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von Kerstin Gier
EAN: 9783838700632
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von Kerstin Gier
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von Kerstin Gier
von Markus Bennemann
Wie man Postkartentexte richtig deutet, warum es sinnvoll ist, die Sprache des Urlaubslandes zu sprechen, was man unter "authentischem Ambiente" versteht und wer einem in der schönste Zeit des Jahres den letzten Nerv rauben kann... Kerstin Gier schildert lauter urkomische Missgeschicke, die einem bevorzugt im Urlaub passieren und kennt auch die Antwort auf die Frage, warum sie eigentlich jedes Jahr wieder auf Reisen geht: Damit Sie mal so richtig was zum Lachen haben. Das ultimative Buch für die Urlaubszeit - zum Entspannen komisch. Dieses Buch gehört in jede Reisetasche! "Locker-leicht verfasst, die perfekte Liegestuhl-Lektüre - damit sich auch der Kopf ein bisschen erholen kann." myself, München
| Verkaufsrang: | 326 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-8387-0063-5 |
| EAN: | 9783838700632 |
| Erschienen: | 03.2009 |
| Verlag: | Lübbe |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 270 |
| Erschienen bei: | Lübbe |
| Spieldauer: | 1817 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Kerstin Gier wurde 1966 in der Nähe von Bergisch Gladbach geboren, wo sie auch heute mit ihrem Mann, ihrem Sohn, zwei Katzen und drei Hühnern wohnt. Bereits als Kind wollte sie Schriftstellerin werden und schrieb für Bücher, die sie gelesen hatte, eine Fortsetzung. Zuerst begann Kerstin Gier damit, Germanistik, Musikwissenschaft und Anglistik zu studieren, wechselte aber dann und schloss als Diplompädagogin ihr Studium ab. Nachdem Kerstin Gier keinen festen Arbeitsplatz fand, entschied sie sich 1995 dazu, Frauenromane zu schreiben. Ihr erstes Buch "Männer und andere Katastrophen" wurde 1996 mit Heike Makatsch verfilmt und auch die nachfolgenden Romane waren und sind noch heiß begehrt. Mit ihrem Roman "Das unmoralische Sonderangebot" wurde Kerstin Gier 2005 mit dem "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman ausgezeichnet. Seit 2007 ist sie zudem Jurymitglied bei "DeLiA", der Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-Autoren und -Autorinnen. Mit den Bänden rund um Gwendolyn und Gideon in London ("Rubinrot", "Saphirblau", "Smaragdgrün") schrieb Kerstin Gier zum ersten Mal eine Jugend- und Fantasyroman-Reihe. Kerstin Gier veröffentlicht auch unter den Pseudonymen Sophie Berard und Jule Brand.
Meinung der Redaktion
Die Romane sind gut zu lesen, manchmal mit spitzer Feder geschrieben und dadurch sehr komisch. Mit Witz und Humor und einer guten Prise Ironie zeigt sie, wie die Gesellschaft wirklich tickt.
von Coffeequeen, am 19.04.2012
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Frau-Schachtmann-Phobie (S. 78-79)
oder die Angst, im Urlaub Bekannten über den Weg zu laufen
Meine Schwägerin hat ihren alten Schulfreund nach zwanzig Jahren wiedergetroffen, und zwar auf einem Campingplatz in der Nähe von Brisbane in Australien. Und als wir vor drei Jahren in Vancouver in einem vietnamesischen Restaurant saßen, setzte sich Franks alter Volleyballtrainer an den Nachbartisch. »Wie ist die Welt doch klein«, hat mein Vater schon immer gesagt, und das ist mir, ganz ehrlich, richtig unheimlich. Manchmal mag es ja lustig sein, dass einem ausgerechnet im Urlaub jemand über den Weg läuft, den man schon Jahre nicht mehr gesehen hat, aber manchmal ist es auch echt lästig. Oder peinlich. Oder mysteriös.
Oder, wie im Falle von Frau Schachtmann, alles auf einmal. Mysteriös war, dass ich Frau Schachtmann, die mit meiner Mutter Tennis spielte und eine Tochter, Silke, in meinem Alter hatte, nicht nur einmal im Urlaub getroffen habe, sondern mittlerweile sogar sechsmal. Ich traf sie gleich nach dem Abitur in Arosa im Sessellift, wo sie mir erzählte, dass Silke in Florenz Architektur studierte und mich fragte, ob ich zugenommen hätte. Ich traf sie in einem Eiscafé am Lago Maggiore, wo sie mir erzählte, dass Silke mit einem Architekten verlobt sei und mich fragte, ob ich zugenommen hätte. Ich traf sie in einer Boutique in Positano, wo sie mir erzählte, dass Silke mit dem Architekten eine Eigentumswohnung gekauft hatte und mich fragte, ob ich zugenommen hätte. Allmählich hatte ich es satt, Frau Schachtmann zu treffen. Ich gewöhnte mir an, im Urlaub Kopftücher und Sonnenbrillen zu tragen.
Auch als ich mit Bono, meinem Exfreund, in Paris unterwegs war Wir machten, was ich am liebsten mache, wenn ich in Paris bin: durch die Gegend laufen. Wir schlenderten durch das Marais, fotografierten Gaukler im Jardin du Luxembourg und marschierten die Rue Mufftard auf und ab, bis ich mich entschieden hatte, welche Art von belegtem Baguette ich denn nun nehmen wollte. Am dritten Tag vertraute Bono mir an, dass er von meinem Programm ein wenig enttäuscht sei.
Er sagte, er habe sich doch mehr typisch pariserische Sehenswürdigkeiten erhofft. »Jetzt sag bloß, du willst auf den Eiffelturm«, sagte ich verächtlich. »Ja«, sagte Bono. »Und dann will ich unbedingt noch die Bastille sehen.« Da ich unter Höhenangst leide, musste Bono allein auf den Eiffelturm, aber zur Bastille fuhr ich anschließend mit. Sie hatte eine eigene U-Bahn-Station, aber als wir dort ausstiegen und uns umsahen, konnten wir leider weit und breit keine beeindruckende Festung sehen, nur eine weit weniger beeindruckende Siegessäule."
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