Buch
gebunden (185 Seiten)
3. Auflage
Sprache: Deutsch
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€ 22,00
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Wenn man in Moskau lebt, aber kein Moskauer ist, wird man im Westen ständig mit der Frage nach der sogenannten russischen Seele konfrontiert. Die gibt es zwar ebenso wenig, wie es eine österreichische oder französische Seele gibt. Als Klischee muss sie aber trotzdem jederzeit als Erklärung dafür herhalten, was man nicht so wirklich erklären zu können glaubt: das Wesen Russlands nämlich.
Aber auch Russland selbst liebt das Klischee und antwortet der westlichen Frage nach der russischen Seele gerne mit dem berühmten Zitat des Dichters Fjodor Tjutschew, das da lautet: „Russland kann man mit dem Verstand nicht begreifen, an Russland kann man nur glauben.“
Nach fast zwei Jahrzehnten in Moskau kommt Susanne Scholl zu dem Schluss, dass beides falsch ist. Und macht sich in Gesprächen mit Freunden und Bekannten, bei zufälligen Begegnungen und mit langjährigen Wegbegleitern auf die Suche nach einem etwas realeren Russland-Bild. Nicht die große politische Analyse ist es, die sie interessiert, sondern die Frage, wie die Menschen in diesem Land leben, das nie das Mittelmaß findet. Alltagsgeschichten stehen neben geschönten Erinnerungen Prominenter – und am Ende stellt sich Russland dann hoffentlich doch etwas weniger bedrohlich unverständlich dar als bisher.
| ISBN-10: | 3-902404-74-4 |
|---|---|
| EAN: | 9783902404749 |
| Erschienen: | 29.08.2009 |
| Verlag: | Ecowin Verlag |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 3. Auflage |
| Seitenzahl: | 185 |
| Gewicht: | 379 g |
Dr. Susanne Scholl hat in Rom Slawistik studiert, das journalistische Handwerk in der Auslandsredaktion der Austria Presse Agentur gelernt und ab 1985 unter Paul Lendvai in der Osteuropa- Redaktion des ORF gearbeitet. Sie hat 1989 als ORF-Korrespondentin in Bonn das Ende der DDR miterlebt und danach von 1991-2009 mit einer kurzen Unterbrechung aus Moskau berichtet. Seit 2009 lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Wien. Susanne Scholl hat Sachbücher und Romane veröffentlicht und mehrere Preise und Auszeichnungen für ihre journalistische Arbeit erhalten.
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