. Bo ist Landwirt und nur im Nebenberuf Sargträger. Er ist ganz anders als die verschlossene Ada. Ada sucht ihr Glück in Büchern und auf Friedhöfen und verkriecht sich so vor dem Leben. Bis Bo mit seinen Kühen und Schweinen auftaucht. Er liest Ada aus den Landwirtschaftsmagazinen vor und stellt ihr schließlich eigene Gummistiefel hin. Doch nicht nur Adas Vater, dem die Leitsau Siegfried und überhaupt die ganzen Schweine suspekt sind, traut der Beziehung nicht richtig über den Weg. Mit Ada und Bo hat Nicole Balschun zwei Figuren geschaffen, die ungleicher nicht sein könnten, denen man aber am liebsten zurufen würde: Ja, ihr seid genau richtig für einander! Ein so komischer wie anrührender Roman darüber, wie schwierig es sein kann, sich jemandem über alle Grenzen und Hindernisse hinweg zu öffnen.

Produktdetails

ISBN-10: 3-8321-8552-6
EAN: 9783832185527
Erschienen: 02.2011
Verlag: DuMont Buchverlag
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 192
Erschienen bei: DuMont Buchverlag
Spieldauer: 2418 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Buchhändlertipps

  • Traurig - schön! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nina Marlene Wolfsteiner, am 17.03.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    Ada lebt in ihrer Welt, der Bücherwelt. Das war schon als kleines Kind so. "Sie kann nicht angepasst werden", beschwerte sich da einst die Klassenlehrerin.
    Ada ist unbeholfen im Umgang mit Menschen und im Ausdruck ihrer Gefühle.
    Nach und nach entsteht eine Beziehung mit einem Landwirt. Aber: Er hat Schweine! Übersetzt meint Adas Vater (und auch ein bisschen sie selbst): Er ist nicht gut genug!

    Ada und ihr "Bauerntölpel" sind mir zu konturenlos. Schade. Trotzdem - dank des Schreibstils - ein angenehmes Lesevergnügen!

    Für jeden geeignet, der nicht immer Romantik pur und Happy Ends braucht, um abschalten zu können!

Kundenrezensionen

5 (S. 27-28)
Bo hatte einen Sonntag abgewartet, dann rief er an. Hier ist Bo, sagte er laut in den Hörer und mein Herz schlug und ich sagte, aha, Bo vom Friedhof. Ich habe Roggen, Kartoffeln, ein paar Schweine und achtzehn Kühe, sagte Bo und ich schwieg. Und Nachzucht, sagte Bo. Was ist Nachzucht, sagte ich. Danach ging ich oft ohne meinen Vater zum Grab von Tante Rosi und zündete die Kerze an. Du bist schön, wenn du trauern gehst, sagte ich nach einer Beerdigung zu Bo.
Es ist schade um die Würmer, sagte Bo, besonders bei Regen. Bo fing Fische und die frisch aufgeworfene Erde legte Kolonnen von Regenwürmern frei, die er sich gern an die Angel gehängt hätte. Aber sie würden komisch gucken, sagte Bo. Ja, sagte ich und stellte mir vor, wie Bo während des Gebets in der Erde wühlte und die Würmer in ein großes Einmachglas legte, in dem sie sich wanden und ineinander verhakten.
Er hätte Erde an den Knien und an den Händen und er würde nicht mehr aussehen wie ein berufsmäßiger Trauernder und der Pfarrer würde ihn nicht mehr fragen, ob er den Sarg tragen wolle, und dann würde das Geld knapp. Was tust du sonst, fragte Bo. Studieren, sagte ich und Bo fragte nicht mehr. Nach dem Abitur muss man sich überlegen, was man machen möchte aus seinem Leben.
Leo wusste es sofort und Elisabet auch, sie wollte einfach dahin gehen, wo Leo hinging, und dort irgendwas machen, wie sie es nannte. Leo wollte in eine Großstadt, um etwas zu erleben, und dann mal sehen, sagte er. Das ist doch kindisch, sagte mein Vater, als ich es ihm erzählte, eine Großstadt ist doch kein Lebensziel, nichts, worauf man hinarbeiten könnte, und nichts, woraus sich einmal etwas machen ließe. Aber die Liebe, sagte meine Mutter, die es romantisch fand, dass Leo Elisabets Ziel war.
Diese Kindsköpfe, sagte mein Vater, der Angst hatte vor zu viel Gefühl und Leidenschaft und der befürchtete, dass meine Mutter wieder sehnsüchtig wurde, wie er es nannte, und dann wieder dasaß am Esstisch und sich kaum bewegte und nichts sagte. Manchmal weinte sie leise und in diesen Zeiten standen keine Blumen auf dem Abendbrottisch. Was willst du machen, Ada, fragten sie mich an einem dieser Abende mit Kaffee und Brot und ohne Blumen und ich wusste es nicht, obwohl ich ständig darüber nachdachte. Ich wollte so vieles, aber nichts davon war eine Ausbildung oder ein Studium.

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