Das Wochenende

Das Wochenende

Roman

von Bernhard Schlink

Buch

gebunden (224 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Nach 20-jähriger Haft hat ihn der Bundespräsident begnadigt. Zum ersten Wochenende in Freiheit lädt seine Schwester die alten Freunde ein. Für sie ist das Leben weitergegangen. Und für ihn? Was bleibt von der Zeit der Gewalt? Legenden? Bewältigung? Sprachlosigkeit?

Produktdetails

ISBN-10: 3-257-06633-3
EAN: 9783257066333
Erschienen: März 2008
Verlag: Diogenes Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 224
Gewicht: 273 g
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Bernhard Schlink

Bernhard Schlink wurde 1944 bei Bielefeld als Sohn eines Theologieprofessors geboren. Seine Familie zog nach seiner Geburt wegen der Arbeit seines Vaters, nach Heidelberg. Dort wuchs er auf und studierte Jura in Heidelberg und Berlin. Nach seiner wissenschaftlichen Assistenz in mehreren Städten, u.a. Darmstadt und Freiburg, erhielt er seine erste Professur für Verfassungs- und Verwaltungsrecht in Bonn. Danach war Bernhard Schlink in Frankfurt tätig. Seit 1988 arbeitete er als Richter, war mit an der Übergangsverfassung der DDR verantwortlich und war Richter am Landesverfassungsgericht Münster. Daneben entdeckte er das Schreiben als seine Leidenschaft. Zu Beginn seiner Autorenkarriere verfasste Bernhard Schlink allein Fachliteratur. Seinen ersten Roman "Selbs Justiz" 1987 schrieb er gemeinsam mit Walter Popp, einem Kollegen, während eines Urlaubssemesters in Frankreich. Der Nachfolger, "Die gordische Schleife", erhielt 1989 den Autorenpreis für deutschsprachige Literatur, 1992 folgte der Deutsche Krimi-Preis für "Selbs Betrug". Der große Durchbruch gelang Bernhard Schlink mit "Der Vorleser"(1995), der viele internationale Preise erhielt und als erstes deutschsprachiges Buch als Platz 1 auf der New York Times Bestsellerliste stand. Die Verfilmung des Romans war ebenfalls ein großer internationaler Erfolg. Bernhard Schlink lebt in Berlin und New York.

Meinung der Redaktion
Schlinks Romane sind oft eine Kombination aus persönlicher Geschichte seiner Hauptfiguren, die mit den Geschehnissen, die die Zeitgeschichte mit sich bringt, umgehen müssen. Spannend, gesellschaftsbetrachtend - ohne zu richten - und vielseitig.

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  • Ein Psychogramm Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von CaWa - die Leseratte, am 15.03.2010

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    Der Ex-Terrorist Jörg wird vom Bundespräsident begnadigt. Seine Schwester lädt zur Begrüßung alte Freunde und Weggefährten auf ein gemeinsames Wochenende ein.

    Anfangs sind alle Beteiligten um Lockerheit bemüht, nach und nach bauen sich Spannungen auf. Es stellt sich heraus, dass fast jeder seine dunkle Seite hat. Die Situation droht zu eskalieren, als Jörg versucht seine Beweggründe seines Terrorist-Seins zu erklären.

    Ein ergreifendes Buch, ganz nach Schlink-Manier in Szene gesetzt. Am Ende ist man zwiegespalten zwischen Verstehen und Verachtung.

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  • wow! Das beste Buch, das ich in letzter Zeit gelesen habe! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Judith, am 17.09.2008

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    Nachdem ich "Heimkehr" gelesen habe, war ich schon begeistert von Schlinks Erzählweise, aber "Das Wochenende" hat mich endgültig überzeugt. Schlink zeichnet die Geschichte des RAF Terrorismus aus unterschiedlichen Perspektiven und schafft es dabei den Gegenwartsbezug nicht außer Acht zu lassen.
    Das Buch fesselt ab der ersten Seite...
    (Auch das Hörbuch ist sehr empfehlenswert!)

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  • nicht die bekannte Geschichte des Terrorismus in Deutschland Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Eberhard Landes, am 10.08.2008

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    Christine holt ihren Bruder Jörg - nachdem der als RAF-Häftling über 20 Jahre im Gefängnis saß - am Tor der Haftanstalt ab und bringt ihn zu ihrem Haus auf dem Land, abgelegen in einem der neuen Bundesländer. Sie hat neben ihrer eigenen Freundin, der melancholischen Margarete, die Freunde von damals eingeladen; seinerzeit Weggefährten, mindestens aber Sympathisanten, die aber im Gegensatz zu Jörg in ein bürgerliches Leben als Rechtsanwalt, Unternehmer oder gar Bischöfin gefunden haben. Es herrscht eine durchaus gespannte Atmosphäre, die zusätzlich belastet wird durch die Anwesenheit des jungen Marko, der Jörg zu erneutem Kampf gegen die Gesellschaft anstachelt; dieses Mal in Zusammenarbeit mit islamitischen Fundamentalisten. Eine – wie ich finde – gar nicht so unrealistische Vorstellung - allerdings erschreckend phantastisch. Aber Marko ist nicht der beindruckendste Gast an diesem Wochenende. Da ist noch ein überraschender Besucher, dessen Identität eine ganz und gar andere ist, als die Gäste zunächst vermuten. Und da ist noch ein 2. Erzählstrang: Lisa, eine der Gäste, schreibt von Jan, der sich für tot erklären lässt, um dann ein 2. Leben als Terrorist zu führen. Sie überlegt beim Schreiben, ob sie die bekannte Geschichte des Terrorismus in Deutschland beschreiben soll. Bernhard Schlink erzählt uns in diesem Band jedenfalls eine unbekannte. Seinem Stil, dem liebevollen Umgang mit der Sprache, bleibt er auch in „Das Wochenende“ treu. Schlink jongliert so ruhig mit den Worten, er wirkt daher auf mich in „Das Wochende“ ebenso beruhigend wie z.B. in "Liebesfluchten" oder „Der Vorleser“

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