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Über mich
hab neuerdings ein eigenes virtuelles Zuhause: Apiculis ! Das Ganze nennt sich BLOG tut freilich genau so dringend wenig Not - - - wie Sie sich das denken können.

Meine Rezensionen

  • Boston Run - Der Marathon-Thriller
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    Läufer wird zum Gejagten. Dieser Marathon wird zum Lesemarathon!
    Rezension vom 03.08.2010
    Definitiv kein Risiko sich auf diesen Thriller einzulassen. Soviel als Fazit vorab. BOSTON RUN liest sich so rasant wie der Titel es verspricht und was mich betrifft, kann ich da von einem Lesemarathon sprechen, wenn ich darauf zurückblicke mit welcher Rasanz ich den Stoff verschlungen habe. Die Spannung von der der ein Thriller nun einmal lebt wird schnell aufgebaut und hält ein konstantes Niveau, ja steigert sich gelegentlich sogar. - Die Protagonisten nicht eindimensional, nicht geschwätzig überkarikiert.
    Und dann erst das Ende ... man sieht beinah den Hollywood-Abspann, wenn man es aus der Hand legt. Ein feiner Clou! (Wobei ich jedoch einräumen möchte, dass ich eben diesen Clou durchaus vermutet habe, aber nicht in diesem Ausmaß ...)
    Einen großes Bon dieses Thrillers liegt unbedingt im fein verzwirbelten Ende. Das erwähne ich darum explizit, weil es immer wieder Thriller-Auflösungen gibt die einen so merkwürdig unbefriedigt zurücklassen.

    Worum geht's?
    Zwei Freunde hecken einen gut durchdachten Plan aus.
    Als Erfinder eines genialen Dopingmittels das sich im Körper des Gedopten abbaut und somit am Ende der Marathon Distanz nicht mehr nachweisbar ist, wäre da Christopher Johnson, der mit der NSA (National Security Agency), seinem ehemaligen Arbeitgeber, noch ein Hühnchen zu rupfen hat.
    Als derjenige, der den Plan in die Tat umsetzen soll wäre da Brian Harding, der den berühmten Boston Marathon - mit der genannten Substanz im Blut - bewältigen soll ... und dabei soll er freilich als Sieger hervorgehen.
    Christopher war NSA-Mitarbeiter. Sein genialer Forscher- und Erfinder-Geist hat der NSA einmalige und unbezahlbare Entwicklungen beschert. Die seine Arbeitgeber aber - als es in Christophers privatem Umfeld Hilfe bedurfte - nicht zu schätzen wußte. Das meint Christopher jedenfalls und sieht sich in der Rolle eines Rächers.
    Brian hat private Motive diesen Marathon zu gewinnen um aus seinem jetzigen Leben quasi auszubrechen, sich zumindest auf dieser Art neu unter Beweis zu stellen.
    Nicht zuletzt lockt eine Siegespräme von 150.000 Dollar!
    Doch die NSA bekommt am Tag des Boston Marathon einen Hinweis, dass Christopher Johnson in der Stadt ist. Der Mann, den die NSA seit Jahren versucht dingfest zu machen.
    Es beginnt eine doppelte Jagd: Der Marathon-Lauf von Brian, der übrigens unter dem Pseudonym Fred Longer an den Start geht. Und die Jagd der NSA auf Christopher Johnson. Dort ist allerdings eine Frau an der Spitze der Verfolger. Die smarte Einsatzleiterin Rachel Parker...
    Wird sie Fred Longer stoppen können, ehe er das Ziel erreicht? Wird ihr Team den überheblichen Ex-Kollegen, der dieses wundersame Dopingmittel erfunden hat, dingfest machen können?

    Empfehlenswert nicht nur für Läufer und Marathon-Fans. Auch für Couchpotatoes ein rasantes Leseerlebnis.
  • Das Buch des Teufels
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    Historischer Krimi-Thriller - mit Lesegenussgarantie.
    Rezension vom 06.07.2010
    Alles beginnt mit dem Fund der Leiche von Roger Elliard. Dieser war Anwalt und ein guter Freund von Matthew Shardlake und so macht sich Shardlake gemeinsam mit seinem Gehilfen Barak und mit Hilfestellung eines Coroners der im Auftrag des Erzbischofs von Canterbury, Cranmer, für die Aufklärung des Mordes abgestellt wird, an die Ermittlungen. Schnell stellt sich heraus, dass der Mord an Roger Elliard kein Einzelfall war. Etwas länger dauert es da schon, dass Shardlake herausfindet, dass der Mörder einem Schema folgt - und das Perfide an der Sache: Die Vorlage für die Morde steht in der Bibel nachzulesen. - Noch länger dauert es - und das lässt mich durchaus etwas ratlos zurück, weil sich die Handlung im letzten Drittel etwas dahin zog - also noch länger dauert es bis der Fall restlos aufgeklärt ist.
    Ein weiterer Handlungsstrang, der vom Prinzip dem Grundthema des Romans geschuldet sein dürfte, und das ist kurz beschrieben "Religionseiferei bis hin zum Wahn", wird mit dem Fall um den unglücklichen Adam Kite eingefädelt. Master Shardlake ist bemüht den jungen Mann, der außer Gebeten um Vergebung alles um sich herum vergisst, sich bereit in der Hölle schmoren sieht, vor einer Verurteilung als Ketzer zu bewahren. Denn in jener Zeit werden Menschen mit Wahnvorstellungen sehr schnell als "vom Teufel besessen" verurteilt und ebenso schnell - per Gerichtsurteil - für immer aus dem Verkehr gezogen: Auf dem Scheiterhaufen nämlich!
    Shardlake zieht seinen Freund, den Arzt - und ehemaligen Mönch - Guy zu Rate, der von Anfang an ein für jene Zeit eine recht unglaubliche Auffassung von Adam Kites "Krankheitsbild" hat. Ein Krankheitsbild in dem das Wort "Ketzer" und "vom Teufel besessen" freilich nicht vorkommt. Adam Kite jedenfalls kommt zunächst ins "Bedlam" (eine für damalige zeiten revolutionäre Einrichtung) - eine Art psychiatrische Anstalt.

    Was wohl aus Adam Kite wird? Ist der Serienmörder wirklich vom Teufel besessen? Und: Nimmt Matthew Shardlake am Ende wieder (einmal) körperlichen Schaden?


    Historische Hintergründe in C.J. Sansoms Romanen sind belegt - schließlich spielen alle Shardlake-Romane in der Regierungszeit von König Heinrich VIII. Im aktuellen Fall befinden wir uns im Jahr 1543.


    Dem Autor C.J. Sansom gelingt es jedoch mich in diese Zeit mit den Gepflogenheiten der Kirche(nmänner) und dem teils naiven Wissen des Volkes im Umgang mit religiösen Schriften - aber auch mit Krankheiten - auseinanderzusetzen.
    Für großen Genuss beim Lesen sorgt übrigens auch die gelungene Übersetzung, die jenseits des üblichen Wortschatzes mit einigen Leckerbissen aufwartet.

    Empfehlung für all jene die einen großen Lesehunger stillen möchten, und dabei in eine völlig andere Umgebung - eine historisch prächtig gezeichnete zumal! - abtauchen möchten.

    Eine prächtige Serie, die ich mit Genuss weiterverfolgen werde.

    Reihenfolge der Shardlake-Serie:
    1 - Pforte der Verdammnis
    2 - Feuer der Vergeltung
    3 - Der Anwalt des Königs
    4 - Das Buch des Teufels
  • Sommersehnsucht
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    Ansehnlicher Architekt und fröhliche Floristin kommen bei Autopanne unter die Haube.
    Rezension vom 06.07.2010
    Mir haben die FRÜHLINGSTRÄUME bereits gut gefallen. Dieses ganze Gedöns um die Hochzeitsagentur der vier Freundinnen, das hatte alles was Märchenhaftes. Unglaublich harmonisch und romantisch. In meinem Kopf schwirrten nur noch Bilder von kitschigen Hochzeitstorten, Tüll und Blumendekorationen herum. Fantastisch! Ich war hin und weg ... eine andere Leserin hat gemeint: "Da möchte man glatt noch einmal Heiraten!," - Genau so isses!

    Als ich anfing SOMMERSEHNSUCHT zu lesen, dachte ich mir noch: Wie langweilig kann das denn wohl werden? Im Klappentext steht doch schon genau beschrieben, wer hier wen "kriegen" wird ... und das Drumherum um die Hochzeitsfeiern kenne ich bereits aus Teil 1. - Regelrecht missmutig ging ich also an die Sache heran. Kann auch an Zahnschmerzen und Migräne gelegen haben. Und dauernd nur Fußball im Fernsehen.
    Dermaßen mies gelaunt fing ich also an --- und konnte dann kaum aufhören. Diesmal steht die Blumenfrau Emma im Mittelpunkt und die Affäre die sich zwischen ihr und Jack (Architekt. Sehr sehr guter Freund seit Jahren. Freilich auch unglaublich gut aussehend!) anbahnt.
    Andererseits steht eben nicht nur die durchaus heiße Romanze der beiden im Mittelpunkt - die Autorin schildert mindestens genau so ausgiebig die Arbeit von Emmaline: Die Arbeit einer Floristin. Genauer gesagt einer Floristin, die sich auf das Ausrichten vonHochzeiten spezialisiert hat.
    Ich gerate beim Lesen von einem Blumenrausch in den nächsten und finde es einfach hinreißend, wie unlangweilig diese zuckerbunte blütenprächtige überschwänglich geschilderte Idylle sich auf mein Wohlbefinden auswirkt: Zahnschmerzen vergessen, Migräne ade und Deutschland wird vielleicht auch ohne mein Zuschauen Weltmeister.

    Völlig nebensächlich eigentlich die Handlung und das (von Nora Roberts so bekannte) Hin und Her zwischen Emma und Jack. Obwohl es noch anzumerken gilt: Nette heiße Szenen spielen sich da durchaus ab ... Oh-lala!
    Mit einem dramatischen Ende wie diesem hätte ich überdies gar nicht gerechnet. Das haut noch mal voll rein! Erst ein mächtiger Tiefschlag in die Magengegend: - Ich hab's ja kommen sehen. Emma hatte so Recht! Dieser Jack ist so ein Vollidiot! - Einhergehend mit dramatischem Druck auf die Tränendrüse.
    An solchen Stellen habe ich immer Bilder von den Sets wie aus "Sex And The City" oder "Desperate Houswifes" vor den Augen: 4 Freundinnen, die gemeinsam alles meistern. Eine hübscher zurecht gemacht als die andere, praktisch passend zu ihren perfekten Wohnungen und dem fantastischen Anwesen auf dem sie leben. Stets ein Hühnersüppchen und ein Glas Whiskey für die frisch entliebte, am Boden zerschmetterte arme Freundin auf Lager und freundliche Worte sowieso.
    Entgegen aller Pläne und guten Vorsätze die vom Freundinnen-Team gefasst werden: Am Ende wird Emmas großer Traum wahr.

    Haach, wie romantisch, unspannend und doch so aufregend.

    4 hübsche knallrote Dahlien von mir!
    Leserinnen die's mit Blumen (nicht mit Gärtnern, eher mit Blumenbinden) haben sei diese Lektüre insbesondere empfohlen.

    Die Braut-Quadrologie (Jahreszeiten-Zyklus) hier in der richtigen Reihenfolge:
    Frühlingsträume
    Sommersehnsucht
    Herbstmagie
    Teil 4 - Titel noch nicht bekannt
  • Der Tod des Pathologen
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    Pathologe wird zum Kunden seiner eigenen Abteilung.
    Rezension vom 06.07.2010
    Der Krimi fängt rasant an. Wenigstens das! Ein angehender Arzt, also junger Medizinstudent, findet durch ein Missgeschick beim Rudern in der Lahn einen Motorroller. Wie der Zufall es so will, kurz darauf auch noch die passende Leiche dazu - und zwar in der Pathologie der Uniklinik in Marburg, wo die Medizinstudenten vom Chef-Pathologen so durch die Ränge" geführt werden - eine Art Lehrstunde. Weil die ermittelnden Polizisten doch sehr dankbar sind für die Hinweise des Studenten - Jochen Haller heißt der übrigens - lassen sie ihn bei ihrem Fall mit ermitteln. Mein innerlicher Kommentar ist bereits an dieser Stelle stummes jedoch heftiges Kopfschütteln.
    Dann überschlagen sich die Ereignisse, denn der eben noch erwähnte Pathologe (daher rührt der Titel des Krimis) wird Kunde (Patient scheint mir nicht angemessen in dem Zusammenhang) in seiner eigenen Abteilung. Keiner will's gewesen sein... Kennt man ja.
    Während die Ermittlungen für den erst genannten Fall unerwartet schnell zu einem - für mich erschreckenden - Ergebnis führen, zeichnen sich für den Mord an dem Pathologen eine ganze Menge potentielle Täter ab. Die Ermittlungen ziehen sich etwas, die Untermalung mit Seitenhieben auf den Klinikbetrieb nehmen zuweilen Überhand. Und dann noch das Liebesgeplänkel von Jochen, die privaten Interessen des Kommissars ... alles ein wenig zu viel der Untermalung.
    Es ist halt so eine Sache mit lokal kolorierten Krimis. Manchmal zieht das Lokalkolorit eine träge Kriminalhandlung mit, manchmal... --- Sie können sich's denken.
    Als ich in der Buchhandlung der Uniklinik Marburg unentschlossen durch die Regale an Bestsellern gestöbert habe, wurde ich dieses Krimis gewahr. Ich lese gerne Krimis aus kleinen Verlagen. Krimis in die vermutlich seitens des Autors viel Herzblut eingeflossen ist. Ich hätte DEM TOD DES PATHOLOGEN gerne eine noch bessere Bewertung gegeben, doch dazu hat mir insgesamt die Chemie nicht gestimmt. Zu viel Kritik am Klinikbetrieb, an sonnengebräunten und/ oder bestechlichen Oberärzten. Es ist etwas schade, dass mir keiner der im Krimi vorkommenden Charaktere besonders positiv in Erinnerung geblieben ist. Da bin ich doch froh, dass mein eigener Aufenthalt in der Klinik dort noch so gut verlaufen ist und ich eine Menge kompetente, bemühte Ärzte, Nachwuchs-Ärzte und Operateure und vor allem Schwestern und Pfleger und auch Zivis kennengelernt habe. Menschen, die leider unter einem wahnsinnigen Zeitdruck stehen. Und ob sie in ihrer Freizeit Golf spielen ist mir ehrlichgesagt einerlei. Ich finde Golf ist eine wundervolle Sportart. Okay. Okay. Mich hat auch noch nie einer mit einem (Sand)Wedge oder einem 5-er Eisen erschlagen wollen. ;o)
  • John Sinclair - Folge 57
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    Sekretärin in Schwierigkeiten. Kein Anwalt in Sicht - vielleicht kann John Sinclair helfen?!
    Rezension vom 06.07.2010
    Hörbuch-Rezension: GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR (Folge 57): IM JENSEITS VERURTEILT (Teil 1 von 2)
    Hörspiel von Oliver Döring nach dem Roman von Jason Dark, 1 Audio-CD im Jewel-Case, Laufzeit: ca. 56 Minuten (11 Tracks)

    Voller Dramatik beginnt dieser 57. Teil der Hörspielserie. Kara, "Die Schöne aus der Zwischenwelt", schnüffelt in einer Zwischenebene herum, trifft auf einen Dämonenbotschafter und erfährt dabei Bedrohliches! Ein Krieg in der Hölle soll demnächst ausbrechen, die Dinge würden sich neu ordnen, Asmodina und Spuk verfolgen einen geheimen Plan ---- das Schlimme dabei: John Sinclair soll dabei eine entscheidende Rolle spielen und eine Frau namens Glenda Perkins. Sinclairs Sekretärin!
    John Sinclairs (Frank Glaubrecht) Warnung an Glenda Perkins (Ilya Welter) kommt leider einen Tick zu spät. Ein finsterer Gesell hat sie bereits in ihrer Gewalt. Die Handlung überschlägt sich - ein vermeintlicher Retter taucht auf: Rick Hunter (Philipp Schepmann). Und nun wird es für Glenda richtig dubios... Endlose Schrecken, Todesnebel, Nahtoderfahrungen? Was erlebt Glenda Perkins da? Was soll das für eine Veranstaltung werden, mit dieser "Verhandlung" vor dem Dämonenrichter Maddox (Walter Gontermann)?!
    Abgesehen von den Problemen die "Der Sohn des Lichts" wieder einmal mit der Dämonenwelt hat, spielen jetzt auch noch die Hormone seiner Freundin, Jane Collins (Franziska Pigulla) verrückt. Sie ist eifersüchtig --- und zwar auf Glenda Perkins. So ganz von der Hand zu weisen ist ihr Verdacht ja nicht, wenn man bedenkt, dass John wieder einmal "Gott und die Welt" in Bewegung setzt, Glendas Leben zu retten. Doch an Dramatik wird auch in Sachen Jane Collins nicht gegeizt. Ihr Schicksal führt sie genau dorthin wo auch das von Glenda begann: In einer Einbahnstraße...

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    Kurz und gut - oder eben nicht gut: Die bösen Mächte packen Sinclair gewaltig an den Eiern!
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    Genau so dramatisch wie IM JENSEITS VERURTEILT beginnt, endet das Hörspiel auch. Noch dazu mit einem Cliff-Hanger! Hat John Sinclair einen fatalen Fehler begangen und geht Asmodinas Plan vielleicht sogar auf?

    Mir hat diese Folge wieder ausnehmend gut gefallen. Die bösen Mächte gehen granatig gewitzt vor, Sinclair tappt in die Falle und spielt Asmondina ein Ass in den Ärmel, dass man vom Schlimmsten ausgehen muss.
    Nicht unerwähnt soll bleiben, dass in dieser Produktion die Auswahl der Sprecher und die musikalische Untermalung wieder für wahren Genuss sorgen: Granatenstarker, zuweilen herrlich schwarzhumoriger Horror-Hörfilm fürs Ohr. - Klitzeklein ungut fiel mir die Wahl des Sprechers für den ober-über-allerbösesten Maddox auf. Walter Gontermann spricht diesen part und wie ich finde ist seine Stimme etwas zu blass und zu brav für die ihm angedachte Rolle. Doch Engelbert von Nordhausen - er wäre mein Favorit gewesen - kann ja nicht alle Bösen der Sinclair-Serien übernehmen, nicht wahr? ;o)

    (Der gleichnamige Roman erschien, laut Info in dem Begleit-Flyer in der CD-Hülle) übrigens mit der Nr. 197 bei Bastei-Lübbe.)
  • Die Lava
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    Endlich wieder ein lokal kolorierter Ökothriller! - Lesenswert.
    Rezension vom 06.07.2010
    Ich nehme es gleich wieder vorweg: Die Geschichte die Ulrich Magin sich da ausgedacht hat, ist ein gelungenes Konstrukt. (Betonung auf Konstrukt!) Lesenswert nicht nur für regional Betroffene...

    Nun fange ich beim Inhalt nicht mit dem sich vielleicht anbahnenden Super-GAU, sondern bei den Personen der Handlung an: Die Konstellation des Zwischenmenschlichen der beiden Protagonisten, ist nämlich eine nette Vorlage für großes Gefühlskino: Ausnehmend artiger Gentleman-Schotte bandelt mit einer engagierten, bildhübschen Geologin aus der Eifel an. - So richtig zum Kochen kommt es in dem Ökothriller DIE LAVA jedoch nicht aufgrund Gefühlswallungen, sondern weil am Laacher See vielleicht ein Vulkanausbruch droht. Erst einmal fangen jedoch sämtliche Geysire der Umgebung an verrückt zu spielen.
    In diesem Ökothriller geht es jedoch nicht einfach nur um den drohenden Vulkanausbruch --- es kommt noch viel verschärfter! Im 2. Weltkrieg ist ein Britischer Kampfflieger mit brisanter Ladung an Bord in den See gestürzt. Keine einfache Bombe, die in die Luft gehen könnte, viel schlimmer! In Zusammenhang mit einem Vulkanausbruch hat diese spezielle Bombe die seit dem 2. Weltkrieg im See schlummert das Potential die gesamte Menschheit zu vernichten.
    Mit diesem brisanten Wissen um die Ladung der abgestürzten Maschine, begibt sich ein Team englischer Geheimagenten - darunter der bereits erwähnte smarte Schotte, übrigens ist er auch Taucher - ans Werk das Wrack zu finden und zu bergen; um die Gefahr praktisch zu bannen. Die Bevölkerung, sowie die deutschen Behörden, sind in das Vorhaben nicht eingeweiht.
    Merkwürdig ist dann allerdings, dass eine weitere "Fraktion" - ihr voran ein schmieriger Ganove - sich daran begibt Flugzeug zu bergen. Aus anderen Gründen allerdings: Um einen Goldschatz zu bergen.
    Die beiden Teams kommen sich in die Quere, und dabei wird die erwähnte junge Geologin aus der Eifel, die bei ihren Erkundungen rund um den See einen Verletzten Taucher findet, sehr bald in die Ereignisse verstrickt. Ihre Auskünfte zum Thema drohender Vulkanausbruch sind dem smarten Schotten und seinem Team eine Hilfe - einige der Absätze zum Thema Vulkanismus wirken auf mich als Leser jedoch eher langatmig. Dennoch ist es bemerkenswert, dass sogar mein Geschichtsdaten- und Jahreszahlen-resistentes Gehirn sich gemerkt hat, dass der letzte Ausbruch des Vulkanes Laacher See 12000 Jahre her ist. Und dass der Vulkan im Moment einfach nur schläft. Wann weitere Ausbrüche drohen weiß man nicht, doch DASS wieder was kommen kann, ist den Geologen klar. Kein Wunder also, wenn man auch bei kleineren Beben hier in der Region aufhorcht.

    Ulrich Magin packt diese Fakten und die Tatsache, dass im Laacher See tatsächlich ein Britischer Bomber abgestürzt ist, in ein packendes Szenario mit dramatischen Wendungen und einer überraschend ausgeklügelten menschlichen Note.

    Ob sich in DIE LAVA eines der von den Agenten ausgemalten Szenarien verwirklicht, verrate ich nicht. Es wird gegen Ende auf jeden Fall noch richtig rasant und spannend.


    PS: Bitte an RTL und SAT1: Nicht verfilmen, wie bei "Die Flucht der Ameisen: Ein Geo-Thriller" geschehen. ;-)
  • Ausgelöscht
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    Luft anhalten, Augen zu und durch(hören)! (Hörbuch-Rezension)
    Rezension vom 15.06.2010
    HÖRBUCH-Rezension: AUSGELÖSCHT von Cody McFayden, gelesen von Franziska Pigulla | Bearbeitete Fassung | 6 Audio-CDs | 78 Tracks | Gesamtlaufzeit ca. 7 Stunden (ca. 420 Minuten) | erschienen bei Lübbe Audio.

    Die Serie um die coole, scheinbar schmerzlose FBI-Ermittlerin Smoky Barrett geht mittlerweile in die 4. Runde. Mir hat AUSGELÖSCHT um Längen besser gefallen als die beiden Vorgänger. Vor allem, weil die Details nicht nur blutrünstig und grausam sind - die Faszination und Spannung ergibt sich aus der spannenden Suche nach einem psychopatischen Serientäter, der seine Opfer - Frauen - über mehrere Jahre festgehalten und gefoltert hat. Es stellt sich sogar heraus, dass der Täter sich vermutlich an Männer wendet, die ihre Frauen loswerden wollen ... Was ist sein Motiv? Wer ist es, der Smoky wieder so schön lange an der Nase herumführt - und quält?
    Im Verlauf der Ermittlungen sind auch wieder Personen aus Smokys privatem Umfeld involviert, von ihr selbst ganz zu schweigen!
    Faszinierend, wie sich die Spannung beim Hören quasi von Minute zu Minute steigert. Nicht ganz unschuldig daran ist Franziska Pigulla, die hier mit ihrer brillanten Stimme dem Hörbuch eine zuweilen beklemmende Lebendigkeit einhaucht, dass man beinahe meint, einen Film sehen zu können. Was wären die Smoky Barrett - Hörbücher ohne die Stimme von Frau Pigulla? Als Thrillerhörbuchfresser mag man sich das gar nicht vorstellen...


    Nun noch kurz zur Chronologie der Smoky-Barrett-Fälle von Cody McFadyen (Liste siehe unten):
    Man muss die bisher erschienenen Bücher nicht kennen, um AUSGELÖSCHT zu verstehen. Mit einem kurzen Rückblick erfährt man wichtige Details über die Vergangenheit und Entwicklung von Smoky Barrett, sowie ihrer Familie (wenn man das so sagen kann) - das macht der Autor so geschickt, dass man die anderen Hör/Bücher auch noch im Nachhinein lesen/ hören kann. Dennoch mein Rat an Hörer/ Leser die sich gerne an einer Serie festbeißen: Die Reihenfolge ist nicht unwichtig um ein wenig mehr über die Protagonistin und ihr psychologisches Gespür zu erfahren.
  • Die Wallander Hörspiel-Edition
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    Bequemer Einstieg in Sachen Mankell & Wallander. (Bewertung der Hörbuch-Edition)
    Rezension vom 15.06.2010
    HÖRBUCH-Rezension: DIE WALLANDER HÖRSPIEL-EDITION von Henning Mankell.
    5 Hörspiele auf 9 Audio-CDs jeweils in Jewel Cases im Schutzkarton | Gesamtlaufzeit ca. 9 Stunden (ca. 553 Minuten) | Produktion: STIL im Auftrag des Hörverlags 2001/2001

    Mit Mankells Wallander stand ich lese-technisch gesehen immer auf Kriegsfuß, weil mir die Verfilmungen zuvor kamen und die fand ich - Entschuldigung liebe Wallander-Fans - tödlich langweilig.
    Als Hörbuch-Fan empfand ich diese Hörbuch-Edition als Schnäppchen, habe kurz entschlossen zugegriffen und bin nun einigermaßen versöhnt mit Wallander und seinem Schöpfer Henning Mankell.
    Die Hörspiele finde ich von der Atmosphäre her sehr gut umgesetzt. Charakteristische Stimmen, nicht zu viele verschiedene für diese kurzen Gesamtspielzeiten und eine musikalische Untermalung die sich nur hin und wieder etwas lästig in den Vordergrund drängt.
    Die Kriminalfälle selbst kannte ich (wie erwähnt, ich habe Mankell nie gelesen) nicht, erschienen in ihrer Kürze zumindest schlüssig und nebenbei erfahre ich auch noch den verkorksten Lebenslauf dieses legendären schwedischen Kommissars aus Ystad. - Sehr zufriedenstellend und unterhaltsam insgesamt.

    Mein Resümee: Schön, dass es diese Hörspiele gibt. Lesen brauche ich Mankell nun auch nicht mehr.

    Diese Edition enthält folgende, bereits einzeln erschienene Hörspiel-Produktionen:
    Die Weiße Löwin - 2 CDs ca. 153 Minuten Laufzeit
    Mörder ohne Gesicht - 2 CDs ca. 96 Minuten Laufzeit
    Die Brandmauer - 3 CDs ca.172 Minuten Laufzeit
    Die Pyramide - 1 CD ca. 72 Minuten Laufzeit
    Wallanders erster Fall - 1 CD ca. 59 Minuten Laufzeit
  • Der Augensammler
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    Der Wahnsinn hat einen Vor- und einen Nachmamen: Sebastian Fitzek!
    Rezension vom 15.06.2010
    Alexander Zorbach war einmal bei der Polizei, als Psychologe. Bis zu diesem einen Tag "an der Brücke". Er wurde als Verhandler hinzu gerufen und es passiert etwas Schreckliches an diesem Tag. Etwas das sein Leben von Grund auf geändert hat. Zorbach wird bei diesem Einsatz vor eine Wahl gestellt, muss eine Entscheidung treffen. Die Konsequenz daraus ist unter anderem, dass er aus dem Polizeidienst ausscheiden muss. Doch sein perpetuum morbide (ich hoffe ich zitiere richtig) hat erst begonnen.

    Nun ist Zorbach Journalist und arbeitet an den Recherchen für die Artikel über den AUGENSAMMLER, der bisher drei Mal zugeschlagen hat: Zuerst wird die Mutter ermordet, ihr Kind wird entführt, dem Vater wird ein Ultimatum gestellt bis wann er das Kind lebend zurück bekommt. Wird dieser enge Zeitrahmen (es handelt sich um knapp 2 Tage) überschritten, stirbt das Kind - und dann schneidet der Täter den Opfern noch jeweils das linke Auge heraus... Horror!

    Was für ein krankes Hirn muss man haben um solche Taten auszuführen? Etwa sogar ein Motiv für diese grausamen Verbrechen?! Da wird wohl nicht ein tieferer Sinn dahinter stecken?, fragt man sich insgeheim. Das wäre ja der Wahnsinn, wenn das so wäre!

    Nun sind Sebastian Fitzeks Thriller kein Neuland für mich und langsam baut sich da eine Art Vertrauen auf. Kein Muster. Muster wäre schlimm, dann wäre ja die Spannung weg. Dennoch bekommt man langsam ein Gefühl, dass die Verbrechen von Fitzeks "kranke Gestalten", oft einen, na sagen wir ... einigermaßen nachvollziehbaren Grund haben. Da war zum Beispiel diese Geiselnahmegeschichte in Amokspiel, wo ich am Ende tatsächlich kapiert habe, der Täter wusste sich anders nicht zu helfen!
    Das funktionierte leider nicht bei allen Fitzek-Thrillern. Das Kind und Splitter haben mir gar nicht gut gefallen. Insbesondere bei letzterem hat mein Verstand ausgesetzt. Das war so arg zusammen konstruiert, das ging mir einfach nicht in den Kopf.
    Bei Sebastian Fitzeks Thrillern suche ich mittlerweil immer nach einer Art plausiblen Erklärung für das jeweilige Verbrechen. Doch was rechtfertigt, dass jemand Mütter und Kinder tötet und verstümmelt? So einen Wahnsinn kann doch kein Mensch jemals im Namen irgendeiner noch so wünschenswerten ausgleichenden Gerechtigkeit begehen? - Genau das macht diesen Thriller so pikant. Das Herausfinden über ein Motiv für die Ritualmorde --- eine bemerkenswerte Motivation ein Buch wie dieses so eilig zu Lesen.

    Jetzt heißt es also wieder warten, bis der Wahnsinn wieder in neuem Gewand erscheint. Ich meine den nächsten Thriller aus Sebastian Fitzeks Feder... für seine Fans bleibt also so oder so spannend.