Once you kill a cow, you gotta make a burger
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Thomas Zörner, am 11.05.2011
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Was das Debüt von Lady GaGa so interessant machte, war, dass es trotz seines Ursprungs im Pop reichlich Ecken und Kanten besaß. Diese gehen auf dem Nachfolger "The Fame Monster" leidet etwas verloren, dafür bietet die Ausnahmekünstlerin homogene Popsongs, die aber nur selten an den Vorgänger heranreichen. Der Opener ist mit "Bad Romance" perfekt gewählt, ist die Nummer gleich auch die beste der gesamten Scheibe. Hier gibt es sie noch, die Kanten, diese fehlen bei dem folgenden "Alejandro" bereits vollkommen, das ändert auch nicht das "Like a virgin" Video ab 18. Zu vorhersehbar sind die Strukturen, zu fad das Konzept. Ähnlich bei Monster, das nicht nur namenstechnisch an den Song von Culcha Candela erinnert, gerade im Refrain scheinen sich die Deutschen hier kräftig inspiriert zu haben. "Speechless" gefällt aber wiederum vollauf. Beginnt wie ein Song von Queen, durchläuft die Stadien einer Klavierballade, ist aber gleichdzeitig zu powervoll um vollkommen kitschig zu sein. Erwähnt sei auch der geschickte Einsatz von Streichern. "Dance in the Dark" schafft es wieder etwas anspruchsvoller zu sein, ohne aber an etwa "Just Dance" oder "Paparazzi" heran zu reichen. Mit "Telephone" folgt die zweitstärkste Nummer der CD, die ebenfalls als Single ausgekoppelt wurde. Unterstützung holte sich die Lady hierbei in Form von Beyonce, deren Auftritt durchaus zu gefallen weiß, ebenso wie das kurzfilmähnliche Musikvideo. "So happy I could die" verpufft leider sehr (!) schnell, wird aber auch von dem starken Schlusspunkt namens "Teeth" klar platt getreten. Hier weiß die Gute doch noch zu überraschen, denn die Rhythmen sind vertrackt und haben mit konventioneller Popmusik nichts zu tun. Wieso nicht immer so?
Wie gesagt reicht "The Fame Monster" nicht an das starke Debüt heran, schafft es aber dank drei sehr guter Lieder, und ansonsten solider Kost nicht vollkommen einzubrechen.