Weiter leben. dtv-Taschenbücher,  Band 11950

Weiter leben. dtv-Taschenbücher, Band 11950

Eine Jugend. Ausgezeichnet mit dem Rauriser Literaturpreis 1993, dem dem Marie Luise Kaschnitz-Preis 1994 und dem Johann-Jakob-von-Grimmelshausen-Preis 1993

von Ruth Klüger

Buch

Taschenbuch (283 Seiten)

15. Auflage

Sprache: Deutsch

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Mit sieben Jahren durfte sie in ihrer Heimatstadt Wien auf keiner Parkbank mehr sitzen. Mit elf kam sie in KZ. Ruth Klüger erzählt ihre Kindheit und Jugend.
Mit unbestechlicher Klarkeit und souveräner Menschlichkeit berichtet sie vom Grauen der Vernichtungslager und vom »weiter leben«. Als sie trotz der Verbote für Juden ins Kino geht, um Walt Disneys Schneewittchen zu sehen, stellt eine Nachbarstochter sie bloß und droht mit Anzeige.
»Der Tod, nicht Sex war das Geheimnis, worüber die Erwachsenen tuschelten, wovon man gern mehr gehört hätte. Ich gab vor, nicht schlafen zu können, bettelte, daß man mich auf dem Sofa im Wohnzimmer (eigentlich sagten wir Salon) einschlafen ließe, schlief dann natürlich nicht ein, hatte den Kopf unter der Decke und hoffte, etwas von den Schreckensnachrichten aufzufangen, die man am Tisch zum besten gab. Manche handelten von Unbekannten, manche von Verwandten ...«

Produktdetails

Verkaufsrang: 658
ISBN-10: 3-423-11950-0
EAN: 9783423119504
Erschienen: 01.11.1994
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 15. Auflage
Seitenzahl: 283
Gewicht: 237 g
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Ruth Klüger

Ruth Klüger, 1931 in Wien geboren, wurde als Kind in die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Christianstadt verschleppt. Nach Ausbruch und Flucht mit ihrer Mutter und Pflegeschwester emigrierte sie in die USA, studierte Germanistik und Anglistik und lebt als Literaturwissenschaftlerin in Irvine/Kalifornien - mit einem zweiten Wohnsitz in Göttingen. Mit ihrer ersten literarischen Veröffentlichung, 'weiter leben' fand Ruth Klüger überwältigendes Echo bei Kritik und Publikum. Auszeichnungen u.a.: Rauriser Literaturpreis, Grimmelshausen-Preis, Marie-Luise-Kaschnitz-Preis, Prix Mémoire de la Shoa, Preis der Frankfurter Anthologie, Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck, Roswitha-Preis, Lessing-Preis des Freistaates Sachsen und Theodor Kramer Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil.

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  • Auf der Suche nach einem neuen zu Hause Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von P. Ritter, am 03.11.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Auf einmal war für die junge Ruth im Wien der 30er Jahre nichts mehr so, wie es einmal war. Sie durfte nicht mehr mit der Straßenbahn fahren, nicht mehr ins Kino gehen, ohne eine Anzeige zu fürchten und am Ende durfte sie nicht mal mehr auf einer Parkbank sitzen. Mit elf kommt sie dann mit ihrer Mutter ins Konzentrationslager. Dort beginnt ein weiterer Abschnitt ihrer Jugend, der nicht mit dem Ende des zweiten Weltkriegs vorbei ist. Als Displaced Person irrt sie mit ihrer Mutter durch das vom Krieg versehrte Deutschland, auf der Suche nach einem neuen Heim...

    Vor allem ihre Schilderungen von Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Christianstadt sind mir in Erinnerung geblieben. Man merkt das sie nicht „erst gestern“ befreit wurde. Sie hat mit ihren Erfahrungen gelebt und dadurch gelernt. Sie erzählt ihre, ganz persönliche Geschichte, ohne dabei rührselig zu werden. Wahrscheinlich liegt es daran, dass sie das Buch erst fünfzig Jahre nach den Geschehnissen geschrieben hat und so besser reflektieren konnte.

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