Alle Jahre wieder..
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Silvio Kohler, am 31.08.2010
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.. kommen die eisernen Jungfrauen mit einem neuen, uninspirierten Album von der Insel geschippert, welches sich die äusserst geduldige Fanschar brav schönhört. So geschehen zuletzt mit "Dance of death" und "Matter of live and death". Das letzte richtige Highlight in der Discographie des britischen Metal-Schlachtschiffes war "Brave new world" und hat auch bereits wieder über 10 Jahre auf dem Buckel.
Und beim Anhören des lahmen Eröffnungssongs inklusive langatmigen Intro schwant einem denn auch schon Übles. Doch dann schnellen die Mundwinkel nach oben, obschon die Skepsis noch die ein, zwei nächsten Songs anhält, bevor einem die rockenden Mittfünfziger mit "The Alchemist" endlich den ersten richtigen Ohrwurm durch die Lauscher jagen. Von da an bleibt das Grinsen bis zum letzten Ton im Gesicht kleben, denn Iron Maiden wagen tatsächlich noch ein paar gelungene Experimente, wie etwa der richtig coole Jazz/Fusion-Part beim Kracher "Isle of avalon".
"The Final Frontier" ist zwar wieder nicht der ganz grosse Wurf geworden - vor allem aufgrund der mauen ersten 15 Minuten, doch für einige glänzende Perlen mit den gewohnten und beliebten Markenzeichen der Band (hymnische Refrains, Galoppel-Rhythmen, Gitarrensolo-Duelle und Bruce Dickinsons unvergleichliche Sirenen-Stimme) hat es schlussendlich doch gereicht. Diese Scheibe hat durchaus Wachstumspotenzial. Zudem gibt's nach zwei grausam hässlichen Covern das obligate, gruselig-schicke Eddie-Cover. Up the irons!