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Kalte Havel

Kriminalroman

(12)
Am Ufer der Havel wird ein junger Mann erschossen. Sein sechzehnjähriger Begleiter ist nicht nur spurlos verschwunden, sondern auch der Sohn von Staatsanwältin Caren Winter. Für Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die erfolgreiche Beamtin hat viele Feinde. Seine Ermittlungen führen ihn in die verfallenen Ruinen der Beelitz-Heilstätten. Hier trifft er auf junge Wilde, die ihr Territorium mit allen Mitteln verteidigen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz
Seitenzahl 240, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 19.10.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783960411352
Verlag Emons Verlag
eBook
8,49
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Kundenbewertungen


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Einfach klasse
von Mercado am 14.11.2016

Der Prolog startet schon spannend. Zwei junge Männer haben etwas vor, und Hendrik der ältere der beiden hat sich sogar ordentlich für sein Vorhaben bewaffnet. Alexander sein Freund begleitet ihn, ohne zu wissen, was sein Freund wirklich vorhat. Schnell wird klar, Alexander ist der Sohn von Staatsanwältin Caren Winter.... Der Prolog startet schon spannend. Zwei junge Männer haben etwas vor, und Hendrik der ältere der beiden hat sich sogar ordentlich für sein Vorhaben bewaffnet. Alexander sein Freund begleitet ihn, ohne zu wissen, was sein Freund wirklich vorhat. Schnell wird klar, Alexander ist der Sohn von Staatsanwältin Caren Winter. Am nächsten Tag wird Hendrik erschossen aufgefunden und Alexander ist verschwunden. Caren Winter wendet sich verzweifelt an Toni Sanftleben und bittet ihn, diesen Fall zu übernehmen und ihren Sohn zu finden. Eigentlich ist Toni noch beurlaubt, um sich um seine Frau Sofie zu kümmern, die nach 16 Jahren Verschwinden wiedergefunden wurde. Aber für Toni ist klar, Caren sofort zu helfen und kehrt früher als geplant in seinen alten Job zurück. Auch wegen bestehender Geldprobleme kommt ihm der frühere Beginn ganz recht. Das alte Team ist da und vor allem Phong freut sich auf die Wiederkehr von Toni. Auch sein alter Chef, Kriminalrat Schmitz ist noch da, der sich gleich zu Beginn eine unsympathisch erscheinende Geste leistet, indem er Toni einen Geschenkkorb auf seinen Schreibtisch stellt, mit italienischen Spezialitäten sowie einer Flasche Barolo und einer Flasche Grappa, obwohl Schmitz von den Alkoholproblemen Toni’s wusste. Man neigt dazu, zu glauben, Schmitz habe dies mit voller Absicht getan um entweder Toni zu ärgern oder ihn sogar wieder zum Trinken zu animieren. Toni wirft sich sofort in die Ermittlungen, um so schnell wie möglich Caren’s Sohn Alexander zu finden. Es wird spannend bei alldem, was er nach und nach herausfindet und fiebert mit Toni mit, endlich Klarheit in den Fall zu bringen. In „Dunkle Havel“ ist es mir sehr nahegegangen, wie Toni Sanftleben nach seiner jahrelang verschwundenen Frau Sofie gesucht und wie er gelitten hat, vor allem wie sehr er sie liebt. Deshalb war auch dieses Thema für mich sehr interessant, wie es weitergeht mit den beiden, nachdem Sofie wieder bei ihm und seinem Sohn ist. Tim Pieper hat einen wunderbaren, leichten und klaren Schreibstil, bei dem man nur so über die Seiten fliegen kann. Bildhaft beschreibt er die einzelnen Schauplätze Potsdams, so dass man eine klare Vorstellung von allem hat, wenn man es nicht persönlich kennt oder bereits dort war. Besonders die Beelitzer Heilstätten hatten es mir angetan, mit einer interessanten Vergangenheit, über die ich mir im Internet sogleich Informationen gesammelt habe. Die Charaktere sind realistisch und überwiegend sympathisch dargestellt. Besonders Toni, Caren Winter und Phong haben mir super gefallen. Die Spannung war von Anfang an hochgehalten, steigerte sich am Ende zu einem absoluten Showdown, indem alle Fragen schlüssig beantwortet wurden. Durch viele falsche Fährten wurde ich immer wieder irrgeleitet und wusste bis zum Ende tatsächlich nicht, wer der wahre Täter war. Nur im Privatleben von Toni blieb einiges offen, was mich noch neugieriger auf den nächsten Band werden lässt. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall mit Toni Sanftleben und seinem Team. Fazit: Absolut spannender Krimi, mit vielen falschen Fährten und bildhaft beschriebenen Schauplätzen Potsdams ist dieser Regionalkrimi ein wahres Lesevergnügen und sehr zu empfehlen.

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Spurlos verschwunden
von Eliza am 22.02.2017
Bewertetes Format: Taschenbuch

Meine Meinung: Kalte Havel ist nun der zweite Fall für Toni Sanftleben und auch dieser Fall hat es wieder in sich. Aber auch menschlich kann Toni mich wieder überzeugen. Das Cover ist wie beim emons Verlag üblich gestaltet, die Farbgebung des Covers versetzt uns in die frühen Morgenstunden und erinnert... Meine Meinung: Kalte Havel ist nun der zweite Fall für Toni Sanftleben und auch dieser Fall hat es wieder in sich. Aber auch menschlich kann Toni mich wieder überzeugen. Das Cover ist wie beim emons Verlag üblich gestaltet, die Farbgebung des Covers versetzt uns in die frühen Morgenstunden und erinnert an einen Neuanfang. Dies ist auch bei Toni ein Thema, trotz seiner Beurlaubung sorgt die Staatsanwältin Caren Winter dafür, dass Toni im Fall ihres verschwundenen Sohnes Alexander ermitteln darf. Sie vertraut ihm und seinem Gespür. Dabei war Toni eigentlich dabei sein Leben, nach der Rückkehr seiner Frau, neu zu ordnen. Aber es geht um das Leben des Jungen und so beschließt er diesen Fall anzunehmen und in den Dienst zurückzukehren. So ermittelt er nicht nur im Fall der Entführung von Alexander, sondern auch im Fall des Mordes an Alexanders Freund Hendrik. Seine „alten“ Kollegen freuen sich sehr, dass er wieder an Bord ist und vertrauen ihm und seinen Anweisungen, schnell greifen die neuen Informationen um sich. Dies ist auch gut so, denn es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, um das Opfer aus den Fängen des Täters zu befreien. Der Roman wird in drei Erzählsträngen erzählt. Einmal aus der Sicht Tonis, aus der anonymen Sicht des Entführers und dann sind da noch die Rückblenden aus Sicht von Hendrik und Alexander. Diese drei Stränge werden im Laufe des Romans immer mehr miteinander verknüpft, sodass es dem Leser ermöglicht wird gemeinsam mit Toni zu ermitteln. Der Roman zeichnet sich durch seine spannende und dennoch ruhige Art aus, die aber zu keiner Zeit einen Durchhänger erlebt, sodass man das Buch am liebsten in einem Rutsch lesen möchte. Der Schreibstil des Autors ist, wie auch in seinen vergangenen Romanen, sehr gut zu lesen. Er lässt seine Figuren so agieren und sprechen, wie sie dem Charakter der Person entsprechen, was zur Authentizität beiträgt. Was mich an diesem Roman besonders fasziniert hat, sind die Orte an denen Tim Pieper seinen Roman spielen lässt. Sie sind nicht nur ungewöhnlich, sondern zugleich auch unheimlich, düster und geheimnisumwogen. Dies übt beim Lesen einen ganz besonderen Zauber auf den Leser aus. Dieser Kriminalfall empfehle ich allen, die gerne einen unblutigen, aber nicht weniger spannenden Krimi lesen wollen. Wer sich dann auch noch in Potsdam und Umgebung auskennt, wird seinen ganz besonderen Spaß an diesem Roman haben. Danke an Tim Pieper und den emons Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Ich hoffe, dass es einen dritten Fall von Toni geben wird, denn dieser Kommissar hat potential und ist ein sehr interessanter Charakter von dem ich gerne noch mehr lesen würde.

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Spannender Fall in den Beelitzer Heilstätten
von Uwe Taechl aus Bremen am 18.01.2017
Bewertetes Format: Taschenbuch

Hauptkommissar Toni Sanftlebens zweiter Fall ist erneut eine sehr persönliche Angelegenheit. Er führt uns zu den Beelitzer Heilstätten, einem vom Verfall bedrohten Denkmal, um das sich viele Geschichten und Legenden ranken. Ein spannender Berlin-Krimi, dessen Titelbedeutung auch für das Privatleben des Ermittlers stehen könnte. Inhalt: Toni Sanftleben ist eigentlich noch vom... Hauptkommissar Toni Sanftlebens zweiter Fall ist erneut eine sehr persönliche Angelegenheit. Er führt uns zu den Beelitzer Heilstätten, einem vom Verfall bedrohten Denkmal, um das sich viele Geschichten und Legenden ranken. Ein spannender Berlin-Krimi, dessen Titelbedeutung auch für das Privatleben des Ermittlers stehen könnte. Inhalt: Toni Sanftleben ist eigentlich noch vom Dienst befreit, doch als der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin vermisst und dessen Freund erschossen aufgefunden wird, kehrt er zurück aufs Revier. Ihm bleibt nur wenig Zeit, um den Jugendlichen zu finden. Eine zentrale Rolle im Leben des Opfers scheinen die Beelitzer Heilstätten zu spielen, ein verfallendes Baudenkmal, in dem sich nachts diverse Gruppen herumtreiben. Der erste Ermittlungsansatz ist also gefunden... Setting und Stil: An Toni Sanftlebens Seite geht es kreuz und quer durch Berlin. Die Beelitzer Heilstätten als spannender und geschichtsbehafteter Hintergrund gefällt mir sehr gut. Sanftlebens Hausboot darf natürlich auch nicht fehlen, auch wenn die Heimkehr dorthin meist eher bedrückende Kapitel bedeutet. Die benutzte Sprache passt zu den Personen, wobei ich mir etwas mehr Unterschiede gewünscht hätte und für die Jugendlichen eine modernere Ausdrucksweise passender gewesen wäre. Charaktere: Eigentlich hätte Toni Sanftlebens Zukunft so schön sein können, doch dann hätten wir als Leser wahrscheinlich keinen Krimi, sondern eine Liebesgeschichte vor uns. Damit dies nicht passiert, lässt sich Tim Pieper einiges einfallen, um Tonis Leben durcheinander zu bringen. Auch beruflich ist es in gewisser Weise ein Neuanfang, nachdem er sich eine längere Auszeit gegönnt hat. Genug Material, um den Leser angespannt an den Seiten kleben zu lassen. Die persönliche Beziehung zum Entführten, bzw. zu seiner Mutter, den geheimen Unternehmungen der Jugendlichen, die Kollegen und sein typisch ungeliebter Vorgesetzter runden die Handlung ab. Hinzu kommt ein Täter, für dessen Identität es einige Kandidaten gibt, die das Miträtseln schön schwierig gestalten. Geschichte: Auch dem zweite Fall des Hauptkommissars ist sehr spannend geworden und zeigt dem Leser eine unbekannte Seite Berlins und Potsdams. Der Fall fesselt und überrascht, der private Anteil der Handlung ist berührend. Eine runde Sache, die mit ihren vielen Ansatzpunkten und Wendungen genau das Richtige für Krimiliebhaber ist. Fazit: Wie auch schon die bisherigen Bücher Tim Piepers, konnte auch dieses mich wieder fesseln. Ein Krimi voller Lokalkolorit, der einen ganz besonderen Ort präsentiert, über den es im Nachwort einiges zu erfahren gibt. Eine Leseempfehlung für Krimifans, die von mir noch ein Extrasternchen erhält, weil mein Heimatort als Fluchtpunkt eine kleine Rolle spielt. Hoffentlich geht es weiter mit Toni, dessen Weg noch lange nicht zu Ende zu sein scheint.

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Rundum gelungenes Krimivergnügen
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 24.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

»Es ist sehr ernst. Sein bester Freund Hendrik hat ihn gestern Abend abgeholt. Anscheinend sind sie zur Sacrower Heilandskirche gefahren. Dort wurde Hendrik heute Morgen aufgefunden. Erschossen! Und Alexander ist verschwunden und meldet sich nicht. Sein Handy ist ausgestellt. Ich mache mir solche Sorgen.« Eigentlich ist Hauptkommissar Toni Sanftleben von... »Es ist sehr ernst. Sein bester Freund Hendrik hat ihn gestern Abend abgeholt. Anscheinend sind sie zur Sacrower Heilandskirche gefahren. Dort wurde Hendrik heute Morgen aufgefunden. Erschossen! Und Alexander ist verschwunden und meldet sich nicht. Sein Handy ist ausgestellt. Ich mache mir solche Sorgen.« Eigentlich ist Hauptkommissar Toni Sanftleben von der Kriminalpolizei Potsdam seit rund 1,5 Jahren aus privaten Gründen beurlaubt, aber als Staatsanwältin Caren Winter ihn bittet, seinen Dienst wieder aufzunehmen, um den Mord und das damit verbundene Verschwinden ihres 16jährigen Sohnes zu untersuchen, zögert er nicht lange. Doch der Fall wird Toni alles abfordern und zu einem Wettlauf gegen die Zeit werden… Endlich wieder ein neuer Fall für Toni Sanftleben! Ich hatte mich sehr darauf gefreut und wurde nicht enttäuscht. Erneut kombiniert Tim Pieper einen spannenden Kriminalfall mit einer interessanten Rahmenhandlung rund um Tonis Privatleben und platziert all dies in eine Gegend, die nicht nur landschaftlich, sondern auch aus historischer Sicht reizvoll erscheint. Dabei werden die Örtlichkeiten so deutlich beschrieben, dass ich sie regelrecht vor mir sah und ohne Schwierigkeiten in die Atmosphäre eintauchen konnte. Speziell das Szenario rund um die Beelitzer Heilstätten war schon für die ein oder andere Gänsehaut gut. Die Krimihandlung blieb durchgehend spannend und lud zum Mitermitteln ein. Eingestreute Rückblicke unterstützten dies, ließen mich glauben, dass ich auf dem Weg zur Lösung einen weiteren Schritt zurückgelegt hätte – um mich schließlich doch mit der Auflösung zu überraschen. An Verdächtigen mangelt es nicht und sowohl der Leser als auch Toni geraten bei den Ermittlungen schon mal auf die falsche Fährte. Letztlich sind sowohl die Ermittlungsarbeiten als auch die Auflösung logisch und schlüssig – für mich stets ein wichtiger Punkt, gerade bei einem Krimi. Toni ist ein Mann mit Schwächen und ein Mann mit einer besonderen Geschichte. Wer den Vorgängerband nicht gelesen hat, muss aber keine Verständnisprobleme fürchten, die wichtigsten Infos werden genannt. Ganz eindeutig ist Toni ein Sympathieträger, mit dem man gerne mitfiebert. Auch unter den übrigen Charakteren sind einige sehr interessante dabei, sowohl solche, die man mag als auch solche, denen man beinahe alles zutrauen würde. Fazit: Rundum gelungenes Krimivergnügen, spannend und vor toller Kulisse.

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Kalte Havel
von dorli am 21.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

Potsdam. Hauptkommissar Toni Sanftleben befindet sich eigentlich im unbezahlten Urlaub, doch als die befreundete Staatsanwältin Caren Winter ihn bittet, in den Dienst zurückzukehren, um ihren vermissten 16-jährigen Sohn Alexander zu finden sowie den Mord an dessen Freund Hendrik aufzuklären, zögert Toni nicht und übernimmt den Fall… Tim Pieper hat mich... Potsdam. Hauptkommissar Toni Sanftleben befindet sich eigentlich im unbezahlten Urlaub, doch als die befreundete Staatsanwältin Caren Winter ihn bittet, in den Dienst zurückzukehren, um ihren vermissten 16-jährigen Sohn Alexander zu finden sowie den Mord an dessen Freund Hendrik aufzuklären, zögert Toni nicht und übernimmt den Fall… Tim Pieper hat mich mit „Kalte Havel“ von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff gehabt. Der Krimi wird flüssig und spannend erzählt und der gesamte Handlungsverlauf ist sehr gut durchdacht und ausgefeilt. Der Autor erzählt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass man das Geschehen nicht nur durch Sanftlebens Augen verfolgen kann, sondern auch Einblick in die Gedanken und Beweggründe des Täters bekommt. Zudem gibt es mehrere Rückblenden in die zurückliegenden Monate, in denen man das spätere Mordopfer und dessen Denkweise kennenlernt. Sehr interessant sind auch die Handlungsorte, an denen Tim Pieper seinen Krimi spielen lässt. Ein Teil des Geschehens findet an Lost Places in Brandenburg statt. Schauplätze wie zum Beispiel die Beelitzer Heilstätten oder auch das ehemalige Olympische Dorf im Elstal verleihen der Handlung eine schaurige, geheimnisvolle Atmosphäre. Der Kriminalfall ist kompliziert und lässt den gewissenhaften, gründlich arbeitenden Ermittler Sanftleben fast verzweifeln, denn obwohl es schnell mehrere Verdächtige gibt, auf die alle Kriterien für eine Täterschaft zutreffen, bleibt die Suche nach dem wahren Täter lange Zeit erfolglos. Auch privat läuft es für den trockenen Alkoholiker nicht so, wie er es sich erträumt hat. Seine Frau Sofie ist zwar wieder bei ihm, aber sie braucht Zeit und Raum, um sich nach vielen Jahren im Koma selbst zu finden. „Kalte Havel“ hat mich durchweg begeistert. Die spannende, abwechslungsreiche Handlung hat mich nicht nur ausgezeichnet unterhalten, sondern hat mir auch viel Platz zum Mitgrübeln und Miträtseln über Täter, Motive, Zusammenhänge und Hintergründe gegeben.

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Düstere Atmosphäre und falsche Fährten, richtig spannend
von janaka aus Rendsburg am 19.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

*Inhalt* Die Potsdamer Staatsanwältin Caren Winter bittet Kommissar Toni Sanftleben seinen unbezahlten Urlaub zu unterbrechen, um ihren Sohn Alexander zu suchen. Dieser wurde zuletzt mit seinem Freund Hendrik an der Havel gesehen, dabei wurde Henrik erschossen und Alexander ist seitdem verschwunden. Toni zögert kurz, da er mit der Betreuung seiner... *Inhalt* Die Potsdamer Staatsanwältin Caren Winter bittet Kommissar Toni Sanftleben seinen unbezahlten Urlaub zu unterbrechen, um ihren Sohn Alexander zu suchen. Dieser wurde zuletzt mit seinem Freund Hendrik an der Havel gesehen, dabei wurde Henrik erschossen und Alexander ist seitdem verschwunden. Toni zögert kurz, da er mit der Betreuung seiner Frau Sophie, die 16 Jahre lang verschollen war, beschäftigt ist. Sophie drängt ihn, eine Ausnahme zu machen und den Fall zu lösen. Ist Alexander entführt worden und wenn ja von wem? Steckt die Automafia dahinter? Oder jemand ganz anderer? Oder ist Alexander nur aus Angst geflohen, weil er den Mörder von Hendrik gesehen hat. Toni und sein altes Team geben Gas, denn es ist ein Wettlauf gegen die Zeit… *Cover* Wieder ein Cover, was mir sehr gut gefällt. Die nebelverhangene Havel vermittelt eine mystische und geheimnisvolle Atmosphäre. *Meine Meinung* "Kalte Havel" von Tim Pieper ist bereits der zweite Band mit dem Potsdamer Kommissaren Toni Sanftleben. Man kann diesen Band auch allein lesen, der Autor hat genügend Rückblenden eingearbeitet, so dass ich als Leser schnell in die Geschichte gefunden habe. Die Spannung ist von Anfang an präsent und mit seinen wunderbar klaren Worten schafft der Autor eine düstere Atmosphäre. Die Beschreibungen der sogenannten Lost Places wie z.B. die Beelitzer Heilstätten sind sehr detailliert und anschaulich, ich hatte sie gleich vor Augen. Bilder auf der Homepage des Autors verstärken zusätzlich meine Vorstellungen. Die Rückblenden zu den beiden Jungs erhöhen die Spannung enorm und geben einen weiteren Einblick in das Leben von Hendrik und Alexander. Von den Charakteren hat mich Toni am meisten beeindruckt und auch berührt. Er hat seine Frau nach 16 Jahren wiedergefunden und kümmert sich rührend um sie. Bei der Arbeit dagegen ist er knallhart und ermittelt teilweise mit unkonventionellen Mitteln. Toni ist sehr zielstrebig und lässt sich auch nicht von seinem Vorgesetzten von seinen Ermittlungen abbringen. Außerdem gefällt es mir, dass der Täter schon so früh zu Worte kommt. Und auch wenn er viel von sich erzählt, habe ich als Leser bis kurz vorm Schluss absolut keine Ahnung, wer es sein könnte. *Fazit* Diesen wunderbar spannenden Krimi mit all seinen falschen Fährten und den bildhaften Landschaftsbeschreibungen kann ich nur jeden Krimi-Fan ans Herz legen. Diesen unkonventionellen Kommissaren Toni Saftleben muss man einfach kennenlernen. Von mir bekommt dieser Krimi eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne. Der erste Band "Dunkle Havel" steht schon ganz oben auf meiner Wunschliste.

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Netter Ermittler
von Daniela aus Berlin am 19.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

Wie Mord unter den Linden wieder facettenreich,wenn auch das historische für mich angenehmer war.Tim Piepers Stil mag ich,die Storys kommen vorwärts und er bedient weniger Klischees.Gute Unterhaltung.

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Toller Regionalkrimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 15.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

Nach seinem Krimi "Dunkle Havel" schickt der Autor Tim Pieper in seinem neuen Buch "Kalte Havel" seinen Ermittler Toni Sanftleben wieder im Berliner Umland auf Täterjagd. Direkt an der Sacrower Heillandskirche wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Sein Freund, der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin, verschwindet zeitgleich spurlos. Der... Nach seinem Krimi "Dunkle Havel" schickt der Autor Tim Pieper in seinem neuen Buch "Kalte Havel" seinen Ermittler Toni Sanftleben wieder im Berliner Umland auf Täterjagd. Direkt an der Sacrower Heillandskirche wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Sein Freund, der Sohn einer Potsdamer Staatsanwältin, verschwindet zeitgleich spurlos. Der Hauptkommissar Toni Sanftleben beginnt zu ermitteln. Dabei muss er auch einige verlassene und fast verfallene Orte im Berliner Umland erkunden, die alles andere als einladend sind. Der Zeitdruck sitzt ihm im Nacken, ob er das Entführungsopfer rechtzeitig findet? Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend geschrieben und ich habe bis zum Ende gerätselt, wer Mörder und/oder Entführer ist. Besonders gut gefällt mir die interessante Auswahl der Schauplätze. Fast vergessene Orte, wie die Beelitzer Heilstätten und mir gut bekannte Orte rund um Berlin, machen das Leseerlebnis noch schöner. Durch den wirklich schönen Schreibstil werden Protegonisten und Geschichte lebendig und ich konnte mich nicht nur in die Ängste der Staatsanwältin, sondern auch in die Gedankengänge des Ermittlers gut hinein versetzten. Ein Leseerlebnis, das ich nur empfehlen kann.

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Auch Toni Sanftlebens zweiter Fall überzeugt auf ganzer Linie
von ech am 14.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

Toni Sanftleben von der Potsdamer Kriminalpolizei hat sich eigentlich vom Dienst beurlauben lassen, um sich ganz um seine Frau Sofie kümmern zu können. Als ihn die Staatsanwältin Caren Winter jedoch bittet, die Ermittlungen im Mordfall Hendrik Spohr zu übernehmen, in den ihr spurloser verschwundener Sohn Alexander verwickelt zu sein... Toni Sanftleben von der Potsdamer Kriminalpolizei hat sich eigentlich vom Dienst beurlauben lassen, um sich ganz um seine Frau Sofie kümmern zu können. Als ihn die Staatsanwältin Caren Winter jedoch bittet, die Ermittlungen im Mordfall Hendrik Spohr zu übernehmen, in den ihr spurloser verschwundener Sohn Alexander verwickelt zu sein scheint, kehrt er frühzeitig in den Dienst zurück und verbeißt sich in den Fall, der zwar mit vielen Verdächtigen und möglichen Motiven aufwarten kann, aber doch zunächst sehr wenige heiße Spuren liefert. Auch im zweiten Fall von und mit Toni Sanftleben überzeugt der Autor wieder mit einer überzeugend konstruierten Geschichte, gut gezeichneten Charakteren sowie absolut präzisen und zugleich sehr bildhafen Ortsbeschreibungen. Neben einem spannenden Kriminalfall mit einer überraschenden, aber dennoch überzeugenden Auflösung, spinnt er auch den Faden um Tonis Privatleben weiter, das sich im wesentlichen um seine lange Zeit verschwundene Frau Sofie dreht, die er nach 16 Jahren wiedergefunden hat. Sofie hat einige Zeit im Koma gelegen, leidet immer noch unter Gedächnislücken und tut sich sichtbar schwer, wieder in ihr altes Leben zurückzufinden. Da der Autor die wesentlichen Informationen zu seinen Protagonisten gut in die Handlung einbaut, stellen sich hier auch für Neuleser keine Probleme ein, dem Geschehen folgen zu können. Wie schon das erste Buch liefert auch die Fortsetzung wieder eine ausgewogene und überzeugende Mischung aus spannenden Ermittlungen und privaten Problemen des Kommissars. Auf die Fortsetzung dieser Reihe darf man gespannt sein.

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Spannend
von mabuerele am 06.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

„...Als Hendrik Spohr mit dem schweren Geländewagen seines Vaters durch die Nacht rauschte, tauchte im Licht der Scheinwerferkegel der Wald bei Neu Fahrland auf. Für einen Moment überlegte der Zwanzigjährige, den Sicherheitsgurt zu lösen, das Gaspedal durchzutreten und gegen einen Baum zu rasen...“ Mit obigen Zeilen beginnt ein fesselnder und... „...Als Hendrik Spohr mit dem schweren Geländewagen seines Vaters durch die Nacht rauschte, tauchte im Licht der Scheinwerferkegel der Wald bei Neu Fahrland auf. Für einen Moment überlegte der Zwanzigjährige, den Sicherheitsgurt zu lösen, das Gaspedal durchzutreten und gegen einen Baum zu rasen...“ Mit obigen Zeilen beginnt ein fesselnder und abwechslungsreicher Krimi. Hendrik entscheidet sich gegen Selbstmord und für den ursprünglichen Plan. Er holt seinen Freund Alexander ab. Wenige Stunden später ist Hendrik tot und Alexander verschwunden. Alexander ist der Sohn der Staatsanwältin Caren Winter. Sie sorgt dafür, dass Toni Sanftleben ins Kommissariat zurückkehrt und den Fall übernimmt. Toni hatte sich wegen seiner kranken Frau eine Auszeit genommen. Die Geschichte lässt sich zügig lesen. Das liegt an den kurzen Kapiteln und dem angenehmen Schriftstil. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Bei den beiden jungen Männern geschieht das vor allem durch Rückblenden in die Vergangenheit. Schon obiges Zitat zeigt, dass Hendrik kein einfacher Charakter ist. Zu seinen Eltern hat er ein distanziertes Verhältnis. Er gehört zu einer Gruppe von Globalisierungsgegnern, deren Rückzugsgebiet die Beelitzer Heilanstalten waren. Als ein Investor dort einen Baumwipfelpfad plant, fühlen sich die Jugendlichen in ihren Rechten verletzt. Dabei wird eine Entwicklung in Gang gesetzt, die letztendlich zu Hendriks Tod führt. Alexander ist eher ein Mitläufer. Er hat die Trennung seiner Eltern und insbesondere das Verhalten des Vaters nie richtig verarbeitet. Die Handlungsorte werden vom Autor ausgezeichnet beschrieben. Dazu gehört auch, dass es Einblicke in die Histoie einiger Gebäude gibt. Die Rückkehr von Toni ins Kommissariat wird von vielen seiner Mitarbeiter begrüßt. Zu seinem Vorgesetzten allerdings hat er ein gespannten Verhältnis. Schnell gibt es mehrere Verdächtige. Während Toni nach allen Seiten ermittelt, lässt Schmidt, sein Vorgesetzter, nur eine Richtung gelten. Nicht nur geheimnisvolle Orte, auch ungewöhnliche und gestörte Familienverhältnisse dominieren die Handlung. Hinzu kommt, dass Toni private Probleme hat. Jetzt, wo Sofie, seine Frau, nach langer Krankheit langsam ins Leben zurückkehrt, möchte sie eigene Wege gehen. Vieles in ihrer Vergangenheit liegt noch im Dunkeln. Sofies Auffinden durch Toni nach jahrelangen Recherchen war der Mittelpunkt des Vorgängerbandes. Als besonderes Stilmittel wirken die Kapitel, die aus Sicht des Täters geschrieben sind. Hier zeigen sich psychische Probleme, die sich über Jahre angestaut haben. Erstaunlicherweise könnten die mehr oder weniger auf jeden der Verdächtigen zutreffen. Das Cover im Abend- oder Morgenrot weckt Interesse. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeichnet sich durch einen hohen Spannungsbogen und eine vielschichtige Handlung aus.

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Wieder spannende Unterhaltung
von nirak am 04.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

Toni Sanftleben ermittelt wieder. Doch diesmal ist der Fall sehr brisant. Ein junger Mann wird erschossen an der Havel aufgefunden und sein bester Freund ist spurlos verschwunden. Dieser Freund ist der Sohn der Staatsanwältin Caren Winter und Toni ist mit ihr befreundet. Die Uhr tickt gegen sie. Wo ist... Toni Sanftleben ermittelt wieder. Doch diesmal ist der Fall sehr brisant. Ein junger Mann wird erschossen an der Havel aufgefunden und sein bester Freund ist spurlos verschwunden. Dieser Freund ist der Sohn der Staatsanwältin Caren Winter und Toni ist mit ihr befreundet. Die Uhr tickt gegen sie. Wo ist der Junge? Lebt er noch? Und vor allem wer hat den zweiten Jungen erschossen und warum? Die Ermittlungen führen den Hauptkommissar an etwas ungewöhnliche Schauplätze, unter anderem zu den Beelitzer Heilstätten. Diese Ruinen scheinen aber gar nicht leer zu sein. Was ist hier nur los? Dies ist der zweite Fall für Hauptkommissar Toni Sanftleben. Einmal mehr zeigt er, wie strukturiert er ermitteln kann oder vielleicht auch eben nicht. Bei Toni kommt eben auch immer seine menschliche Seite zum Tragen. Gerade die Bekanntschaft mit Caren Winter macht die Geschichte etwas heikel, aber Toni wäre nicht Toni, würde er es nicht doch schaffen, den Fall zu lösen. Tim Pieper hat die Spuren gut gelegt und versteckt, es dauert schon eine Weile, bis der Leser dahinter kommt, wer hier getötet hat und warum. Die Zusammenhänge sind gut verschleiert worden. Erst so nach und nach klären sie sich. Es macht einfach Spaß hier zu lesen und zu ermitteln. Auch wenn dies der zweite Fall ist, kann man ihn auch einzeln lesen. Die eigentliche Tat und ihre Hintergründe werden aufgedeckt. Das Privatleben von Sanftleben, steht diesmal auch nicht zu sehr im Vordergrund. Natürlich erfährt der Leser auch, wie es in dem Leben von Toni privat weitergeht. Ein bisschen was von seiner Familie wird preisgegeben, denn auch hier entwickeln die Dinge sich ja weiter. Aber eben mehr so nebenbei. Sicherlich versteht man den Hauptkommissar besser, kennt der Leser seine Vorgeschichte, aber kleine Rückblenden sorgen auch hier für genügend Wissen, um klarzukommen. Mir hat auch dieser zweite Fall mit Toni Sanftleben gut gefallen, vielleicht sogar noch eine Spur besser wie der Vorgänger „Dunkle Havel“. „Kalte Havel“ ist spannend zu lesen, lebt von seinen Protagonisten und führt den Leser zudem an ungewöhnliche Schauplätze.

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Wiederfinden und loslassen
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 03.11.2016
Bewertetes Format: Taschenbuch

„Dunkle Havel“ hat mich bereits begeistert und ich habe mich deshalb riesig auf den zweiten Fall für Toni Sanftleben gefreut. Einmal angefangen, konnte ich auch diesen Krimi aus Tim Piepers Feder nicht mehr aus der Hand legen. Es geht mit einem ergreifenden Prolog los. Was muss mit diesem Jungen... „Dunkle Havel“ hat mich bereits begeistert und ich habe mich deshalb riesig auf den zweiten Fall für Toni Sanftleben gefreut. Einmal angefangen, konnte ich auch diesen Krimi aus Tim Piepers Feder nicht mehr aus der Hand legen. Es geht mit einem ergreifenden Prolog los. Was muss mit diesem Jungen los sein, was hat er schwer bewaffnet vor, welche Rolle spielt sein Kumpel Alexander? Wenig später ist klar, dass Alexander der Sohn von Staatsanwältin Caren Winter und spurlos verschwunden ist, sein älterer Freund Hendrik hingegen wurde erschossen aufgefunden. Toni Sanftleben befindet sich eigentlich im unbezahlten Urlaub um sich ganz seiner Frau Sofie widmen zu können, die nach 16 Jahren mit Gedächtnislücken wieder aufgetaucht ist. Caren hat Toni sehr bei der Suche nach Sofie unterstützt und deshalb ist klar, dass er sich dem Fall annimmt, schließlich bedarf es des besten Kriminalers. Komplexe Ermittlungen und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnen, ein Täter muss gefasst werden und Alexander muss einfach überleben. Tim Pieper schafft es von der ersten Seite an den Leser zu fesseln. Es wird mit verschiedenen Handlungssträngen gespielt, die die Spannung regelrecht anfachen. Das Hauptgewicht liegt ganz klar auf Tonis Ermittlungen, die sich mit so einigen Verdächtigen, diversen Motiven und vielen Fragezeichen abmühen müssen. Kaum gedacht, ja der muss es gewesen sein, tut sich eine neue Spur auf, die alles wieder komplett über Bord wirft. Dem Autor gelang es bis zum Ende hin mich immer wieder zu überraschen. Gebannt habe ich die kurzen Zwischenberichte aus Sicht des Täters verschlungen und auch die Rückblenden in Hendriks Leben habe ich gefesselt und teilweise wirklich schockiert gelesen. Einen zusätzlichen Spannungskick verleiht die Tatsache, dass Toni ein trockener Alkoholiker ist und das Wiederzusammenfinden mit Sofie nach 16 Jahren alles andere als einfach ist. Wird er dem Alkohol widerstehen und einen klaren Kopf für die Ermittlungen behalten können? Der Schreibstil des Autors liest sich einfach herrlich locker, leicht. Man fliegt fast durch die Seiten. Die relativ kurzen Kapitel, das gelungene Spiel mit verschiedenen Perspektiven, Tim Pieper weiß einfach, wie er seine Leser ans Buch kettet. Er schafft es hervorragend Emotionen zu erzeugen. Von Mitleid über Wut, Bestürzung und Unverständnis bis hin zu Freude ist hier alles mit dabei. Richtig begeistert bin ich von seinen tollen Beschreibungen, die mir stets zu einem perfekten Bild in meinem Kopfkino verholfen haben. Mit Grund dafür sind sicher auch seine zahlreichen treffenden Vergleiche. „Mit seinen perlweißen Kauleisten sah er aus wie ein gealtertes Fotomodell für Zahnpasta.“, und jeder weiß ganz genau, wovon er spricht. Ich habe im ersten Teil so mit Toni Sanftleben gelitten. Selten ist mir ein Mann begegnet, der eine Frau so abgrundtief liebt wie er seine vermisste Sofie. Endlich hat er sie gefunden, aber leicht wird es nicht, das war klar. Hier möchte ich aber gar nicht viel verraten, selber lesen ist angesagt. Er ist nicht nur privat ein toller Mann, der übrigens sportlich fit, das meiste radelt, er ist auch ein super Ermittler. Lassen sich andere gern zu vorschnellen Überlegungen hinreißen, behält er stets offen den Überblick und gemeinsam mit seinen ausgeklügelten Verhörtaktiken ist er einfach der beste Mann. Sehr habe ich mich auch über ein Wiedersehen mit Phong, dem ständig futternden Sumoringer gefreut, der nach Tonis Rückkehr schnell wieder der alte wird. Kriminalrat Schmitz hat wie im ersten Fall auch schon, keine Sympathiepunkte einstreichen können, einen vielleicht, indem er Toni als Teamleiter eingesetzt hat. Auch der vom Leben enttäuschte Hendrik, dessen Freund Alexander mit seiner Mutter Caren, oder Tonis Sohn Aroon, der flügge wird, und alle anderen Darsteller sind toll charakterisiert und gezeichnet. Alles in allem ein überzeugender zweiter Fall für den Potsdamer Ermittler Toni Sanftleben, bei dem ich schon jetzt hoffe, dass er weiter im Dienst bleibt und noch viele Fälle lösen wird.

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