Das Schicksal der Zwerge,  Band 4
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Das Schicksal der Zwerge, Band 4

Roman

von Markus Heitz

Buch

Taschenbuch (622 Seiten)

8. Auflage

Sprache: Deutsch

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Das Warten auf den neuen >>Zwerge<<-Bestseller ist vorüber: Viele Zyklen sind vergangen, seit der tapfere Zwerg Tungdil Goldhand in der Schwarzen Schlucht verschwand. Das Geborgene Land treibt unaufhaltsam dem Untergang entgegen. Drachen, Magier und die grausamen Albae haben das Reich unter sich aufgeteilt. Die Zwergenstämme wurden in die finsteren Stollen zurückgedrängt oder fast völlig vernichtet. Dann kehrt ein Zwergenkrieger in einer schwarzen Rüstung zurück, der sich Tungdil nennt. Für seinen treuesten Freund Ingrimmsch und seine Gefährten bedeutet das neue Hoffnung. Doch bald mehren sich Zweifel - ist es wirklich Tungdil, oder führt der Zwerg etwas ganz anderes im Schilde? Es geht um die Zukunft des Geborgenen Landes - und um das Schicksal aller Zwerge.

Produktdetails

Verkaufsrang: 8.333
ISBN-10: 3-492-70152-3
EAN: 9783492701525
Erschienen: 27.02.2008
Verlag: Piper
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 8. Auflage
Seitenzahl: 622
Gewicht: 838 g
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Markus Heitz

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte und lebt als freier Autor in Zweibrücken. Sein Erstling "Schatten über Ulldart", der Auftakt zum sechsbändigen Epos "Ulldart. Die Dunkle Zeit", wurde mit dem Deutschen Phantastik-Preis 2003 als "Bestes Roman-Debüt National" ausgezeichnet. Markus Heitz gehört heute zu den erfolgreichsten deutschen Fantasy-Autoren.

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Kundenrezensionen

  • Fesselnd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Peter Haufe, am 15.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Letztes Buch der vierbändigen Zwergenreihe, in dem eine spannende Geschichte ihren Höhepunkt erreicht. Habe selbst alle vier Bücher gelesen und war jedes Mal wie gefesselt. Alle Tolkien-Fans, die Zwerge lieben, werden diese Reihe im Nu verschlingen.
    Die Bücher strotzen vor bester Situationskomik und erzählen von der Tollkühnheit und Kriegsstrategie der Zwerge.

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  • Dunkle Abkehr vom alten Zwergeleben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.08.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Man merkt von Anfang an, dass sich die Atmosphäre im 4. Roman geändert hat. Dies ist jetzt in keiner Weise negativ gemeint aber man merkt das dunkle, teilweise auch gleichgültige Verhalten der Charaktere wie bereits schon im Albaeroman. Da mir vor allem dieser Roman sehr gefallen hat, konnte ich mich mit dem 4. Teil der Zwerge sehr gut indentifizieren. Es hat mich also von Anfang an sofort gefesselt und hat nur in einigen Passagen mit den sterblichen Nachfolgern der Helden aus den ersten drei Teilen ein paar kleine Durchhänger.
    Sonst ist es jedem Fantasy- und Heitzfan uneingeschränkt zu empfehlen!

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  • Ein Meisterwerk! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Torsten, am 21.07.2010

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Fesselnd und spannend.
    Ich hatte das Gefühl, in die von Markus Heitz beschriebene Welt regelrecht einzutauchen. Eine gelungene Fortsetzung mit vielen, leider teilweise vorhersehbaren, Wendungen. Bitte nicht falsch verstehen, es handelt sich um einen guten (!) Fantasy Roman. Allerdings sollte man beim 4. Band keine Überraschungen erwarten.
    Ein gutes Buch das ich bestimmt noch einmal lesen werde und ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann.

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  • Erzwungene Fortsetzung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Blutorange, am 09.06.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der 4. Band der Zwerge spielt 200 Jahre nach der Schlacht an der schwarzen Schlucht. Die Geschichte wird nicht mehr aus der Sicht von Tungdil Goldhand sondern hauptsächlich aus der von Boindil "Ingrimmsch" Zweiklinge. An und für sich eine gute Abwechslung.

    Was mir persönlich nicht gefallen hat waren vor allem die Ersatzfiguren für die sterblichen Charakteren. So wurde Prinz Mallen etwa durch Prinzessin Mallenia (Nachfahre) ersetzt und Rodario ebenfalls durch einen Nachfahren, irgendwie waren einem die neuen Figuren nicht mehr so vertraut wie die alten.

    Man merkt auch, dass es fast eine erzwungene Fortsetzung ist, die Geschichte fliesst nicht mehr so dahin wie bei den Vorgängern und schlussendlich enstehen noch mehr Fragen als geklärt wurden.

    Dennoch fasziniert das Buch und liest sich sehr gut, deshalb 4 Sterne

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  • Tungdil Goldhand kehrt zurück! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Bärli, am 25.11.2009

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    Die Zwerge unter der Führung von Boindil «Ingrimmsch» Zweiklinge, beschützen in der Schwarzen Schlucht das Geborgene Land vor den Horden von Ungeheuern. Das Schutzschild aus Magie, welches über 200 Jahre gehalten hat, droht langsam aber sicher zu verschwinden. Für kurze Zeit lichtet sich das Schutzschild und eine der Kreaturen erreicht die Burg der Zwerge. Sie bemerken diese und bei der Flucht wird die Kreatur vom Schutzschild das wiederaufgeflammt ist getötet. Doch nun weis das Böse auf der anderen Seite, dass das Schild dem Ende nah ist! Sie sammeln sich zu einem eventuellen Angriff und unter den Kreaturen können die Zwerge einen Ihresgleichen erkennen, diesem gelingt die vertreibung der Biester und er gesellt sich zu den Zwergen der Schwarzen Schlucht. Es scheint Tungdil Goldhand zu sein, doch er hat sich markant verändert. Zwerge die im Vertrauen und Zweifler müssen sich aber auf in Verlassen um das geborgene Land vor dem Bösen zu retten. Ein Feldzug beginnt....

    Es ist ein wirklich gelungenes Buch, das Markus Heitz hier geschrieben hat. Es fehlt einfach noch der letzte Kick, deshalb habe ich nich die volle Sternenzahl vergeben. Irgendwie ist das Ende der Geschichte vorhersehbar. Es lohnt sich aber auf jeden Fall dieses Buch zu kaufen und zu lesen! Ich kann es jedem Zwerge-Fan empfehlen.

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  • gelungener Abschluss Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Barbara Drese, am 17.06.2009

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    Nachdem der sagenhafte Tungdil Goldhand in der Schwarzen Schlucht verschwunden ist, geht das Geborgene Land dem Untergang entgegen und seine Völker ächzen unter der Herrschaft von Drachen und Albae. Boindil Zweiklinge, auch unter dem Spitznamen Ingrimmsch bekannt, und seine Gemahlin, die Maga Goda, wachen in der Festung Übeldamm über die magische Barriere, die die finsteren Kreaturen im Inneren der Schwarzen Schlucht halten soll. Doch die Barriere wird immer dünner und zerbricht schließlich ganz, und ein Heer von Schattenwesen dringt in das Land ein, an ihrer Spitze der Schrecken erregende Kordrion.
    Inmitten der finsteren Kreaturen taucht außerdem ein Zwerg auf, der dem heldenhaften Tungdil täuschend ähnlich sieht. Boindil ist außer sich vor Freude, seinen alten Freund wiederzusehen, doch Goda hegt Zweifel. Ist es wirklich der alte Tungdil, der zu ihnen zurückgekehrt ist oder etwas weitaus Finsteres? Derweil taucht im einstigen Königinnenreich Weyurn in der Stadt Mifurdania ein geheimnisvoller Dichter auf, der sich Poet der Freiheit nennt und gegen die Herrschaft des Drachen Lohasbrand und seiner Diener protestiert. Prinzessin Coira schöpft neue Hoffnung, mit seiner Hilfe ihre Mutter, die Königin, aus der Gefangenschaft des Drachen befreien zu können.
    Ich finde den Abschlussband sehr gelungen. Es ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Man weiß lange nicht, wie es denn enden soll. Absoluter Muss für Zwergen-Liebhaber.

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  • Fabelhaft Düster Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Eric, am 13.01.2009

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    Tungdil kehrt zurück. Doch ist er es wirklich? Findet es heraus, auf einem Kreuzzug durch das Geborgene Land. Der letzte Band bietet noch mehr Tragig und ist noch düsterer als die Vorgänger (wenn das überhaupt noch möglich ist). Unmengen an Geheimnissen, die doch nur zum Teil gelüftet werden.
    Aber gerade das, und das Ende, das nicht diesem öden "Happy-End-Schema" folgt, machen dieses Buch so einzigartig und unvergesslich.
    Ein gelungener Abschluss, der dennoch viele Möglichkeiten und Spekulationen offen lässt. Ein Muss für jeden Fantasyleser und Zwergenfan.

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  • Anders als die Vorgänger Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jana, am 31.08.2008

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    Die vorhergehenden drei Teile von Markus Heitz habe ich verschlungen. So spannend, so gefühlvoll, so kämpferisch - das waren die Zwerge. Doch als ich den vierten Teil begann, dachte ich: "Ist das wirklich ein Nachfolger? Ist das von Markus Heitz?"
    Alles war so anders, so dunkel und misstrauisch. Ist der Tungdil, der aus den Tiefen wieder hervorkam, wirklich der Tungdil, den ich seit 3 Büchern kannte? Das gesamte Buch über stellte ich mir diese Frage tausend Mal. Ich finde nicht, dass dieses Buch so gut ist wie die Vorgänger, vielleicht liegt es daran, dass Markus Heitz nur einen 4. Teil geschrieben hat, weil seine Fans ihn drangsaliert haben, es doch endlich zu tun. Ich war leicht enttäuscht, aber es ist trotz allem ein gutes Buch. Und wer die ersten drei Teiel gelesen hat, sollte auch den 4. lesen, ansonsten fehlt einfach was.

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  • Anders Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.08.2008

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    Nun, in der Tat bleiben viele Fragen offen. (Ob das in dem letzten Band einer Serie wirklich schlecht sein muss, sei jedem selbst überlassen)

    Gut finde ich auch, dass die Geschichte von Tungdil als Held anrückt, sondern das Auge vermehrt auf Boïndil richtet (Was ja auch eine Möglichkeit für eine Fortsetzung bietet, auch wenn Heitz nich will ;P)

    Alles in allem empfehlt sich das Buch zum Kauf, auch wenn die Vorgänger nicht ganz erreicht werden. Aber die Zwerge bleiben eben die Zwerge.

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  • Nicht schlecht, aber auch nicht super gut. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.06.2008

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    Bisher waren die Zwerge Bücher meine Lieblinge und ich war unheimlich gespannt auf die Fortsetzung. Doch ich war vom letzten Band ein wenig enttäuscht. Viele Fragen werden nie geklärt, im Gegenteil, am Schluss hat man noch mehr Fragen. Auch hat es ein abruptes Ende. Für den Leser kommt es vor, als ob Heitz endlich Schluss machen will mit diesen "lästigen" Zwergen. Schade!! Da wäre mehr Potential drin gewesen.

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  • Das Ende sehr Traurig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.05.2008

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    Das Buch war gut aber längst nicht so gut wie die Vorgänger. Zu viele Fragen bleiben offen, das nervt mich denn einen weiteren Teil wird es nicht geben. Die Story war nicht langweilig aber viel zu gerad lienig. Das der echte Rodario nicht dabei war sondern sein Ahne fand ich auch blöd und aus Prinz Mallen wird die Ahninn Mallenia.( aber nach 250 Jahren ist es klar das er selber es nicht sein kann, denn so alt wird kein Mensch.)Er hätte den echten Rodario ja leben lassen können er wurde doch damals von lot- ionen Geheilt obwohl er schon tot war, da hätte man doch einfach sagen können das er deshalb sehr alt hätte werden können weil der Zauber halt noch seine wirkung tat, na ja aber heitz hat das buch geschrieben und nicht ich.Vieles störte in der story einfach vor allem das es dann doch kein Happy End gab.

    Aber nun ja wer ein Zwergenfan ist sollte das Buch dennoch gelesen haben.

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  • Das Schicksal der Zwege Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 14.05.2008

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    Ich fand es nicht schlecht nicht gut es fehlt einfach die Würze die bei den anderen Teilen dabei war

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  • Naja Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jonas, am 24.04.2008

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    Das Buch ist nun wirklich nicht soo schlecht doch im Vergleich zu seinen drei Vorgängern ist es eben einfach zu...es ist schwer zu sagen. Meiner Meinung nach fehlen diesem Buch einfach der richtige Sinn und eine packende Story. Ich meine die Story ist soo einfach und klar das alles wirklich sehr absehbar ist. Und trotzdem schafft es das Buch auf drei Sterne, was an dem fantastischen Schreibstil von Markus Heitz liegt. Dieses Buch ist also zu empfehlen, allerdings wirklich nur für Liebhaber der drei Vorgänger.

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  • Nicht so spannend wie die Vorgänger Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 23.04.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich bin durch Zufall auf das erste Buch über die Zwerge gestoßen und war dann gefesselt. Ich habe sofort die Nachfolgebände gekauft und war begeistert. Leider hat HEITZ in diesem Roman etwas von seinem Reiz verloren. Der Auftrag von Tungdil wird ohne größere Schwierigkeiten durchgezogen und das wars. Es bleiben zu viele Fragen offen, z.B. was Tungdil erlebt hat und Heitz macht es sich zum Schluss teilweise sehr einfach. Ich hatte den Eindruck er muss seine Geschichte auf 624 Seiten bringen und keine Seite mehr. Aber trotzdem bin und bleibe ich ein Zwergenfan, und kann es allen nur empfehlen.

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  • Gut aber nicht perfekt, aber perfekt ist keiner ^^ Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Haribo Schnucki, am 05.04.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch ist wirklich gut geschrieben. Es ist eine gute Mischung aus Spannung, Mystik, Rätzel, Gewalt und Liebe.

    Es geht neue Wege und vergisst nicht die Vorgeschichten. Langeweile ist nicht zu finden.

    Es ist nicht unbedingt erforderlich die anderen Teile zuvor zu lesen, aber ich würde es trotzdem empfehlen.

    Das Buch endet so, dass Spielraum für ein weiteres Buch vorhanden ist. Wenn ich Markus Heitz Kommentar richtig verstanden hat, will er ein Buch über Albae schreiben.
    Vielleicht werden mit dem kommenden Buch einige Rätzel gelöst die die Leser evtl. noch beschäftigen.

    Auf alle Fälle wäre es schön wenn die Geschichte der Albae in die Zeitlinie diese Buches läuft.

    Aber ich schweife ab...

    K A U F E N es lohnt sich ;)

    Danke Markus Heitz das du diese Buch geschrieben hast.

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  • Gut, aber eben nicht perfekt..! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Jan Grewe, am 25.03.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Fantasy von Herrn Heitz sind aber auch keine Grenzen gesetzt...
    Wieder einmal hat das Volk der kleinen Fantasy-Vertreter alle Hände voll zu tun.
    Der Roman beinhaltet natürlich wieder eine gekonnt umgesetzte Story, wobei mir persönlich der Hauptplot etwas zu geradlinig verläuft. Eine Aufgabe muss bewältigt werden und wird ohne große Zwischenfälle erledigt.
    Ich vergebe drei Sterne, weil mir , als ich das Buch zur Seite legte, noch zuviele unbeantwortete Fragen auf der Seele lagen. Vielleicht ist das ja von Heitz so gewollt, aber ich bin trotzdem kein großer Fan von offen gebliebenen Fragen.
    Durch die vergangene Zeit zum letzten Zwergen-Roman fiel es mir etwas schwer, wieder die Geschenisse aus den anderen Teilen aufzugreifen. Leider werden von Heitz nicht viele bis gar keine Verweise auf die vorangegangenen Teile gemacht, was dazu führte, dass ich erstmal einen Freund, der gerade die Hörbücher verschlungen hatte, z.B. fragen musste:"Wie war das denn nochmal mit der Feuerklinge und warum hat er jetzt ein Schwert als Waffe?", weil ich mich einfach nicht mehr erinnern konnte. Vielleicht geht es ja nur mir so, da ich das Buch aus meiner Sicht bewerte.
    Allen Lesern dieser Rezension rate ich aber dringend dazu dieses Buch zu kaufen und zu lesen, denn seien wir mal ehrlich: Das Buch ist ein echter Heitz und den MUSS man einfach gelesen haben. Vielleicht geht es ja auch anderen Lesern so wie mir..

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  • Phänomenal !!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von wash-bear, am 20.03.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe schon Ungeduldig auf den vierten Teil dieser Erzählung gewartet und kein Augenblick war Umsonst. Mit Tränen in den Augen habe ich die letzte Seite des Buches umgeblättert in der Hoffnung die Geschichte möge nicht zu Ende sein. Wieder mal schlagen sich unsere Hälden Tungdil, Ingrimsch & Co. durch das Geborgene Land um sich einer noch Grössere Gefahr aus dem Jenseitigen Land entgegen zu stellen. Das Buch ist bis zum letzten Kapitel voller Überraschungen und zum Schluss bleibt einem nur noch ein " ...damit habe ich nicht gerechnet... " auf den Lippen. Meinen Dank an Markus Heitz ( er möge es sich noch mal anders Überlegen ;-) ) für die grossartige Unterhaltung durch unseren kleinen Freunden aus dem Geborgenen Land.

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PROLOG

Das Jenseitige Land, die Schwarze Schlucht, 6491. Sonnenzyklus, Winter

Der Geruch von Knochenstaub, eiskaltem Stein und feuchtem Frost lag in der Luft. Das Wesen mit den langen, dünnen Armen trat vorsichtig aus dem Schatten des Felsvorsprungs und blinzelte. Zehn Schritte vor ihm erhob sich ein Flimmern und machte die Umgebung jenseits davon undeutlich. Wie immer.
Das Wesen, das keinen Namen trug, leckte sich mit seiner dünnen grünen Zunge über die hundeartige Schnauze, sodass nadelspitze Zähne zum Vorschein kamen. Dann fuhr es mit zweien seiner insgesamt sechzehn Finger unter die von Schmutz überzogene Rüstung und kratzte sich gähnend über das kurze, dunkle Fell. Es zerrte ein wenig an seiner Rüstung, die im Schritt unangenehm auf sein Gemächt drückte.
Erleichtert atmete er auf und gähnte ein weiteres Mal.
Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang musste er auf Befehl des Stärksten Wacht halten und hatte sofort Meldung zu machen, wenn die Luft nicht mehr zitterte und vibrierte. Er mochte seine Aufgabe nicht, weil sie langweilig und undankbar war.
Nach einer Weile bückte er sich, hob einen gelben Käfer vom Boden auf, der unter einen halb verrotteten Oberschenkelknochen kriechen wollte, und steckte ihn ins Maul. Kauend dachte er einmal mehr, dass niemand unter den Hunderten seinesgleichen sich daran entsann, wann die Luft überhaupt nicht geflimmert hatte.
Knurrend trat er gegen die schwarze Felswand, schlenderte vorwärts bis zum Rand; in der Rechten hielt er den Griff eines überlangen Schwertes, das achtlos hinter ihm herschleifte. Das von einer rostbraunen Schicht überzogene Metall schabte über den Stein, die Schneide bekam weitere Scharten.
Er setzte sich neben dem Flimmern auf den Boden, gähnte wieder und warf ein Steinchen. Zischelnd flammte die Luft auf, wurde für einen winzigen Augenblick milchig wie trübes Wasser und ließ das Geschoss nicht weiterfliegen. Das Steinchen prallte ab und landete vor seinen Stiefelspitzen. Er seufzte; dies war ein Ritual, wie es – seit er denken konnte – stets gleich vonstattenging. Weshalb er Steine schleuderte, lag auf der Hand: Sie vergingen nicht sofort, wenn sie auf das Flimmern trafen.
Es hatte Zeiten gegeben, da war die unsichtbare Barriere nichts anderes gewesen als eine unzerstörbare Wand. Es war schmerzhaft gewesen, gegen sie anzurennen, aber mehr hatte sich nicht ereignet. Dann plötzlich hatte sie alles vernichtet, was mit ihr in Berührung kam: Mit einem Knistern wurde derjenige, der sie anfasste, mit Feuer überzogen und zu hellem Pulver verbrannt, das der Wind davontrug. Aber seit ungefähr sieben Weltaltern dauerte es sehr lange, bis man durchs Anfassen starb. Wer schnell war und sich rechtzeitig vom Flimmern lösen konnte, kam mit einer Verbrennung davon.
Auf der anderen Seite erkannte er eine seltsame, aufrecht stehende Konstruktion aus eisernen Ringen, in deren Mittelpunkt es schimmerte, wenn die Sonne hoch am Himmel stand. Von Zeit zu Zeit liefen kleine, dickliche Zweibeiner zu diesem Konstrukt, gingen drumherum und verschwanden wieder. Das hatte er ebenso mit eigenen Augen gesehen wie die mächtigen, hohen Mauern mit den eckigen Türmen, über denen bunte Fahnen wehten, doch das Flimmern verzerrte die Umrisse. Er wusste, dass sie weiter entfernt standen.
Wenn er sich sehr anstrengte, konnte er Zweibeiner sehen, die auf den Befestigungen hin und her gingen. Sie sahen anders aus als diejenigen, welche zum Konstrukt marschierten und es in Augenschein nahmen. Auch deren Aufgabe war gewiss sehr langweilig – bis die Luft irgendwann nicht mehr solche Wellen schlug wie an einem sehr heißen Sommertag.
Darauf wartete der Stärkste ebenso wie zahllose andere, Große und Kleine, Zweibeinige und Vielbeinige, Kreischgeister, Seelenreißer – und der Kordrion! Vor ihm hatte sogar der Stärkste Angst, und deswegen gehorchten alle dem fliegenden Schrecken.
Wenn das Flimmern endete, würde sich ihnen ein neues Reich öffnen, hatte ihnen der Stärkste versprochen, mit frischem, leckerem Fleisch und Schätzen für alle. Das hatte schon der Stärkste vor ihm versprochen, und der Stärkste davor, und wiederum der Stärkste vor dem Stärksten.
Er glaubte den Worten schon lange nicht mehr, aber er wagte nicht, sich zu widersetzen. Man starb, wenn man sich widersetzte. Ein Leben war nichts, der Stärkste befehligte Tausende namenloser Fußsoldaten.
Wieder hob er das Steinchen auf und schleuderte es lustlos gegen das Flimmern. Der braune, handtellergroße Käfer, der sich aus seinem Felsversteck gewagt hatte, war wesentlich interessanter.
Mit einer schnellen Bewegung schnappte er das Insekt, riss ihm die giftigen Mandibeln heraus und sog die nach fauligen Wanko-Beeren schmeckenden Innereien heraus. Er schmatzte genüsslich und warf die leere Hülle weg, dann bückte er sich, um nach dem Stein zu greifen.
Die langen Finger tasten auf dem Boden herum, ohne ihn zu finden.
Jetzt hob er neugierig den Kopf und – sah den Stein im Sonnenschein liegen.
Mit einem ungläubigen Schnauben erhob er sich und starrte hinaus: Das Flimmern war verschwunden!
Er wagte es nicht, sich zu bewegen. Es kribbelte ihm im ganzen Leib. Seine Nasenlöcher blähten sich, und er schnupperte. Er roch das Land jenseits des Flimmerns nun zum allerersten Mal ohne einen störenden Filter: Fleisch, Eisen, Staub, Stein – die Düfte von unterschiedlichen Kreaturen drangen in seine Nase und ließen die Aufregung weiter steigen. Freiheit! Beute! Fleisch! Und sagenhafte Schätze!
Er sah hinter sich, wo der Eingang zum unterirdischen Reich des Stärksten und des Kordrion lag. Nun müsste sein Weg schnellstens zu ihm führen, um Bericht zu erstatten, doch ... Er wandte den schmalen Kopf wieder nach vorn, und seine langen, spitzen Ohren richteten sich auf. Warum nicht einen Blick wagen, bevor andere kamen? Wie mochte die Umgebung ohne die Verzerrungen aussehen? Konnte er vielleicht Beute für sich allein sichern?
Und er musste alles genau sehen, sagte er sich, um seine Schilderung noch glaubhafter zu machen. Immerhin stand zu befürchten, durch vage Beschreibungen für einen Lügner gehalten zu werden. Und Lügnern geschah das Gleiche wie denen, die sich widersetzten. Das war ein sehr guter Grund, nicht auf der Stelle in die Schlucht zum Stärksten zu rennen, einmal ganz abgesehen von der Beute.
Behutsam machte das Wesen einen Schritt nach dem anderen, bis es den Felsschatten verlassen hatte und im Schein der Sonne stand.
Seine Hoffnungen auf einen heimlichen Raubzug starben. Alleine würde er die gewaltigen Befestigungen niemals überwinden, dazu benötigte er die Hilfe des Stärksten und des Kordrion. Ein harter Brocken ... Ohne die Verzerrungen sahen die eckigen Türme noch uneinnehmbarer aus und stemmten sich seinen Wünschen nach Reichtum und Fleisch entgegen; von der Steinmetzkunst, die er sah, konnten er und seinesgleichen nur träumen.
Er war jedoch nicht unbemerkt geblieben: Plötzlich hörte er das Klirren unzähliger Waffen, die aufgebrachten Rufe der Kreaturen auf den Mauern und lautes, unheilvolles Dröhnen von Hörnern.
Sofort bekam er Angst und duckte sich.
Rasch prägte er sich alles ein, bis hin zu den Farben und Mustern der Banner, wandte sich um und rannte auf den Felsen zu – da bekam er einen Schlag gegen den Rücken und wurde auf den Boden geworfen; das Schwert glitt ihm aus den Fingern.
Das Atmen fiel ihm schwer, er spuckte aus und sah sein eigenes grünes Blut aus dem Mund tropfen! Dann erst rannten die Schmerzen durch seinen Körper, deren Ursprung in seinem Kreuz steckte.
Er jammerte und heulte laut auf, versuchte, hinter sich zu greifen, und spürte einen dünnen Holzschaft zwischen den Fingern.
Etwas zischte von rechts heran, bohrte sich durch seine Schnauze und zerschmetterte den langen, dünnen Oberkiefer, was seine Qualen weiter steigerte. Sein Jaulen wurde lauter und endete unvermittelt, als gleich ein Dutzend Pfeile aus den verschiedensten Richtungen angeflogen kam und ihn spickte.
Ein Arm war durch die Geschosse mit der Flanke verbunden worden, und dennoch kroch er röchelnd weiter. Der Stärkste musste den Bericht erhalten, um seinen Tod zu rächen. Der Sturm sollte losbrechen!
Als er in den Schatten gelangte und die Stelle passierte, wo das Flimmern gewöhnlich begann, fühlte er Erleichterung. Nun war er sich sicher, Meldung machen zu können.
Plötzlich veränderte sich der Geruch der Luft.
Trotz des ganzen Blutes und der zerschmetterten Nase roch er es deutlich: Es war wie kurz vor einem Blitzschlag, unsichtbare Energien sammelten sich knisternd um ihn herum.
Er kreischte vor Furcht auf, die Hand krallte sich in den Dreck aus Staub und zerstampften Knochen, um ihn vorwärtszuziehen ...
Da flammte die magische Sperre wieder auf und teilte ihn auf Höhe der Hüfte entzwei.
Ein letztes, gellendes Kreischen entstieg seiner Kehle, dann starb er; die Beine zuckten noch eine Weile, ehe auch sie still lagen.

»Vraccas sei Lob und Dank! Der Schild ist wieder da!« Boïndil Zweiklinge, von seinen Freunden und Feinden wegen seiner Raserei, die ihn im Kampf befiel, auch Ingrimmsch genannt, hatte das Ende der Kreatur genau beobachtet. Er legte das Fernrohr auf die steinerne Brüstung und betrachtete den flackernden Schirm aus magischer Energie, der um die Schwarze Schlucht lag. »Das Artefakt scheint bald am Ende seiner Kraft zu sein.« Fragend sah er zu Goda. »Kannst du mir mehr sagen?«
Er und seine geliebte Gefährtin standen auf dem Nordturm der Festung Übeldamm, die sich seit zweihunderteinundzwanzig Zyklen rund um diesen Ort erhob.
Erbaut von Zwergen, Untergründigen, Ubariu und Menschen, umschlossen die im Viereck angeordneten Mauern die Schwarze Schlucht. Dreißig Schritt erhoben sie sich in die Höhe, und an ihrer dicksten Stelle hatten sie eine Stärke von fünfzehn Schritt. Die Bauweise war schlicht, doch von unübertroffener Meisterhaftigkeit. Das Zusammenspiel der verschiedenen Völker hatte Besonderes geschaffen, auch wenn der zwergische Anteil überwog. Ingrimmsch war stolz darauf, und die Runen an den Türmen lobten Vraccas, Ubar und Palandiell.
Auf den breiten Wehrgängen, den Türmen und in den Stockwerken unter den überdachten Plattformen standen Katapulte, die bei Bedarf Steine, Pfeile und Speere schleudern konnten; in den Kammern lagerten genügend Geschosse, um es mit hundertfacher Überzahl aufzunehmen. Darüber hinaus hielt sich eine Besatzung von zweitausend Kriegern in Übeldamm auf, um jederzeit zu den Waffen greifen und finstere Heere zurückschlagen zu können.
Doch seit zweihunderteinundzwanzig Zyklen war dies nicht notwendig gewesen.
Die Kreatur, die ausblutend auf der Erde lag, war das erste Wesen, welches sein Gefängnis verlassen hatte: Ein finsterer Einschnitt von einer halben Meile Länge und einhundert Schritt Breite zerstörte die Schönheit der umgebenden Landschaft und markierte die Stelle, aus der das Böse quellen würde, wenn die magische Barriere und die Festung es zuließen.
Goda blickte den Krieger an – ein stattlicher Zwerg aus dem Stamm der Zweiten und von derartiger Kampferfahrung sowie solchem Ruhm, dass er zum Befehlshaber der Festungstruppen erhoben worden war. Sie legte den Kopf schief; dunkelblonde Haare spitzten unter ihrer Kappe hervor.
»Hast du Angst davor, dass der Schild zusammenbricht, oder hoffst du darauf?« Im Gegensatz zu Ingrimmsch, der ein mit Eisenplatten verstärktes Kettenhemd angelegt hatte, trug sie ein langes hellgraues Kleid, das außer dem mit Goldfäden bestickten Gürtel schlicht und schmucklos war. Goda hatte nicht einmal einen Dolch im Gürtel stecken und bewies unumwunden, dass sie dem herkömmlichen Kampf abgeschworen hatte. Ihre Waffen waren magischer Natur.
»Ho, ich habe keine Angst vor dem, was in der Schwarzen Schlucht lauert! Viel schlimmer als das, was im Geborgenen Land umgeht, kann es nicht sein«, grummelte er gespielt beleidigt und strich sich durch den schwarzen Bart, in dem dicke, grausilberne Haare aufschimmerten und von seinem fortgeschrittenen Alter kündeten. Im Grunde war es das beste Alter. Ingrimmsch schenkte ihr ein trauriges Lächeln. »Und die Hoffnung habe ich niemals aufgegeben, seit er auf die andere Seite gegangen ist.« Er wandte den Kopf nach vorn und blickte entschlossen auf den Eingang in die Schwarze Schlucht, die hinter dem Schild zu sehen war. »Deswegen harre ich hier aus. Bei Vraccas, sobald ich ihn hinter dem Schild auch nur erahnen kann, will ich ihm zu Hilfe eilen! Mit allem, was ich aufbieten kann.« Er schlug mit beiden Fäusten auf die Mauerkrone.
Goda sah hinüber zum Artefakt, das eine undurchdringbare Sphäre um die Schlucht wob. Es erhob sich vor dem Eingang zur Schwarzen Schlucht und bestand aus vier aufrecht stehenden, ineinander verschlungenen Eisenringen, die andeutungsweise eine Kugel formten, deren Durchmesser vielleicht zwanzig Schritt betrug. Runen, Zeichen, Kerben und Punkte befanden sich auf den metallenen Kreisen; unzählige Querstreben führten in den Mittelpunkt, wo sich eine mit Symbolen verzierte Halterung befand. Und genau dort saß die Quelle seiner Macht: Die Kraft bezog es von einem Diamanten, in dem enorme Mengen an magischer Energie gespeichert waren.
Doch der Stein bekam mehr und mehr Risse, mit jedem Umlauf einen. Das dabei entstehende laute Knistern hallte von den Mauern wider. Inzwischen wusste jeder Soldat davon.
»Ich kann dir nicht sagen, wie viele Risse er noch verkraftet«, meinte Goda leise, und ihre Brauen zogen sich zusammen. »Es könnte jeden Augenblick geschehen oder aber noch Zyklen halten.«
Ingrimmsch seufzte und nickte den Wachen zu, die an ihnen vorbeigingen. »Was meinst du damit?«, brummte er und fuhr sich mit den Händen über die ausrasierten Schädelseiten; anschließend richtete er seinen dunklen Zopf, der von ebenso vielen silbernen Strähnen durchzogen war wie der Bart und seinen Rücken hinab bis zum Gürtel hing. »Geht es nicht deutlicher?«
»Das, was ich immer meine, wenn du mich danach fragst, mein Gemahl: Ich weiß es nicht.« Goda verzieh ihm seinen unfreundlichen Ton, da sie wusste, dass er der Sorge entsprang. Über zweihundertfünfzig Zyklen Sorge. »Vielleicht hätte dir Lot-Ionan eine Antwort geben können.«
Ingrimmsch stieß ein kurzes, hartes und freudloses Lachen aus. »Ich weiß, was er mir heute geben würde, wenn wir uns träfen. Vermutlich einen vernichtenden Zauberspruch zwischen die Augen.« Er nahm den Krähenschnabel, den einst sein Zwillingsbruder Boëndal Pinnhand im Kampf geführt hatte, schulterte ihn und schritt den Wehrgang entlang. Boëndal zu Ehren nutzte er die langstielige Waffe, an deren Ende auf der einen Seite ein schwerer flacher Kopf und auf der anderen ein unterarmlanger gekrümmter Sporn saßen. Es gab keine Rüstung, die dem Krähenschnabel in der Hand eines Zwerges standhielt.
Goda folgte ihm. Es war Zeit für den Rundgang.
»Hättest du gedacht, dass wir eine solch lange Zeit im Jenseitigen Land verbringen müssen?«, fragte er sie nachdenklich.
»Ebenso wenig wie ich gedacht hätte, dass sich die Dinge im Geborgenen Land derart wandeln«, gab sie zurück. Goda wunderte sich über die nachdenkliche Stimmung ihres Gefährten, mit dem sie vor vielen, vielen Zyklen den Ehernen Bund eingegangen war.
Ihrer Liebe waren sieben Kinder entsprungen, zwei Mädchen und fünf Söhne. Das Artefakt hatte sich nicht daran gestört, dass seine Hüterin keine Jungfräulichkeit mehr besaß, solange eine Seelenreinheit bestand. Und Goda bewahrte sich diese Unschuld. Nichts Böses hatte Einzug in ihr Denken gehalten, sie war frei von Heimtücke, List und Machtgier.
Schon allein, dass sie sich von Lot-Ionan abgewandt hatte und ihm nicht wie einige Verblendete gefolgt war, machte dies überdeutlich. Doch ihre Entscheidung hatte ihr einen mächtigen Feind beschert. »Denkst du nicht, es wäre an der Zeit, dass du zurückgehst und ihnen beistehst? Du weißt, dass sie auf dich warten. Auf den letzten großen Helden der Zwergenstämme aus den glorreichen Zyklen.«
»Und dich allein lassen, wo das Artefakt zerspringen kann, und den Befehl über die Festung aufgeben?« Ingrimmsch schüttelte energisch den Kopf. »Niemals! Wenn sich die Ungeheuer und Scheusale aus der Schwarzen Schlucht ergießen, muss ich hier sein, um ihnen zusammen mit dir, meinen Kindern und Kriegern Einhalt zu gebieten.« Er legte einen Arm um ihre Schulter. »Würde dieses Übel auch noch ins Geborgene Land schwappen, gäbe es keinerlei Hoffnung mehr. Für niemanden, ganz gleich, welchem Volk er angehört.«
»Warum verbietest du Boëndalin, zu unserem Volk zu gehen? An deiner Stelle«, drängte sie sanft. »Es wäre wenigstens ein Signal an die Kinder des Schmieds ...«
»Boëndalin ist ein zu guter Krieger«, unterbrach er sie. »Ich brauche ihn als Ausbilder für die Truppen.« Ingrimmschs Blick wurde hart. »Keiner meiner Söhne und Töchter wird mich verlassen, es sei denn, wie haben die Schwarze Schlucht für alle Zeiten zugeschüttet und mit geschmolzenem Stahl aufgefüllt.«
Goda seufzte. »Heute ist keiner deiner besten Umläufe, Ingrimmsch.«
Er blieb stehen, stellte den Krähenschnabel auf den Boden und fasste ihre Hände. »Verzeih mir, Gemahlin. Aber zu sehen, wie der Schild zusammenbricht und wie lange er benötigt hat, um sich neu zu errichten, wühlt mich auf. Dann neige ich dazu, schnell ungerecht zu werden.« Er lächelte unsicher und bat mit Blicken um Entschuldigung, die sie ihm mit einem Lächeln gewährte.
Sie marschierten zum Turm und nahmen den Fahrstuhl nach unten, der über Gegengewichte und Seilwinden bedient wurde.
Am Tor der Festung wurden sie bereits von einhundert schwer gerüsteten Ubariu-Kriegern erwartet.
Ingrimmsch musterte die Gesichter, die ihm trotz der vielen Zyklen immer noch fremd waren. Tiefe Freundschaften mit einem Volk zu schließen, das den Orks täuschend ähnlich sah und sie darüber hinaus noch im Wuchs überragte, behagte ihm nicht.
Ihre Augen schimmerten hellrot wie kleine Sonnen. Im Gegensatz zu Tions Kreaturen pflegten sie sich und unterschieden sich auch von ihrem Wesen her, weil sie sich von dem Bösen und der wahllosen Grausamkeit gegenüber anderen Wesen abgewandt hatten – zumindest behaupteten das die Untergründigen, die Zwerge des Jenseitigen Landes ...
Und auch wenn es niemals einen Grund zum Zweifeln gegeben hatte, so vermochte Ingrimmsch es nicht, über seinen Schatten zu springen und sie als gleichberechtigte Freunde anzusehen. Im Gegensatz zu seiner Gemahlin und den Kindern blieben sie lediglich Verbündete.
Goda gab ihm einen sanften Stoß, und er riss sich von seinen Gedanken los. Er wusste, dass seine Vorbehalte unrecht waren, doch dagegen tun konnte er nichts. Vraccas hatte allen Zwergen des Geborgenen Landes den Hass auf Orks und andere Kreaturen Tions eingemeißelt. Die Ubariu hatten einfach das Pech, auszusehen wie das Böse – und dennoch führte an ihnen kein Weg vorbei, wenn es um die Verteidigung der Schwarzen Schlucht ging.
Ingrimmsch gab den Torwachen ein Zeichen.
Rufe hallten, kräftige Arme bewegten Ketten und Seile von Flaschenzügen und brachten die schweren Zahnräder in Schwung, die den Öffnungsmechanismus bildeten. Mit einem eisernen Ächzen schob sich das massive Tor von elf Schritt Höhe und sieben Schritt Breite auf und schuf eine Lücke, durch welche die Kolonne hinaus und auf das Artefakt zumarschierte.
»Wir nehmen uns heute die Ränder entlang des Schirmes vor«, sagte Ingrimmsch zu dem Ubari unmittelbar neben sich, der auf den Namen Pfalgur hörte. »Ich traue den Biestern zu, dass sie irgendwann einen Gang gegraben haben, der sie an dem Schild vorbeiführt. Du führst die eine Hälfte, ich die andere. Ich beginne am Artefakt, du kannst dich auf den Weg machen.«
»Verstanden, General«, sagte der Ubari mit tiefer Stimme und gab den Befehl weiter.
Sie liefen durch die kahle Senke, in deren Mittelpunkt sich die Schwarze Schlucht befand. Die Ränder waren glatt und schwarz wie gefärbtes Glas, steile Wege führten rechts und links aus ihr heraus und endeten vor der schützenden Sphäre.
Ingrimmsch wandte sich nach rechts zum Artefakt, der Ubari schwenkte mit seiner Truppe in die andere Richtung.
Während Goda jede Kleinigkeit des Konstrukts, um das die gleiche Hülle aus Energie lag wie um die Schlucht, und den Diamanten mithilfe eines Fernrohrs inspizierte, ging Ingrimmsch zum Leichnam des Scheusals. Auf seiner Seite lagen die hässlichen, dünnen Beine, denen er nicht zutraute, die schweren Stiefel an den Füßen anders als schlurfend zu bewegen; hinter dem Schirm erkannte er verschwommen den von Pfeilen durchbohrten Oberkörper. Grünliches Blut hatte Lachen und kleine Rinnsale gebildet.
»Mistvieh«, meinte er leise und trat gegen die linke Wade des Wesens. »Die Freiheit hat dir den Tod gebracht.« Ingrimmsch hob den Blick und starrte in die Schlucht. »Warst du allein, als du die Schwäche des Schirms erkanntest, oder nicht?«, sprach er leise, als könnte die Kreatur ihn verstehen.
»Boïndil!«, hörte er Godas Ruf, und in ihrer Stimme lag schlecht verborgene Aufregung.
Etwas mit dem Diamanten schien nicht in Ordnung zu sein! Er wollte sich zu ihr umdrehen – da dachte er, in der Finsternis eine Bewegung ausgemacht zu haben.
Ingrimmsch verharrte und starrte ohne ein Blinzeln in die Schwärze.
Die Kraft der Sphäre brachte seine kurzen Barthaare über der Oberlippe dazu, sich aufzurichten. Oder sollte es am Ende ein ungutes Gefühl sein, das ihn befiel?
»Boïndil, so komm doch!«, versuchte es seine Gefährtin erneut. »Ich muss dir was ...«
Ingrimmsch hob den rechten Arm, um zu zeigen, dass er sie vernommen hatte, doch Ruhe wünschte. Seine braunen Augen zuckten hin und her, er suchte im Zwielicht nach schemenhaften Gestalten.
Wieder bemerkte er ein einzelnes Huschen, von einem Felsen zum nächsten, gleich darauf noch eins und dann wieder eines!
Es gab für ihn keinen Zweifel, dass sich weitere Monstren anschlichen. Fühlten sie den Verfall der Barriere? Waren sie mit ihren tierhaften Bestiensinnen ihnen gegenüber am Ende im Vorteil?
»Ich möchte ...«, rief er über die Schulter und schwieg vor Überraschung: Hatte er eben tatsächlich einen Zwergenhelm gesehen?
»Verfluchte Verzerrungen!«, rief er und machte einen Schritt nach vorne. »Tungdil!«, brüllte Ingrimmsch erwartungsvoll und stand gefährlich dicht vor der Sphäre, sodass er ihr leises Rauschen vernahm, das mal heller und mal dunkler klang. »Vraccas, lass meine Augen sich nicht getäuscht haben«, betete er und hätte beinahe eine Hand gegen den Energieschirm gelegt; er schluckte, und niemals war ihm seine Kehle derart eng erschienen.
Da zuckte eine bleiche Klaue, so breit wie drei Burgtore, aus dem Schatten und drosch mit ganzer Kraft gegen die Sphäre, dass es einen dumpfen Schlag gab und der Boden erbebte.
Mit einem Fluch sprang Ingrimmsch rückwärts und schlug in einem Reflex aus der Bewegung mit dem Krähenschnabel zu. Der Stahl prallte gegen die Barriere, ohne etwas auszurichten. »Der Kordrion ist zurück!«, schrie er und bemerkte voller grimmiger Zufriedenheit, dass die Warnhörner auf den Wehrgängen die Besatzung unverzüglich zu den Katapulten riefen. Die vielen Übungen machten sich bezahlt.
Die bleiche Klaue krümmte sich, die langen Nägel fuhren an der Innenseite des Schirmes entlang und ließen hellgelbe Funken aufstieben. Gleich darauf zog sie sich zurück, und eine Woge aus weißem Feuer rollte heran, schwappte wassergleich gegen die Barriere und verteilte sich gleichmäßig nach allen Seiten.
Ingrimmsch wich geblendet bis zum Artefakt zurück, ohne sich umzuwenden. »Sie wird nicht mehr lange halten«, rief er Goda zu. »Die Bestien wissen es und sammeln sich!«
»Der Diamant!«, schrie sie zurück. »Er zerbricht!«
»Was? Nicht jetzt, Vraccas!« Endlich sah er wieder etwas: Hinter der Wand aus Energie standen die unterschiedlichsten Scheusale und schwangen die Waffen! »Oh, ihr widerlichen ...«
Die meisten von ihnen glichen dem Wesen, das von der Barriere in der Mitte zerschnitten worden war; doch es gab zahlreiche andere Exemplare, wesentlich breiter, stärker und von einschüchterndem Äußeren, wie sie ein Albtraum nicht besser hätte schaffen können.
»Bei Vraccas«, stieß er aus und bedauerte sehr, sich getäuscht zu haben. Sein Freund war nicht erschienen. Er gab den Ubariu knappe Befehle, sich vor dem Artefakt zu verteilen, um Goda zu beschützen. Die Krieger bildeten eine Mauer aus Körpern, Eisen und Schilden, die Lanzen reckten sich wie starre, wehrhafte Tentakel nach vorn. Ingrimmsch wandte sich zu ihr um und sah, dass sie eine Hand gegen den schimmernden Schild gelegt hatte. »Was ist geschehen?«, rief er ihr zu.
Sie war bleich wie der Tod. »Es ... ist ein Stückchen aus ... dem Diamanten gebrochen«, wiederholte sie stammelnd. »Ich kann es nicht aufhalten ...«
Ein lautes Knistern ertönte, das an berstendes Eis erinnerte, und alle sahen nach dem Edelstein. Er hatte sich schlagartig dunkel eingefärbt; ein deutlich sichtbarer Riss ging mitten hindurch, während die Barriere grell surrte und flackerte. An den Rändern des Diamanten löste sich Schleiffläche um Schleiffläche und fiel zu Boden. Es ging zu Ende.
»Zurück!«, ordnete Ingrimmsch an. »Wir müssen in die Festung! Hier können wir nicht bestehen.« Er nahm Goda bei der Hand und rannte los. Schon seit vielen Zyklen konnte er zwischen Mut und Wahnsinn unterscheiden, wie er ihn früher in den Kämpfen an den Tag gelegt hatte. Auch seine Söhne hatten diese harte Lektion lernen müssen. Kein Erbe, auf das er stolz war.
Die Ubariu folgten ihnen und blieben mit ihnen gleichauf, auch wenn es den großen Kriegern ein Leichtes gewesen wäre, die Zwerge um Längen hinter sich zu lassen. Goda, die sich nicht vom Artefakt abzuwenden vermochte, wurde von ihrem Gefährten vorwärtsgezerrt.
Mit einem gleißenden Lichtblitz und einem ohrenbetäubenden Knall zerbarst der Diamant; die Detonation riss das Konstrukt mit brachialer Gewalt auseinander. Teile der aufrecht stehenden Eisenkreise wurden abgesprengt und flogen pfeifend etliche Schritte weit durch die Luft; dort, wo sie aufschlugen, bohrten sie sich tief in die Erde. Goda sah, dass die Enden rot glühten. Die Explosion musste mit ungeheurer Hitze einhergegangen sein.
Gleichzeitig – fiel die Barriere um die Schwarze Schlucht!
Die Maga nahm das Heer der Bestien deutlich wahr, es gab keine Kraft mehr, die sich ihnen unüberwindbar entgegenstemmte. Der Wind wehte ihr einen unglaublichen Gestank zu, eine Mischung aus Exkrementen, altem Blut und saurer Milch. Grauweiße Wolken aus Staub und Knochenmehl wurden aufgewirbelt und wirkten vor dem düsteren Gestein wie Nebel, aus dem die Gestalten traten.
Hinter dem Heer reckte sich der bleiche, drachenähnliche Schädel des Kordrion aus der Schlucht; seine Hörner und Dornen ragten in die Höhe. Die vier oberen grauen Augen musterten die Mauern der Festung, als versuche der Kordrion einzuschätzen, was sich ihm und seinen Dienern entgegenwerfen konnte. Die Blicke der zwei blauen Augen unterhalb der langen, knochigen Schnauze verfolgten die flüchtenden Ubariu und die Zwerge.
»Vraccas!«, entfuhr es Goda, die ihre magischen Kräfte sammelte, um sich zur Abwehr bereitzuhalten. Sie hatte in der ersten Reihe der kleineren Scheusale einen Helm entdeckt, wie er von den Kindern des Schmieds getragen wurde.
Dann trat ein Zwerg nach vorne, von Kopf bis Fuß in eine düstere Rüstung aus Tionium gehüllt; schimmernde Intarsien glommen eine nach der anderen auf. Die Kreaturen wichen ehrfürchtig vor ihm zurück.
In der rechten Hand hielt er eine Waffe, die sowohl im Geborgenen als auch im Jenseitigen Land Legende war: Sie war schwarz wie die schwärzesten Schatten und die Klinge etwas länger als der Arm eines Menschen. Auf der einen Seite war sie dicker und besaß lange, dünne Spitzen, die an einen Kamm erinnerten, auf der anderen verjüngte sie sich wie bei einem Schwert.
»Blutdürster«, raunte Goda und blieb stehen.
Notgedrungen hielt Ingrimmsch an und drehte sich um – und er erstarrte. Ihm fehlten die Worte.
Der Zwerg in der nachtfarbenen Rüstung legte die Linke an das Visier des Helmes und schob es nach oben. Ein bekanntes Gesicht mit einer goldenen Augenklappe kam darunter zum Vorschein, doch die Züge waren hart und unerbittlich geworden. Sein kaltes, grausames Lächeln versprach den Tod. Dann hob er die Waffe, schaute nach rechts und links; sofort erklang lautes Geschrei unter den Kreaturen.
»Vraccas, steh uns bei: Er ist zurück!«, wisperte Goda entsetzt. »Als der Feldherr des Bösen!«
In diesem Augenblick schmetterten grelle Hörner hohl und echohaft aus der Schlucht, und der Kordrion öffnete das Maul zu einem wütenden Schrei.

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