BuchhändlerInnen im Portrait
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Samuel Pepys hätt´seine FreudRezension vom 26.02.2013Der große Chronist des Londoner Alltagsleben des 17. Jahrhunderts Samuel Pepys würde dem Autor ganz sicher eine mehr als wohlwollende Widmung ins Buch hinein schreiben. Das Alltagsleben der Pepysstreet-Bewohner als Spiegelbild der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung im heutigen Großbritannien, fokussiert auf London. Klug, humorvoll, "gscheit" im besten Sinne von gescheit. Gehört zur Urlaubslektüre. Gehört ins Buchregal. -
Hallelujah!Rezension vom 26.02.2013Eigentlich ist Mark Twain ein Ungustl. Denn er hat testamentarisch verfügt, dass seine Autobiographie erst hundert Jahre nach seinem Tode veröffentlicht werden darf. Und damit unzählige, bereits verblichene Twain-Adoranten um das Vergnügen des Lesens seines Lebens gebracht. Na, Hauptsache, der geneigte Leser kann es nunmehr miterleben, das Leben eines der geistreichsten Männer seiner Zeit. Das amerikanische Gegenstück zu G.B. Shaw. Hinreissend! -
Christoph Waltz wäre auch nicht schlechtRezension vom 26.02.2013Proteo Laurenti, der Triestiner Edelkommissar, wird wieder einmal in eine atemberaubende Geschichte von Politik, und internationalem Verbrechen verwickelt. Wie üblich, weiß der Autor Bescheid, nicht nur über das Zeitgeschehen, sondern auch über Triest. Es gelingt Heinichen jedes Mal auf´s Neue, die Stadt und ihr Umfeld in ein besonderes Licht zu rücken. Sozusagen ein ewiger Lernprozess vom Schreiber zum Leser. Bei einer allfälligen Verfilmung des Geschehens ersuche ich Christoph Waltz als Darsteller des Commissario. -
Dackel sind wirklich kluge HundeRezension vom 26.02.2013Lieben Sie Fabeln? Falls nicht: sollten Sie. Denn dieses entzückende Buch von Master Boyne ist zunächst einmal eine. Es ist aber auch die uralte Geschichte von Weisheit, Liebe, Leben. Transportiert von Noah, dem achtjährigen Ausbüchser, welcher sich von den im Wald verborgenen Geheimnissen faszinieren, und inspirieren lässt. Ach ja, das mit dem Dackel. Also lesen müssen´s das Buch schon selber. -
Woanders ist es auch nicht besserRezension vom 26.02.2013Der Autor mit dem italienischen Namen, in Budapest geboren, als Gerichtssachverständiger für Wertpapier und Vermögensverwaltung in Wien tätig, hat die Handlung seines Werkes nach Italien verlegt. Ganz einfach das Leben zweier Bankmanager denen Geld zum Schicksal wird. Die Gier ist ein Hund, und man gönnt sich ja sonst nichts - der richtige Einstieg ins Kriminelle. Ein etwas anderer Krimi, aber ein wirklich guter. -
Kottan lässt grüßenRezension vom 26.02.2013Hinsichtlich Skurilität hält "Aus.Amen" locker mit jedem Kottan mit. Irgendwie erfüllt sich auch Buchhändlers Traum: von einem Buchregal, samt dem darin vorhandenen Inhalt, erschlagen zu werden, das hat schon was. Zumindest der Notarzt ist ganz außer sich, ob des außergewöhnlichen Vorfalls. Tja, und die Stimme aus dem Off trägt dann das ihrige zu des Rätsels Lösung bei. Mord, Selbstmord, oder Unfall mit autoerotischem Hintergrund? -
Nicht nur gelobt ist das LandRezension vom 26.02.2013Die Geschichte einer jungen Schweizer Jüdin, welche ins Gelobte Land zieht. Da auch andere Mütter schöne Söhne haben, findet sie auch einen. Noch dazu Sportlehrer. Verliebt, verlobt, geheiratet, und Kind, ein Sohn. So schön kann das Leben sein. Doch ihr Mann entdeckt die Religion, gerät immer mehr in die orthodoxe Welt mit ihren strikten Regeln. Seine religiöse Radikalität führt zu ihrer totalen Unterwerfung. Sie flüchtet, der Streit um das Sorgerecht beginnt, bis hin zum Europäischen Gerichtshof. -
Sprung über den großen TeichRezension vom 26.02.2013Dänemark scheint für Adler Olsen zu klein geworden zu sein. Sein neuester Opus nimmt sich der USA an. Insbesondere der gesellschaftlichen Entwicklungen welche durch ein Dekret des Präsidenten entstehen, und die damit verbundenen Verwerfungen der Gesellschaft. Der schleichende Abgesang von Demokratie, kongenial verpackt in kriminelle Geschehnisse. Damit es nicht zu düster wird, erklingt auch das hohe Lied der Zivilcourage. -
Fein sein ist andersRezension vom 19.01.2013Bite, man kommt herum, Lille, Kairo, Montreal - es ist immer erfreulich wie man als Leser zu den diversesten Schauplätzen geführt wird, ohne teure Anreisekosten zu haben. Der Gedanke an Rache ist in der Menschheitsgeschichte ja recht ordentlich verwurzelt. Die Art und Weise des "wie", ikönnte in diesem Werk für manch zart besaiteten Leser mit einem Schock verbunden sein. Aber lesenswert ist es allemal! -
Nomen est omenRezension vom 19.01.2013Ist ja wirklich so, was soll den Karin Slaughter mit einem solchen Namen wirklich schreiben? Bücher über Bienenzucht? Die Verarbeitung von Enteneiern? Nein, sie muss Thriller schreiben! Welches sie schon seit geraumer Zeit tut. Alle mit einer Eigenschaft versehen: das Blut kann ob der dargebotenen Bösartigkeiten menschlicher Charaktere ins Gefrieren kommen. Mit "Tote Augen" kann der Verlag auch ruhig eine Gänsehautgarantie mitliefern. Mehr wird nicht verraten, frei nach Farkas: Grauen Sie sich das an!














