Die Beichte

Die Beichte

Theaterstück

von Felix Mitterer

Buch

Taschenbuch (75 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ein Mann kommt zu einem Priester und will beichten. Er hat ein Verbrechen begangen. Er hat seinem Sohn dasselbe angetan, was ihm einst widerfahren ist. Bald stellt sich heraus, dass auch der Priester nicht ohne Schuld ist. Die beiden kennen einander, erinnern sich an ihre Zeit als Zögling und Erzieher im Klosterinternat, daran, wie alles gekommen ist ... und immer die brennende Frage: Gibt es Vergebung?
Mitterers berührendes Theaterstück besitzt angesichts der schockierenden Enthüllungen der Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche nach wie vor traurige Aktualität. Ohne einseitig zu verurteilen oder zu polemisieren, zeigt Mitterer die psychologischen und sozialen Hintergründe und die Folgen derartiger Verletzungen auf. Er entlarvt menschliche Schwächen und Fehler und entwickelt zugleich Hochspannung und Dramatik.


Produktdetails

ISBN-10: 3-85218-872-5
EAN: 9783852188720
Erschienen: 27.05.2011
Verlag: Haymon Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 75
Gewicht: 88 g
Reihe: Haymon Taschenbuch
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Felix Mitterer

Felix Mitterer, geb. 1948 in Achenkirch/Tirol, lebt heute in Irland. Seit 1978 erfolgreicher Theater- und Drehbuchautor. Die mehrteiligen Filme 'Verkaufte Heimat' und 'Piefke-Saga' sind seine bekanntesten Fernseharbeiten, 'Kein Platz für Idioten', 'Besuchszeit', 'Sibirien' und 'Die Beichte' die am meisten aufgeführten Theaterstücke. Die Hörspielfassung des Stücks 'Die Beichte' war Österreichisches Hörspiel des Jahres 2003. Die Hörspielfassung des Stücks 'Die Beichte' wurde u.a.mit dem Prix Italia und als Österreichisches Hörspiel des Jahres 2003 ausgezeichnet.

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  • Vater unser Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Thomas Zörner, am 11.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Felix Mitterer ist bekannt dafür Themen für seine Stücke zu wählen, die unangenehm sind, aber doch unbestreitbar präsent. In „Kein Platz für Idioten“ nahm er sich der Behandlung von Minderbemittelten an, in „Der Patriot“ dem Treiben des Franz Fuchs, beinahe schon konventionell für ihn, diesmal dreht sich sein Stück um Kindesmissbrauch, mit genauerer Blickrichtung auf die katholische Kirche. Angespornt wurde er von den jüngsten Vorfällen in Knabeninternaten, katholischen Jugendlagern und ähnlichem, und heraus kam sein vielleicht wütendstes Stück, aber auch eines seiner Besten. Figuren gibt es nicht viele, man könnte sagen, es gibt nur Kläger und Angeklagten. Die Geschichte spielt in einer Kirche, vor und im Beichtstuhl. Hier wartet ein Priester auf Büßer, und findet einen in jenem Mann, der in die Kirche stürmt, seinen bewusstlosen Sohn auf den Armen. Er hat ihm dasselbe angetan, was ihm angetan wurde. Als er noch ein Junge war, wurde er von einem Priester missbraucht, jenem Mann, dem er sich nun anvertraut. „Die Beichte“ ist, trotz der geringen Seitenzahl, gewaltig, sowohl sprachlich, als auch inhaltlich und emotional. Mitterer nutzt um seinen Figuren Ausdruck zu verleihen, einem simple, oft mundartliche Sprache, die aber dem Geschehen angemessen ist, und die sich im Kopf des Lesers, gemäß den Szenen entfaltet. Hinzu kommt, dass dieser, in Österreich, sprachliche Bezug der Emotionalität des Stücks noch mehr Druck verleiht. Wenn von den Leiden eines Jungen erzählt wird, der meint von einem Mann wirklich geliebt zu werden, in all seinen Formen, so schnürt das dem Leser den Hals zu. Hinzu kommt, dass Mitterers Thema nach wie vor traurige Aktualität besitzt. Nicht selten wird man das Werk zur Seite legen müssen um einmal tief durchzuschnaufen. Trotzdem schafft es der Autor nicht zu richten, oder mit dem Finger zu zeigen. Mitterer bleibt seinem Stoff treu, und verläuft sich nicht an Anprangerungen, sondern zeigt, und lehrt nicht. „Die Beichte“ ist großer Stoff, der kurz prägnant auf den Punkt gebracht wird. Lediglich gegen Ende fehlt die nötige Konsequenz, um einen klar definierten Schlusspunkt zu setzen. Unbedingt lesen.

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