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Musik

Wunderlich Privat

von Fritz Wunderlich , Giesen , Reinhardt , Steinbacher

(1)

Details

Medium
CD
Erscheinungsdatum
16.06.2006
19,99
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Rezension
Obwohl er bereits mit 35 Jahren nach einem tragischen Unfall starb, zählt Fritz Wunderlich zu den größten Sängerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts. Zu seinem 40. Todestag gewährt er nun, quasi posthum, intime Einblicke in seine Arbeitsweise: Das Album "Wunderlich privat" erscheint bei der Deutschen Grammophon mit Aufnahmen, die zwischen den Jahren 1962 und 1966 im Wohnhaus des Sängers entstanden sind. "Mein Vater war ein großer Technikfreak", erzählt Barbara Wunderlich, die das Familienarchiv verwaltet. Man merkt es an der Entwicklung der Aufnahmen: Die frühen waren noch mono, die späteren dann stereo. Auch die Klangqualität variiert hörbar, was jedoch an Wunderlichs Experimentierfreude lag: "Mein Vater hat verschiedene Echo- und Halleffekte ausprobiert. Ein paar Stücke sind mit einem richtigen Wahwah-Effekt, mit einem schwebendem Echo, ausgestattet. Der Tonmeister musste sich bei der Restauration der Bänder ganz schön den Kopf zerbrechen." Fritz Wunderlich benutzte die Bänder rein zu Probenzwecken und wäre nie auf die Idee gekommen, sie den Ohren der Nachwelt zu hinterlassen. "Eigentlich hätten wir sein gesamtes Repertoire auf privaten Tonbändern, aber er hat die Aufnahmen regelmäßig überspielt", erklärt Barbara Wunderlich. Die einzigen 14 Tracks, die komplett erhalten sind, finden sich nun auf dem Album, unter ihnen Lieder von Beethoven, Wolf oder Haydn. Drei Bonustracks leben von ihrer Probensituation mit Kommentaren. Einer davon ist die Arie "Crude furie degl'orridi abissi" von Georg Friedrich Händel, die Wunderlich "prima vista" vorträgt - es ist die einzige Aufnahme von ihm, auf der er nicht so präzise singt wie üblich, sondern "über manche Stellen auch mal ein klein wenig schlampig drüber geht", meint Barbara Wunderlich. "Insofern ist es eine historische Aufnahme, das hätte er sich sonst nie erlaubt. Er war ein Perfektionist." Zu Wunderlichs Todestag im September zeigen Arte und die Dritten Programme die Dokumentation "Fritz Wunderlich - Leben und Legende", ebenfalls mit noch unveröffentlichten Aufnahmen aus dem Familienarchiv. Eine Doppel-DVD mit viel Bonusmaterial folgt im Herbst. (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)

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Kundenrezensionen

  • Eine Kundin / Ein Kunde
    aus Frankfurt am Main
    1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
    (17.07.2006)

    Ein Muss für jeden Gesangsstudent

    Fritz Wunderlich lässt ein Tonbandgerät laufen, während er bei sich daheim hauptsächlich mit Hubert Giesen am Klavier Lieder von Brahms, Haydn und Hugo Wolf einstudiert - die atmosphärische Dichte einer solchen Aufnahme ist unbezahlbar. Die letzten drei Tracks wurden als Bonus draufgegeben - ungeschnittenes Material, man hört "den Meister" sprechen, auch er haspelte mal über eine Stelle - wie gesagt: für Gesangsstudenten und alle, die intensive Zuhörer sind einfach ein Muss.