Rezension vom 24.03.2007
Willkommen im neuenglischen Bilderbuch-Städtchen Stars Hollow/Connecticut und willkommen im Leben der Gilmore girls Lorelai (Lauren Graham) und ihrer Tochter Rory (Alexis Bledel).
Lorelai bekam ihre Tochter bereits mit 16 und zog sie alleine auf, da sie es in dem spießigen, aber wohlhabenden Haushalt ihrer Eltern nicht mehr ertrug. Sie fand Anstellung und eine neue Heimat in Stars Hollow, wo sie nun die Leitung eines kleinen Hotels innehat.
Bereits in der ersten Episode ändert sich das Leben der beiden Protagonistinnen grundlegend. Rory, die 16jährige Musterschülerin, wird an einer Privatschule angenommen und muss so nicht nur mit ihren neuen Mitschülern auskommen, die sich alles andere als nett erweisen, sondern erlebt auch ihre erste Liebe zu einem Jungen aus Stars Hollow. Damit Rory auf diese Privatschule gehen kann, musste sich Lorelai Geld bei ihren Eltern leihen. Diese gewähren ihr das zwar, aber nur unter der Vorraussetzung, dass Lorelai und Rory jeden Freitag zum Abendessen erscheinen. Lorelai kostet das sehr viel Überwindung, da sie ihre Eltern bisher nur zu Feiertagen besuchte und sie aus ihrem Leben heraushielt. Damit sind Konflikte und Streitgespräche bereits programmiert, denn Emily (Kelly Bishop) und Richard (Edward Herrman) Gilmore können die Lebensweise und Art ihrer Tochter nicht verstehen.
Zwar wird der Zuschauer ohne Vorgeschichte oder Rückblenden in das Leben der Protagonisten hineingeworfen, doch stellt das kein Problem dar. Die ersten Episoden hinüber lernt man die Charaktere und ihre Probleme kennen. Es sind meistens keine weltbewegenden Probleme und selbstverständlich findet sich immer schnell eine Lösung, aber dennoch schaut man gerne zu, wie die Gilmore girls ihr Leben leben. Und auch wenn ihr Musik- und Filmgeschmack nicht so schlecht sein mag, so sind ihre Essgewohnheiten, die sich meistens nur aus Kaffee, Pizza und Süßigkeiten zusammensetzen, alles andere als gut.
Gilmore girls ist keine reine Serie für Mädchen, obwohl die meisten Hauptcharaktere weiblich sind. Durch fetzige, witzige Dialoge mit allerlei Referenzen zu Filmen, Büchern und Musik, sowie einer Reihe absurder, aber absolut liebenswürdiger Nebendarsteller, können die Gilmore girls ein breites Publikum ansprechen.
Wer gut american-english versteht, sollte sich die DVDs unbedingt im Original ansehen. Da die Protagonisten aber sehr schnell reden, wäre dies Englisch-Anfängern nicht zu empfehlen. Zwar sind die Stimmen im Deutschen recht gut getroffen, doch geht leider bei der Synchronisation zu viel des Wortwitzes verloren. Dafür bietet die Warner-DVD neben englischer, deutscher und spanischer Tonspur auch eine ganze Reihe an Untertiteln.
Es ist nicht viel Bonusmaterial enthalten, Die Serie ist jedem zu empfehlen, der nicht genug bekommen kann, von wortgewandten, cleveren und witzigen Charakteren.