Die Sirius-Verschwörung

von Uwe Schomburg

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Präsident Clintons letzte Europa-Reise im Jahr 2000: ein toter Präsidentenberater, die Erprobung von Strahlenwaffen in Alaska, ein geheimnisvolles Air Force Space Bureau. Was hat das alles mit dem geheimnisvollen Fund in einer Pyramide der Mayas zu tun? Und was steht im "White letter", dem Brief, den jeder scheidende Präsident an seinen Nachfolger schreibt und ihm persönlich übergibt? Der Journalist Alexander Cromwell kommt einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur, kämpft schon bald nicht mehr um sein eigenes Überleben. Denn nicht nur nach dem Kalender der Mayas endet der nächste Zyklus der Menschheit in naher Zukunft ...

Produktdetails

ISBN-10: 3-8387-0096-1
EAN: 9783838700960
Erschienen: 03.2009
Verlag: Lübbe Digital
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 540
Erschienen bei: Lübbe Digital
Spieldauer: 437 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Uwe Schomburg

Uwe Schomburg, geboren 1957 in Bad Lauterberg, ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Brandenburg. Er ist leitender Angestellter eines mittelständischen Unternehmens und widmet sich in seiner Freizeit dem Schreiben. Mit seinem Erstlingswerk "Die Sirius Verschwörung" feierte er einen großen Erfolg.

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KAPITEL 22 (S. 338-339)

Donnerstag, 15. Juni 2000

Für Oberst Peter Izzard waren die letzten Stunden ein klassischer Fall mangelnder Planung. Etwas, das er hasste.Er war Perfektionist. Ihn störte an diesem Auftrag, dass er kurzfristig losschlagen sollte. Damit war ihm aus der Hand genommen, die für ihn günstigsten Bedingungen selbst zu bestimmen. Und es bedeutete womöglich auch, auf eine Situation zu treffen, die er nicht in der Hand hatte.Nicht erwischt zu werden, darin bestand doch die Kunst. Jemanden töten konnten viele. Aber es wie einen Unfall zu gestalten, keine Spuren zu hinterlassen oder unauffällig zu entkommen, darin sah er den anspruchsvollen Teil seiner Arbeit.
Diesmal sollte es jedoch laut und auffällig sein. Dazu hatten sie ihm alles geliefert. Pläne der Gebäude, eine komplette Liste der Sicherheitseinrichtungen, Fotos der Angestellten und die Ausbildung des Wachpersonals.Sein Team hatte er in den letzten Wochen mit Bedacht zusammengestellt. Alles Leute, die bereits für ihn gearbeitet hatten. Söldner aus allen Teilen der Welt, auf die er sich verlassen konnte. Seine Kerntruppe bestand aus ehemaligen Militärs, aus irgendwelchen Gründen gestrandet im dunklen Teil der Welt.Er achtete peinlich darauf, dass alle aus dem gleichen Motiv heraus arbeiteten: Geld. Keine Ideologie. Wer Geld wollte, der wollte weiterleben, um es auszugeben. Folglich würde keiner unüberlegte Risiken eingehen, sondern die eigene Sicherheit obenan stellen.Izzard schlürfte seinen Kaffee und starrte hinaus in den klaren Morgen. Zunächst war eine Meldung eingelaufen, die ihn aufforderte, einen Umschlag sicherzustellen.
Ein Zusatzauftrag, der das Zielobjekt betraf. Der Umschlag schien plötzlich wichtiger als alles andere.Mitten in die Planung hinein war bereits das »Go« für den eigentlichen Auftrag gekommen. Und vor wenigen Stunden hatten seine Auftraggeber ihm mitgeteilt, dass sein Auftrag einen dritten Aspekt habe: Zwei weitere Personen sollten eliminiert werden. Sie standen bisher nicht auf der Liste, sollten sich aber in einem der Zielobjekte als Gefangene befinden.Doch vorher musste er noch ein paar Jungs ins Jenseits schicken, die das haben wollten, was er mitbringen sollte.Unangenehm, lästig, aber auch preistreibend.
Er hatte den Preis verdoppelt. Einfach so. Sie hatten nicht einmal mit der Wimper gezuckt und zugestimmt. Telefonisch. Einfach so.Jetzt stand er seit Stunden mit seinen Leuten hier in dem Gebüsch an der Weggabelung und wartete. Seine Auftraggeber hatten ihm nicht genau sagen können, wann sie kommen würden.Aber er würde sie unschwer erkennen. Wahrscheinlich zwei Limousinen, dunkel, voraussichtlich mit diplomatischen Kennzeichen. Bewaffnet. Sie sollten das holen, wofür Izzard den doppelten Preis bekam. Zwei Personen und einen Umschlag.Ein Posten saß in einem Gebüsch zwei Kilometer die Straße hinunter und fror mit Sicherheit erbärmlich. Die Nächte in den Bergen waren kalt.
Es war fünf Uhr, als das Funkgerät knarrte und sein Posten sich meldete.»Zwei dunkle Limousinen, keine Diplomatenkennzeichen, sondern Genfer Nummern.«Auch egal, dachte Izzard. In dieser einsamen Gegend, noch dazu um diese Uhrzeit, konnte es sich nur um das Zielobjekt handeln. Wenn nicht, dann waren die Herrschaften eben zur falschen Zeit am falschen Ort. Schicksal.Izzard scheuchte seine Truppe auf. Mit wenigen Griffen wurde der Baumstamm mit Seilen auf die Straße gezogen. Sie hatten ihn mithilfe der Seilwinde an der Front des Jeeps aus der Erde gezogen und zunächst längs der Straße gelegt.

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