Der Briefwechsel. 3 CDs

Lesung ausgewählter Briefe. Ausgezeichnet mit dem Deutsche Hörbuchpreis 2010 für Beste Information

von Siegfried Unseld, Thomas Bernhard

Hörbuch

Anzahl CDs: 3

Spieldauer: 240 Minuten

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Weitere Artikelinformationen

Von reizenden Komplimenten für die "geliebte Bibliothek Suhrkamp" bis zu Schimpftiraden über die "hundsgemeinen Hinschlachtung" eines seiner Theaterstücke, von gnadenlosem Geschacher um Honorare und Vorschüsse bis zu tiefem Verständnis eines Verlegers für seinen komplizierten Autor: Der von 1961 bis 1988 reichende Briefwechsel zwischen Thomas Bernhard und Siegfried Unseld ist stets ein fesselndes Zwei-Personen-Stück. Und wer könnte dieses Beziehungsdrama besser verkörpern als die beiden Doyen des Burgtheaters, Gert Voss und Peter Simonischek?


Produktdetails

ISBN-10: 3-86717-275-7
EAN: 9783867172752
Sprecher: Gert Voss, Peter Simonischek
Erschienen: 16.10.2009
Medium: CD
Sprache(n): Deutsch
Genre: Hörbuch
Spieldauer: 240 Minuten
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Siegfried Unseld

Siegfried Unseld wurde am 28. September 1924 in Ulm geboren und starb am 26. Oktober 2002 in Frankfurt am Main. Nach dem Abitur wurde er im Zweiten Weltkrieg zum Kriegsdienst einberufen und war drei Jahre lang, bis 1945, als Marinefunker im Einsatz. Nach seiner Rückkehr absolvierte er beim Ulmer Aegis Verlag eine Lehre als Verlagskaufmann. 1947 erhielt er durch die Vermittlung von Professor Weischedel die erstrebte Zulassung an der Universität Tübingen und studierte dort Germanistik, Philosophie, Nationalökonomie, Völkerrecht, Bibliothekswissenschaften und Sinologie. Seinen Lebensunterhalt bestritt Unseld als Werkstudent. Bis 1950 arbeitete er im Verlag J. C. B. Mohr in Tübingen. 1951 promovierte er mit einer Dissertation über Hermann Hesse zum Dr. phil. 1952 trat er in den Suhrkamp Verlag ein, wurde 1958 Gesellschafter der Suhrkamp Verlag KG und übernahm nach dem Tod Peter Suhrkamps die Verlagsleitung. Neben seiner beruflichen Tätigkeit besuchte er 1955 das von Henry Kissinger geleitete Internationale Seminar der Harvard Universität in Cambridge/Mass. (USA). Unseld führte die Verlage Suhrkamp und Insel und den 1981 von ihm gegründeten Deutschen Klassiker Verlag bis zu seinem Tod im Jahr 2002.

Gert Voss

Gert Voss, geboren 1941 in Shanghai. Als Schauspieler kam er nach Anfängerjahren an die großen Theater in Stuttgart, Bochum, Wien, Berlin. Manche seiner Rolleninterpretationen haben Theatergeschichte geschrieben, in der Zusammenarbeit mit bedeutenden Künstlern wurde er zu einem der stilprägenden Schauspieler der Gegenwart.

Peter Simonischek

Peter Simonischek wurde 1946 in Graz geboren. Er spielte an vielen großen Bühnen in Österreich und Deutschland und war u. a. 20 Jahre Mitglied des Ensembles der Schaubühne am Lehniner Platz in Berlin. Seit 1999 spielt er am Wiener Burgtheater. Zudem war er in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen zu sehen, so u. a. in Fürchten und Lieben von Margarethe von Trotta und im Tatort. 2006 erhielt er den Adolf-Grimme-Preis.

Thomas Bernhard

Born in 1931, the illegitimate child of an abandoned mother, Thomas Bernhard was brought up by an eccentric grandmother and an adored grandfather. Tormented as a young student in rightwing, Catholic Austria, Bernhard ran away from home aged fifteen. At eighteen, he contracted pneumonia. Placed in a hospital ward for the old and terminally ill, he observed with unflinching acuity protracted suffering and death. From the age of 21, everything he wrote was shaped by the urgency of a dying man's testament - his witness, the quintessence of his life and knowledge - and where this account of his life ends, his art begins.

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Buchhändlertipps

  • KÖNNTE O - TON SEIN !

    von Gabriele Plessl, am 10.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg Europark

    Der Briefwechsel zwischen Thomas Bernhard und Verleger Siegfried Unseld ( Verlag Suhrkamp) 1961-1988.
    Gerd Voss, deutscher Bühnenschauspieler, spricht Siegfried Unseld,
    Peter Simonischek, österreichischer Schauspieler, bekannt als Jedermann von den Salzburger Festspielen, spricht Thomas Bernhard.
    Habe dieses Hörbuch mit Vorbehalt begonnen, weil ich kein Thomas Bernhard Fan bin. Jedoch taucht man von Anfang an in eine lebendige Diskussion ein. Einfach fantastisch insziniert!
    Die bitterbösen Briefe von Berhard werden mit sehr viel Charme, aber mit nicht weniger Gewicht in ihrer Aussage beantwortet. Unseld schafft es, den sicherlich nicht einfachen Bernhard mit viel Geduld zu nehmen.
    Es geht um Honorarforderungen und Vorschüsse, Theateraufführungen, Änderungen von Texten, sowie den Wechsel von Suhrkamp zum Residenzverlag, der Unseld sehr enttäuschte.
  • großes Vergnügen

    von Edith Berger, am 01.04.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    Wenn man Thomas Bernhard mag, dann kommt man um dieses Hörbuch nicht herum.
    Was wird gegeben/gespielt? "Der Briefwechsel" von Thomas Bernhard mit seinem Verleger Siegfried Unseld!
    Peter Simonischek leiht Thomas Bernhard seine Stimme, Gert Voss - Siegfried Unseld.
    Feingefühl und großes Können zeichnen dieses Hörbuch aus und machen es zu einem Hörerlebnis der Extraklasse.
    Was für ein Vergnügen.
    Für diese Leistung wurden Peter Simonischek und Gert Voss mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2010 ausgezeichnet.

Kundenrezensionen

  • Unterhaltsamer Briefwechsel mit tollen Stimmen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dr. Christian Rößner, am 02.11.2009

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Briefwechsel zwischen dem österreichischen Jahrhundertdichter Thomas Bernhard und der Frankfurter Verlegerpersönlichkeit Siegfried Unseld ist ein wunderbares Zeitzeugnis für die Entfaltung Bernhards vom unbekannten Stückeschreiber zum gefeierten Autor und der Entwicklung des Suhrkamp- und Insel-Verlages zu einem der bedeutendsten Verlagshäuser in Deutschland. Steht auf der einen Seite der misanthropische, grantelnde, geizige und stets missvergnügte Bernhard, so hat Unseld den merkantilen, beschwichtigenden, freigiebigen und meist zuvorkommenden Part inne. Doch die Beziehung zwischen Unseld und Bernhard geht weit über eine reine Beziehung zwischen Verleger und Autor hinaus: hier wird aus dem Zwiegespräch eine innige Freundschaft, die jeden noch so großen Geldstreit oder Theaterskandal übersteht. Diese Hörbuchfassung zeigt einen Auszug aus dem Briefwechsel, hervorragend interpretiert von Gert Voss und Peter Simonischek! Nicht nur für Bernhard-Kenner einfach hörenswert!!!

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  • Kunst und Geld - Autor und Verleger Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martin Gaiser, am 15.02.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Was ist das für ein Füllhorn an Informationen zu einem der wichtigsten Autoren der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und zu seinem Verleger! Bernhard lobt und rühmt Suhrkamp und Unseld, um einen Brief später an der gesamten Beziehung zu zweifeln. Peter Simonischek als Thomas Bernhard grantelt und grummelt aufs Feinste, Gert Voss gibt den Verleger höchst facettenreich, mal seriöser Geschäftsmann, dann begeisterter Leser und Verleger. Große Unterhaltung auf höchstem Niveau.

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