Buch
gebunden (326 Seiten)
5. Auflage
Sprache: Deutsch
Sofort lieferbar
€ 22,60
von Jürg Willi
von Pierre Franckh
von Jürg Willi
von Wilhelm Schmid
von Norbert Arlt
von Emma Donoghue
von A. J. Jacobs
von Jan Uwe Rogge
Man darf heute wieder zugeben, daß man einen anderen Menschen braucht und
daß man gebraucht werden will. Es gibt eine neue Sehnsucht nach Bindung,
nach Nähe und Zärtlichkeit, nach stabiler Zweisamkeit. Alleinsein wird
nur als Übergangsform akzeptiert, nicht aber als Lebensform. Ehe und Familie
gelten wieder als ein Hort der Geborgenheit; dauerhafte Zweisamkeit als
ein begehrtes Luxusgut. Der Mensch hat erkannt, daß er den anderen, den
Liebespartner benötigt, denn die Liebesbeziehung ist für seine eigene persönliche
Entwicklung und die Entfaltung seines Potentials von hoher und unersetzbarer
Bedeutung. Eine Liebesbeziehung ist dabei niemals nur harmonisch und selbstlos,
sondern immer eigennützig und spannungsgeladen. Die Liebespartner reiben
sich aneinander, sind ihre kompetentesten Kritiker und unerbittlichsten
Herausforderer, weil jeder von der Entfaltung und Weiterentwicklung des
anderen direkt betroffen ist. Partner sind füreinander die Stimme des Unterbewußten,
das heißt aber auch der verdrängten Aspekte ihrer eigenen persönlichen
Entwicklung. Die Liebe der Partner bleibt ambivalent - gespannt in der
Frage, wieweit die Beziehung zueinander die Entfaltung des eigenen Potentials
begünstigt oder behindert. Eine Partnerschaft, in der es keine Reibungen
und keine Entwicklungen mehr gibt, ist zum Stillstand gekommen. In einer
lebendigen Beziehung sind Partner einander immer auch ein Geheimnis, sie
bleiben ein lebenslang auf der Suche nacheinander.
| ISBN-10: | 3-608-94336-6 |
|---|---|
| EAN: | 9783608943368 |
| Erschienen: | 2002 |
| Verlag: | Klett-Cotta Verlag |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 5. Auflage |
| Seitenzahl: | 326 |
| Gewicht: | 486 g |
Jürg Willi, Prof. Dr. med. Dr. h.c., Facharzt in Psychiatrie und Psychotherapie, war Direktor der Psychiatrischen Poliklinik am Universitätsspital Zürich und leitet jetzt das Institut für ökologisch-systemische Therapie in Zürich
von einer Kundin/einem Kunden, am 27.05.2010
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Die Herausforderung der persönlichen Entwicklung durch die Partnerwahl.
Die Partnerwahl kann - muß aber nicht - eine Wende im Lebenslauf sein. Sie kann einen Neuanfang anbieten, doch dieser kann sich später auch als Falle oder Illusion erweisen. Eine Partnerbeziehung, die man benötigt, um eine persönliche Entwicklung zu vollziehen, ist nicht von vornherein zum Scheitern bestimmt. Partner fordern einander wichtige Entwicklungen ab, die tatsächlich vollzogen werden. Es ist jedoch von großer praktischer Bedeutung, ob die Erwartung besteht, mit der Unterstützung des Partners eine anstehende persönliche Entwicklung zu vollziehen, oder ob erwartet wird, daß der Partner für einen diese Entwicklung übernimmt, persönliche Defizite kompensiert und einem das bisher vermißte Glück beschert. Manche hoffen, den Partner mit der Lösung eigener Schwierigkeiten betrauen zu können, um ihn nachträglich zu bestrafen, wenn ihm dies nicht gelingt ..."
von Pierre Franckh
von Bas Kast
von Maurice Sendak