BuchhändlerInnen im Portrait

aus St. Johann

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Harry Mulisch, Gabriel Garcia Marquez, Heinrich Steinfest, Alois Hotschnig und viele mehr; jeder gute Autor hat eine eigene Stimme.
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Die Vielfalt, das ständig Neue in der Bücherwelt und die interessanten Begegnungen mit Kunden und Kolleginnen und Kollegen.
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Meine Rezensionen

  • Süden und das heimliche Leben
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    Niemand kennt Ilka wirklich
    Rezension vom 30.01.2013
    Tabor Süden wird kontaktiert, weil Ilka Senner, eine tüchtige Kellnerin, die den Betrieb von ihrem Chef übernehmen sollte, nicht auffindbar ist. Da die eigene Familie nicht wirklich an Aufklärung interessiert ist, scheint es, als ob Süden hier nicht weiterkommt. Doch durch einen Bekannten der Vermissten findet er doch eine Spur. Er findet Ilka und erfährt ihr Geheimnis…
    Wieder gelingt es Friedrich Ani, auf wenig mehr als 120 Seiten ein Drama von existenzieller Wucht zu erzählen. Und dazu noch die sprachlichen Fundstücke, auf die ich immer schon warte! Diesmal: „entsext“. Großartig, nicht? In welchem Zusammenhang dieses Wort verwendet wird und was es genau bedeutet, müssen Sie selbst herausfinden. Viel Vergnügen!
  • Clockers
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    Dealer und Polizisten in New York, spannend erzählt
    Rezension vom 08.12.2012
    Clockers stehen auf der untersten Stufe der Hierarchie der New Yorker Drogendealer: sie verkaufen den Stoff direkt an die Endverbraucher. Strike, die eine Hauptfigur dieses fulminanten Buches, hat ein paar Clockers unter sich. Er will aber raus aus dem Geschäft, braucht nur noch genügend Geld, um einen Neustart ohne Drogenbusiness zu wagen. Ein Mord passiert, und Strike ist verdächtig.

    Die andere Hauptfigur ist Rocco, ein Polizist, der knapp vor seiner Pensionierung steht. Er hat schon alles gesehen auf New Yorks Straßen, ihn kann wenig erschüttern. Ein letzter Mordfall vor seiner Pensionierung bringt ihn aber noch einmal an seine Grenzen.

    Richard Price versteht es, die beiden Protagonisten eindringlich in ihren Nöten und Zwängen zu schildern. Abwechselnd aus der jeweiligen Perspektive erzählt, entsteht ein Panorama New Yorks, das düster und gewalttätig ist.

    Toll zu lesen, spannend, große Leseempfehlung!
  • Die Schatten von Belfast
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    Jeder muß bezahlen
    Rezension vom 08.12.2012
    Gerry Fegan ist ein Killer. Für die IRA hat er die Drecksarbeit erledigt. Seit Jahren verfolgen ihn die Geister derjenigen zwölf, die er ermordet hat und fordern Rache. Gerry versucht sich mit Alkohol zu betäuben und dadurch die Gespenster zu vertreiben, doch das gelingt nicht. Er muss handeln, damit sie verschwinden….

    Eine wirkliche Entdeckung in Sachung Spannungsliteratur ist dieses Buch. Ich war total gebannt davon, wie Fegan einen nach dem anderen Verantwortlichen zur Strecke bringt. Das ist ziemlich brutal, ja, aber man gönnt es den Fieslingen. Spannend bis zum Schluss, eine Empfehlung!
  • Der Wolf. Psychothriller
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    Märchen inspirieren auch Mörder
    Rezension vom 30.11.2012
    Ein Schriftsteller, dessen erfolgreichste Zeit schon eine Weile her ist, wird von dem Märchen Rotkäppchen inspiriert: er sucht sich drei rothaarige Frauen aus und schickt ihnen einen Brief. „Ich bin der Böse Wolf und werde dich zur Strecke bringen.“ Mit dieser Ankündigung verstört er die drei Roten, wie er sie nennt, nachhaltig.

    Die drei Frauen, in Alter in Temperament sehr unterschiedlich, schaffen es, zueinander zu finden. Während der Böse Wolf (im ganzen Buch wird nie sein richtiger Name genannt) seine Mordvorbereitungen als Inspiration für einen neuen Roman nützt, überlegen die Roten, was zu tun sei, und kommen zum Schluss: wir müssen dem Bösen Wolf zuvorkommen, ihn finden und „erlegen“. Und hier nimmt die Geschichte Fahrt auf…

    John Katzenbach schafft es, eine Dynamik in diese Konstallation zu bringen, die mich ziemlich gefesselt hat. Ich wollte unbedingt wissen, ob die Frauen es schaffen, dem Bösen Wolf zuvorzukommen. Plastische Schilderungen der Charaktere lassen den Leser tief eintauchen in diese spannende Geschichte, ich war fasziniert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
  • Der Wolf
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    Märchen inspirieren auch Mörder
    Rezension vom 30.11.2012
    Ein Schriftsteller, dessen erfolgreichste Zeit schon eine Weile her ist, wird von dem Märchen Rotkäppchen inspiriert: er sucht sich drei rothaarige Frauen aus und schickt ihnen einen Brief. „Ich bin der Böse Wolf und werde dich zur Strecke bringen.“ Mit dieser Ankündigung verstört er die drei Roten, wie er sie nennt, nachhaltig.

    Die drei Frauen, in Alter in Temperament sehr unterschiedlich, schaffen es, zueinander zu finden. Während der Böse Wolf (im ganzen Buch wird nie sein richtiger Name genannt) seine Mordvorbereitungen als Inspiration für einen neuen Roman nützt, überlegen die Roten, was zu tun sei, und kommen zum Schluss: wir müssen dem Bösen Wolf zuvorkommen, ihn finden und „erlegen“. Und hier nimmt die Geschichte Fahrt auf…

    John Katzenbach schafft es, eine Dynamik in diese Konstallation zu bringen, die mich ziemlich gefesselt hat. Ich wollte unbedingt wissen, ob die Frauen es schaffen, dem Bösen Wolf zuvorzukommen. Plastische Schilderungen der Charaktere lassen den Leser tief eintauchen in diese spannende Geschichte, ich war fasziniert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
  • Abgeschnitten. Thriller
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    Grausig und sehr spannend!!
    Rezension vom 28.10.2012
    Sebastian Fitzek und Michael Tsokos haben gemeinsam einen Thriller geschrieben. Und das kommt dabei raus, wenn Deutschlands führender Thriller-Autor und Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner gemeinsame Sache machen: ein sehr spannender, sehr grausig-detaillierter Thriller!

    Paul Herzfeld findet im Kopf einer Leiche einen Zettel mit der Telefonnummer seiner Tochter. Natürlich ist er alamiert, und es beginnt eine atemlose Schnitzeljagd mit einem grandiosen Showdown auf der Insel Helgoland.

    Jetzt kann ich natürlich nicht viel mehr verraten, nur empfehlen: lesen Sie dieses Buch, das ist wirklich sehr spannende Lektüre mit interessanten Charakteren. Sie werden „Abgeschnitten“ schwer auf die Seite legen können, ich war jedenfalls gefesselt!
  • Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam
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    Beachtliches Debut
    Rezension vom 28.10.2012
    „Blasmusikpop“ erzählt die Geschichte eines kleinen Dorfes in den Alpen über drei Generationen hinweg. Da kommen allerlei skurrile Gestalten vor, wie Johannes Gerlitzen, der, weil er von einem Bandwurm befallen ist, eine Leidenschaft für Würmer entwickelt und Medizin studiert, um diese besser erforschen zu können. Als Gemeindearzt kehrt er später in das Dorf zurück.

    Die Hauptfigur des Buches ist Johannes Irrwein, der wegen eines Streits mit einem Lehrer bei der Matura durchfällt und sich fortan als Dorfchronist auf den Spuren seines Idols Herodot wähnt. Wie er sich verliebt, zum Schriftführer des örtlichen Fussballvereins wird und es schließlich schafft, den FC St. Pauli nach St. Peter am Anger zu lotsen, das erzählt Vea Kaiser mit viel Witz und einigem Augenzwinkern. Ein paar Figuren sind dann doch zu klischeehaft geworden, aber gut.

    Originell ist die Idee, die Familien mit Bergnamen auszustatten (Rossbrand, Ötsch, Gerlitzen etc.), und auch daß der Name Johannes Irrwein stark an John Irving erinnert, wird wohl kein Zufall sein.

    Ich hab mich gut unterhalten mit dieser witzig skurrilen Dorfgemeinschaft und bin gespannt auf das nächste Buch von Vea Kaiser.
  • Abgeschnitten
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    Grausig und sehr spannend!!
    Rezension vom 28.10.2012
    Sebastian Fitzek und Michael Tsokos haben gemeinsam einen Thriller geschrieben. Und das kommt dabei raus, wenn Deutschlands führender Thriller-Autor und Deutschlands bekanntester Rechtsmediziner gemeinsame Sache machen: ein sehr spannender, sehr grausig-detaillierter Thriller!

    Paul Herzfeld findet im Kopf einer Leiche einen Zettel mit der Telefonnummer seiner Tochter. Natürlich ist er alamiert, und es beginnt eine atemlose Schnitzeljagd mit einem grandiosen Showdown auf der Insel Helgoland.

    Jetzt kann ich natürlich nicht viel mehr verraten, nur empfehlen: lesen Sie dieses Buch, das ist wirklich sehr spannende Lektüre mit interessanten Charakteren. Sie werden „Abgeschnitten“ schwer auf die Seite legen können, ich war jedenfalls gefesselt!
  • Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam
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    Beachtliches Debut
    Rezension vom 28.10.2012
    „Blasmusikpop“ erzählt die Geschichte eines kleinen Dorfes in den Alpen über drei Generationen hinweg. Da kommen allerlei skurrile Gestalten vor, wie Johannes Gerlitzen, der, weil er von einem Bandwurm befallen ist, eine Leidenschaft für Würmer entwickelt und Medizin studiert, um diese besser erforschen zu können. Als Gemeindearzt kehrt er später in das Dorf zurück.

    Die Hauptfigur des Buches ist Johannes Irrwein, der wegen eines Streits mit einem Lehrer bei der Matura durchfällt und sich fortan als Dorfchronist auf den Spuren seines Idols Herodot wähnt. Wie er sich verliebt, zum Schriftführer des örtlichen Fussballvereins wird und es schließlich schafft, den FC St. Pauli nach St. Peter am Anger zu lotsen, das erzählt Vea Kaiser mit viel Witz und einigem Augenzwinkern. Ein paar Figuren sind dann doch zu klischeehaft geworden, aber gut.

    Originell ist die Idee, die Familien mit Bergnamen auszustatten (Rossbrand, Ötsch, Gerlitzen etc.), und auch daß der Name Johannes Irrwein stark an John Irving erinnert, wird wohl kein Zufall sein.

    Ich hab mich gut unterhalten mit dieser witzig skurrilen Dorfgemeinschaft und bin gespannt auf das nächste Buch von Vea Kaiser.
  • Die Zeit, die Zeit
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    Leider Unsinn
    Rezension vom 27.10.2012
    Peter Talers Frau ist ermordet worden, darob fällt dieser verständlicherweise in ein psychisches Loch, in dem er es sich mit der Zeit doch einigermaßen behaglich einrichtet. Am Arbeitsplatz wird er geschont wegen seines Schicksals, und allabendlich ertränkt er seinen Kummer in Alkohol. Dann beobachtet er, wie sein Nachbar von Gegenüber, der alte Knupp, sonderbare Aktivitäten entwickelt: er tauscht Bäume aus etc.

    So, und jetzt wird’s unsinnig: Knupp glaubt daran, dass man die Zeit zurückdrehen kann, nein dass es die Zeit gar nicht gibt. Man müsste nur die Umstände gleich machen, und schon kann man da richtig weitermachen, wo vorher etwas falsch gelaufen ist. Knupp hat auch seine Frau verloren, die beiden Männer verbindet also ein schmerzlicher Verlust. Was hat Taler zu verlieren? Fad ist ihm auch irgendwie, und so hilft er Knupp bei seinem skurrilen Vorhaben.

    Man könnte das Buch lesen als eine skurrile Geschichte zweier Verzweifelter, die die Zeit zurückdrehen wollen und deshalb alles Mögliche „zurückbauen“. Das ist unterhaltsam und auch amüsant. Ich bin allerdings nicht über diese unsinnige Theorie rund um die Zeit und ihre Nichtexistenz drübergekommen. „Es gibt keine Zeit, nur Veränderung“ Das ist doch Schwachsinn, Veränderung passiert doch in der Zeit! Wie gesagt, für mich war da die Hürde zu groß, und über das Ende breite ich hier gnädig den Mantel des Schweigens.