Das Schaf

Eine Kulturgeschichte

von Hans Haid

Buch

gebunden (304 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Das Schaf ist überall - auf allen Kontinenten und in allen Religionen. Es steht am Beginn der Zivilisation und Sesshaftwerdung, nährt und wärmt, wird geschlachtet, geschächtet, geopfert und verehrt. Seit mehr als 10.000 Jahren züchtet der Mensch das Schaf. Es ist das geduldige "Lamm Gottes". Es ist der machtvolle Herrscher auf dem Thron der Apokalypse. Der "gute Hirte" weidet seine Schafe, und jungen Schafhirtinnen erscheint die Madonna. Das Schaf nährt und wärmt uns, gibt Wolle, Fleisch, Milch, Loden, Filz, Mist und Lanolin. In der bukolischen Schäferdichtung wird das Schaf hymnisch besungen. Pastorellen, Madrigale, weihnachtliche Hirten- und Krippenlieder sind wichtiger und klingender Teil der Kultur. Am Himmel zählen wir die "Schäfchenwolken". Außenseiter nennen wir "Schwarzes Schaf". Wir halten "Schäferstündchen", suchen Schutz gegen die "Schafskälte" und sind allesamt "lammfromm". Dann bringen wir "unsere Schäfchen ins Trockene" und vertreiben schließlich den "Wolf im Schafspelz".

Produktdetails

ISBN-10: 3-205-78442-1
EAN: 9783205784425
Erschienen: 22.09.2010
Verlag: Boehlau Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 304
Länge/Breite: 220mm/141mm
Gewicht: 487 g
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Hans Haid

Hans Haid, geboren 1938 in Längenfeld im Ötztal, lebt als Volkskundler, Alpenforscher, Publizist und Schriftsteller auf dem 1700 m hoch gelegenen Hof Roale im Ventertal/Ötztal. Zahlreiche literarische Veröffentlichungen und Sachbücher über Brauchtum, Dialekt und Kultur im alpinen Raum. Gründer von IDI Internationales Institut für regionale Sprachen und Kulturen, der Vereinigung Arge Region Kultur sowie der internationalen Vereinigung pro vita alpina.

Barbara Haid

Barbara Haid MA, geboren 1966, ist freiberuflich in Wien als Übersetzerin tätig.

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Buchhändlertipps

  • Schaf und Mensch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mag. Miriam Mairgünther, am 27.12.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg

    Hans Haid hat bereits mehrere Bücher über die Bewohner der Alpen sowie ihre Sagen und Mythen verfasst. In diesem Buch beschäftigt er sich mit ihren pelzigen Bewohnern, nämlich den Schafen; diesmal allerdings nicht nur in den Alpen, sondern in vielen Kulturlandschaften der Erde. Es geht dabei nicht um das Schaf im zoologischen Sinne, obwohl auch hier immer wieder Einzelheiten erwähnt werden, sondern vielmehr um die Wichtigkeit des Schafs für den Menschen und die Bedeutungen, die er ihm zuweist. Die Themen, die er streift sind vielfältig. Man erfährt etwas über Schafe in Märchen und Sagen, in der Religion (wobei ein stärkeres Augenmerk auf die Bibel und die Apokalypse gelegt wird), in Liedern, im Jahreskreis, in geographischen Bezeichnungen etc.

    Ein Vorteil ist, dass Hans Haid beim Zitieren sehr genau ist und dass sich im Anhang eine ausführliche Liste der verwendeten Literatur befindet, sodass man bei Bedarf genügend Anregungen zum Weiterlesen findet. Das Buch selbst ist nicht schwierig zu lesen, da die meisten Kapitel relativ kurz sind und sich die Themen sehr oft abwechseln.
    Daraus ergibt sich aus meiner Sicht jedoch auch der Punkteabzug: Hans Haid bringt zwar sehr viele Themen in sein Buch ein, viele werden aber nur kurz gestreift. Es wird etwa erwähnt, dass eine bestimmte Sichtweise interessant wäre, dann aber nicht darauf eingegangen, oder er spricht von zahlreichen Beispielen aus anderen Kulturen, nennt aber dann nur eines. Es wäre vielleicht lohnender gewesen, etwas weniger Themen ins Werk aufzunehmen, dafür andere aber genauer zu beleuchten, denn dass der Autor ein umfassendes Wissen zur Materie hat, wird aus vielen Äußerungen klar.
    Weiters hätte es mir gefallen, wenn das Buch etwas systematischer gegliedert wäre; die Abfolge der Themenbereiche und Kapitel wirkt oft sehr willkürlich.

    Wer Lektüre zum Thema Schaf sucht, sollte Hans Haids Buch aber auf jeden Fall berücksichtigen, möglicherweise ist es im deutschsprachigen Raum die einzige Darstellung dieser Art. Auch für Freunde ungewöhnlicher kulturgeschichtlicher Bücher ist es unter Umständen ein Geheimtipp.

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