Prada, Party und Prosecco
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Prada, Party und Prosecco

von Jenny Colgan

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Weitere Artikelinformationen

Prada, Party und Prosecco! Muss Sophie erst alles verlieren, um die große Liebe zu finden?
Sophie Chesterton liebt den Luxus, und bewaffnet mit Papas Kreditkarte kann sie sich ungestört um die drei wichtigsten Dinge im Leben kümmern: Prada, Party und Prosecco. Sophie ist hübsch, sie kennt die richtigen Leute, geht zu den richtigen Events und trägt die richtigen Klamotten - kurz: Alles scheint perfekt. Bis das Schicksal zuschlägt und ein einziger grauenvoller Abend ihr Leben komplett durcheinanderwirbelt. Plötzlich wird der Traum von Villa und Versace zum Albtraum aus Schmuddel-WG und Putzkittel. Doch vielleicht ist am Ende alles nur halb so schlimm. Und was zählt wirklich: Geld oder Liebe?
Jenny Colgan, geboren 1972 in Ayrshire, studierte in Edinburgh und lebt in London. Sie arbeitete sechs Jahre lang als Angestellte im Gesundheitswesen, hatte aber erheblich mehr Spaß an ihren beiden Nebenbeschäftigungen: Cartoons zeichnen und als Komödiantin in Clubs auftreten. Mittlerweile hat Jenny Colgan ihren Job längst gekündigt und widmet sich nun ganz dem Schreiben.

Produktdetails

Verkaufsrang: 10.661
ISBN-10: 3-641-06756-1
EAN: 9783641067564
Originaltitel: Diamonds are a Girl's best Friend
Erschienen: 19.12.2011
Verlag: Goldmann
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 352
Übersetzer: Sonja Hagemann
Erschienen bei: Goldmann
Übersetzt von: Sonja Hagemann
Spieldauer: 390 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Jenny Colgan

Jenny Colgan is married with three children and lives in London and France.

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Kapitel achtzehn (S. 232-233)
Worüber lachst du?«, fragt Cal, als er zum Strand zurückschlurft. »Es ist gar nicht so einfach, die Fish and Chips zu tragen – und dich auch noch!« May, unsere Zweijährige, kichert verzückt, als ihr Daddy sie hoch in die Luft wirbelt. »Ich musste meilenweit laufen!«, beschwert er sich. »Meilenweit!«, plappert May fröhlich. »Wir mussten meilenweit laufen. Aber hier sind sie also, meine Prinzessin. Die ersten Fish and Chips des Jahres. Nur ... ach, vergiss das Geld. Das können wir als Spesen abrechnen, immerhin hat Mummy jede Menge blöde Fotos von mir geschossen.«
»Und jetzt macht Mummy Fotos von mir«, flüstert May ihm zu. »Das finde ich nur fair.« Ich öffne das dampfende Päckchen und sehe aufs Meer hinaus. Es riecht so gut. »Woran denkst du?«, fragt Cal. »Ich hab dich während des Weges durch die Dünen beobachtet. Du warst in Gedanken ganz weit weg.« »Oh, ich hab mich nur daran erinnert, wie wir uns kennengelernt haben«, erkläre ich. Er sieht mich verwundert an. »Na ja, du bist in meine WG gezogen und mir an die Wäsche gegangen.« »Bitte nicht vor May!« »Heiß, heiß, heiß!«, ruft May und versucht, den Möwen eine Fritte zuzuwerfen. »Ich dachte, wir wollten ihr gegenüber immer ehrlich sein.« Ich grinse, und er fährt mir durchs Haar. »Na ja, ganz so einfach war das ja nicht.«
»Egal. Reich mir doch mal ein Pommes.« Natürlich war es am Anfang nicht immer leicht, ständig aufs Geld zu achten und mit so wenig zu leben. Aber, mein Gott, wir hatten Spaß! Wir arbeiteten in Studios, die Cals neuer Mäzen für uns im East End gefunden hatte, und wir lebten von jeder Menge wildem Sex und billigen Sandwiches. Der viele wilde Sex forderte schließlich seinen Tribut, und wir wurden schwanger und dachten, na ja, man kann schließlich genauso gut ein Kind in einem liebevollen Elternhaus ohne Heizung aufziehen wie irgendwo sonst, also bekamen wir May, die natürlich im Mai geboren wurde und für uns so schön ist wie ein Frühlingsgarten.
James kam unversehrt aus dem Balkan zurück und kaufte sich endlich sein Haus, sogar ganz bei uns in der Nähe, und Wolverine ist bei ihm eingezogen, aber er hat einen großen Garten, das passt also ganz gut. Wolverine geht jetzt schon seit Jahren mit Philly ins Bett, aber wir müssen so tun, als sei es reiner Zufall, dass wir sie öfter mal bei James zu Hause ntreffen. Und James schien immer genau dann bei uns vorbeizuschauen, wenn ich May gerade die Brust gab.
Die Sache mit der Fotografie läuft besser und besser – na ja, wir werden nie reich sein, aber nach Mays Geburt bot Julius mir an, als Geschäftspartnerin in seine Firma einzusteigen, also habe ich die Hochzeitsfotografie übernommen, und er kann seinen seltsamen Modestrecken noch mehr Zeit widmen. Grace, Kelly und Delilah sind Mays Patentanten, die sie abgöttisch bewundert. Dass sie auch modisch ihre Vorbilder sind, beunruhigt mich allerdings ein bisschen. Und Gail liebt sie heiß und innig. Sie arbeitet inzwischen wieder für ein Reisebüro. May klettert ihr auf den Schoß, bittet sie um Geschichten und Süßigkeiten, plappert fröhlich drauflos und kommandiert sie herum und ist in jeder Hinsicht das kleine Mädchen, das Gail selbst so gerne gehabt hätte, und es rührt mich, dass ich ihr diesen Wunsch erfüllen konnte, wenn auch erst so spät.
Inzwischen verkaufen sich Cals Arbeiten besser – vor allem die Stücke, die von Mays Händen und Füßen inspiriert sind. Offensichtlich sehen nämlich die Hände und Füße aller Babys in etwa gleich aus, und die Leute sind bereit, ziemlich viel Geld auszugeben, um sich an die Rundungen am Ellbogen ihrer heißgeliebten Kleinen zu erinnern oder an die Grübchen an ihrem Knie. Ohne Heizung ist es hier im Winter ziemlich kalt, und ich muss immer noch daran denken, nicht das ganze heiße Wasser aufzubrauchen, wenn ich bade, aber unsere Freunde sind auch alle pleite, also laden wir sie zu uns ein, zu Spaghetti Bolo, die ich mittlerweile kochen kann, und billigem Wein. Und ich beobachte Cal, wenn er in seinem Gammel-Shirt den Kopf zurückwirft und lacht oder jemanden genüsslich aufzieht oder May in die Luft wirft, und dann denke ich, mein Gott, ich bin so glücklich.

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