Der fremde Gast
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Der fremde Gast

von Charlotte Link

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Weitere Artikelinformationen

Rebecca Brandt hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Nichts kann die junge Witwe über den Tod ihres Mannes hinwegtrösten. Da lernt sie durch Zufall in Südfrankreich die beiden Studenten Inga und Marius kennen und schöpft durch die Freundschaft mit dem jungen Paar neuen Lebensmut. Während eines Segeltörns kommt es zu einem schrecklichen Unfall: Marius fällt über Bord, und schließlich muss davon ausgegangen werden, dass er ertrunken ist. Wochen später erscheint sein Bild in der Zeitung. Im Zusammenhang mit einem furchtbaren Verbrechen in Deutschland wird nach ihm gesucht.

Produktdetails

Verkaufsrang: 424
ISBN-10: 3-641-05189-4
EAN: 9783641051891
Erschienen: 20.06.2011
Verlag: Goldmann
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 480
Erschienen bei: Goldmann
Spieldauer: 500 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Charlotte Link

Charlotte Link ist eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Sie wurde 1963 in Frankfurt am Main als Tochter der Autorin Almuth Link geboren. Bereits mit 16 Jahren schrieb Charlotte Link ihr Debütwerk "Die schöne Helena", noch bevor sie ihr Abitur in Usingen absolvierte. Neben Spannungsromanen schrieb sie auch Gesellschaftsromane in englischer Erzähltradition. Viele ihrer Romane wurden verfilmt, wie die Werke "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" oder "Die Stunde der Erben". Den Deutschen Bücherpreis in der Kategorie Belletristik erhielt Charlotte Link 2004 für ihren Roman "Am Ende des Schweigens".Allein in Deutschland wurden bislang über 9 Millionen ihrer Bücher verkauft, sie sind in zahlreichen Sprachen übersetzt. Die aktive Tierschützerin engagiert sich bei der PETA für Straßenhunde in der Türkei und Spanien. Momentan lebt Charlotte Link mit ihrem Lebensgefährten und ihren Hunden in Wiesbaden.

Meinung der Redaktion Charlotte Link hat das Schreibtalent im Blut! An der Vielzahl ihrer Romane sieht man, wie produktiv sie ist und wie unterschiedlich sie schreiben kann. Und egal in welchem Genre, ob Krimi oder Gesellschaftsromane, die Bücher von Charlotte Link sind mitreißend und spannend.

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Buchhändlertipps

  • Die perfekte Urlaubslektüre! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kerstin Ponleitner, am 14.06.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Pasching

    Ich muss zugeben das dieses Buch meine "erste Link" war! Doch ich bin positiv überrascht und werde auf jeden fall noch weitere Romane von Charlotte Link lesen!

    Die Autorin schafft Atmosphäre und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!

    Genau die richtige Strandlektüre!

Kundenrezensionen

  • spannender Psychothriller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Segler und Bücherfan, am 05.07.2012

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der fremde Gast von Charlotte Link

    Dieser Roman von Charlotte Link ist ein perfekter Psychothriller, wie man ihn kaum noch besser gestalten kann, um die Spannung ins unermessliche zu steigern.

    Alles beginnt mit einem anonymen Brief an Sabrina Baldini in dem Ängste geschürt werden. Dann wird ein älteres Ehepaar brutal ermordet. Diverse Handlungsstränge von unterschiedlichen Personen und Paaren, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben, halten den Leser in Spannung. Kaum glaubt man, den Täter zu kennen, gibt es schon wieder Zweifel und auch als man schon ganz sicher glaubt, wer der Täter ist, gibt es eine überraschende Wende. Ich bezeichne den Krimi als Psychothriller, weil es eben auch um abgrundtiefe, menschliche Gefühle und erschütternde Schicksale geht, die die Ereignisse antreiben.

    Ich habe den Thriller mit 480 Seiten in zwei Tagen durchgelesen, weil ich sonst wahrscheinlich nicht hätte schlafen können ohne die Lösung zu kennen.

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    ja nein

  • sehr spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Blacky, am 15.09.2011

    5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung :
    Rebecca Brandt hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Nichts kann die junge Witwe über den Tod ihres Mannes hinwegtrösten. Da lernt sie durch Zufall in Südfrankreich die beiden Studenten Inga und Marius kennen und schöpft durch die Freundschaft mit dem jungen Paar neuen Lebensmut. Während eines Segeltörns kommt es zu einem schrecklichen Unfall: Marius fällt über Bord, und schließlich muss davon ausgegangen werden, dass er ertrunken ist. Wochen später erscheint sein Bild in der Zeitung. Im Zusammenhang mit einem furchtbaren Verbrechen in Deutschland wird nach ihm gesucht.

    Nach obiger Beschreibung hatte ich mir die Geschichte etwas anders vorgestellt. Allerdings übertraf dann die Realität meine Vorstellungen.
    Es war sensationell spannend von Anfang bis Ende.
    Es gab immer wieder unerwartete Wendungen in der Geschichte.
    Für mich war es das erste Buch von Charöotte Link und ich bin derart begeistert, dass mit Sicherheit weitere folgen werden.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

"Donnerstag, 29. Juli (S. 228-229)
1
Er hatte die deutliche Erinnerung an ein Gespräch seiner Eltern , das er belauscht hatte. Sie hatten immer darauf bestanden, dass er von ihnen als von seinen Eltern sprach, mehr noch, sie hatten ihm gesagt, sie erwarteten, dass er sie auch als Eltern empfand. Wenigstens hatte er nicht Mama und Papa sagen müssen. Er nannte sie Greta und Fred. Am liebsten hätte er ihn vielleicht noch Arschloch, und sie dumme Pute genannt. Oder Weichei. Weil sie sich kein bisschen gegen ihren Mann behaupten konnte. Er war an jenem Abend die Treppe hinuntergeschlichen. Wie alt war er gewesen? Zwölf Jahre vielleicht. Ziemlich hoch aufgeschossen für sein Alter.
Er war dünn und hatte immerzu Hunger. An jenem Abend besonders. Sie hatten ihm wieder einmal nichts zu essen gegeben. Wegen irgendeines Vergehens. Er wusste es nicht mehr, denn es gab so viele Möglichkeiten in diesem Haus, gegen Regeln und Gesetze zu verstoßen, dass er Einzelheiten nicht hatte behalten können. Vielleicht hatte er vergessen, die Post aus dem Briefkasten zu holen oder Gretas blöde Geranien zu gießen, oder er hatte zu viel Milch getrunken.
Greta markierte den Flüssigkeitsstand der Milch mit Filzstiftstrichen auf der Packung. Sie konnte sich entsetzlich aufregen, wenn er sich mehr nahm, als ihm ihrer Ansicht nach zustand. Greta und Fred hatten Gäste an jenem Abend. Irgendein Ehepaar, er kannte es nicht. Er war allerdings auch nicht wie sonst zur Begrüßung herbeikommandiert worden, denn schließlich war er wieder einmal in Ungnade gefallen, und sie hatten ihm nicht erlaubt, sein Zimmer zu verlassen. Aber er hatte oben an der Galerie gestanden und hinuntergespäht, und er hatte nicht den Eindruck, dass er den älteren Herrn im dunklen Anzug und die Dame mit den frisch gelegten grauen Locken und dem etwas zu engen grünen Seidenkleid kannte. Aber es war auch egal.
Er mochte keinen von Lenowskys Freunden. Irgendwie waren sie alle gleich. Wohlhabend und gediegen, und die meisten spielten Golf oder segelten. Sie redeten immer von ihrem Handicap oder von einer Regatta, an der sie teilgenommen hatten. Die Menschen in dem Wohnblock, in dem er mit seinen Eltern – mit seinen richtigen Eltern – gelebt hatte, hatten nie über solche Dinge gesprochen. Greta hatte gekocht, und ein herrlicher Duft war durch das Haus gezogen. Er hatte Krämpfe bekommen vor Hunger, und er hatte irgendwann gemeint, wahnsinnig werden zu müssen, wenn er nichts zu essen bekam.
Auf eine etwas fantasielose Weise kochte Greta recht gut. Er ging ein hohes Risiko ein. Wenn sie ihn in der Küche ertappten, während er Lebensmittel stahl – sie nannten es stehlen , wenn er sich außerhalb der offiziellen Mahlzeiten etwas nahm –, würden sie ihn wieder schlagen. Und das bevorstehende Wochenende über einsperren und hungern lassen. Solche drakonischen Strafen wagten sie immer nur am Wochenende, wenn er nicht zur Schule musste, denn sonst wäre das Risiko zu hoch, dass jemand etwas merkte. Er war ein halbes Jahr zuvor mitten im Unterricht vor Hunger aus der Bank gekippt und für Sekunden ohnmächtig gewesen.
Seine Lehrerin hatte mit Greta und Fred gesprochen, aber natürlich war es Fred wieder gelungen, die Angelegenheit als harmlos darzustellen. Er hatte sich tief besorgt darüber geäußert, dass sein Pflegesohn ein so schlechter Esser sei, der fast alles ablehne, was man ihm vorsetzte. »Ginge es nach ihm, er würde sich ausschließlich von Pommes frites und Pizza ernähren«, hatte er erklärt, die Stirn in Dackelfalten gelegt. »Aber so kann man ein Kind nicht großziehen, oder? Meine Frau gibt sich alle erdenkliche Mühe, ihm Gemüse und Fleisch schmackhaft zu machen. Aber wie oft muss sie seinen unberührten Teller wieder abräumen! «"

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