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Meine Rezensionen

  • Und wieder Februar
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    Erinnerungen.
    Rezension vom 03.09.2011
    Während des Lesens musste ich an einen Schneesturm denken. Kein Schneesturm, der einer Katastrophe gleicht sondern ein friedlicher Schneesturm. Man stapft also durch diesen Schneesturm, allein mit seinen Gefühlen und Erinnerungen aber ohne Angst, und sieht, egal wohin man guckt, nur Schnee." So habe ich meinen Leseeindruck begonnen und das Gefühl zog sich durch das ganze Buch weiter, wohl auch weil Schnee und Kälte ein Motiv im Buch ist.

    "Und wieder Februar" handelt von einer Familie, von vielen kleinen Erinnerungen, aber vor allem handelt er von Helen und ihrem Verlust ihres geliebten Mannes. Auch viele Jahre später hat sie die Trauer noch nicht überwunden und denkt sehr oft an die kleinen Momente des Glücks mit ihrem Mann und den Vater ihrer vier Kinder. Ein weiterer Handlungsstrang erzählt die Gegenwart ihres Sohnes John und dem Umstand, dass er von einem Ohne-Night-Stand ein Baby erwartet.

    Allerdings finde ich, dass der Handlungsstrang um John nicht gut genug ausgearbeitet ist. Eigentlich ist seine Geschichte ein eigenes Buch wert und kommt daher viel zu kurz. Vorrangig bleibt nämlich Helen, Helen und ihr großer Verlust. Alles dreht sich darum, wie sie es geschafft hat die Kinder großzuziehen und selber dabei nicht auf der Strecke zu bleiben. So hat sie sich zum Beispiel das Nähen von Hochzeitskleidern zum Hobby gemacht. Aber durch die vielen Erinnerungen bleibt sie irgendwie in der Vergangenheit und, so kommt es mir vor, nicht so richtig mit der Gegenwart ohne ihren Mann zurecht. Sie sehnt sich nach Zuneigung und Liebe und auf den letzten Seiten schafft sie es auch endlich wieder offen zu einem Mann zu sein und beginnt eine Beziehung mit ihrem Hanwerker. Wo vorher allerdings immer mit sehr viel Gefühl von ihrem verstorbenen Mann gesprochen wird, fehlt mir bei der neuen Beziehung total das Gefühl. So richtig kann ich die Handlungen der beiden Protagonisten nicht nachvollziehen, zum Beispiel die Heirat.

    Insgesamt ist "Und wieder Februar" ein sehr leichtes Buch, was sich durch die Vergangenheit einer Familie zieht. Mir persönlich war der Roman etwas zu "wässrig". Es kam irgendwie gar keine richtige Geschichte auf, es war vielmehr ein Trauerprozess von Helen indem sie sich vollkommen verliert und kaum die Gegenwart gemeistert bekommt. Ziemlich nebelig, verschneit ist die Grundstimmung und konnte mich deswegen leider nicht so ganz mitreißen.
  • Chill mal, Frau Freitag
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    Frau Freitag.
    Rezension vom 14.08.2011
    "Chill mal Frau Freitag" ist die (wahre) Geschichte der Lehrerin Frau Freitag mit ihrer Klasse. Es beschreibt den alltäglichen Wahnsinn als Klassenlehrerin und Frau Freitag bringt mit viel Humor das ganze zu Papier. So weit so gut.

    Am Anfang ist es auch noch ganz witzig und man ertappt sich ziemlich oft beim Lachen. Aber umso weiter ich gelesen habe, desto langweiliger wurde der Humor, weil es eigentlich immer das selbe war. Die Schüler, die faul waren und eigentlich kaum was wussten. Die Protagonsiten sind meiner Meinung nach etwas überzeichnet, allerdings habe ich auch keine eigenen Erfahrungen in diesem Bereich. Frau Freitag ist mir irgendwie zu "cool" und der Humor nervte mich nach einigen Kapiteln einfach nur noch.

    Insgesamt hatte ich mir nach den ersten paar Kapiteln einfach mehr erwartet als letztendlich kam. Für zwischendurch ist diese leichte Lektüre sicherlich gut geeignet, man sollte nur nicht zu hohe Erwatungen haben.
  • Zwei an einem Tag
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    Zwei an einem Tag.
    Rezension vom 14.08.2011
    Em und Dex. Dex und Em.
    Beide lernen sich am 15. Juli 1988 nach ihrem Abschluss kennen. Die Geschichte wird von nun an immer am 15. Juli des jeweiligen Jahres erzählt.
    Es ist eine Geschichte voller Sehnsüchte, Liebe und Freundschaft. Vom sich finden und wieder verlieren und trotzdem immer aneinander denken müssen.
    Normalerweise mag ich keine Romane. Ich lese viel lieber Thriller, aber dieses Buch kann ich absolut empfehlen. Es berührt das Herz. Man kann weinen und lachen, sich freuen und vor Wut schnauben.
    Und für alle, die keine Zeit haben zum Lesen: Das Buch wurde mit Anne Hathaway verfilmt und kommt im Herbst in unsere Kinos. Zwar sind Bücher in der Regel besser als die Filme, weil man viel mehr schreiben kann auf 500 Seiten, als zeigen kann in 90 Minuten, aber der Trailer ist vielversprechend.
  • Der Menschenmacher
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    Der Menschenmacher.
    Rezension vom 14.08.2011
    Der Menschenmacher von Cody McFadyen ist keine leichte Lektüre. Es fließt ziemlich viel Blut und dies wird auch ziemlich ausführlich beschrieben.

    Der Anfang ist etwas langatmig zu lesen wie ich finde und auch mitten drin fragt man sich manchmal, ob es vielleicht etwas viele Details sind, die der Autor uns mitteilen möchte. Aber durchhalten lohnt sich.

    Gerade zum Ende hin steigt die Spannung. Auch wenn es einen nicht total umhaut, weil man es sich ein bisschen denken kann wie das Buch endet.

    Es handelt übrigens von drei Waisen: David, Charlie und Allison. Alle wurden mit sechs Jahren von Bob Gray adoptiert. Dieser hielt sie gefangen. Sie sollten evolvieren und zu einem Übermenschen werden (Nietzsche). Die drei töten ihren Peiniger als sie 16 sind und beginnen endlich ihr eigenes Leben. Viele Jahre später scheint der tote Bob aber wieder aufzutauchen. Sie bekommen Videos mit Botschaften und werden dazu aufgefordert bestimmte Aufträge zu erfüllen, ansonsten werden geliebte Menschen (welche bereits entführt wurden) vor laufender Kamera vergewaltigt und ermordet.

    Wie gesagt, es ist keine leichte Sommerlektüre und zieht sich manchmal einige Seiten in die Länge. Aber wer auf Nervenkitzel und Psychologie steht ist bei diesem Buch genau richtig!
  • Stirb
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    Er will nur DICH!
    Rezension vom 14.08.2011
    Andreas von Bülow ist ein Serienmörder. Er tötet die Frauen, welche sich alle sehr ähneln, mit einem Schnitt durch die Kehle, meistens mussten sie davor unerträgliche Qualen durchleben. Aber warum macht er das und warum ist er wie besessen davon ausgerechnet Lara Simons zu töten?!

    "Stirb" handelt zum einen von Lara Simons. Sie konnte einem Serienkiller entkommen und lebt zunächst in der Angst, dass er sie aufspüren wird. So wurde zum Beispiel ihr Café demoliert und er lauert ihr in ihrer Wohnung auf. Es wird beschlossen, dass Lara in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen wird. In der Nacht vor ihrer Abreise tötet der Killer noch ihren Ex-Ehemann und dessen Freundin, einzig die Tochter von Lara (welche bei ihrem Vater übernachtete) hat überlebt, allerdings spricht sie seit diesem traumatischen Erlebnis nicht mehr. Zum anderen handelt das Buch von Andreas von Bülow, dem Serienkiller, und zeigt seine Geschichte, wie er zum Morden gekommen ist und warum er ausgerechnet Lara Simons töten muss. Er musste nämlich als kleiner Junge mit ansehen wie die Geliebte seines Vaters seinen Vater erstach und seine Mutter daraufhin als sie fliehen wollte stolperte und ebenfalls starb. Für Andreas gibt es nur eine Schuldige, dass seine Eltern starben: die Geliebte - Lara Simons Mutter! Weil diese mittlerweile aber durch einen Unfall gestorben ist will er nun ihre Tochter unter jeden Umständen töten!

    Sechs Jahre später lebt Lara unter neuer Identität auf Rügen zusammen mit ihrem neuen Freund Frank. Wie es kommen muss deutet alles daraufhin, dass der Killer sie trotz neuer Identität gefunden hat und macht ihr Leben erneut zur Hölle auf Erden. Ich möchte nicht zu viel verraten, so viel sei aber gesagt: viele Wendungen geben der Geschichte Spannung und man denkt immer zu wissen, wer der Mörder ist, bis zum Schluss bleibt es aber relativ spannend. Letztendlich überlebt Lara natürlich und auch ihre Tochter Emma kann dem Killer entkommen.

    "Stirb" liest sich sehr flüssig und ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Allerdings kommt nicht so viel Spannung auf wie ich mir durch die Leseprobe erhofft habe. Nachdem die Geschichte mit der Geliebten des Vaters aus Andreas Perspektive geschildert wurde war mir klar, dass die Geliebte Laras Mutter war und er sie deshalb töten wollte. Auch dass Arne, der Cousin von Frank, etwas mit der Geschichte zu tun hat (aber nicht der Killer ist) war keine Überraschung. Auch wenn die letzten Seiten noch mal ziemliche Spannung aufbaut war es keine totale Überraschung für mich, wer letztenlich der Serienkiller war. Einige Handlungsstränge waren einfach zu durchsichtig.

    Trotzdem würde ich das Buch empfehlen, allerdings mit dem Hinweis, dass es zum Lesen für Zwischendurch gut geeignet ist. Wer aber einen nervenaufreibenden Thriller lesen möchte, sollte davon vielleicht lieber die Finger lassen.
  • Alle sieben Wellen
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    Mit allen sieben Wellen mitgerissen.
    Rezension vom 09.08.2011
    Nachdem ich "Gut gegen Nordwind" verschlungen hatte bestellte ich mir sofort die Fortsetzung der Liebesgeschichte zwischen Leo und Emmi: "Alle sieben Wellen". Es ist in der selben Art geschrieben: Nur E-Mails. Das ist zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, auch weil keine E-Mail Adressen angegeben sind und man sich manchmal fragt, wer was geschrieben hat (ging zumindest mir so). Auch Datum und Uhrzeit hätten manche Fragezeichen bei mir verschwinden lassen können, aber das tut der Lesefreude keinen Abbruch. Denn es geht um die Geschichte an sich:

    Nachdem Leo nach Boston aufgebrochen ist und eigentlich einen Schlussstrich unter das Kapitel Emmi&Leo setzen wollte, Emmi ihm bzw dem Systemmanager aber weiterhin E-Mails schreibt, antwortet er ihr eines Tages wieder. Es hat sich viel getan, zum Beispiel hat Leo eine Freundin in Boston gefunden. Trotzdem fängt es wieder zwischen Emmi und Leo an zu knistern und endlich endlich kommt es auch zu einem Treffen zwischen den beiden und langsam aber sicher verlieben sich die beiden nicht nur in die virtuelle Person sondern auch in die reale Emmi und in den realen Leo.

    Es ist ein auf und ab der Gefühle und ab und zu sind mir die Konflikte etwas zu konstruiert und ich sie schreiben auch manchmal sehr um den heißen Brei rum. Trotzdem würde ich jedem das Buch weiter empfehlen, weil es Spaß macht zu lesen und man sich mit Emmi und Leo freut, aber auch weint oder wütend ist.