Bruno Kreisky

Bruno Kreisky

Die Biografie

von Wolfgang Petritsch

Buch

gebunden (423 Seiten)

4. Auflage

Sprache: Deutsch

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Kreativität, Gestaltungswillen und der für ihn so typische grantelnde Humor: Kreiskys widerspruchsvolle Persönlichkeit spiegelte sein außergewöhnliches Leben. Der weltoffene Intellektuelle prägte den politischen und wirtschaftlichenAufstieg Österreichs. Als Bundeskanzler (1970 bis 1983) leitete er grundlegende Reformen und die längst fällige Modernisierung ein und machte die SPÖ zuder erfolgreichsten sozialdemokratischen Partei Westeuropas. Eine enge Freundschaft verband ihn mit Willy Brandt. Kreisky war ein Vermittler zwischen Ost und West, ein Makler auf der Weltbühne. Ein kluger Analytiker, der das Talentbesaß, den Draht zum einfachen Bürger herzustellen. Die vorliegende Biografie basiert auf der jahrzehntelangen Beschäftigung des Autors mit dem PhänomenKreisky und greift auf bisher unbekannte Quellen zurück. Wolfgang Petritsch führte zahlreiche Interviews mit internationalen Zeitzeugen und in Kreiskys privatemUmfeld, um das schillernde Bild dieser beeindruckenden Persönlichkeit zu komplettieren.

Produktdetails

ISBN-10: 3-7017-3189-6
EAN: 9783701731893
Erschienen: März 2011
Verlag: Residenz Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 4. Auflage
Seitenzahl: 423
Gewicht: 740 g
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Wolfgang Petritsch

Wolfgang Petritsch, geb. 1947 in Klagenfurt, war von 1977-83 Sekretär von Bundeskanzler Bruno Kreisky. Er war 1997 österreichischer Botschafter in Belgrad und 1999 der EU-Chefdiplomat in den Kosovo-Friedensgesprächen. Anschließend bekleidete Petritsch die Stelle des Hohen Repräsentanten der EU für Bosnien-Herzegowina. Seit 2008 ist er der österreichische Botschafter an der OECD. Zahlreiche Auszeichnungen und Publikationen.

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Buchhändlertipps

  • Der Sonnengott

    von Rudy Sturmer, am 31.12.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Ja, das hatte er, dieses Image des grantigen Sonnengottes mit der tiefen Stimme, des Allwissenden, der sich in "Geschichte" deswegen so gut auskannte, weil er sie miterlebt und mitgestaltet hatte und der in den 70zigern endlich den für Österreich so notwendigen Modernisierungsschub und die Weltöffnung (UNO-City) einleitete. Natürlich hat ein Sonnengott auch Schattenseiten. ZB. was so alles "unter der Tuchent" ausgemacht wurde: Petritsch bringt es zum Teil ans Tageslicht.

Kundenrezensionen

  • Reich an Fakten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Steira, am 17.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.



    aber Fakten sind oft wie Kühe, schaut man ihnen lange in die Augen rennen sie davon.

    Sicherlich ein Beitrag zur Fülle von Kreisky der seine Berechtigung hat. Aber wie so oft gerade bei Beiträgen aus seinem direktem Umfeld hat man sehr stark den Eindruck, dass gerade an der Stelle Kreiskys Politik am wenigsten verstanden wurde.

    Schon aus zwei Gründen verharrt dieses Buch - wie auch andere aus diesem Umfeld - in der kritischen Posse.

    Der grundsätzlich "kritischen" Selbstdisposition sehr vieler Intellektueller.

    Und der empfundenen Notwendigkeit von Emanzipation von einer Jahrhundertpersönlichkeit die aus der Nähe betrachtet natürlich ein Mensch war. Mit Stärken und Schwächen.

    Leider gerät dann Tellerrand sehr hoch und die Faktenfülle vernebelt auch diesem Autor das Wesentliche, der Autor verharrt im Ideologischen wo ein Kreisky in der Lage war Widersprüche zu übergreifen.

    Im Grunde das Schicksal desjenigen Teils der "Bewegung" (Rasender Stillstand) die es gut und ehrlich meinten. (also nicht den Technokraten der Macht)

    Gut und ehrlich meinte es auch ein Kreisky - aber ihm ist das Kunststück gelungen dabei nicht zu erblinden. Kreisky hatte Visionen, gerade aus der Widersprüchlichkeit einer Welt heraus, derentwegen ihn ein "Nachfolger" - ihn und alle die nicht n u r von Realpolitik geplagt sind - im Sanatorium sehen wollte.

    Ein sehr wichtiges und richtiges Buch um die Tragödie der österreichischen Sozialdemokratie (den Teil in der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts) angemessen beurteilen zu können, wenn man das Buch im Kontext der Kritiker sieht und nicht im Kontext des an der Partei gescheiterten Lebenswerk Kreiskys.

    Aber Totgesagte leben bekanntlich länger - vor allem wenn sie von den verhinderten Helden in den eigenen Reihen totgesagt sind.

    Pflichtlektüre!

    Den ersten Teil der Tragödie liest man besser im Originalton Kreiskys, der zu dem Zeitpunkt schon genug Distanz gefunden hatte.

    Das Cover ist im Kontext wunderbar ausgewählt. Das Verblassen wird den Blick neu freigeben.

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