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Thomas Zörner, am 28.11.2007
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Nach seinem Ausstieg war John Frusciante für ein paar Monate nicht auffindbar, bis ihn ein Journalist in einem Hotel ausmachte, wo er sich voll und ganz seiner Drogensucht hingab. Wäre er von der Hotelleitung auf Grund der Tatsache, dass er die Miete nicht mehr zahlen konnte, nicht auf die Straße gesetzt worden hätte er wohl nicht mehr lange zu leben gehabt. So aber macht er einen Entzug und kehrte zu den Red Hot Chili Peppers zurück. Seiner Rückkehr haben wir dieses einmalige Meisterwerk zu verdanken, und auch sämtliche folgenden Geniestreiche.
Eine großartige Idee, ein Album mit einem Bassdonner von Flea zu eröffnen, der in einen seltengenialen und nie so gehörten Basslauf gipfelt, mit dem der kleinen Mann mit der Zahnlücke klar macht, dass er nun mal zu den besten Rockbassisten überhaupt gehört. Frusciante hält sich bei "Around the World" noch zurück und bleibt bei einem kleinen, aber feinen Funkloop um Kiedis Sprechgesang zu untermauern. Ganz ander bei "Parallel Universe" denn im Refrain lässt der Gitarist ordentlich die Sau raus und verpasst dem ohnehin nervös beginnenden Song auch noch einiges an Ecken und Kanten. Am Ende beschert er uns noch ein verschrobenes, soundeffektdurchzogenes Solo und rundet somit einen meiner All Time Favourits ab. "Scar Tissue" ist die Hymne auf Johns Rückkehr. Ein Song über Wiedergeburt und Freundschaft. Wie sagte Kiedis so schön vor diesem Song auf "Live in Hyde Park"? "Somebody has just been born. So let's get reborn too." Ein absoluter Chilisklassiker steht vor der Tür mit "Otherisde". Aber nicht nur Klassiker sondern eine Entwicklung, denn so düster wie hier waren die RHCP noch nie. Fleas dunkle Bassläufe, "bemalt" John mit sehr feinen Gitarrenlicks und Anthony singt dazu "Slitting my throat is all I ever...". Man sollte aber nicht vergessen von dem dieses Album ist und so bringen sie mit "Get on Top" eine dieser funkigen Spaßnummern, die sie groß gemacht haben. Gleich darauffolgend der Titeltrack und Klassiker schlecht hin. "Californication" besticht durch aufsteigende Melodiebögen und ein zurückhaltendes Solo. Ein Abgesang auf den Goldstaat und seine Falschheit in Form von Silikonbrüsten und nachgebauten Mondlandungen im Keller. "Easily" packt den Rock wieder aus, der bei "Porcelain" wieder verloren geht. Letztres ist ein relativ schwieriges Stück, das sicher nicht jedem gefallen wird, ob seiner Souligkeit und vor allem Ruhe. Bass und Drums, das wars. "Emit Remmus" (umgedreht: "Summer Time") erschreckt den Hörer zunächst mit kreischenden Gitarren, setzt sich aber nach mehrmaligen hören genauso fest wie das folgende "I like dirt", dass man von der Message her mit "Green Heaven" gleichsetzen könnte. "This velvet Glove" ist das erste und einzige wirkliche Liebeslied auf "Californication" und erreicht den lauschenden Fan leider nicht wirklich, ebenso wie "Savior". Ganz anders "Purple Stain", das einen dieser Sextexte der alten Tage zelebriert und dabei ungemein funkig bleibt. Ausklingen lassen RHCP dieses Meisterstück mit dem leisen und wunderschönen "Roadtrippin", welches die Freundschaft innerhalb der Band preist. Es ist ja auch diesen, die die Band zusammenhält und zu dem gemacht hat, was sie heute ist.