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England 1064: Ein Piratenüberfall setzt der unbeschwerten Kindheit des jungen Cædmon of Helmsby ein jähes Ende - ein Pfeil verletzt ihn so schwer, dass er zum Krüppel wird. Sein Vater schiebt ihn ab und schickt ihn in die normannische
Heimat seiner Mutter. Zwei Jahre später kehrt Cædmon mit Herzog William und dessen Eroberungsheer zurück. Nach der Schlacht von Hastings und Williams Krönung gerät Cædmon in eine Schlüsselposition, die er niemals wollte: Er wird zum Mittler
zwischen Eroberern und Besiegten. In dieser Rolle schafft er sich erbitterte Feinde, doch er hat das Ohr des despotischen, oft grausamen Königs. Bis zu dem Tag, an dem William erfährt, wer die normannische Dame ist, die Cædmon liebt ...
| Verkaufsrang: | 3.267 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-8387-0949-7 |
| EAN: | 9783838709499 |
| Erschienen: | 04.2011 |
| Verlag: | Lübbe Digital |
| Einband: | EPUB |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 880 |
| Erschienen bei: | Lübbe Digital |
| Spieldauer: | 1751 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: | EPUB |
Rebecca Gablé, Jahrgang 1964, in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren, studierte nach mehrjähriger Berufstätigkeit Anglistik und Germanistik mit Schwerpunkt Mediävistik in Düsseldorf. Sie wirkte an einem Projekt zur Erforschung anglonormannischer Manuskripte mit. Diese Forschungsergebnisse flossen in ihre weitere literarische Arbeit mit ein. Heute arbeitet sie als freie Autorin und Literaturübersetzerin. Ihr erster Roman Jagdfieber wurde 1996 für den Glauser-Krimipreis nominiert. Wenn sie nicht gerade an einem Roman schreibt, reist sie gern und viel, vor allem in die USA und nach England, oft auch zu Recherchezwecken. Außerdem gehört sie dem Autorenkreis historischer Romane "Quo Vadis" an. Neben der Literatur gilt ihr Interesse der (mittelalterlichen) Geschichte, dem Theater und vor allem der Musik, in fast jeder Erscheinungsform. Rebecca Gablé spielt Klavier, Gitarre, Cello und singt seit vielen Jahren in einer Rockband. Mit ihrem Mann lebt sie unweit von Mönchengladbach auf dem Land.
von Frau Gey, am 21.02.2013
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von einer Kundin/einem Kunden, am 31.07.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 07.07.2011
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von Stefanie Sült, am 18.06.2011
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4. BUCH (S. 805-806)
Wer wollte solche Zeiten nicht beklagen? Und wer könnte so hartherzig sein, solches Unglück nicht zu beweinen? Doch solche Dinge geschehen, weil die Menschen sündig sind und weder Gott lieben noch Rechtschaffenheit. Und die Sünde des Königs war seine übergroße Gier nach Gold und Silber. Angelsachsenchronik, 1087
Helmsby, Januar 1086
Ine kam aus dem Stall, als er die Pferde im Hof hörte, und zählte verstohlen. Zwei, vier, sechs ... sieben. Heiliger Oswald, wo soll ich Platz für all die Gäule finden? »Willkommen daheim, Thane.« Cædmon saß ab und reichte ihm die Zügel. »Danke. Wie geht es allen?« Der Stallknecht hob kurz die Schultern. »Gut. Es ist nur überall zu voll, im Dorf und in der Halle erst recht ... ähm.« Er lachte verlegen. »Entschuldigung, Thane. Ich schätze, für den Herrn des Hauses und sein Gefolge ist immer noch Platz.« Cædmon fuhr fast unmerklich zusammen, denn »Gefolge« war nicht ganz der passende Ausdruck. Doch Prinz Henry lachte nur, zog sich den Helm vom Kopf und sprang aus dem Sattel. »Notfalls kann dein Gefolge ja in der Halle im Stroh nächtigen, Cædmon.«
Ine hatte keine Ahnung, wen er vor sich hatte, und entgegnete kopfschüttelnd. »Da ist auch alles voll.« Wulfnoth und Ælfric saßen ebenfalls ab, und der jüngere Bruder bemerkte grinsend: »Tja, mein Prinz ... Bleibt immer noch der Heuboden.« Ine starrte den Sohn des Thane mit offenem Mund an, dann den jungen Normannen, stammelte eine Entschuldigung und brachte hastig die Pferde in den Stall. Odric, sein Bruder Elfhelm und Gorm, die Cædmon jetzt meistens begleiteten, folgten ihm mit den übrigen Tieren.
Cædmon führte seine Söhne und seinen Gast Richtung Zugbrücke. »Ich hoffe, du übst Nachsicht, Henry. Ganz gleich, wie mein Stallknecht darüber denkt, wir werden schon ein standesgemäßes Bett für dich finden. Und wer immer es räumen muß, wird es gern tun.« Der knapp achtzehnjährige Prinz sah ihn von der Seite an und grinste. »Wie kannst du so sicher sein?«