eBook
Medium: PDF
Sofort per Download lieferbar.
€ 15,99

von Martina Sieber-Mahler
EAN: 9783641548421
€ 15,99 *
* Umsatzsteuer und sonstige Preisbestandteile sind enthalten
Sie möchten den Artikel jetzt herunterladen?
Download1
Legen Sie Ihren Wunschartikel in den Warenkorb.
2
Gehen Sie zur Kasse und folgen Sie dem üblichen Bestellprozess.
3
Alle Ihre eBook-Bestellungen können Sie unter "Mein Konto" im Bereich "eBook-Downloads" einsehen.
Die komplizierten Vorgänge des menschlichen Organismus auf beste populärwissenschaftliche Weise vermittelt
Jeder Mensch ist so gesund wie sein Stoffwechsel, denn ohne diesen gäbe es kein Leben. Um den Stoffwechsel in Gang zu halten, muss der Mensch essen und trinken, bei jeder Mahlzeit werden Nährstoffe in "Körperstoffe" umgewandelt. Diese biochemischen Vorgänge dienen dem Aufbau und dem Erhalt der Körpersubstanz, der Energiegewinnung und der Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen. Ein gestörter Stoffwechsel kann zum Beispiel zu Übergewicht oder Bluthochdruck führen und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Welche Grundnährstoffe notwendig sind, damit unser Körper den Bau- und Betriebsstoffwechsel leisten kann, was der Nährstoffgehalt unserer Lebensmittel mit unserer Gesundheit, unserem Hunger, unserem Appetit und einem angemessenen Gewicht zu tun hat, das zeigt dieses Buch.
| ISBN-10: | 3-641-54842-X |
|---|---|
| EAN: | 9783641548421 |
| Erschienen: | 18.03.2011 |
| Verlag: | Südwest Verlag |
| Einband: | |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 256 |
| Erschienen bei: | Südwest Verlag |
| Spieldauer: | 65983 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: |
Martina Sieber-Mahler war Lehrerin und Lektorin, bevor sie sich motiviert durch eine eigene Erkrankung der Naturheilkunde zuwandte. Seit 2000 führt sie das Institut und die Praxis federleicht in Stuttgart. In ihrer Praxis sowie in Ihrer Seminar- und Vortragsarbeit liegen die Schwerpunkte in der Ernährungs- und Stoffwechselmedizin.
4WIE Hormone ALS BIOCHEMISCHE E-MAILS Hunger UND Sättigung REGULIEREN
(S. 129-130)
»Die einzige Methode, gesund zu bleiben, besteht darin, zu essen, was man nicht mag, zu trinken, was man verabscheut, und zu tun, was man lieber nicht täte.«
Mark Twain, amerikanischer Schriftsteller
Den scharfzüngigen und ironischen Kommentar des Schriftstellers will ich an dieser Stelle gern zitieren, weil Sie, liebe Leser, bei der vorangegangenen Lektüre vielleicht auch schon heimlich bei sich gedacht haben, dass alles das, was Sie künftig essen sollten, einfach nicht lecker sein kann. Von dem, was Sie an Nahrung bisher bevorzugten, wissen Sie immerhin, wie es schmeckt. Sie ahnen aber inzwischen (hoffentlich) deutlicher denn je, dass es genau das falsche Essen ist, das Sie langfristig wenn nicht krank, dann zumindest dick macht und auch bleiben lässt, wenn Sie sich weiterhin nicht bewegen!
Erschwerend kommt hinzu, dass allein die Fülle der bis hier genannten Daten erst einmal ratlos machen kann. Eine wirklich ausgewogene Ernährung basiert offenbar auf sehr vielen verschiedenen Daten, die die Wissenschaft auf ständig neue Weise und mit mehr und mehr Studien zu gewinnen sucht und zu denen es immer neue Erkenntnisse gibt. Vielleicht ging es Ihnen beim Lesen deshalb ähnlich wie vielen meiner Patienten. Weil sie verwirrt und unsicher sind, reduzieren Sie diese Unüberschaubarkeit für sich (quasi »hinter vorgehaltener Hand«).
Ihr frustrierter Ausweg sieht dann so aus, dass sie einfach weitermachen wie bisher und ihren Körper den Kampf eben selbst ausfechten lassen. Als Begründung gilt für sie – in Twain'scher Manier – häufig die (ungeprüft!) fehlende Genussmöglichkeit jedweder Alternative, die auch nur einen Hauch des Gesunden haben könnte. Obwohl ich Ihnen viele fachwissenschaftliche Zusammenhänge wirklich nicht ersparen konnte, hoffe ich natürlich, dass Sie sich von mir bislang nicht nur mit Daten und Fachbegriffen überhäuft sahen.
Ich will Ihnen – im Gegenteil – gerade mit Wissensfutter erst richtig Appetit machen auf den gesunden Wohlgeschmack einer neuen, gänzlich anderen Esskultur, jenseits von Hektik, Fertignahrung und Fast Food. Kulinarisches und Wissenschaft schließen sich für mich beim Essen nämlich ganz und gar nicht aus. Beide Bereiche setzen auf echten, natürlichen Genuss und kommen deswegen auch ausgezeichnet ganz ohne »Nutraceuticals « (englisch nutrition = Ernährung; pharmaceuticals = Arznei mit tel) aus.
Das über den ganzen Tag ver teilte, künstlich gesüßte und aromatisierte »Snacking«, das Geschmack nur vortäuscht, lehnen beide aus gesundheitlichen und ästhetischen Gründen kategorisch ab. So weiß man, dass der Bauchspeicheldrüse Ruhezeiten, in denen sie nicht mit dauernden Nahrungsangeboten konfrontiert wird, ausgesprochen guttun. Die permanente Überforderung steht vor allen in den Wohlstandsgesellschaften in Verdacht, mit für die Zunahme des Bauchspeicheldrüsenkrebses verantwortlich zu sein.
Medizin und Kulinarik sehen aus ihren unterschiedlichen, sich aber optimal ergänzenden Blickwinkeln deshalb auch einen mit Vitaminen angereicherten Powerriegel durchaus nicht als eine nährwerthaltige Ersatzmahlzeit an. Für einen Gourmet dürften diese dick machenden »Geschmackserlebnisse« – wegen der fehlenden Möglichkeit, sie als feinsinniger Kenner wirklich zu genießen – ohnehin tabu sein.
Die fortschreitenden Erkenntnisse der Wissenschaft stellen fast täglich Empfehlungen auf den Kopf, die bis gestern noch galten, weil neueste Studien inzwischen mit konträren Ergebnissen aufwarten. Das bringt Konfusion nicht nur unter den Fachwissenschaften, sondern vor allem bei uns Laien. Deshalb kann ich Ihre eventuelle Frustration und Enttäuschung darüber gut verstehen, dass die Dinge in Sachen Ernährung nicht einfacher sind.