It's the same old thing
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Thomas Zörner, am 14.09.2010
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Da hatte man sich gerade daran gewöhnt, dass Volbeat Alben stets mit Slidegitarre beginnen, starten die Dänen auf ihrem neuesten Output doch gleich voll weg. Rock'n'Roll der alten Schule möchte man beinahe sagen, wenn "The Mirror and the Ripper" aus den Boxen schallt, verfeinert mit metallischen Anleihen, wie man es von der Ausnahmeband kennt und liebt. Auch "Heaven Nor Hell" fühlt sich heimelig an, erinnert es doch stark an "Back To Prom" vom Vorgänger, sprich die Band gibt sich nun eher dem Pop Punk hin. Besonders gut kommt das unerwartete Mundharmonikasolo. Flott ist die Nummer alle mal, und weicht schließlich dem ersten Brett. Im Vorfeld hatte man viel von der alten Härte gelesen zu der Volbeat nach dem eher rockigen "Guitar Gangsters and Cadillac Blood" zurück gefunden hätten. Aber erst bei Lied 3 vernimmt man diese das erste Mal. "Who They Are" startet mit einem Slayer Riff und bleibt im Genre des Trash Metal, nur durchbrochen von einem typisch ohrwurmigen Refrain. Mit "Fallen" haben die Dänen sogar eine regelrecht amerikanisch klingenden, melancholisch-melodische Single im Gepäck, die Konzertgänger schon hören durften. Wiederum flott gerockt wird bei "A Better Believer" bis mit "7 Shots" das ultimative Highlight der Scheibe folgt. Zur Verstärkung holte man sich Slide und Mille. Erstere ist jene Gitarrenart, die ich zu Beginn noch vermisste, letzterer ist Sänger der Trashkombo Kreator und keift seinen Part ganz vorzüglich. Die Gitarren grooven, die Melodik ist mitreißend und der Text spinnt abermals eine Geschichte weiter, die schon auf den vorherigen CDs präsent war. "A New Day" geht es weniger hart, aber noch rhythmischer an. Zu Beginn erinnert die Nummer gar an Bands wie die Beatsteaks. "16 Dollars" gefällt vor allem als flotte Spaßnummer, die auf Parties sicher gut kommt. "A Warrior's Call" gerät wiederum härter, wurde ja auch immerhin für den dänischen Boxmeister "Viking Warrior Mick" geschrieben. Nach einem kleinen Durchhänger mit "Magic Zone", das mir einfach etwas zu fröhlich geraten ist um in das Gesamtbild der CD zu passen, folgt mit "Evelyn" das nächste Experiment. Growls bei Volbeat? Sänger Michael Poulsen scheint sich seiner Death Metal Wurzeln zu besinnen, doch grunztz nicht er hier, sondern Napalm Death Frontmann Barney. Passt zwar nicht ganz, ist aber dennoch witzig, im Refrain rettet Poulsen wieder mit seinem geschmeidigen Organ. "Being 1" fällt leider ebenfalls etwas belanglos aus, bis mit "Thanks" noch einmal Spaß angesagt ist und eine Danksagung an die Fans der Band. Wird "Beyond Hell Above Heaven" nun seinen Erwartungen gerecht? Teils. Die Härte ist nachwievor zurückgeschraubt und Volbeat geben sich weiter stärker dem Rock'n'Roll hin, wenn sie das aber weiterhin auf diesem Niveau machen, dann dürfen die das.