Vögelfrei

von Sophie Andresky

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Vögelfrei

Vögelfrei

von Sophie Andresky

EAN: 9783641010492

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Ein erotisches Roadmovie durch die Abgründe der Lust
»Ein Jahr lang hatte ich einen Freifahrtschein. Mein Mann hat ihn selbst unterschrieben: Zwölf Monate lang darf ich ficken, vögeln, lecken und lutschen und ganz allgemein tun und lassen, was ich will, mit wem ich will, wie oft ich will, wann ich will. Und ich hatte nicht nur die Erlaubnis. Ich hatte das Recht dazu.«

Produktdetails

Verkaufsrang: 157
ISBN-10: 3-641-01049-7
EAN: 9783641010492
Erschienen: 07.2009
Verlag: E-Books der Verlagsgruppe Random House
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 256
Erschienen bei: E-Books der Verlagsgruppe Random House
Spieldauer: 452 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Sophie Andresky

Deutschlands wohl bekannteste Porno-Autorin Sophie Andresky wurde 1973 geboren. Ihren Durchbruch erlangte sie durch zahlreiche Kurzgeschichten und Kolumnen in Zeitschriften wie Penthouse, Young, Cosmopolitan und Joyclub. Nicht zuletzt durch ihr hartes aber witziges Vokabular rund um Sex wurden auch ihre Bücher zur Pornoliteratur für die Frau. 1997 zeichnete sie Penthouse mit dem JOY Key Award aus und zwei Jahre später gewann Sophie Andresky den Kurzgeschichtenwettbewerb der Zeitschrift Journal für die Frau mit dem Thema "Die unglaublichsten Geschichten mit Männern". Sophie Andresky war eine der ersten Frauen, die über Pornografie geschrieben hat. Ihr Ziel war es weg von dem umschriebenen Blümchensex hin zu klaren Worten. Die bekennende Verbalerotikerin sieht ihr schreiben selbst als eine Art Gebrauchsliteratur sowohl für die Frau wie auch für den Mann. Ihre Freizeit genießt Sophie Andresky mit Reisen, Wellness, Kochen und guten TV-Serien, außerdem ist sie Mitglied der Terre des Femmes e.V. und engagiert sich gegen Genitalverstümmelung und jegliche Gewalt gegen Frauen. Zusammen mit ihrem Mann lebt Sophie Andresky als freie Schriftstellerin in Berlin.

Meinung der Redaktion
Es ist ein wirklich sehr gelungenes und sinnliches Buch! An manchen Stellen ziemlich vulgär was aber dem erotischen Knistern beim Lesen keinen Abbruch tut!!!Im Großen und Ganzen: BITTE MEHR DAVON!!!

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Kundenrezensionen

  • Topseller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 23.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe das Buch gelesen dabei konnte ich es nur schwer aus der Hand legen.Es ist wie Sucht.Die Autorin beschreibt im Buch die verschiedensten Genres der Erotik.
    Durch die einzelnen Stories in denen die Hauptfigur stets die gleiche ist ,kann der Leser das Geschehene gut verfolgen und verstehen.Am Ende geht alles anders aus wie erwartet.

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  • Verschachtelte Vögelei Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Yvonne, am 09.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein Buch, das einen zum Weiterlesen zwingt. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Sophie hat ein Gesichte geschrieben, die einen roten Faden hat, der sich nicht mal annähernd verliert. Sie schreibt heiß, aber nicht zu flach. Und es hat ein überraschendes Ende, mehrfach überraschend!

    Mein Fazit: unbedingt lesen!

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  • Super fesselnd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.01.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ist ein super Buch, was ich sehr empfehlen kann. Sophie Andresky schreibt sehr detailliert, jedoch nicht zu "platt". Durch die Geschichte, die um die einzelnen Abenteuer gesponnen wird, will man immer weiter lesen. Wirklich nur zu empfehlen.

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  • Hochgenuss....!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Absolut amüsant, witzig, sinnlich und geistreich, hat mich völlig überrascht! Bei dem Titelbild war ich eher skeptisch, dachte es könnte in seichtere Gewässer abtauchen....
    Völlig unbegründet, ein lesenswertes Vergnügen, in das man sich hineinschmiegen kann!

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  • läßt sich regelrecht "einsaugen" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.12.2010

    3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    wunderbar geschrieben. einmal angefangen fällt es schwer wieder aufzuhören. anregend aufregend, klasse zeitvertreib.
    in den letzten jahren habe ich nur bücher gelesen, die mich weiter bildeten und mir infos für meine arbeit brachten. dieses buch war wieder das erste, daß ich einach nur zur entspannung gelesen habe, und es hat in mir den alten bücherwurm wieder geweckt. wie schön lesen doch sein kann. danke.

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    ja nein

APERITIF:
Champagner
mit Holunderblüte in Sirup
Ich bin Romantikerin. Und ich liebe das Schöne.
Aber der Sex an sich, zumindest, wenn er geil ist, wenn zwei glitschige, prall durchblutete Körperteile ineinandergleiten, wenn schweißnasse Körper so verknotet werden, dass sich an manchen Stellen Wülste rollen, an anderen Stellen die Knochen hervortreten, wenn sich die Gesichter verzerren, die Augenlider flattern und alle Beteiligten Grunzlaute erzeugen, die klingen wie eine Mischung aus angeschossenem Bär und kalbender Hirschkuh, dann ist das weder romantisch noch schön im Sinne des Musikantenstadls. Und trotzdem ist es großartig. Es hat nichts zu tun mit flatternden Negliges im Mondenschein oder süßem Gehauche wie gezuckerte Rosenblätter. Das ist dann echter Sex. Sex für große Mädchen. Und darum geht es. Um Fick-mir-das-Hirn-raus-Sex.
Ich sehe mich um. Alles hier in meinem Palast, in dem wir das heutige Fest feiern werden, ist Musikantenstadlwunderschön: Die brennenden Kerzen auf den riesigen silbernen Ständern verbreiten eine flimmernde Schwüle, eine knisternde, flirrende Oasenluft in meinem Salon. Die Brokatstoffe türmen sich auf den Sofas und Sesseln, als wären sie von einer hastig beendeten Orgie übrig geblieben. Meine beiden dicken Kastratenkater räkeln sich schnurrend darauf und lecken sich die buschigen Schwänze und das weiche Pudelfell am Bauch. Ganz ähnlich klingen die vielen kleinen und großen, bunten und silbernen Dildos, die ich in den Blumenkübeln verteilt habe und die wie abstrakte Kunst aussehen. Von der Decke hängen die Vogelkäfige, die ich während der letzten Jahre auf Flohmärkten und Auktionen gekauft habe und in denen man Knäuel aus bunten Seidenstoffen, Gefäße mit dampfendem Trockeneis oder Blumen bewundern kann. Der Duft von Vanille und meinem Maiglöckchenparfüm schwebt im Raum, und auf dem üppig gedeckten Tisch sehe ich zwischen den funkelnden Bestecken, den Kristallgläsern und den Buketts aus Papageienblüten die Pomelo-Schnitze leuchten.
Auf jedem der sieben Plätze steht ein Schälchen mit bereits angerichtetem Salat und darauf - wie geöffnete feuchte Mösenspalten - das Fruchtfleisch der Pomelos. Die Gäste müssen jeden Moment eintreffen, und ich gebe Jannik ein Zeichen, damit er die Holunderblüten in die Gläser verteilt, kaum bedeckt vom Sirup, und dann den Champagner darübergießt. Der ist so kalt, dass die Gläser beschlagen. Seine weiß behandschuhten Hände stellen den Holunderblütenaperitif auf den kleinen Beistelltisch. Ich nehme mir noch ein Glas, als er mit dem Tablett an mir vorbeikommt.
Ich hatte schon das eine oder andere, aber angeschickert bin ich als Herrin des Hauses einfach am besten. Das ist ein Gesetz: Der Fisch in der Pfanne muss schwimmen, und die Gastgeberin an der Tafel auch. Dafür sorgen nicht unerhebliche Mengen Champagner - aber was soll's, mein Mann bunkert genug davon im Keller. Auch unter der Tischkante, zwischen den Beinen der Gesellschaftsdame, hat es feucht zu sein.
Darum kümmert sich in meinem Fall der Caterer. Das hatte ich schon lange vorher bei der Planung dieses Festes beschlossen. Er ist sozusagen das Amuse-Gueule meiner Dinnerparty, der Gruß aus der Küche, und als solcher auch für mich eine Überraschung. Denn ich bin nicht vorher durch die Feinkostläden gezogen auf der Jagd nach dem attraktivsten Fahrer. Ich habe nicht weißteigige Metzgerhände verglichen mit den gebräunten schlanken der spanischen Aushilfen. Ich habe einfach das Dinner bestellt und gewartet, was auf mich zukommt. Wer auf mich zukommt. Heute Abend nehme ich als Auftakt jeden - das gehört zum Spiel. Ein letztes Blind Date zum Abschluss. Vögel-Roulette könnte man das nennen, rien ne va plus.
Der wird es also.
Er ist knapp eins sechzig groß und hat eine beginnende Halbglatze. Alle Gerüchte über den Zusammenhang zwischen männlichem Haarwuchs und Potenz, dass die mit dem Affenfell auch ficken können wie ihre Kumpels im Zoo, sind Quatsch. Zwar kenne ich kahlköpfige Männer, die aussehen wie wandelnde Riesenpenisse, doch zwischen ihren Beinen hängt bloß ein trauriges Würmchen, mit dem man vielleicht angeln kann, aber die yetiartig bestückten Zottelrastas halten auch nicht immer das, was sie versprechen. Letztendlich sieht man es einem Mann nicht an, was er bringt, man muss ihn schon testen.
Anfangs ist der Caterer noch schüchtern, als er reinkommt und seine Styroporkästen und Taschen abstellt. Er verschlingt den ganzen Raum mit seinen großen, glänzenden Makakenaugen. Ich kann genau sehen, dass er überlegt, ob er wohl in einem Bordell gelandet ist. Vor allem Jannik irritiert ihn, obwohl der selbst keine Miene verzieht und wie ein schweigender, geschäftiger Pinguin hin und her läuft, ihm das Essen quittiert und mit seinen weißen Handschuhen eine einladende Geste in meine Richtung macht.
Was der Caterer nicht weiß: Er ist nicht nur der Auftakt für eine große Dinnerparty, er ist auch der letzte Unbekannte, den ich in diesem gerade vergangenen wilden Jahr ficken werde. Denn dies hier ist der krönende Abschluss meiner Vögelfreiheit. Ein Jahr lang hatte ich einen Freifahrtschein, mein Mann hat ihn selbst unterschrieben: Zwölf Monate lang darf ich ficken, vögeln, kohabitieren, lecken, lutschen und ganz allgemein tun und lassen, was ich will, mit wem ich will, wie oft ich will, wo ich will, wann ich will. Und ich hatte nicht nur die Erlaubnis. Ich hatte das Recht dazu.
So stehe ich jetzt an den Flügel gelehnt da in meinem engen schwarzen Kleid und lasse die nackten Arme ausgebreitet auf dem Instrument liegen. Die breite Narbe, die wie ein Stammeszeichen meinen rechten Oberarm vertikal durchschneidet, ist bei der schummrigen Beleuchtung mit den vielen flirrenden Farben und Spiegelungen kaum zu sehen, und sie geht ihn auch nichts an. Und obwohl von den Dutzenden winzigen Knöpfen an der silbernen Borte, die das Kleid vom Hals bis zu den Knöcheln zusammenhalten, kein einziger geschlossen ist, er also freien Blick hat auf meine nackte Haut, meine Brüste, meine blitzblank rasierte Möse, versucht er immerhin, mir ins Gesicht zu sehen. Das ehrt ihn, ist aber zwecklos, denn das Kleid hat am Rücken eine große weite Kapuze, die ich bis in die Stirn gezogen habe, sodass ich wie eine augenlose Priesterin am Flügel stehe und die Beine aneinanderreibe.
Er weiß nicht, was er tun soll, zwirbelt an seiner Uniformjacke herum, schluckt hart, tritt von einem Fuß auf den anderen.

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