Buch
Taschenbuch (495 Seiten)
Sprache: Deutsch
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€ 15,40
von Sophie Kinsella
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Das Must-have für den Herbst: der neue Roman von Sophie Kinsella
Lara Lington, eine junge Londonerin, hat gerade die Trennung von ihrem Freund hinter sich, und auch im Job könnte es besser laufen. Gegen ein paar Veränderungen hätte sie also nichts einzuwenden. Aber dass ihre Großtante Sadie ihr Leben auf den Kopf stellt, hätte Lara nun wirklich nicht erwartet. Sadie Lancaster ist im stolzen Alter von 105 Jahren in einem Altersheim verstorben, doch das würde man dem quirligen 23jährigen Mädchen nicht ansehen, das Lara erscheint und von ihr verlangt, eine Halskette zu finden, an der ihr ganzes Herz hängt. Außerdem will die kapriziöse, lebenslustige Sadie noch einmal richtig Spaß haben, tanzen, flirten und Champagner trinken. Und auch dazu braucht sie Laras Hilfe. Ehe sie sich's versieht hat Lara ein Date mit einem ihr völlig unbekannten Mann, den Sadie ausgesucht hat, da er sie an Rudolph Valentino erinnert. Mit ihm soll Lara ausgehen, die unsichtbare Sadie im Schlepptau. Dass Lara eigentlich ihren Exfreund Josh zurückerobern möchte, ist Sadie herzlich egal. Im Charlestonkleid und mit ondulierten Haaren muss Lara einen Abend mit Ed verbringen - und das ist erst der Anfang ihrer Probleme ...
| ISBN-10: | 3-442-54647-8 |
|---|---|
| EAN: | 9783442546473 |
| Originaltitel: | Twenties Girl |
| Erschienen: | 14.09.2009 |
| Verlag: | Manhattan |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 495 |
| Gewicht: | 566 g |
| Übersetzer: | Jörn Ingwersen |
Jörn Ingwersen, geboren 1957, ist ein Allroundtalent. Er hat sich als Musiker, Übersetzer und Autor einen Namen gemacht. Im Frühjahr 2000 veröffentlichte er im Aufbau Taschenbuch Verlag mit "Falscher Hase" einen weiteren Sylt-Krimi.
Unter dem Künstlernamen Sophie Kinsella ist sie schon weltweit bekannt, geboren wurde die britische Autorin aber unter dem Namen Madeleine Wickham am 12.Dezember 1969 in London. In Oxford studierte sie zunächst Musik, wechselte dann aber über zu Politik, Philosophie und Wirtschaft. Ihren Lebensunterhalt verdiente Sophie Kinsella sich als Wirtschaftsjournalistin, bevor sie damit begann ihre Romanheldin Rebecca Bloomwood in mehr und mehr Teilen ihrer Schnäppchenjägerin-Romane zum Leben zu erwecken. Mittlerweile begeistert sie ein Millionenpublikum mit ihrer chaotischen, humorvollen und chronisch Pleite gehenden Heldin. Obwohl die für ein Finanzmagazin arbeitet, weicht Sophie Kinsella von ihrem Lebenswandel und ihrer Shoppingsucht nicht ab und erlebt ständig neue Kuriositäten. Der erste Teil der Reihe von "Shopaholic-Die Schnäppchenjägerin" wurde 2009 auch verfilmt und stoß auf große positive Resonanz bei den Kinobesuchern. Aber auch mit ihren Romanen, die sie teils unter ihrem Geburtsnamen veröffentlichte, feiert Sophie Kinsella große Erfolge und unterhält ihre Fans.
In London lebt Sophie Kinsella mit ihrem Mann und ihren gemeinsamen drei Söhnen.
Meinung der Redaktion
Sophie Kinsella ist die Königin der romantischen Komödie! Ihre Figuren haben genau die richtige Dosis liebenswerter Schrullen.
von Kristin Brelage, am 25.02.2011
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von einer Kundin/einem Kunden, am 14.02.2011
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von Dagmar, am 09.02.2011
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von Lesebiene, am 23.10.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 02.10.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 23.09.2010
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von Regina P., am 12.06.2010
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von Gudrun Krull, am 21.04.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 30.01.2010
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von Phantomime, am 18.01.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 15.01.2010
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von Anne Granzow, am 15.12.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 10.12.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 28.11.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 09.11.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 03.11.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 26.10.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 20.10.2009
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von sabatayn76, am 10.10.2009
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von Janina Laube, am 02.10.2009
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Mit dem Elternbelügen ist es doch so: Man muss es tun, um sie zu schützen. Es ist das Beste für sie. Ich meine, nehmen wir beispielsweise meine Eltern. Wüssten sie, wie es in Wahrheit um meine Finanzen/mein Liebesleben/meine Verdauung/meine Steuern bestellt ist, würden sie auf der Stelle tot umfallen, und der Arzt würde sagen: "Sieht so aus, als hätte ihnen jemand einen Schock versetzt", und alles wäre meine Schuld. Daher sind sie kaum zehn Minuten in meiner Wohnung, als ich ihnen bereits folgende Lügen aufgetischt habe:
L&N Executive Recruitment wird schon bald Gewinn abwerfen. Da bin ich mir ganz sicher.
Natalie ist eine wunderbare Geschäftspartnerin, und es war eine großartige Idee, meinen Job zu schmeißen und bei ihr als Headhunterin anzuheuern.
Selbstverständlich ernähre ich mich nicht ausschließlich von Pizza, Kirschjoghurt und Wodka.
Ja, das mit den Säumniszuschlägen auf Parktickets wusste ich.
Ja, ich habe mir die Charles-Dickens-DVD angesehen, die sie mir zu Weihnachten geschenkt haben. Fand ich gut, besonders die Frau mit der Haube. Genau, Peggotty. Die meine ich.
Ich wollte nächstes Wochenende sowieso einen Rauchmelder kaufen. Was für ein Zufall, dass sie es gerade erwähnen ...
Ja, es ist schön, die ganze Familie mal wiederzusehen.
Sieben Lügen. Ohne das, was ich über Mums Outfit gesagt habe. Und "das Thema" haben wir noch nicht einmal angerissen.
Als ich im schwarzen Kleid mit eilig aufgetragener Wimperntusche aus meinem Schlafzimmer komme, sehe ich, dass Mum meine überfällige Telefonrechnung auf dem Kaminsims mustert.
"Keine Sorge", sage ich eilig. "Wird umgehend erledigt."
"Wenn nicht", sagt Mum, "stellen sie dir das Telefon ab, und es dauert Ewigkeiten, bis du es wieder angeschlossen kriegst, und der Handyempfang ist hier doch eher schwach. Was ist, wenn was passiert? Was machst du dann?" Ihre Stirn ist vor Sorge gerunzelt. Sie sieht aus, als sei es schon so weit, als liege nebenan im Schlafzimmer eine schreiende Frau in den Wehen und draußen vor dem Fenster steige die Flut - und wie sollen wir jetzt einen Rettungshubschrauber rufen? Wie denn?
"Äh ... daran hab ich gar nicht gedacht. Mum, ich bezahle die Rechnung. Ehrlich."
Mum hat sich schon immer Sorgen gemacht. Dann bekommt sie dieses angespannte Lächeln mit leerem, ängstlichem Blick, und man weiß, dass sie innerlich gerade irgendein apokalyptisches Szenario durchspielt. So sah sie während meiner letzten Schulfeier aus und gestand mir später, sie habe gesehen, dass der Kronleuchter an einer altersschwachen Kette hing, und sei plötzlich wie besessen von der Vorstellung gewesen, er könnte uns Mädchen auf den Kopf fallen und in tausend Stücke zersplittern.
Jetzt zupft sie an ihrem schwarzen Kostüm herum, das Schulterpolster und so absurde Metallknöpfe hat. Sie versinkt förmlich darin. Ich erinnere mich vage an dieses Kostüm, von vor zehn Jahren, als sie eine Zeitlang zu Vorstellungsgesprächen ging und ich ihr einfachste Computerkenntnisse beibringen musste, etwa wie man eine Maus bedient. Am Ende ging sie zur Kinderwohlfahrt, die zum Glück keine Kleidervorschriften kennt.
Schwarz steht in meiner Familie niemandem. Dad trägt einen Anzug aus mattschwarzem Stoff, der wie ein Sack an ihm hängt. Eigentlich sieht er ganz gut aus, mein Dad, mit feinen Zügen, eher unauffällig. Sein Haar ist braun und dünn, Mutters dagegen blond und dünn wie meins. Beide sehen tadellos aus, wenn sie entspannt sind und sich auf eigenem Terrain befinden - zum Beispiel, wenn wir alle in Cornwall auf Dads klapprigem, alten Kahn sitzen und in Fleece-Jacken Pasteten futtern. Oder wenn Mum und Dad mit ihrem Amateurorchester spielen, wo sie sich auch kennengelernt haben. Heute ist allerdings keiner von uns entspannt.
"Und bist du jetzt so weit?" Mum mustert meine Strümpfe. "Wo sind deine Schuhe, Liebes?"
Ich sinke auf das Sofa. "Muss ich denn mit?" "Lara!", sagt Mum tadelnd. "Sie war deine Großtante. Und sie wurde immerhin hundertfünf."
Dass meine Großtante hundertfünf war, hat mir Mum schon ungefähr hundertfünf Mal erzählt. Vermutlich weiß sie sonst nichts über sie.
"Na und? Ich kannte sie überhaupt nicht. Keiner von uns kannte sie. Das ist so was von bescheuert. Wieso latschen wir extra nach Potters Bar, für irgendeine alte Frau, die wir nie zu Gesicht bekommen haben?" Ich ziehe meine Schultern an und fühle mich wie eine schmollende Dreijährige, nicht wie eine erwachsene Siebenundzwanzigjährige, die eine eigene Firma hat.
"Onkel Bill und die anderen gehen auch hin", sagt Dad. "Und wenn es denen nicht zu viel ist ."
"Es ist doch ein Familientreffen!", wirft Mum fröhlich ein. Meine Schultern verkrampfen sich. Ich bin allergisch gegen Familientreffen. Manchmal denke ich, wir wären als Pusteblumen besser dran - keine Familie, keine Vergangenheit, freischwebend mit dem Wind, jeder mit seinem eigenen, puscheligen Fallschirm.
"Es wird bestimmt nicht lange dauern", versucht Mum, mich zu beschwichtigen.
"Wird es wohl!" Ich starre den Teppich an. "Und alle werden mich fragen nach . danach."
"Nein, werden sie nicht!", sagt Mum sofort und wirft Dad einen Blick zu, auch mal was zu sagen. "Bestimmt fragt dich niemand . danach."
Schweigen. "Das Thema" hängt in der Luft. Es ist, als wollten wir es nicht sehen. Schließlich springt Dad ein.
"Also! Da wir gerade . davon sprechen ." Er zögert. "Bist du mehr oder weniger . okay?"
Ich sehe, dass Mum auf Alarmstufe Rot ist, auch wenn sie so tut, als würde sie ihr Haar kämmen.
"Ach, weißt du", sage ich nach einer Pause. "Mir geht's ganz gut. Ich meine, man kann ja nicht erwarten, dass man so einfach wieder ."
"Nein, natürlich nicht!" Dad weicht sofort zurück. Dann versucht er es noch mal. "Aber du bist . guter Dinge?" Ich nicke.
"Schön!", sagt Mum und wirkt erleichtert. "Ich wusste, du kommst über . darüber hinweg."
Meine Eltern sprechen den Namen "Josh" nicht mehr aus, weil ich mich jedes Mal in ein schluchzendes Häufchen Elend verwandelt habe, sobald sein Name fiel. Eine Weile nannte meine Mutter ihn nur Der, von dem wir hier nicht sprechen wollen. Inzwischen ist er nur noch "das Thema".
"Und du hast keinen . Kontakt zu ihm?" Dad sieht überall hin, nur nicht zu mir, und Mum scheint mit ihrer Handtasche beschäftigt zu sein.
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von Ulla Hahn