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Die in diesem Quickie enthaltenen Stories stammen aus der Printausgabe des Titels Heiße Fantasien.
| Verkaufsrang: | 1.262 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-641-07003-1 |
| EAN: | 9783641070038 |
| Originaltitel: | Wicked Words 6 . A Black Lace Short Story Collection (Heiße Fantasien), S. 49 - 93 |
| Erschienen: | 24.10.2011 |
| Verlag: | Blanvalet |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 34 |
| Übersetzer: | Claudia Müller |
| Erschienen bei: | Blanvalet |
| Übersetzt von: | Claudia Müller |
| Spieldauer: | 328 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Kerri Sharp stammt aus einer Zigeunerfamilie. Als kleines Mädchen besuchte sie eine Klosterschule. Nach dem Schulabschluss jobbte sie als Busfahrerin in Torquay, als Eisverkäuferin in St. Tropez, als Schäferin auf Kreta, als Briefträgerin in Dartmoor und als T-Shirt-Druckerin für den Künstler und Sex-Pistols-Manager Malcolm McLaren. 1993 suchte ein Erotika-Verlag im Guardian nach einer "Frau, die nichts schocken kann" und Sharp hatte ihre erste Vollzeitstelle gefunden. Seither arbeitet sie als Lektorin, Herausgeberin und Autorin, und ihre Sammlungen erotischer Kurzgeschichten sind weltweit ein Riesenerfolg. Sie lebt mit ihrem Freund, einem Experten für Horrorfilme, in London.
RUB-A-DUB (S 21-22)
Maria Eppie
Ich liege flach auf dem Bauch und starre durch Janeys Fernglas auf die krachende, donnernde See. Alle paar Sekunden spritzt Regen gegen das Aussichtsfenster vor mir. Der Sturm bringt das Metalldach zum Summen. Alles ist großartig und elementar, und ich sollte bewegt und beeindruckt sein. Das wäre ich auch, wenn wir das nicht schon seit drei Tagen erleben würden. So ist das schottische Wetter eben. Man hat an einem Tag so viel Wind, Regen und Nebel, dass es für das ganze Jahr reicht.
So wie jetzt, im Mittsommer. Es ist elf Uhr abends, und es ist immer noch hell. Ich studiere einen winzigen Streifen Gelb am Horizont und bete, dass es der Vorbote der Sonne ist. Janey kommt aus der Dusche, in ein flauschiges Handtuch gehüllt, und hockt sich vor den Holzofen, um ihre Haare zu trocknen. Sofort beschlägt das Fenster. Gereizt knurre ich: »Gut gemacht, Janey. Die Luftfeuchtigkeit ist sowieso ein bisschen niedrig hier.« Sie schürzt die Lippen und zündet noch eine Aromatherapie-Kerze an. Sie merken wahrscheinlich schon, dass ich ein bisschen allergisch auf Janey reagiere, was aber nichts damit zu tun hat, dass ich auf engstem Raum in einer Hütte mit ihr eingesperrt bin.
Okay, ich bin ja selber schuld. Es war schließlich auch nicht besonders klug von mir, mit jemandem nach Schottland zu fahren, mit dem ich so gut wie nichts gemeinsam habe. Ich kenne Janey kaum und habe vorher noch nie mit ihr Urlaub gemacht. Anscheinend verbindet uns lediglich die Tatsache, dass wir die einzigen alleinstehenden Mädchen in unsere Clique sind. Ach ja, und eine gute Freundin. Ebendieser guten Freundin stöhnte ich vor, dass ich unbedingt Urlaub brauchte, aber nicht wüsste, mit wem ich fahren sollte. Die verschiedenen Affären, die ich gerade so laufen hatte, waren alle nur für das Übliche gut: Essengehen, Luftdruckmessen, Sex. Aber eigentlich waren sie Teil des Problems, nicht die Lösung. Ich wollte etwas vollständig anderes.
Die gute Freundin rief sofort Janey an und verkündete: »Janey geht es genauso. Ihr seid doch beide unabhängig und erwachsen. Warum fahrt ihr also nicht zusammen?« Ich zögerte ein bisschen, aber unsere Beraterin wischte alle Einwände vom Tisch. »Um euch zu amüsieren, braucht ihr doch keine Kerle, oder?« Hmm.
Ich hätte gleich Nein sagen sollen. Der nächste Fehler war, dass ich Janey die Planung überließ. Okay, wir waren uns einig, dass wir keinen Strandurlaub wollten, damit uns niemand für zwei armselige Mauerblümchen hielt, die sich von jedem Gigolo anmachen ließen. Und Janey meinte außerdem, sie ginge sowieso nicht in die Sonne. Und als sie anfing, von der Schönheit der Highlands zu schwärmen, war ich einverstanden.
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