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Nachdem die 30-jährige Hetty ihren Freund gerade auf frischer Tat mit einer anderen ertappt hat und überdies auch noch ihren Job los ist, kommt ihr das Angebot wie gerufen, für eine Weile den leer stehenden Landsitz ihres Großonkels Sam zu hüten. Wie Hetty feststellen muss, hält das wunderschöne Anwesen jedoch so manche Überraschung bereit. Und dann taucht eines Tages auch noch Sams Erbe, der raubeinige Connor, mit einem ungewöhnlichen Ansinnen dort auf ...
| Verkaufsrang: | 10.284 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-8387-0380-4 |
| EAN: | 9783838703800 |
| Originaltitel: | Stately Pursuits |
| Erschienen: | 04.2011 |
| Verlag: | Lübbe Digital |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 384 |
| Übersetzer: | Ingrid Krane-Müschen |
| Erschienen bei: | Lübbe Digital |
| Übersetzt von: | Ingrid Krane-Müschen |
| Spieldauer: | 424 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Katie Fforde wurde in Wimbledon geboren, wo sie ihre Kindheit verbrachte. Heute lebt sie mit ihrem Mann, drei Kindern und verschiedenen Katzen und Hunden in einem idyllisch gelegenen Landhaus in Gloucestershire, England. Erst vor wenigen Jahren begann sie mit dem Schreiben romantischer, heiterer Gesellschaftskomödien, die stets sofort die englischen Bestsellerlisten eroberten.
7. Kapitel (S. 88-89)
»Wissen Sie, Sie haben vielleicht nicht einmal so Unrecht ...« Hetty hob den Kopf. Waren diese Worte wirklich aus seinem Mund gekommen? In dieser Reihenfolge? Er zog einen Hocker unter dem Tisch hervor und setzte sich. »Mir war nicht bewusst, wie viel dieses Haus den Leuten im Dorf bedeuten muss. Meine Arbeit hat mich oft von hier fern gehalten, vor allem in letzter Zeit. Und obwohl ich regelmäßig nach Samuel sehe, habe ich nie viel Zeit im Dorf verbracht.« Hetty sah auf, vollkommen verdattert. Gerade wollte sie ihn verbal umarmen, als er fortfuhr: »Aber auch wenn ich jetzt ein klareres Bild habe, kann ich meine Pläne nicht ändern.« Enttäuscht, dass sein Sinneswandel letztlich nichts änderte, brummelte sie in ihr Handtuch: »Natürlich nicht. Das würde Ihr Image ruinieren.« »Aber ich bin bereit, das Haus instand zu halten, bis Samuel stirbt.«
Jetzt war der richtige Zeitpunkt, ihn zu fragen, ob er von dem Kredit wisse. Aber wenn das nicht der Fall war und sie es ihm sagte, würde er seine Meinung vielleicht wieder ändern. »Sie meinen, Sie werden das Haus nicht abreißen, solange er noch darin leben möchte?«, fragte sie stattdessen. Er biss die Zähne zusammen, und Hetty fand, das war ganz gut so, andernfalls hätte er sie vermutlich gebissen. »Ich sagte, ich bin bereit, das Haus instand zu halten, es zur Besichtigung zu öffnen, bis Samuel stirbt. Und danach werde ich meinen ursprünglichen Plan wieder aufgreifen. Aber ich bin nicht bereit, große Summen für Flickwerk aufzuwenden.
Abriss ist die einzig logische Möglichkeit.« Er konnte nichts davon wissen, dass sie Vollmacht hatte, große Schecks auszustellen, und jetzt war sicher nicht der geeignete Moment, es zu erwähnen. »Aber wir müssen ein paar Sachen anschaffen, sonst erlauben sie uns nicht, das Haus zu öffnen«, sagte sie in der illusorischen Hoffnung, er werde vielleicht ein paar Feuerlöscher bezahlen. »Wer sind ›sie‹?« »Es gibt Vorschriften«, antwortete sie ausweichend. Und das stimmte ja auch. »Wir brauchen Rauchmelder und Feuerlöscher und solche Sachen. Nichts, was man nicht wieder verkaufen könnte«, fügte sie hastig hinzu. »Aber wir können nicht einfach so weitermachen, wie Samuel es früher getan hat. Wegen dieser Vorschriften«, betonte sie.
»Er hatte anscheinend nicht viel damit im Sinn.« »Vermutlich nicht.« »Die Frage ist ...« »Was?« Wie lange beabsichtigen Sie zu bleiben? Wollen Sie das Haus eröffnen und alles Notwendige organisieren, oder möchten Sie lieber, das jemand anders das macht?« Der Ausdruck des Entsetzens auf seinem Gesicht war beinah komisch. »Ich werde todsicher nicht jeden zweiten Samstag alte Damen durch die Halle führen und ihnen erfundene Geschichten über die Revolution erzählen.« Um der alten Damen willen war Hetty erleichtert. »Heißt das, dass Sie wieder fortgehen?«
»Tut mir Leid, Sie zu enttäuschen, aber nein, vorläufig nicht. Ich habe keinen neuen Auftrag angenommen, meine Wohnung untervermietet und mir gedacht, ich bleibe in der Nähe meines Onkels, der mein nächster Verwandter ist. Immer vorausgesetzt, dass seine Haussitterin nichts dagegen hat.«