Iuvavum

Alltag im römischen Salzburg

von Clemens M. Hutter

Buch

Taschenbuch (176 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Menschen, Marmor, Mosaiken In der römischen Provinz Noricum stach der Verwaltungsbezirk Iuvavum durch die größte Dichte an Gutshöfen und Mosaikböden heraus. Der Bezirk umfasste das heutige Land Salzburg ohne den Lungau, weiters gehörten der Attergau, das Innviertel westlich der Mattig, der Rupertiwinkel, der Chiemgau und Tirol südlich des Inn und östlich des Ziller dazu. Hier lebten Sklaven, die sich sogar teure Grabsteine leisten konnten. An der "römischen Tauernautobahn" blieben auf 29 Kilometern Strecke 15 Meilensteine erhalten - weltweit die mit Abstand größte Anzahl. Vor diesem Hintergrund lässt sich die Lebensqualität der Iuvavier anhand von Löhnen und Preisen, Erträgen der Landwirtschaft und auch Luxusimporten aus dem Orient abschätzen. Zudem sind Iuvavum und Noricum Musterbeispiele für die tolerante Integration der einheimischen Kelten in die römische Kultur und Wirtschaft. Eine spannende, bebilderte Nacherzählung des Alltags im römischen Salzburg anhand der reich vorhandenen archäologischen Schätze.

Produktdetails

ISBN-10: 3-7025-0666-7
EAN: 9783702506667
Erschienen: März 2012
Verlag: Pustet Anton
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 176
Länge/Breite: 240mm/210mm
Gewicht: 870 g
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Clemens M. Hutter

Dr. phil. Clemens M. Hutter war Ressortchef für Außenpolitik bei den Salzburger Nachrichten, ausgezeichnet mit dem Konrad-Lorenz-Staatspreis. Er ist Politologe, Volkskundler und Historiker, lebt als Journalist und Autor in Salzburg. Schwerpunkte seiner rund 45 Bücher bilden Zeitgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Ostalpen sowie Alpinistik.

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Buchhändlertipps

  • Salzburg zu römischer Zeit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Philipp Brandstötter, am 19.04.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Ein guter Reiseführer in das Salzburg zur Zeit des Römischen Reichs.

    Die römische Provinz Noricum unterteilte sich in der Antike in viele kleine Teilbezirke. Der, zur Blütezeit, wirtschaftlich Erfolgreichste ist der Verwaltungsbezirk Iuvavum. Nirgends sonst in Europa findet sich eine dermaßen große Ansammlung von antiken Schätzen und Bodendenkmälern als in dieser Gegend. Iuvavum umfasst, in heutigen Maßstäben, große Teil Salzburgs und einen Teil Bayerns sowie Tirols. Der Autor, selbst gebürtiger Salzburger, verbindet in diesem Band sehr gekonnt das Alte mit dem Neuen.

    Die damalige Zeit ist in diesem, sehr reichhaltig bebildertes Sachbuch, fast hautnah zu spüren. Sachkundige Laien werden in diesem Buch viel lernen, Fachleute können, so denke ich, diesem wirklich gelungenen Titel, ebenfalls manch Unbekanntes abgewinnen!

Kundenrezensionen

  • sehr anschaulich, gar nicht trocken geschrieben und voller Information Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Peter Krackowizer, am 21.09.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Na, das kann ein Buch sein! Steine, nicht Greifbares, Vermutungen – das waren meine Gedanken, als ich von diesem Buch las. Doch welch‘ Irrtum! Schon die zweiseitige Übersicht der Geschichte Ivavum (Salzburg) zeigt: da war was los! Die anschließende Stadtwanderung von Nonntal beginnend bringt Erstaunliches: der Autor wandert durch die Straßen und Gassen, schildert, was damals – zur Römerzeit – hier und da gewesen war und was man heute sieht. So geht das Straßeneck in der Kaigasse nächst dem Hotel Kasererbräu auf den wichtigsten Tempel der römischen Stadt zurück.

    Woher der Name Iuvavum stammt, dass rund um das heutige Platzl schon die Römer siedelten, vom Vorläufer des Toilettenpapiers (Schwamm am Holzstiel), von Funden, die nachweisen, dass um Christi Geburt bereits reger Fernhandel existierte und viele andere Details, anschaulich und gut lesbar geschrieben, schildern dem Leser den Alltag vor rund 2000 Jahren in der Stadt Salzburg.

    Hutter schreibt ausführlich über die Lebensweise der Menschen, was sie gegessen haben und liefert auch gleich sechs römische Rezepte zum Nachkochen. Der Leser erfährt, woher die Lebensmittel stammten, wie ein Bauernhof funktionierte und welche Bedeutung das Sprichwort hat, „ein X für ein U vormachen“, dass der Beton ist eine Erfindung der Römer ist, dass die Römer die Integration der Kelten mit beispielhafter Toleranz lebten, von einem Erzbischof, der „unterirdische Dinge“ verabscheute sowie Hinweise auf Wortentstehungen im Salzburger Raum (Was haben Gfalls und das Klessheimer Kavalierhaus mit einem Gaul zu tun?) und vieles anderes mehr. Zum Schluss des 175seitigen wirklich interessanten Buches eine Übersicht über Museen im Land Salzburg, die mit dieser Thematik zu tun haben und Literaturhinweise.

    Farbbilder, Übersichtskarten, ein Stoffband als Lesezeichen, der Titel mit Tiefdruck-Buchstaben – das Buch ist optisch wie inhaltlich wirklich sehens- und lesenswert!

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  • Vergnügliche Zeitreise ins antike Salzburg Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wer denkt, Zeitreisen sind unmöglich, der irrt und hat nicht das Buch „Iuvavum – Alltag im römischen Salzburg“ von Clemens Hutter gelesen.
    Der Autor und Kulturforscher nimmt den Leser mit auf einen Trip in die Antike und landet mit ihm in der Salzachmetropole bevor ein gewisser Rupert hier tätig wurde.
    In lebendiger, bildhafter Sprache beweist Clemens Hutter wahre Meisterschaft wenn es darum geht, das Leben in Iuvavum vor 1.500 Jahren wieder auferstehen zu lassen. Mit einer gehörigen Portion Humor und ausgeprägtem Sinn für das Besondere schreitet der Leser zusammen mit dem Autor durch die Gassen des antiken Salzburg und wundert sich, dass heute nur noch so wenig von der einstigen römischen Stadt zu erkennen ist.

    Doch nicht nur Salzburg und die Provinz Noricum am Ende der Römerherrschaft erleben durch den ausführlich bebilderten Band aus dem Verlag Anton Pustet eine buchtechnische Renaissance. Clemens Hutter gibt uns auch eine anschauliche, vergnügliche Lehrstunde in antiker Geschichte. Immer wieder berichtet er vom Leben der Römer in dem riesigen Reich, das sich vom Orient bis zu den britischen Inseln erstreckte, um danach diese Erkenntnisse auf die Stadt Iuvavum umzumünzen. Er zieht Vergleiche aus dem praktischen Leben der „Antiker“ zur heutigen Zeit, die uns klar die beachtlichen Leistungen und durchwegs schwierigen Lebensbedingungen der Altvorderen vor Augen führen. Zwei Beispiele hierzu bilden seine Ausführungen über den Straßenbau und das Münzwesen der Römer.

    Wer es gerne kompakt hat, der findet am Ende eines jeden Kapitels eine Textbox, wo wichtige Infos zum jeweiligen Thema zusammengefasst sind.
    Wenn Clemens Hutter gelegentlich ein wenig zu viel mit Zahlen um sich wirft, ist ihm das durchaus zu verzeihen. Vor allem wenn man sich an seinem frischen, augenzwinkernden Erzählstil erfreut, der dem Leser immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert.

    Also, Platz nehmen in der Zeitmaschine „Iuvavum – Alltag im römischen Salzburg“ und sich hineinziehen lassen in die Welt der Salzachmetropole vor eineinhalb Jahrtausenden. Es macht nicht nur ungemein viel Spaß, mit Clemens Hutter den antiken Salzburgern bei ihrem Alltag über die Schulter zu schauen, sondern es gibt auch Dinge zu entdecken, die selbst gut informierte Einheimische mit dem einen oder anderen „Oha“ aufmerken lassen!

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  • „Iuvavum“ - Alltag im römischen Salzburg. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Friedrich Buchmann, am 01.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Titel ist, das muss man vorausschicken, eine kleine Hürde für den spontanen Schmökerer und gar Routineleser. Immerhin: er scheint so ungewöhnlich wie bedeutungsträchtig, doch mag „Iuvavum“ bei einem flüchtigen Blick zunächst nach einer Mischung aus Jubiläum und Aquarium klingen, nicht aber nach dem Riesenkapitel römischer Geschichte des Salzburger Landes, die sich darin versteckt hält. Umso lohnender wird sich das Gefühl der Neugier in rasche Sachkenntnis wandeln, wenn man erst hingreift und sich von dem haptischen Erlebnis des Buches ganz und gar in den Zeitbezug ziehen lässt. Der Verlag hat sich bei der Einbandgestaltung nämlich den Luxus einer erhabenen Reliefprägung geleistet, auch tut die optisch schmeichelnde Marmorierung das ihrige für das positive Vorgefühl, den einladenden Blickfang. Ein rundum solides wie schönes Buch. Mit Fragezeichen und Fingerspitzen nähert man sich also der vorliegenden Geschichte des Verwaltungsbezirkes der einstigen römischen Provinz Noricum. Als Autor lässt sich Dr. Clemens M. Hutter, und dies ganz ohne kryptische Kunststücke, bestimmen und dann auch in seinen Gedankengängen leichtfüßig folgen. Er erweist sich mit der vorliegenden Arbeit als großer Sachkenner jenes versunkenen Zeitabschnitts und führt anhand erstaunlicher Fundstücke, wie etwa noch vorhandener Meilensteine an der „römischen Tauernautobahn“, durch die facettenreichen Aspekte der römischen Epoche im Salzburger Land. So entwickelt sich ein aufregendes regionales Lebensbild von Wirtschaft und Wandel, Gesellschaft und Gesittung, Kultur und Alltag in der Römerzeit. Man muss dem Autor zugutehalten, dabei nicht der Versuchung der weit verbreiteten „Gelehrtenlateinomanie“ zu erliegen. So sind die Kapitel leicht verständlich geschrieben und genießbar, ohne dass man Herrn Stowasser bemühen müsste. Alles in allem ein sehr lesenswerter Exkurs vor die unmittelbare Haustür und zugleich in die frühe Geschichte des Salzburger Landes, die, wie das Buch mit zahlreichen Dokumenten zutage bringt, noch immer lebendiger Teil der Gegenwart ist.

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