Verführung der Unschuld

Erotischer Roman

von Lilly Grünberg

Buch

Taschenbuch (286 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Außergewöhnlich sinnlich: eine aufregende Ménage-à-trois


Ängstlich und doch neugierig tritt Giulia ihre neue Stellung bei den reichen Zwillingen Lorenzo und Frederico an. Es dauert nicht lange und das hübsche Hausmädchen sticht ihnen ins Auge. Auch Giulias Interesse an dem erotischen Interieur des Hauses bleibt ihnen nicht verborgen. Die dominanten Brüder beschließen, Giulia in die Geheimnisse der Lust - und der Unterwerfung - einzuführen.


Ein romantischer Soft-SM-Roman.


Produktdetails

Verkaufsrang: 6.958
ISBN-10: 3-453-54529-X
EAN: 9783453545298
Erschienen: 01.12.2009
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 286
Gewicht: 230 g
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Lilly Grünberg

Unter verschiedenen Namen hat sich die Autorin in die Herzen der Erotik- und SM-Leser aber auch in die der Fantasy-Liebhaber geschrieben.

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Kundenrezensionen

  • Tolles erstes Buch... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jule, am 22.05.2010

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieser Debutroman von Lilly Grünberg ist meiner Meihnung nach wirklich sehr gelungen. Der Leser wird in eine erotische als auch emotionale Geschichte um ein junges Mädchen und einem doch ungleichen Zwillingspaar entführt. Das Ende ist zwar nicht sehr überraschend, aber dafür total herzzerreisend ;-)

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  • Einfach Fesselnd! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Petra, am 22.02.2010

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe selten ein Buch gelesen was mich so gefesselt hat, von der ersten bis zur letzten Seite. Es ist sehr spannend geschrieben und man spürt die Erotik, das Knistern, den Schmerz.

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Giulias Ankunft in Lucca


Der Zug fuhr langsam in den Bahnhof ein. Vor Giulia standen zwei junge Männer, die sich durch ihre überdimensionalen Rucksäcke und ihre fremde Sprache, die Deutsch oder Holländisch klang, eindeutig als Touristen outeten. Einer davon öffnete schwungvoll die Zugtür. Giulia stieg hinter ihnen aus und sah sich nach Onkel Bruno um, der versprochen hatte, sie persönlich abzuholen. Aber in dem wilden Durcheinander von Menschen, die auf dem Bahnsteig hin und her liefen, war er nirgends auszumachen.
"Giulia!" Sie drehte sich um und sah ihn mit einem strahlenden Lächeln auf sich zukommen. "Giulia, du bist noch hübscher geworden, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben." Er nahm sie in seine Arme, drückte sie an seine breite Brust und küsste sie überschwänglich links und rechts auf die Wange.
Dieses besagte letzte Treffen war gerade mal zwei Wochen her, als Onkel Bruno zu einem Krisengespräch mit Giulias Eltern nach Florenz gebeten worden war. Sie erinnerte sich nur ungern an die Tagung des Familienrates und schob die düsteren Gedanken daran von sich. Vielleicht würde alles gar nicht so schlimm werden, wie sie befürchtete?
Onkel Bruno nahm Giulias großen Koffer, ihre prallgefüllte Reisetasche und ging voraus. Mit ihrem Rucksack und einer Plastiktüte mit Zeitschriften und Erfrischungen für die Bahnfahrt beladen, die kleine Handtasche an den überlangen modischen Griffen in der Ellenbeuge baumelnd, lief sie hinter ihm her zum Auto.
Onkel Bruno war der Bruder ihres Vaters. Die gelegentlichen Besuche bei ihm und seiner Familie wurden in der Regel mit einem Spaziergang durch die schöne Altstadt verbunden.
Lucca, im Schwemmlandgebiet des Flusses Serchio gelegen, der nördlich der Stadt in den Apenninen entspringt, gefiel Giulia trotz der Provinzialität, die es, verglichen mit ihrer Geburts- und Heimatstadt Florenz, ausstrahlte. Durch Produkte wie Olivenöl, Gemüse und Wein, Möbelindustrie, Textilien und chemische Erzeugnisse hatte sich Lucca im Laufe der Jahrhunderte zu einem wichtigen Markt- und Handelszentrum entwickelt.
Das Stadtbild war von der überwiegend mittelalterlichen und renaissancezeitlichen Bausubstanz mit vielen Palästen, Kirchen und Plätzen geprägt. Auf der beeindruckenden, über vier Kilometer langen, zwölf Meter hohen und bis zu dreißig Meter breiten Stadtmauer aus dem 16. und 17. Jahrhundert ließ es sich vorzüglich promenieren. Mindestens einmal im Jahr stand außerdem ein Besuch des 1820 angelegten Botanischen Gartens an. Die Liebe zu schönen Pflanzen, einheimischen wie exotischen Blumen, hatte Giulia von ihrer Mutter übernommen. Sie liebte es, stundenlang herumzuschlendern, den Insekten zuzuschauen, wie sie von Blüte zu Blüte schwirrten oder die Düfte der verschiedenen Blumen zu erschnuppern und dabei selig in den Tag hineinzuträumen.
Der Weg vom Bahnhof zum Wohnhaus von Onkel Bruno dauerte ein wenig länger als sonst, weil sie in einen Stau gerieten. Giulia schaute die alte, etwas restaurierungsbedürftige Fassade aufmerksamer als sonst hinauf. Dies würde also vorläufig ihr Zuhause sein. Schweren Herzens folgte sie Onkel Bruno hinein.
Im Erdgeschoss und in einem nach hinten gelegenen Anbau befand sich das Geschäft von Bruno Brunelli, ein Spezialitätenhandel mit Cateringservice. Er hatte es im Laufe weniger Jahre geschafft, sich einen Namen bei der besseren Gesellschaft zu machen, und war ständig ausgebucht. Sein Service belieferte offizielle Empfänge der nächstgelegenen Städte und viele Partys der Reichen bis im Umkreis von nahezu hundert Kilometern.
Entsprechend wenig war Onkel Bruno zu Hause. Der Reichtum, den er angehäuft hatte, war kaum zu merken. Im ersten und zweiten Stock befand sich die Wohnung seiner Familie. Das ganze Interesse seiner Frau Teresa galt der Erziehung der fünf Kinder zwischen zwei und fünfzehn Jahren, drei Mädchen und zwei Jungen. Teresa war eine strenge Mutter und eine sparsame Hausfrau. Dementsprechend war das Mobiliar schon älter und sehr gediegen. Im Gegensatz zu Onkel Bruno, der gerne laut und herzlich lachte, sah man Tante Teresa allenfalls dezent lächeln, aber niemals offen herauslachen oder gar ausgelassene Fröhlichkeit versprühen.
Angesichts des knappen Wohnraums war Teresa über die Ankündigung ihres Mannes, dass seine Nichte Giulia vorläufig bei ihnen leben und arbeiten würde, alles andere als begeistert. Sie kannte Giulia nur als verzogenes und flippiges Mädchen, das am liebsten in knappen Tops und kurzen Röcken herumlief und dafür ihr gesamtes, obgleich spärlich bemessenes Taschengeld ausgab. Sie konnte sich daher nicht vorstellen, wie ihr Mann aus ihr eine fleißig arbeitende - und sich möglichst auch noch anständig benehmende - junge Dame machen wollte. Schulterzuckend hatte sie zur Kenntnis genommen, dass die Entscheidung darüber längst gefallen war.
Ihre Begrüßung fiel entsprechend frostig aus. Sie schüttelte Giulia nur leicht die Hand ohne sie zu umarmen und ging ihr dann voraus nach oben, um ihr das Zimmer zu zeigen, sofern man die schäbige Kammer überhaupt als ein solches bezeichnen konnte.
Im ersten Stock des alten Bürgerhauses befanden sich Wohnzimmer und Küche, Schlafzimmer der Eltern und ein kleines Bad, im zweiten Stock ein weiteres Bad und drei Kinderzimmer, von denen eines die beiden Jungs, ein weiteres die beiden jüngeren Mädchen und das dritte die älteste Tochter bewohnte. Der einzige freie Platz für einen zusätzlichen Mitbewohner befand sich unter dem Dachspitz, der in einen Bereich zum Wäscheaufhängen und ein davon abgetrenntes Zimmer gegliedert war. Dieses glich jedoch eher einer Rumpelkammer als einem richtigen Wohnraum, da die nutzbare Fläche durch die bis zum Fußboden hinabreichende Dachschräge zusätzlich begrenzt, und mit allem möglichen Unrat zugestellt war.
Jetzt war sich Giulia endgültig darüber im Klaren: es würde furchtbar werden! Ihr schönes Leben war vorbei, endgültig vorbei. Cosi e la vita!
Das Mobiliar bestand aus einem Bett, einer Schubladenkommode und zwei Kleiderschränken, von denen man einen für Giulia frei geräumt hatte. Dazwischen konnte man sich gerade mal um die eigene Achse drehen. Überall stapelten sich prallgefüllte Kisten, darauf lose geschichtete Spielsachen, mit denen wohl niemand mehr spielen wollte. An einem Haken an der Wand hingen aussortierte Kleidungsstücke, über die durchsichtige Hüllen gestülpt waren. Über allem hing der beißende Geruch von Mottenkugeln in der Luft.
"Es tut mir leid, aber etwas Besseres kann ich dir nicht anbieten. Wir haben ja selbst kaum genug Platz für uns", erklärte Tante Teresa kühl. "Ich lass dich jetzt alleine, damit du deine Sachen auspacken kannst. Ich nehme an, dass du dazu wenigstens fähig bist."

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