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Gerron

Roman

von Charles Lewinsky

Buch

gebunden (539 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Kurt Gerron war einmal ein Star und ist jetzt nur noch ein Häftling unter Tausenden. Der Nationalsozialismus hat den bekannten Schauspieler von den Berliner Filmateliers ins Ghetto von Theresienstadt getrieben, wo er ein letztes Mal seine Fähigkeiten beweisen soll: Als er den Auftrag bekommt, einen Film zu drehen, der das erniedrigende Dasein der Juden als Paradies schildern soll, sieht er sich vor einer Gewissensentscheidung, bei der sein Leben auf dem Spiel steht. In dieser Lage lässt Gerron sein Leben noch einmal Revue passieren. Charles Lewinsky erzählt die faktenreiche und doch erfundene Biographie des Schauspielers Kurt Gerron, der dem Holocaust zum Opfer fiel - ein literarisch brillanter und berührender Roman.


Pressestimmen:

"Ein wahres literarisches Wunder. Lewinskys Erzählung ist von seltenem sprachlichem Glanz, von lebendigstem Reichtum und von verblüffender erzähltechnischer Virtuosität. Lewinsky hat sich und seinen Melnitz mit dem Gerron übertroffen." Andreas Isenschmid, NZZ am Sonntag, 21.08.11

"Ergreifend und gut recherchiert - und da, wo es nichts zu recherchieren gab, glaubhaft erfunden." Felicitas von Twickel, ZDF Aspekte, 13.08.11

"Eine Liebesgeschichte. Ohne Frage. Von Charles Lewinsky meisterhaft erzählt, als sei er Kurt Gerron persönlich, jener Komiker der Banalität, der kurz vor dem Abgrund steht, dann aber über sich hinauswächst." Ilja Richter, Die Welt, 27.08.11

"Ein fesselnder Roman. Voll kessem Witz und lässiger Schnoddrigkeit, voll Berliner Schnauze und melancholischer Klugheit." Alexander Sury, Tages Anzeiger, 12.09.11

"Dieser fantastische Roman ist ein Erlebnis." Buddy Elias, DRS 1, 26.08.11

"Ein ganz direkter Ton, der einen sofort in Bann zieht." Hans-Ulrich Probst, DRS 2, 04.09.11

""Gerron" ist ein Geschichtenschatz." Astrid Reinberger, NDR Fernsehen, Kulturjournal, 14.11.11.

"Lewinsky hat die wenigen nicht verloren gegangenen Fakten über viele Jahre zusammengesucht und dann eine kluge, weil radikale poetische Lösung gewählt: Er erfindet Kurt Gerron, indem er die ganze Geschichte in seinen Kopf verlagert... Gerron dreht den Film im August/September 1944. Warum? Das war die Frage, die Lewinsky umgetrieben hat. Sein Roman ist seine Antwort, und das Erschütterndste an ihr ist gerade die unsentimentale Leichtfüßigkeit, mit der er sie aufgeschrieben hat." Pieke Biermann, Deutschlandradio, 04.11.11

"Ein wunderbares, berührendes, kluges Buch." Katja Weise, Norddeutscher Rundfunk, 04.11.11

Produktdetails

ISBN-10: 3-312-00478-0
EAN: 9783312004782
Erschienen: 29.08.2011
Verlag: Nagel & Kimche
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 539
Länge/Breite: 219mm/152mm
Gewicht: 767 g
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Charles Lewinsky

Charles Lewinsky, geb. 1946, lebt in Zürich und in der Franche-Comté. Er arbeitete als Dramaturg, Regisseur und Redaktor, seit 1980 als freier Autor. Er schreibt Romane und Theaterstücke und ist der Autor vieler erfolgreicher Fernsehsendungen.

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Buchhändlertipps

  • geht unter die Haut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 26.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    Kurt Gerron war ein gefeierter Kabarettist, Chansonnier und Schauspieler in Berlin. 1944 wird er zusammen mit seiner Frau Olga nach Theresienstadt deportiert.
    .....er hat mich nicht gesiezt, aber er hat meinen Namen gewußt. "Du, Gerron", hat er zu mir gesagt...."Du wirst einen Film für mich drehen".
    Er - das ist der Obersturmführer Karl Rahm aus Klosterneuburg.
    Einen Film soll Kurt Gerron in Theresienstadt drehen, - einen Film um der Welt draußen zu zeigen - wie schön es "die" in Theresienstadt eigentlich haben.
    Ein großartiges Buch, es geht unter die Haut.

Kundenrezensionen

  • Eine Zeit- und Kulturgeschichte die "unter die Haut geht". Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 18.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich finde diesen Roman atemberaubend der unter die Haut geht. Es geht um die Macht des Gewissens, die Kraft der Liebe, um eine Lebensgeschichte zwischen Erfolg, Verzweiflung, Bewunderung, Verfolgung und einer Entscheidung bei dem es um Leben bzw. Tod geht. Der Nationalsozialismus und das Schicksal von Millionen Juden. Erzählt wird dieser Roman anhand der Lebensgeschichte des bekannten Schauspielers Kurt Gerron, ein Star, der im Nationalsozialismus ein Häftling unter tausenden ist. Er und seine Frau als Häfltlinge in Theresienstadt getrieben, bekommt den Auftrag einen Film zu drehen, der das Dasein der Juden im Ghetto von Theresienstadt als Paradies schildern soll. Das erniedrgende Dasein der Juden wird in dem Roman immer wieder hervorgehoben und man fühlt und leidet als Leser mit. Letzlich hat Gerron keine andere Wahl als diesen Film gegen sein Gewissen zu drehen, da sein Leben und das seiner Frau auf dem Spiel steht. Glaubt Gerron zu dem Zeitpunkt noch, bis auch er und seine Frau im Zug mit allen anderen Häftlingen sitzt und nach Ausschwitz deportiert wird. "Man hat sich mit dem Tod arrangiert". Es hat mich als Leser sehr berührt. Zwei Nächte und ich hatte das Buch durch. Anspruchsvoll und berührend!!!

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  • Beeindruckend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Haike Zimmer, am 10.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Gerron" ist eine Romanbiographie die überzeugt. Kurt Gerron einst umjubelter UFA Star an der Seite von Heinz Rühmann und Marlene Dietrich, ist ab 1933 nur noch Jude. Dem Befehl den KZ-Film " Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" zu drehen, kommt er trotz großer Gewissensqualen aus Angst um sein Leben nach. Die Ich-Form (Gerron) welche Lewinsky wählt ist sehr stilsicher und eindringlich. Aufstieg,Absturz und das Grauen sind in Kopf und Herzen nach erlebbar. Ein Schicksal welches mich beim Lesen und Tage danach noch lange beschäftigt hat.

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  • Eine Frage der Selbstfindung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Fritzenwallner, am 03.09.2011

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Einen möglichst schönen «Dokumentarfilm» über das Lager Theresienstadt sollte Gerron drehen, damit die Welt erfahre, wie grosszügig der Führer Juden verwöhnt. «Ich kann diesen Film nicht machen», ist Gerrons erste Reaktion, «den Rest meines Lebens müsste ich mich dafür schämen». Es folgen drei Tage Bedenkzeit.
    Um zu einer Lösung zu gelangen, so hat ihm seine Olga geraten, solle er vorher herausfinden, wer er ist. Und so streift er durch sein Leben von der Kindheit über den Militärdienst im Ersten Weltkrieg: Cabaret, Theater und Film der 20er- und 30er-Jahre, Exil in Frankreich und in den Niederlanden, Durchgangslager Westerbork, alles immer wieder unterbrochen von der Realität im Ghetto Theresienstadt mit seiner direkten Zuganbindung an Auschwitz.

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  • Lewinsky's neues Meisterwerk Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.09.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nach dem "Melnitz" nun "Gerron".
    Unglaublich gut.
    Und soweit ich mich erinnere, wurde im Auftrag von Goebbels ein Film über Theresienstadt gedreht, der ein fohes und abwechslungsreiches Leben dort vorführen ließ. Vor allem wohl an die neutralen Länder und an das Rote Kreuz adressiert.

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  • Ein wahrer Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ursula Grützner, am 29.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Lewinskys neues Buch "Gerron" ist keine leichte Lektüre und doch liest man es mit größer Spannung und kann es nicht aus der Hand legen.
    Kurt Gerron, Schauspieler und Regiseur, mußte wirklich in Theresienstadt diesen Film drehen:"Der Führer schenkt den Juden eine Stadt" - welcher Hohn schon im Titel!
    Wir erleben in Lewinskys Roman die 3 Tage, in denen sich Gerron "entscheiden" sollte und in denen er sein ganzes Leben reflektiert. Wir erhalten eine geballte Ladung Zeitgeschichte und Kulturgeschichte der ersten Jahrzehnte des 20.Jahrhunderts, oft dargestellt als Drehbuch, die Form in der Gerron sich zu Hause fühlte. Ein faszinierendes Buch!

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  • "Gerron" von Charles Lewinsky Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Adrian, am 08.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder ein Meisterwerk von Charles Lewinsky - für alle, die seinen Roman "Melnitz" gelesen haben, ist es ein MUSS! Lewinsky versucht, sich in einen Menschen hineinzufühlen, der unschuldig in die Vernichtungsfabriken der Nazis geriet. Er stellt dies an der authentischen Person von "Gerron" dar, der als Kurt Gerson ein beliebter Schauspieler und Regisseur war, der nach Theresienstadt deportiert wurde. Das Buch ist im Stil einer Autobiographie geschrieben und dadurch besonders eindringlich und glaubwürdig. Mit seiner Ermordung in Auschwitz erlitt Gerron/ Gerson schlußendlich dasselbe Schicksal wie Millionen andere Unschuldige auch - einzig und allein, weil sie Juden waren. Niemand kann nachempfinden, wie diese Menschen fühlten und litten. Ein klein wenig kann es vielleicht, wer dieses Buch gelesen hat. Phantastisch!

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