Musik
Genre: Sinfonische Musik
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"Es ging den Menschen wohl zu sehr unter die Haut": Sir Simon Rattle dirigiert Schuberts Neunte "Sie lebt zwischen Himmel und Hölle, aber man kann nie ganz sicher sein, welche Emotion überwiegt." So Sir Simon Rattle über das Werk, das auf seiner neuesten Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern zu erleben ist. Schuberts große C-dur-Sinfonie, seine Neunte. Die Veröffentlichung ist ein bedeutender Moment in Sir Simon Rattles Karriere und im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern als Chefdirigent: Es handelt sich um Rattles allererste Schubert-Aufnahme - eine Premiere ganz besonderer Art, mit einem ganz besonderen Stück. Franz Schubert hatte schon als Teenager seine ersten Sinfonien geschrieben und dabei ganz unter dem Eindruck Haydns, Mozarts und Beethovens gestanden. Die Werke wurden von Liebhaber-Orchestern gespielt und kamen recht gut an. Als der Komponist jedoch später einen eigenen sinfonischen Weg suchte und nach vielen unvollendeten Fragmenten schließlich seine heute berühmte Neunte fertig stellte, scheiterte er am Publikum: Das Werk galt als unspielbar und als unverständlich. Schubert hat es nie gehört. Rattle: "Es ging den Menschen wohl zu sehr unter die Haut." Erst Robert Schumann, der von den "himmlischen Längen" des Werkes schwärmte, sorgte für die Wiederentdeckung der Sinfonie, die Rattle im Juni 2005 in Berlin dirigierte. Die Neuaufnahme ist ein Live-Mitschnitt dieses Konzerts, das als Dokument in die Geschichte eingehen wird: Rattles erster Schritt zu Schubert.
| EAN: | 0094633938229 |
|---|---|
| Erschienen: | 13.01.2006 |
| Medium: | CD |
| Hörproben: | Jetzt probehören |
Franz Schubert gilt vielen Menschen als Inbegriff einer biedermeierlichen, beschaulichen Musikkultur. Seine berühmtesten Werke werden gern als Paradestücke für die Hausmusik des gehobenen Bürgertums angesehen. Doch das tradierte Bild des liebenswerten "Liederfürsten" verdient längst eine kritische Revision. Franz Schubert war eine höchst eigenwillige Persönlichkeit - und ein experimentierfreudiger, vielseitiger Künstler, in dessen Musik klassische Formprinzipien und romantische Ideen eine neue, unerhörte Synthese eingingen.
von einer Kundin/einem Kunden, am 15.11.2010
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Play |
Track |
Title |
|---|---|---|
| 1. | 1. Andante - Allegro Ma Non Troppo | |
| 2. | 2. Andante Con Moto | |
| 3. | 3. Scherzo: Allegro Vivace | |
| 4. | 4. Finale: Allegro Vivace |
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