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Diamond Eyes

von Deftones

Musik

Genre: Pop / Rock

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Weitere Artikelinformationen

?Schön?, so bezeichnet DEFTONES-Sänger und Gitarrist Chino Moreno das neue DEFTONES-Album Diamond Eyes im Gespräch. ?Wir haben keine Probleme damit, schön zu sein.? Schön ist ein Begriff, den kaum eine normale Rockband mit harten Riffs benutzen würde, aber letztlich sind die DEFTONES ja auch keine ?normale? Hardrock-Band. Als Kids schulten sie sich an Anthrax, The Smiths, Pantera und The Cure, Skateboarding und ?The Smurfs?, nach der Highschool mixten sie im Bandformat Trip Hop mit Thrash, melodische Vocals mit ausschweifenden Hallräumen und, ja, das Schöne mit dem Hässlichen. Sie überschritten Genregrenzen und spotteten der simplifizierenden iPod-Kategorisierung á la ?Heavy Metal?, ?Hard -Rock? und ?Alternative?. Sie wurden genau damit zu Chart-Toppern und Headlinern gleichermaßen. Doch mehr als das haben DEFTONES während ihrer gesamten komplizierten Amtszeit zusammen gehalten und präsentieren jetzt eines ihrer besten Alben. Denn das mit Songs bestückte Diamond Eyes ist genau das: Ein Album von Anfang bis zum Ende, so wie Platten in den ?guten alten Zeiten? nun mal waren: Jeder Song trägt dich ein Stück weiter aus deinem Alltag, bis du an einem Ort angekommen bist, der sich um einiges besser anfühlt als jener, von dem du losgegangen bist. Es gibt allerdings noch einen weiteren Fakt, der Diamond Eyes zu etwas Besonderem im DEFTONES-Kanon macht: Die Band nahm das Album auf, nachdem ihr bester Freund und Bassmann Chi Cheng bei einem Autounfall im November eine schwere Gehirnverletzung davontrug. ?Nach Chis Unfall, wäre nichts leichter gewesen, als ein trauriges Album zu machen?, erklärt Moreno. ?Es war, als hing eine Wolke über uns, also setzten wir uns zum Ziel, etwas Aufmunterndes zu machen. Ich glaube, das ist der Grund dafür, dass sich eine Menge Fantasy-Stoff auf dem Album findet. Ich habe versucht, Alltagsproblematiken aus den Themen der Songs herauszuhalten und alles ein bißchen abstrakter zu gestalten, etwas künstlerischer. Es klingt vielleicht merkwürdig, aber dies ist wirklich ein optimistisches Album.? Und ein verhältnismäßig spontanes dazu. Diamond Eyes entstand innerhalb von sechs Monaten mit der Hilfe des ehemaligen Quicksand-Bassers Sergio Vega und des Producers Nick Raskulinecz (Foo Fighters, Alice In Chains, Rush). Bemerkenswerterweise hatten DEFTONES gerade ein komplettes Album mit dem Titel Eros eingespielt, das sie letztendlich in der Schublade verschwinden ließen. ?Um ehrlich zu sein, ich wusste, dass da noch etwas besseres kommen würde?, bestätigt Chino. Völlig neu anzufangen ist für einen Band, die sich für jedes Album sehr viel Zeit nimmt, durchaus eine mutige Entscheidung gewesen. Drummer Abe stand dieser Entscheidung zunächst skeptisch gegenüber, vor allem, weil es in der Vergangenheit stets enorm schwierig war, ein Album aufzunehmen: ?Jedes der vorherigen Alben war, als würde man einen Zahn gezogen bekommen, oder noch schlimmer: Als würde man ohne Narkose operiert werden,? sinniert er. ?Aber diesmal haben wir uns einfach gesagt: Fuck it, wir sind immer noch beste Freunde, alle von uns. Und wir können das immer noch tun. Also munterten wir uns auf, wurden kreativ und schossen aus allen Rohren.?

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Musik Rock & Pop Rock Musik Alternative

Produktdetails

EAN: 0093624984801
Erschienen: 30.04.2010
Medium: CD
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  • Kraftvolle Rockmusik vom Feinsten - je öfter gehört, desto besser! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mirjam Berle, am 15.05.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Album hat eine unglaubliche Kraft und Tiefe. Je öfter man es hört (und je lauter) desto mehr zieht es einen in seinen Bann. Dies ist Rockmusik vom Feinsten! Manche Songs fallen direkt mit ihrer gesamten musikalischen Gewalt über einen her, manche entwickeln sich langsam, bauen sich auf aus ungewöhnlichen Beats und Gitarrenriffs – mal schneidend und aufwühlend, mal wie ein Kissen, auf das sich der Gesang betten kann.

    Wer ein Cabrio besitzt, der kaufe diese CD sofort, schiebe sie in den CD Player, klappe das Dach auf, fahre auf die Autobahn, den Fuß immer schön auf dem Gas, drücke auf „Play“ und drehe den Lautstärkenregler hoch – viel Vergnügen!!

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  • In Beton gegossene Schönheit und Zerrissenheit... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Moritz Revermann, am 12.05.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein neues Album der Deftones, seit Monaten angekündigt, jetzt endlich auf dem Markt. Die Musik fließt wieder mit der vernichtenden und eruptiven Gewalt von Magma, Chino Morenos Stimme schwebt mit ihrer Kraft und Zerbrechlichkeit über diesem Lavastrom. Zeitlos schön. Zeitlos gewaltig.

    Ich habe 'White Pony' ihr ultimatives Meisterwerk genannt. Nicht mehr zu toppen. Bin plötzlich nicht mehr sicher. 'Diamond Eyes' ist groß, entwickelt sich beim Hören. Kein One Hit Wonder. Deftones gehören zur Musikgeschichte, haben einen Stil geprägt. Die Verbindung von Gewalt und Schönheit kann Faszination hervorbringen. Bei der Musik der Deftones denke ich am ehesten an die Szene aus 'Apocalypse Now', in der die Hellicopter aus der Sonne heranfliegen, Wagner aus Riesenlautsprechern spielen und ein Dorf zerstören, nur damit ein komplett gestörter Offizier auf der perfekten Welle surfen kann. Für mich ist die Musik der Deftones diese Welle, auf der ich seit Jahren immer wieder gern surfe. - Kaufen Sie sich ein gutes Longboard, hören Sie die Deftones, genießen Sie die tödliche Kraft der Wellen, ein unbeschreibbares Gefühl, dass man erleben muß. Oder läßt.

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