Im Schatten des Vaters

Roman

von David Vann

Buch

Taschenbuch (184 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Eine abgelegene Insel im südlichen Alaska, nichts als undurchdringliche Wälder und schroffe Berge. Hier hat Jim eine Holzhütte gekauft, um darin ein Jahr allein mit seinem dreizehnjährigen Sohn Roy zu leben. Aber Jim ist erschreckend unvorbereitet auf das Leben in der Wildnis: auf Bären, peitschenden Regen und Schnee und vor allem auf die Einsamkeit. Nachts muß Roy das verzweifelte Schluchzen seines Vaters mitanhören. Er will nichts als fort von der Insel, aber er fürchtet sich vor dem, was passiert, wenn er geht. Und so bleibt er, bis das Schicksal des Vaters und sein eigenes mit einem erschütternden Ereignis besiegelt ist.


Pressestimmen:

"... David Vann (schießt) den Weg frei für einen der radikalsten Perspektivwechsel der jüngeren Literaturgeschichte - man kommt nicht los von diesem Buch. Und will in diesen Moment - so ist das eben mit manchen Albträumen - doch gleich wieder von vorne anfangen." (welt.de)

Produktdetails

Verkaufsrang: 22.343
ISBN-10: 3-518-46331-4
EAN: 9783518463314
Originaltitel: "Sukkwan Island" in Legend of a Suicide
Erschienen: 05.09.2012
Verlag: Suhrkamp Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 184
Länge/Breite: 189mm/118mm
Gewicht: 198 g
Übersetzer: Miriam Mandelkow
Reihe: suhrkamp taschenbücher Allgemeine Reihe
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Miriam Mandelkow

Miriam Mandelkow, 1963 in Amsterdam geboren, arbeitet als Lektorin und Übersetzerin. Sie lebt in Hamburg und in Arkadien, Griechenland.

David Vann

David Vann wurde 1966 auf Adak Island/Alaska geboren. Seine Romane sind vielfach preisgekrönt und erschienen bisher in 22 Ländern. Vann lebt mit seiner Frau in Kalifornien und ist derzeit Professor an der University of Warwick in England.

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Buchhändlertipps

  • hart Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 19.03.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    Ein Vater beschließt mit seinem dreizehnjährigen Sohn ein Jahr auf einer abgelegenen, unbewohnten Insel irgendwo in Alaska zu verbringen.
    Pflichtgefühl und Liebe zu seinem Vater lassen Roy diesem Vorhaben zustimmen.
    Schon kurz nach der Ankunft erkennt er aber das Unvermögen seines Vaters, mit dieser extremen Situation fertig zu werden. Roy will nur mehr weg. Er will nach Hause zu seiner Mutter und seiner Schwester...........

Kundenrezensionen

  • Unglaublich... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von P. Ritter, am 13.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob Im Schatten des Vaters das beste, oder das verrückteste Buch ist, das ich in den letzten Wochen gelesen habe. David Vanns Schreibstil ist zu gut. Ich finde es unglaublich, wie er es geschafft hat, all diese Geschehnisse in zweihundert Seiten zu verpacken. In drei Stunden hatte ich dieses Buch gefressen.

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  • Beklemmendes Szenario Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Verena Gwosdz, am 07.04.2012

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    Atmosphärisch richtig gut, tiefe Charaktere und eine stimmungsvolle Geschichte. David Vann versteht es, in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele zu führen. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite total gepackt und der krasse Wendepunkt in der Mitte des Buches, hat mich wirklich umgehauen.
    Ernste, aber richtig gute Lektüre!

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  • Psychogramm, welches sich nur schwer bewerten und noch schwieriger empfehlen lässt... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Moritz Revermann, am 13.03.2012

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    Es gibt viele literarisch anspruchsvolle Bücher, die den Leser - aus welchen Beweggründen auch immer - beglückt, berührt, nachdenklich aber auf jeden Fall intellektgekitzelt zurücklassen. Dieser Roman erschüttert. Anfangs erinnerte mich dieser Stoff an "Winter in Maine". Doch im Gegensatz zu diesem Roman gab es da Momente der Schönheit, der Reinheit und der logischen Konsequenz.

    David Vanns 'Im Schatten des Vaters' ist in seiner Stringenz mit das erbarmungsloseste Buch, das ich jemals gelesen habe. Und so nüchtern, distanziert und bar jeder offensichtlichen moralischen Bewertung Vann diese Geschichte erzählt, so groß ist, wird und bleibt die Frage, was ihn zu diesem Roman bewegt hat. Es liest sich wie eine Abrechnung, - ich vermag nur nicht zu sagen, womit?!

    Dieses Buch liest sich wie ein eiskalter Gebirgsfluß, intravenös eingeflösst, denn so sehr ich zwischendurch aufhören wollte, das Buch wegzulegen wünschte, es ging nicht. Wie gelähmt erwartete ich das Ende.


    Noch immer bin ich ratlos, fassungslos aber andererseits sehr berührt. Irgendwo zwischen Verdammen und dem Versuch, in irgendeiner Form, Verständnis aufzubringen. Beides gelingt nicht. Vielleicht ist sie manchmal so, die Welt, da draußen. Ich weiß es nicht.

    Und so sollte der Buchdeckel mit einem Aufkleber versehen werden: "Lesen auf eigene Gefahr". Nur eines kann ich garantieren, vergessen kann man diese Geschichte nicht!

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  • Irreversibel. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Oertel, am 08.03.2012

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    Jim, ein erfolgreicher Zahnarzt, verkauft Praxis und Haus und statt dessen eine kleine wilde Insel mitsamt Hütte. Für ein Jahr, will er sein privilegiertes Leben in Kalifornien gegen eines in der Wildnis tauschen, gemeinsam mit seinem dreizehnjährigen Sohn Roy.
    Eine Einraumhütte im Niemandsland, nur zu erreichen mit Boot und Wasserflugzeug, Nachbarn gibt es keine, nicht einmal Anzeichen menschlicher Existenz.
    Tags: Erkundungstouren, jagen, Privatunterricht, Karten spielen, lesen. Nachts weint der Vater wimmernd und schluchzend, während Roy sich schlafend stellt, wie gelähmt, ihn hasst und fürchtet.
    Was anfänglich nach einer harmlosen Vater-Sohn-Kiste mit abenteuerlichem Vorhaben aussieht, zeigt sich rasch spannungsgeladen. Die Gespräche sind sparsam, harsch und einsilbig.
    Schon bald wird klar, dass sie für das Leben in der Wildnis nicht vorbereitet sind. Sie haben kein Werkzeug, zu wenig Nahrung, die falsche Kleidung.
    Und schließlich gipfelt der Konflikt in einem katastrophalen, irreversiblen Schlussakt der Verzweiflung. In aller Härte und Konsequenz.

    Ein schmales aber gewaltiges Buch, das sämtliche menschlichen Emotionen im Dunkelbereich sensibilisiert. Zutiefst bewegend, erschütternd und verstörend. IM SCHATTEN DES VATERS schwillt langsam, aber stetig, zu einem unerträglich lauten Klangteppich an, verstummt plötzlich ohne Vorwarnung, zu bestürzender Stille, dass nur noch der eigene Atem zu hören ist.

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