Gott bewahre
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Gott bewahre

von John Niven

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Weitere Artikelinformationen

Hochmoralisch und explizit zugleich
»Da kommt Gott - tut so, als wärt ihr beschäftigt.« Denn Gott ist stinksauer. Nachdem Er sich im Himmel eine einwöchige Auszeit für einen Angelurlaub gegönnt hat, kehrt Er nach etwa vierhundertfünfzig Jahren (ein Tag im Himmel entspricht siebenundfünfzig Erdenjahren) wieder zurück an Seinen Schreibtisch und muss mit ansehen, wie die Erde in der Zwischenzeit den Bach runtergegangen ist. Umweltsünden, Kriege, moralischer Verfall, kirchliche Hassprediger, skrupellose Kommerzialisierung - die Menschen sind auf dem besten Weg, sich selbst zu zerstören. Und so bleibt Gott nichts anderes übrig, als Seinen Sohn Jesus Christus, dem es im Himmel blendend geht und der mit Jimi Hendrix Gitarre spielt und Joints raucht, wieder auf die Erde zu schicken, um Gutes zu tun und das einzig wahre Gebot SEID LIEB zu predigen. Widerwillig landet Jesus in New York und versucht, zunächst erfolglos, als Sänger und Gitarrist in einer Rockband Gehör zu finden. Derweil schart er seine ersten Jünger um sich - Drogenabhängige, Gescheiterte, Obdachlose, denen er zu helfen versucht. Als seine Mission, die Massen zu erreichen, zu scheitern droht, greift er zum letzten Mittel: Er nimmt an einer Castingshow teil. Damit beginnt eine denkwürdige Odyssee quer durch Amerika.

Produktdetails

Verkaufsrang: 1.000
ISBN-10: 3-641-05650-0
EAN: 9783641056506
Originaltitel: The Second Coming
Erschienen: 22.08.2011
Verlag: Heyne
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 400
Erschienen bei: Heyne
Spieldauer: 727 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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John Niven

John Niven, geboren in Ayrshire im Südwesten Schottlands, spielte in den Achtzigern Gitarre bei der Indieband "The Wishing Stones", studierte dann Englische Literatur in Glasgow und arbeitete schließlich in den Neunzigern als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch, eine halbfiktionale Novelle. John Niven schreibt außerdem Drehbücher und Romane. Er lebt derzeit in Buckinghamshire, England.

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Buchhändlertipps

  • Gott ist ein linker Liberaler! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Schwarzenbrunner Gregor, am 05.02.2013 aus der Thalia-Buchhandlung in Lentia

    Sex, Drugs & Rock n‘ Roll scheinen im Himmel an der Tagesordnung zu stehen und JC (=Jesus Spitzname) macht da keine Ausnahme. Am liebsten kifft und chillt er mit Jimi Hendrix den ganzen Tag. Dabei muss er sich nicht verstecken, denn Gott ist kein Kostverächter. Er ist ein schwulenfreundlicher Chef der selbst ganz gerne mal einen Joint raucht. Seine einzige Botschaft: „Seid lieb.“, haben die Menschen echt missverstanden, so ist es nur ganz recht, dass er seinen Sohn erneut auf die Erde schickt und damit nimmt eine blasphemische, schamlose und sehr humorvolle Geschichte seinen Lauf.

    Das ganze Buch scheint voller böser Satire auf falsche Propheten, der Doppelmoral und dem Kapitalismus zu stecken. Es geht vor allem um Religion, Musik, Sex und auch ein bisschen um das Selbstbildnis Amerikas(=Nivens amerikanischer Verlag hat die Veröffentlichung eigenartigerweise abgelehnt). Dabei merkt man relativ schnell dass Niven gerne provoziert, seine Ausdruck und Erzählstil ist wunderbar infam. Dabei Witze auf Gottes Kosten zu machen wird wahrscheinlich dem einen oder anderen tief-religiösen Menschen sauer aufstoßen. Humor und Religion vertragen sich nicht immer miteinander, und religiöser Fundamentalismus erst recht nicht. Aber gerade das hat den Reiz der Geschichte ausgemacht und hat mir, neben den Dialogen, besonders gut gefallen.

    Die Satire ist aber nur ein Teil der Geschichte. Ich hab nicht nur laut gelacht, es wird tatsächlich kein Blatt vor dem Mund genommen. Ohne Umschweife verliert die Geschichte jene göttliche Leichtigkeit und macht Platz für ernste Gesellschaftskritik. Trotzdem oder sogar deswegen muss man ob der Dummheit der Menschheit, ich selber kann mich da auch nicht ausschließen, den Kopf schütteln. Lange nachdem ich mit dem Lesen fertig war, hat die Geschichte mich noch nachdenklich gemacht.
  • World`s Next Jesus! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Nina Marlene Wolfsteiner, am 17.03.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    . Den Himmel mit Gott und Jesus und den vielen Engeln gibt es- und sie sind seeeehr menschlich!

    2. Gott ist auf Urlaub, Jesus chillt und die Welt geht den Bach hinunter = Heutiger Zustand.

    3. Gott schickt Jesus auf die Erde um die Verrohung und Präpotenz der Menschen zu wandeln. (Gott ahnt nicht, wie verroht und vergnügungslustig wir geworden sind!)

    4. Gott will, dass wir uns lieb haben. Und er hadert mit der dogmatischen Lehre der Institution Kirche!

    Lassen Sie sich nicht von der zeitweise derben Sprache abhalten lassen das Buch zu lesen! Es wäre schade!

    Großes Lesevergnügen!
  • Göttlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bettina Berger, am 12.09.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    In John Nivens neuen Roman will Gott die Menschen aus ihrem Elend retten, für das der Allmächtige vor allem die Existenz von Religionen verantwortlich macht.
    Sein Sohn Jesus soll als Rockstar und Teilnehmer einer Casting-Show die Dinge wieder ins Lot bringen.

    Eine wunderbar freche Parodie auf alles Heuchlerische, denn das einzig Wahre Gebot lautet seid lieb!
    Ein fluchender Gott, ein haschischrauchender Jesus. Ohne Respekt verfasste Niven einen irrwitzigen Roman mit einem actiongeladenen Ende.
  • Sehr lustig, sehr wahr! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katharina Seiler, am 03.09.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen! Niven schreibt sehr schmissig, manchmal finde ich seine Sprache fast zu griffig – aber für die Story passt es perfekt. Ich habe gelacht, ich war schockiert und ich denke heute noch über das Buch nach – vor allem, wenn ich in den Medien mit irgendeiner Casting-Show konfrontiert werde. Sehr lustig, sehr wahr!
  • Spass für Gläubige und Ungläubige Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Armin Rosenberg, am 24.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    John Nivens erste Karriere als Talentscout für die Musikindustrie verlief nicht gerade glücklich - er verpasste unter anderem die Chance, Coldplay und Muse, zwei der erfolgreichsten Rockbands des vergangenen Jahrzehnts, unter Vertrag zu nehmen. Immerhin flossen diese Erfahrungen in sein literarisches Debüt "Kill Your Friends" ein, und seitdem läuft es für ihn als Schriftsteller bestens.
    Sein neuester Streich "Gott
    bewahre" handelt von der Wiederkunft Christi als Popstar. Ein satirischer Rundumschlag über Religion, Kapitalismus und Gesellschaft, der kaum etwas auslässt. Ich habe mich bestens amüsiert.

Kundenrezensionen

  • Gott las, dass es gut war! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Markus Kowal, am 21.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    In nur sieben Tagen wird John Niven dieses Buch wohl nicht geschrieben haben, aber dafür hat er mal wieder etwas großartiges erschaffen!
    Nachdem das Mittelalter endlich vorbei war, hatte Gott sich wirklich eine Woche Angelurlaub verdient. Doch als er wieder sein Büro betritt, ging auf der Erde die Zeit doch etwas schneller um und es ist die Gegenwart. Welche Aktenberge ihn dort erwarten und wie danach seine Stimmung ist, kann man sich denken. So muss Jesus mal wieder auf die Erde, um alles zu richten. Aber wie erreicht man in der heutigen Zeit die Menschen und verbreitet eine Botschaft? Indem man an einer Casting Show teilnimmt.
    Wer "Kill your friends" von Niven gelesen hat, wird den Moderator der Show schon kennen. Dieter Bohlen ist nichts dagegen! Dieses Buch treibt einem in verschiedener Hinsicht, die Tränen in die Augen. Vor Lachen und teilweise Wut, da die Gesellschaft hervorragend persifliert wird! Auch wenn es derbe zur Sache geht, würde ich mir wünschen, viele Leser erkennen auch diese Botschaft von einem Buch über Jesus: "Seid lieb!"

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  • Sensationell Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 20.12.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Diese Buch zeigt den Wahnsinn der heutigen Gesellschaft und vorallem der sogenannten Christen auf.

    Sehr witzig geschrieben. Teilweise etwas vulgär, aber das war bei John Niven ja schon immer so.

    Genau so stelle ich mir eine Rückkehr Jesus vor. Keiner glaubt ihm, allen voran die fundamentalen Christen.

    Regt zum denken an obwohl in keinem Moment ernst gemeint.

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  • Seid lieb! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Andrijana Prce, am 01.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das humorvollste und intelligenteste Buch über Gott und den Glauben. Ich habe geweint und schallend gelacht. Niven trifft den Nerv der Zeit in Sachen Religion und Glauben. Eine schonungslose Kritik des Christentums und unserer Gesellschaft. Und er weist einen denkbar einfachen Weg als Lösung der Probleme: Nächstenliebe. "Seid lieb!" als Lebensmotto klingt so schlicht, aber äußerst effektiv.

    Die derbe Sprache ist zwar gewöhnungsbedürftig, passt aber wunderbar zu diesem Buch. Allein Nivens Einstellung zur Drogensucht hat mir nicht gefallen.

    Ein Buch für jeden der sich ein paar Gedanken machen möchte über Gott und die Welt, und trotzdem seinen Spaß haben möchte.

    Als Schmankerl eine Jesus-Version von einer bekannten Musikcasting-Show. Jesus als Superstar und Rampensau. Die Musik wandert durch die Zeilen direkt ins Ohr. Rock'n Roll pur.

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  • Großartig und so wahr Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Birgitta Latz, am 29.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Seid lieb!" Das war das einzige was Gott wollte. Nach seinem Urlaub muss er feststellen, dass die Welt das reinste Chaos ist. Die Lösung: Jesus muss mal wieder auf die Erde.
    Das Buch ist irre komisch, hat manchmal eine sehr vulgäre Sprache, aber der Autor übt doch auch starke Kritik an der Gesellschaft, berechtigt. Es geht um Religionen allgemein, um die Kirche, um Abtreibung, die Todesstrafe und und und.
    Dieser Roman wird Sie zum Schmunzeln bringen, Sie manchmal wütend machen, aber, und das ist entscheidend, er wird Ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben.

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"SECHSTER TEIL (S. 317-318)
NACHSPIEL

»Ich bin für die Todesstrafe. Wer etwas Schlimmes tut, muss die entsprechende Strafe bekommen. Damit er es fürs nächste Mal lernt.« BRITNEY SPEARS

1
ER ERSUCHTE, IM KOPF EINEN SONG ZU SCHREIBEN, an dem er schon seit Monaten arbeitete. Die erste Zeile lautete: »I know you won't be coming back again, sketch a smiling face in the misted windowpane«, und er wusste, wie der Anfang der Akkordfolge klingen sollte - von A-Dur über Cis-Moll zu Fis-Dur, so ähnlich wie »Outdoor Miner« von Wire. Er wusste aber irgendwie nicht, wie es weiterging. Eine Stufe rauf zum H und wieder von vorn?
Oder zum E hin auflösen, zu so etwas wie einem Refrain? Es war schwierig ohne Gitarre, aber er hatte schon von Songwritern gehört, die sich alles komplett im Kopf ausdachten und es erst aufschrieben, wenn sie das nächste Mal ein Instrument in der Hand hielten. Er setzte sich in seinem Bett auf und blickte aus dem winzigen, vergitterten Fenster: Offiziell hatte der Frühling schon begonnen, doch noch immer war der Himmel schlachtschiffgrau, grau in grau, selbst die Wolken grau, die Sonne unsichtbar, ein scharfer Wind wehte durchs Polk County, heulte in der Ferne durch den Drahtzaun, prügelte auf die Wachen auf den Türmen ein, rüttelte am großen Metallschild über dem Eingangstor, einem Schild, das JC nur von hinten sehen konnte, von dem er aber wusste, was darauf stand: ALLAN B. POLUNSKY TRAKT, und darunter STAATLICHE VOLLZUGS-ANSTALT TEXAS.
Dies war die vorletzte Station im Rechtssystem: zwei Dutzend schmutzig grauer Gebäude auf einem gut zweihundert Hektar großen, umzäunten und schwer bewachten Stück Land. Er gähnte und ließ sich vom oberen Bett auf den Betonfußboden gleiten. Er hatte die Zelle für sich allein, wie alle in diesem Block. Schade, denn er hätte sich über ein wenig Gesellschaft gefreut. Aber offenbar, wie ihm einer der Wärter mit fiesem Grinsen erklärt hatte, drehten in diesem Flügel eine Menge Kerle durch. JC hörte sie nachts, wie sie weinten oder Selbstgespräche führten. Die meisten redeten mit Gott oder ihren Müttern.
Mit seinem nackten Zeh - sie gaben einem hier drin nur Plastiklatschen, und er konnte es nicht ausstehen, wie die sich auf der Haut anfühlten - schob er einige der zahlreichen Zeitungen herum, die auf dem Boden der Zelle lagen. Mann, die Presse in den letzten paar Monaten: Er konnte es nicht fassen, was die Schlagzeilen verkündeten, besonders in den ersten paar Wochen: »COP-KILLER! SEKTENFÜHRER LÄUFT AMOK! TOTE BEI BELAGERUNG! MESSIAS ODER MÖRDER! FINALIST VON AMERICAN POP STAR LÖST BLUTBAD AUS! KINDESMISSBRAUCH VERMUTET! WAFFENSCHIEBER! DROGENDEALER!« Und so weiter. Er hatte selten mehr als den ersten Absatz dieser Artikel gelesen. In allen stand mehr oder weniger dasselbe:
Der Musiker und selbst ernannte »Sohn Gottes«, 32, wurde letztes Jahr durch die ABN-Talentshow AMERICAN POP STAR bekannt. Mit Hilfe seiner Einnahmen aus der Show, geschätzten zwei Millionen Dollar, gründete er in Texas eine Kommune - ein sogenanntes »modernes Utopia«. Einsatzkräfte einer Taskforce, bestehend aus Beamten von BATF, FBI und DEA, stürmten am 10. Dezember das Gelände nahe Bruntsville, nachdem bei den Behörden Hinweise auf den Anbau von Drogen, ein Arsenal automatischer Waffen und zuletzt verstärkt auch Kindesmissbrauch eingegangen waren. Die Einsatzkräfte stießen auf bewaffneten Widerstand. Bei dem anschließenden Schusswechsel kamen sechs Beamte und acht Sektenmitglieder ums Leben. Achtzehn weitere Personen, darunter mehrere Kinder, wurden verletzt."

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