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30

Über mich:
Ich Lady Woodstock




 

Bewertete Artikel

 
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Was vom Tage übrig blieb - Special Edition

Was vom Tage übrig blieb - Special Edition

A.Hopkins , E.Thompson

Erschienen bei Sony Pictures. 09.10.2001
Voraussichtlich versandfertig innerhalb 3-5 Werktagen.

Die Meinung zu diesem Artikel

 

Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern inaktiv "Merchant-Ivorys gepflegte Langeweile – mal wieder ein Meisterwerk" (02.09.2010)

Die Geschichte ist so vielschichtig und komplex, dass man sie kaum in wenigen Sätzen zusammenfassen kann.
England vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges: Stevens (Anthony Hopkins) ist ein Butler vom alten Schlag. Er ist ein Perfektionist, der ganz in seinem Beruf aufgeht und kein Privatleben kennt. Stevens ist seinem Herr, Lord Darlington (James Fox), bedingungslos ergeben obwohl dieser mit Nazis paktiert. Stevens hinterfragt nichts von dem was Lord Darling treibt und entschuldigt sein Desinteresse mit seinem Pflichtbewusstsein. Diesem Pflichtbewusstsein opfert er auch seine Familie und seine Gefühle für die Haushälterin Miss Kenton (Emma Thompson), deren Avancen er distanziert abweist.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Stevens erzählt, als er Jahre später, an Weisheit etwas reicher, versucht Miss Kenton zurück zu holen.

Gezeigt wird ein melancholisches und sehr einfühlsames Sittengemälde des Vorkriegsenglands, in dem der Adel offen mit Nazideutschland sympathisiert, in dem verkrustete Konventionen aus viktorianischer Zeit immer noch das Leben und den Alltag der Kleinen und Großen bestimmen. Es ist eine Geschichte über Würde, persönliche und soziale Unfreiheit, Borniertheit, Opportunismus und natürlich Liebe und unterdrückte Gefühle - ein vergeudetes Leben - tragisch personifiziert in der Gestalt des Vollblutbutlers Stevens.

Beurteilt
Die hochkarätige Besetzung, ganz besonders natürlich der phänomenale Anthony Hopkins und Emma Tompson, hält das Stück in Gang, langsam und einfühlsam taucht man in die tragische Welt von Stevens Selbstkasteiung ein. Die zähe Erzählweise der Geschichte, die keine nennenswerten Höhepunkte hat, lässt den Zuschauer die innere Unterdrückung des Butlers mitfühlen.
Die liebvolle Ausstattung sowie Kostüme und Kulissen sorgen für Augenfutter. Der Fim wird sich im Olymp der Period-Dramas zu etlichen anderen Merchant-Ivory Produktionen gesellen. Nicht umsonst wurde er für sieben Oscars nominiert.
Für mich ist es wie gewohnt ein Film, der mich beeindruckt hat, den ich aber ganz sicher kein zweites Mal ansehen möchte.

DVD:
Lauflänge: 129 Minuten
Sprache: Spanisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Holländisch, Italienisch, Französisch, Spanisch
Tonformat: Spanisch, Deutsch, Französisch 2.0 Dolby Digital
Bildformat: 16:9 anamorph
Extras:
Trailer von anderen Filmen
Kapitel- / Szenenanwahl
Making Of
Filmdokumentationen: Die Reise der Filmemacher / Blinde Loyalität - Wertlose Ehre
Entfallene Szenen
Audiokommentar
Filmografien

Firefly - Der Aufbruch der Serenity - Die komplette Serie

Firefly - Der Aufbruch der Serenity - Die komplette Serie

A.Baldwin , G.Torres

Erschienen bei 20th Century Fox. 03.11.2005
Voraussichtlich versandfertig innerhalb 3-5 Werktagen.

Die Meinung zu diesem Artikel

 

Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktiv "Gnadenlos witziger Space Western - vom Sender verkannt von den Fans geadelt " (01.09.2010)

Worum es geht
Der Krieg, der nach Unabhängigkeit strebenden "äußeren Welten" ist verloren. Ihre Truppen, die sogenannten Browncoats, sind anscheinend in alle Winde zerstreut. Einer der ehemaligen Browncoat-Soldaten, Malcolm Reynolds (Nathan Fillon), hat bei der letzten Schlacht im Serenity Valley nicht nur seinen Glauben sondern auch viele Kameraden aus seiner Einheit verloren.
Inzwischen sind einige Jahre ins Land gegangen und Malcolm fliegt mit der Serenity, einem nicht mehr ganz jungen Frachtraumschiff der Firefly-Klasse, durch die Gegend, stets auf der Suche nach mehr oder weniger ehrbaren Jobs. Die eine oder andere Gaunerei, Schlägerei und Schießerei lässt sich dabei leider nicht vermeiden. Immerhin muss er seine Besatzung bezahlen und die andauernden Reparaturen des heruntergekommenen Raumschiffs zehren ebenfalls an den Gewinnen.


14 abenteuerliche Episoden wurden auf Basis dieser Geschichte mit einer grenzgenialen Crew von vielschichtigen und glaubwürdigen Charakteren abgedreht. Zusammen mit vier ansehnlichen Ladies und fünf ziemlich durchgeknallten Kerlen erlebt man die haarsträubendsten, lustigsten und spannendsten Wildwest- geschichten, die die Zukunft zu bieten hat.

Nach 11 Episoden hat der Sender Fox (Schande über diesen Saftladen) die Ausstrahlung der Serie, angeblich mangels Einschaltquoten, leider wieder eingestellt.
Nicht die erste Fehlentscheidung dieses Fernsehsenders!
Aber offensichtlich fehlte nicht nur dem Intendanten, sondern auch dem amerikanischen Publikum die nötige intellektuelle Reife um die genialen Ansätze und das ungewöhnliche Konzept dieser Serie angemessen würdigen zu können.
Das deutschen SF-Volk (darunter auch meine Wenigkeit) liebt diese Serie abgöttisch, und das zurecht.
Der Film ist Kult und Maßstab zugleich!
Der fetteste, beste und einfallsreichste SF-Genuss dieses Jahrzehnts.

Grund:
- innovative Ansätze bei den filmischen und stilistischen Mitteln und der Aufnahmetechnik (z.B. Geräusche im Weltraum, Brummen von Triebwerken etc. sind endlich mal weggelassen worden).

- sehr pfiffige und weitgehend realistische Story. Ist ja auch in Anlehnung an die US-Geschichte (Besiedlung – Unabhängigkeitskrieg - Sezessionskrieg) entstanden und hat damit hohen Wiedererkennungswert.

- und noch so'ne unwichtige Kleinigkeit, die ich einfach nicht unerwähnt lassen kann: Endlich mal schnallen sich die Leute an, wenn ihr Raumschiff anfängt abzustürzen oder per Fremdeinwirkung durcheinander geschüttelt wird und klammern sich nicht nur dämlich wie Kirk und Co. an irgendwelchen Stuhllehnen fest oder fallen unmotiviert über das Geländer auf der Brücke. (Boah, das hat mich schon immer tierisch an Star Trek genervt)

- glaubwürdige Charaktere mit Ecken und Kanten und liebens- wie hassenswerten Seiten (ich liebe Jayne, diesen Idioten ;o)). Jeder für sich ist ein Juwel an menschlichen Schwächen, Neurosen und herrlichen Persönlichkeitsauswüchsen. Satire pur!

- Wildwest-Charme bis in alle Ritzen - kaum eine Episode ohne Kneipenschlägerei, Countrytanz oder Ballerei in staubigen Wüstenstädten. Rinder- und Pferdeherden bestimmen ebenso die Atmosphäre des Film wie der versnobte, futuristische "Südstaatenadel".

- kommt ganz ohne maskenbildnerisch aufgemotzte Aliens aus, dafür aber wird in Hochchinesisch unsynchronisiert geflucht und beleidigt. Wer Mandarin spricht ist klar im Vorteil ;o)

- groovy Westernmusik

- wahnwitzige und wahnsinnswitzige Dialoge, schmissig, durchdacht, anbe- tungswürdig.

Summasummarum:
Einfach shiny

Firefly - Der Aufbruch der Serenity - Die komplette Serie

Firefly - Der Aufbruch der Serenity - Die komplette Serie

A.Baldwin , G.Torres

Erschienen bei 20th Century Fox. 03.11.2005
Voraussichtlich versandfertig innerhalb 3-5 Werktagen.

Die Meinung zu diesem Artikel

 

Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktiv "Gnadenlos witziger Space Western - vom Sender verkannt von den Fans geadelt " (27.08.2010)

Worum es geht
Der Krieg, der nach Unabhängigkeit strebenden "äußeren Welten" ist verloren. Ihre Truppen, die sogenannten Browncoats, sind anscheinend in alle Winde zerstreut. Einer der ehemaligen Browncoat-Soldaten, Malcolm Reynolds (Nathan Fillon), hat bei der letzten Schlacht im Serenity Valley nicht nur seinen Glauben sondern auch viele Kameraden aus seiner Einheit verloren.
Inzwischen sind einige Jahre vergegangen und Malcolm fliegt mit der Serenity, einem Frachtraumschiff der Firefly-Klasse, durch die Gegend, stets auf der Suche nach mehr oder weniger ehrbaren Jobs. Die eine oder andere Gaunerei, Schlägerei und Schießerei lässt sich dabei leider nicht vermeiden. Immerhin muss er seine Besatzung bezahlen und die andauernden Reparaturen des heruntergekommenen Raumschiffs zehren ebenfalls an den Gewinnen.


14 abenteuerliche Episoden wurden auf Basis dieser Geschichte mit einer grenzgenialen Crew von vielschichtigen und glaubwürdigen Charakteren abgedreht. Zusammen mit vier ansehnlichen Ladies und fünf ziemlich durchgeknallten Kerlen erlebt man die haarsträubendsten, lustigsten und spannendsten Wildwestgeschichten, die die Zukunft zu bieten hat.

Nach 11 Episoden hat der Sender Fox (Schande über diesen Saftladen) die Ausstrahlung der Serie, angeblich mangels Einschaltquoten, leider wieder eingestellt.
Nicht die erste Fehlentscheidung dieses Fernsehsenders!
Aber offensichtlich fehlte nicht nur dem Intendanten, sondern auch dem amerikanischen Publikum die nötige intellektuelle Reife um die genialen Ansätze und das ungewöhnliche Konzept dieser Serie angemessen würdigen zu können.
Das deutschen SF-Volk (darunter auch meine Wenigkeit) liebt diese Serie abgöttisch, und das zurecht.
Der Film ist Kult und Maßstab zugleich!
Der fetteste, beste und einfallsreichste SF-Genuss dieses Jahrzehnts.

Grund:
- innovative Ansätze bei den filmischen und stilistischen Mitteln und der Aufnahmetechnik (z.B. Geräusche im Weltraum, Brummen von Triebwerken etc. sind endlich mal weggelassen worden).

- sehr pfiffige und weitgehend realistische Story. Ist ja auch in Anlehnung an die US-Geschichte (Besiedlung – Unabhängigkeitskrieg - Sezessionskrieg) entstanden.

- und noch so'ne unwichtige Kleinigkeit, die ich einfach nicht unerwähnt lassen kann: Endlich mal schnallen sich die Leute an, wenn ihr Raumschiff anfängt abzustürzen oder per Fremdeinwirkung durcheinander geschüttelt wird und klammern sich nicht nur dämlich wie Kirk und Co. an irgendwelchen Stuhllehnen fest oder fallen unmotiviert über das Geländer auf der Brücke. (Boah, das hat mich schon immer tierisch an Star Trek genervt)

- glaubwürdige Charaktere mit Ecken und Kanten und liebens- wie hassenswerten Seiten (ich liebe Jayne, diesen Idioten ;o)). Jeder für sich ist ein Juwel an menschlichen Schwächen, Neurosen und herrlichen Persönlichkeitsauswüchsen. Satire pur!

- Wildwest-Charme bis in alle Ritzen - kaum eine Episode ohne Kneipenschlägerei, Countrytanz oder Ballerei in staubigen Wüstenstädten. Rinder- und Pferdeherden bestimmen ebenso die Atmosphäre des Film wie der versnobte, futuristische "Südstaatenadel".

- kommt ganz ohne maskenbildnerisch aufgemotzte Aliens aus, dafür aber wird in Hochchinesisch unsynchronisiert geflucht und beleidigt. Wer Mandarin spricht ist klar im Vorteil ;o)

- groovy Westernmusik

- wahnwitzige und wahnsinnswitzige Dialoge, schmissig, durchdacht, anbe- tungswürdig.

Die DVD Box
enthält erfreulicherweise alle 14 Episoden und dazu noch so viele nette Extras, dass einem das Herz in Flammen steht.
Sprache: Deutsch und English in 2.0 Surround
Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte
Menüführung Deutsch und Englisch
Widescreen 16:9;
1.78:1 Aspect Ratio

Cranford

Cranford

Elizabeth Cleghorn Gaskell

Erschienen bei Penguin Classics. 04.2008
Titel voraussichtlich versandfertig innerhalb 3 Wochen.

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Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktiv "O, du glückliche Stadt der Amazonen" (05.05.2010)

Cranford ist eine Sammlung kleiner Anekdoten, die in der gleichnamigen englischen Kleinstadt in der Mitte des 19. Jahrhunderts angesiedelt sind. In Cranford haben die Frauen das Sagen, weil die Männer beruflich abwesend, freiwillig geflohen oder wahlweise verstorben sind. Zwei männliche Dauereinwohner nicht mitgerechnet: Der Rector, also der Pfarrer, ergreift die Flucht wenn er eine Frau im heiratswilligenfähigen Alter in der Nähe wittert, und der Arzt des Städtchens heißt Hoggins (benimmt sich auch oft recht ungehobelt) was ihn schon automatisch aus dem Kreis der gesellschaftsfähigen Männer ausschließt.
Kurz und gut, die erste und wichtigste Aussage des Buches ist die: Cranford gehört den Weibern. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum die Geschichten durchweg versöhnlich sind und von Menschenliebe und Gutherzigkeit nur so überquellen, ohne je kitschig oder pathetisch zu sein.
Was zunächst erscheint, als würden die verklemmten, alten Schachteln von Cranford in ihren viktorianischen Sitten- und Denkkorsetts sich beinahe selbst ersticken, entpuppt sich unter der Oberfläche als der erlesene Zirkel von schrulligen aber liebenswürdigen Ladies mit großen Herzen und edlen Gedanken und ihren eigenen, traurigen und schönen Geschichten.

Elizabeth Gaskell hat es schon gleich mit ihrer ersten Episode über den armen, fehlgeleiteten Dickensliebhaber Captain Brown geschafft, mich über die Jahrhunderte hinweg zu erreichen und zum Schmunzeln und Mitfühlen zu bringen. Ihre Cranforder Amazonen-Gesellschaft ist sehr pointiert beschrieben, und die Herren der Schöpfung kommen gar nicht mal so schlecht weg, wie man angesichts der vielversprechenden Einleitung hätte vermuten dürfen. Ganz im Gegenteil, da stellt uns Mrs. Gaskell doch wahrlich lauter Kerle vor, die in all ihrer undecentness, mit all ihren Ecken und Kanten und Widerborstigkeiten einfach nur zum Knuddeln sind. Jeder für sich genommen ein echter Held!

Diese überschaubare Geschichtensammlung um Miss Matty Jenkyns und die spießprüde Gutmenschenstadt Cranford ist ein beschwingt geschriebenes (gemessen an der Entstehungszeit sogar richtig gepfeffert geschriebenes), herrlich witziges, scharfsinniges und vor allem herzerquickendes Schmankerl, mit respektvollen aber treffsicheren Seitenhieben in alle Richtungen, in die man im total vernagelten viktorianischen Zeitalter nur schlagen konnte. Ganz abgesehen davon, dass die Seitenhiebe auch heute noch absolut zielisicher in so manche Kerbe menschlicher Unzulänglichkeiten und Macken treffen ;o).
Einfach (und) grandios.

Und last but not least muss ich unbedingt auf die epische BBC-Verfilmung hinweisen, die fast alle Geschichtchen aus dem Roman enthält und noch ein paar zusätzliche aus anderen Kurzgeschichten von Gaskell, und die die Stadt mitsamt ihren Ladies m.E. perfekt eingefangen hat.

Butterfly Effect - Star-Selection

Butterfly Effect - Star-Selection

Erschienen bei Warner bros.. 20.07.2007
Versandfertig innerhalb von 1-2 Wochen

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Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktiv "Ein perfekter Höllentrip " (23.03.2010)

Ja! Genau so muss ein Zeitreisefilm sein!
Genial durchdacht und in sich logisch und doch in all seiner Logik verwirrend bis hin zum Wahnsinn.
Was wäre wenn man in seine Kindheit zurück reisen könnte um eine einzige Kleinigkeit - scheinbar so unbedeutend wie der Flügelschlag eines Schmetterlings - zu verändern? Dann erntet man am anderen Ende Chaos!
Ganz langsam und sehr subtil gleitet man als Zuschauer in den philosophischen und gleichzeitig auch psychopathischen Ansatz dieser Idee hinein und ehe man sich versieht, ist man mitten in der brutalen Realität des jungen Evan (Ashton Kutcher) gelandet.
Als Kind leidet er unter ähnlichen Blackouts, die schon seinen Vater in die Psychiatrie gebracht haben. Evan beginnt auf Anraten des Arztes ein Tagebuch zu führen, das er als Erwachsener erneut zu lesen beginnt. Noch ist es seine reale Vergangenheit und noch wünscht man sich beim Zuschauen, der Junge würde alles was damals geschah ändern können, bis zu dem Zeitpunkt als Evan erkennt, dass er beim Lesen seines Tagebuches die Dinge wirklich ändern kann...
Hin und her gerissen zwischen Schock, Hoffnung und atemloser Faszination erlebt man mit wie Evan nun verzweifelt darum kämpft, sich ein gutes Leben zu erschaffen und immer wieder auf entsetzliche Weise scheitert.
Diese Idee ist einfach gigantisch und ebenso sind es die Schauspieler, die dem Film eine düstere Färbungen und beklemmendes Klima verleihen, selbst die Kinderrollen sind perfekt besetzt und es gab keine Minute in dem dramatischen Film, in der ich Zeit hatte zum Atem holen und noch lange danach hallte die Geschichte und ihr Gedanke in mir nach.
Dieser Film ist der beste und spannendste, mysteriöseste Zeitreise-Höllentrip überhaupt!

DVD: 2 Disc Edition
Lauflänge (Film) 109 Minuten
Sprachen: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1), Untertitel: Deutsch, Englisch, Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch
INKLUSIVE
Hinter den Kulissen: Die Psychologie und Wissenschaft der Chaostheorie; Die Geschichte und Faszination von Zeitreisen, Fact Track
Specials: DIRECTORS CUT DES FILMS (englische Originalversion mit Deutschen Untertiteln!) mit alternativem Ende, und schon deshalb wirklich sehenswert!
Original Kommentar von den Regisseuren und Drehbuchautoren Eric Bress und J. Machye Gruber, Nicht verwendete/alternative Szenen, Der kreative Prozess, Storyboard-Galerie, USA Kinotrailer,

Drood

Drood

Dan Simmons

Erschienen bei Quercus Publishing Plc. 10.2009
Sofort lieferbar

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Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern inaktivBewertungsstern inaktivBewertungsstern inaktiv "Was ich schon immer lieber nicht über Charles Dickens wissen wollte." (04.03.2010)

Dieses Buch wiegt ein halbes Kilo (und die deutschsprachige Ausgabe vermutlich noch mal 200 Gramm mehr). Was ich damit sagen will: Der Droodschmöker ist rein vom Handling her kein Lesevergnügen. Das Taschenbuch ist sperrig, schwer, umständlich zu halten, es will in keine Tasche passen, und den Gesetzen der Schwerkraft gehorchend, neigt man eher dazu es schnell wieder aus der Hand zu legen als sich daran festzuklammern und Nächte lang durchzuschmökern.
Wäre das Pfund bedruckter Seiten jedoch das, was der Name des Autors und der Klappentext versprechen, dann würde ich gar keinen Satz über dessen Gewicht verlieren, sondern begeistert losjubeln.

Aber
…es gibt leider keinen Grund zum Jubeln, denn nach meiner Meinung hat sich Dan Simmons, der Meister der epischen Erzählkunst und schrillen Einfälle, dieses Mal einen ein Pfund schweren Flop geleistet.

Erzählt wird die Geschichte der Freundschaft von Charles Dickens und seines literarischen Mitstreiters Wilkie Collins. Nach dem Eisenbahnunglück von Staplehurst ist Charles Dickens nicht mehr derselbe. Dort ist ihm ein mysteriöses Geschöpf namens Drood begegnet, das für ihn zur fixen Idee wird und später für Wilkie Collins sogar zu Besessenheit. An Drood droht die Freundschaft letztlich zu zerbrechen. Falls es überhaupt je eine wahre Freundschaft gab, denn wie sich im Laufe von Wilkies Erzählungen herausstellt, ist der hauptsächlich von Neid und Eifersucht auf Dickens zerfressen. Während der "große" Dickens immer selbstgefälliger wird, kulminiert Wilkies Handeln und Denken schließlich in blinden Hass und obskure Mordabsichten.

Gelesen habe ich zwar eine wahnsinnsmäßig gut recherchierte und psychologisch sehr scharfsinnige Geschichte, aber auch endlose Passagen mit Nichtigkeiten und biografischen Unwichtigkeiten, die langweilten bis zum Abwinken. Kennengelernt habe ich einen unsympathischen Charles Dickens, der sich am Schluss sogar als überheblicher Dreckskerl outet und einen noch unsympathischeren, wehleidigen und gewissenlosen Drogensüchtigen, genannt Wilkie Collins, den ich mit jeder Seite ein wenig mehr verachtet habe.

Fasziniert hat mich der Roman trotzdem, auf eine seltsam unangenehme Weise.

Fazit:
Eine weitgehend langweilige und extrem langatmige Geschichte mit ein paar wenigen gruseligen Passagen, viel Detailverliebtheit und zwei dermaßen unangenehmen Helden, dass ich zu jedem Zeitpunkt des Lesens genervt, frustriert oder abgestoßen war, und manchmal sogar alles auf einmal.
Gelegentlich gibt es Passagen mit schnellerer Gangart und dramatischer Spannung - und man vergisst dann tatsächlich, dass die Schwarte ein halbes Kilo wiegt. Aber diese Passagen können leider nicht das negative Gesamtgefühl, das mir bei Lesen stets im Nacken saß, ausgleichen.
Ein überflüssiger Roman - dazu noch mit ungeklärten Rätseln - und eine bittere persönliche Enttäuschung für mich, was die drei großen Autoren Dickens, Collins und Simmons angeht.

Im Sturm der Gefühle

Im Sturm der Gefühle

Shirlee Busbee

Erschienen bei Goldmann. 2005
Dieser Titel ist leider vergriffen. Es ist keine Neuauflage geplant.

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Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern inaktivBewertungsstern inaktiv "Das konnte Shirlee Busbee aber schon besser" (31.01.2010)

Lady Sophy Marlow ist Witwe und man munkelt, sie habe ihren charakterlosen Mann selbst ermordet um sich von seiner Unterdrückung zu befreien. Sie macht sich nichts aus den Gerüchten sondern ist froh, endlich ein freies Leben führen zu können und hat sich geschworen nie wieder zu heiraten. Als nun der Viscount Ives Harrington ihren Weg kreuzt und nachdrücklich um ihre Gunst wirbt, ist ihr das gar nicht recht, denn sie kann sich seinem Charme leider kaum entziehen. Der Viscount ist von einem Geheimnis umgeben und auch Sophy wird von mysteriösen Vorfällen heimgesucht. Die beiden werden schließlich in einer zweifelhaften Situation ertappt und sind gezwungen zu heiraten. Bis zum glücklichen Ende gilt es aber noch Morde, ein paar Rätsel und Geheimnisse aufzuklären, und natürlich müssen beide lernen sich gegenseitig zu vertrauen.

Ich möchte es eigentlich gar nicht glauben, dass diese Geschichte wirklich aus der Feder von Shirlee Busbee stammen soll, denn dieses Werk ist weit unter ihrem Niveau.
Dabei habe ich gar nichts gegen die üblichen Klischees in dieser Art von Romanen, aber wenn schon, dann sollten sie wenigstens geistreich und glaubwürdig aufgetischt werden. Doch was den Leserinnen hier an Handlung präsentiert wird, das wurde schon in fünfzig anderen Romanen weitaus fesselnder und strukturierter erzählt.
Nachdem die Autorin zuvor einen halben Roman lang erläutert hat wie unabhängig ihre beiden Helden sind und wie wenig sie sich um gesellschaftliche Normen scheren, finden die beiden sich plötzlich in einer Lage wieder, die aus Rücksicht auf die Gesellschaft eine sofortige Heirat erforderlich macht - sie treffen sich des Nachts in einem Wohnzimmer und werden beinahe erwischt. Dabei wollte die Heldin doch um keinen Preis je wieder heiraten, oder doch? Und Ives? Hatte die Autorin nicht einleitend hinlänglich erläutert, dass er unbedingt ein freier und ungebundener Mann sein will? Aber auf einmal arrangiert er diese lächerliche Ehefalle in die Sophy tappt. Welcher Gesinnungswandel da so plötzlich über ihn kam, blieb mir als Leserin leider verborgen.
Soviel hin und her ist nicht nur unglaubwürdig sondern auch anstrengend und es vermittelt den Eindruck, dass die Autorin kein Konzept hatte, wie ihr Roman verlaufen sollte!
Aber diese Verwirrung der Gefühle schadet auch nichts, denn die Figuren sind ebenso wenig glaubwürdig wie die Kriminal- oder Spionagegeschichte am Rande. Sophy mutiert vom Zeitpunkt ihrer Eheschließung an, von einer unabhängigen lustigen Witwe plötzlich zum schwachen unterwürfigen Heimchen. Und der Viscount, zuerst gleichgültiger Lebemann wird von heut auf morgen der überbehütende Ehemann. Hier prallt wirklich die geballte Ladung aller denkbaren Klischees so unkoordiniert aufeinander, dass einem schwindelig werden kann dabei. Und so bleibt das Werk summa summarum das Schwächste, das ich bisher von Shirlee Busbee gelesen habe.

Das Zeitalter der Wandlung 01. Nebelriss. Fantasy,  Band 8535

Das Zeitalter der Wandlung 01. Nebelriss. Fantasy, Band 8535

Markolf Hoffmann

Erschienen bei Piper. November 2004
Ist nicht mehr lieferbar.

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Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern inaktiv "Politfantasy mit ausgefranster Handlung" (31.01.2010)

Ein mächtiges Volk von zauberkundigen Echsen taucht scheinbar aus dem Nichts auf und reißt allmählich die Macht an sich. Etliche Mächtige müssen weichen, andere tun sich zusammen und versuchen sich im hoffnungslosen Kampf gegen die Eindringlinge wieder andere verbünden sich mit dem unheimlichen Feind. Ein wirres Netz von politischen, religiösen und gesellschaftlichen Verflechtungen aller Art entspinnt sich und mitten drin diverse Helden, edler und weniger edler Natur, die alle versuchen sich gegen den Feind - was immer er auch möchte - zu wehren.

Die Welt, die Markolf Hoffmann entwirft ist absolut glaubwürdig und sehr einfallsreich gestaltet, aber leider etwas unübersichtlich. Die Handlung fängt vielversprechend an, verheißt Intrigen, Kämpfe, Heldentaten und sogar eine Liebesgeschichte, aber so ungefähr ab dem zweiten Drittel fragte ich mich, wann sich die unglaublich vielen Handlungsstränge denn endlich mal treffen oder sich wenigstens auflösen. Sie tun es nicht. Man muss auch den nächsten Teil lesen und auch Teil drei und vier - und wenn man es bis dahin durchhält, erfährt man vielleicht die Wahrheit über die Goldei.
Nun gut, ich habe wieder einmal einen Mehrteiler gekauft und es erst hinterher bemerkt, und ich kann nicht sagen, dass ich darüber froh bin. Ich verstehe durchaus, dass ein Autor, wenn er erst einmal mühsam eine fiktive Welt entworfen hat, immer wieder gerne darauf zurückgreift, spart Zeit und Gehirnschmalz. Aber ich muss gestehen, mir persönlich fehlt bei so vielen diffusen Handlungsebenen und so wenig Action das Durchhaltevermögen für die folgenden Teile.

Wer aber mal etwas ganz anderes, jenseits von Tolkien und Co. lesen möchte und wer ganz spielerisch und nebenbei eine Lehrgang in Politikwissenschaften machen möchte der wird sich an diesem Buch sicher erfreuen, denn es hat einen ganz wunderbaren Schreibstil und es bereitet blanke Freude einfach nur zu lesen, und beweist, dass nicht nur die angloamerikanischen Autoren gute Fantasy zustande bringen!

Nur für eine Nacht

Nur für eine Nacht

Shana Abe , Shana Abé

Erschienen bei Blanvalet. 2003
Ist nicht mehr lieferbar.

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Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern inaktiv "In einer einzigen Nacht gelesen" (29.01.2010)

Original Titel: The Secret Swan

Amiranth und Tristan werden jung und aus politischem Kalkül heraus verheiratet - wie das eben im 14. Jahrhundert so üblich ist. Für Amiranth erscheint es als das größte Glück, denn sie liebt Tristan schon lange, heimlich. Der jugendliche Hitzkopf Tristan hingegen macht sich nichts aus Amiranth sondern zieht lieber in ein vielversprechendes Abenteuer.
Es wird zu einem schrecklichen Abenteuer, das die beiden für Jahre trennt. Als sie sich wieder begegnen haben sich beide verändert. Tristan erkennt seine Frau nicht wieder und lässt sich von Amiranth einreden sie sei ihre Schwester Lily. So nimmt ein gefühlvolles, verzwicktes und spannendes Abenteuer seinen Gang.

Dies ist eine herzergreifende und intensive Geschichte über Jugendliebe, gebrochene Herzen, Arroganz, Verrat und seelischer Qualen und natürlich die große Liebe. Sensibel erzählt, detailfreudig geschildert mit recht überzeugender Charakterzeichnung und einem satten Berg an Herzschmerz. Was will man mehr?
Lesen und lieben!

Mr. Darcy's Daughters

Mr. Darcy's Daughters

Elizabeth Aston

Erschienen bei Orion Paperbacks. 08.2004
Titel voraussichtlich versandfertig innerhalb 3 Wochen.

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Bewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern aktivBewertungsstern inaktivBewertungsstern inaktiv "Darcy's Tochter, ganz die Mama?" (28.01.2010)

Wer Austen Niveau erwartet, wird gewiss ein wenig enttäuscht sein, denn der Geschichte fehlt es oft am Wortwitz und am Biss von Jane Austen. Dennoch ist sie eine ganz brauchbare Variante zum Thema "Pride and Prejudice".

Camilla ist eine von fünf Töchtern von Lizzy und Darcy. Sie ist zwar nicht die schönste aber die klügste der Schwestern und dazu noch fest entschlossen sich bloß nicht unter das Ehejoch zwingen zu lassen, aber da lernt sie den interessanten Wytton kennen, der anders ist als die Männer, die sie bisher kannte. Dummerweise ist Wytton in ihre oberflächliche Cousine verliebt und gedenkt diese zu heiraten...

Die Geschichte der beiden hat wirklich viel Ähnlichkeit mit der von Lizzy und Darcy. Aber das ist eben leider die Schwäche des Buches, denn die Autorin bemühte sich, Lizzys Geschichte noch einmal in Gestalt von deren Tochter Camilla auferstehen zu lassen und dabei fällt eben besonders deutlich auf wie wenig ihr das gelungen ist.
Die Heldin Camilla soll geistreich und witzig sein und den Leser an Lizzy erinnern, aber das gelingt nur halbwegs. Zwischen Camilla Darcy und Elizabeth Bennet liegen Welten. Und der smarte Wytton ist von Darcy noch weiter entfernt, zaudernd und farblos wie er dargestellt wird. Ja, alle Figuren bleiben durchweg unbeseelt und oft auch unglaubwürdig in ihren Dialogen und Aktivitäten, und die herrlich feinsinnige Romantik, mit der Jane Austen ihre beiden Helden aufeinander treffen ließ, ist in dem Buch noch weniger wieder zu finden.
Dennoch gibt es sehr viel schlechtere Liebesromane und die Autorin hat wirklich einen wundervollen Schreibstil, der mich tatsächlich sehr an Jane Austen erinnerte.

 
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