Beim Häuten der Zwiebel. dtv-Taschenbücher,  Band 13655

Beim Häuten der Zwiebel. dtv-Taschenbücher, Band 13655

von Günter Grass

Buch

Taschenbuch (478 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Günter Grass erzählt von sich selbst. Vom Ende seiner Kindheit beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Vom Knaben in Uniform, der so gern zur U-Boot-Flotte möchte und sich hungernd in einem Kriegsgefangenenlager wiederfindet. Von dem jungen Mann, der sich den Künsten verschreibt, den Frauen hingibt und in Paris an der ›Blechtrommel‹ arbeitet.
Günter Grass erzählt von der spannendsten Zeit eines Menschen: den Jahren, in denen eine Persönlichkeit entsteht. ›Beim Häuten der Zwiebel‹ ist ein mit komischen und traurigen, oft ergreifenden Geschichten prall gefülltes, sehr aufrichtiges Erinnerungsbuch.

Produktdetails

Verkaufsrang: 23.494
ISBN-10: 3-423-13655-3
EAN: 9783423136556
Erschienen: 01.05.2008
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 478
Gewicht: 388 g
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Günter Grass

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman "Die Blechtrommel". 1965 erhielt der Autor den Georg-Büchner-Preis. 1994 erhält er den Karel-Capek-Preis. 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Grass lebt in der Nähe von Lübeck.

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  • Erinnerungen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Heidemarie Schulze, am 13.11.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Lange habe ich überlegt, ob ich eine Rezension über dieses Buch schreiben sollte. Ist es doch ein Werk, das Literaten begeistert, viele Gemüter jedoch erhitzt hat. Enttäuscht wegen der Offenbarungen können nur die sein, die Grass auf ein Podest gestellt haben, ohne zu berücksichtigen, dass er ein Mensch, geprägt durch Erfahrungen, Entscheidungen und Schlussfolgerungen ist - und das wiederum nicht unbedingt in genannter Reihenfolge. Seine sehr oft in diesem Buch erwähnten Schwächen der Jugend, die er als Grund für mangelndes Nachdenken über weitreichende Entscheidungen anführt, sollten meiner Meinung nach eine wichtige Botschaft besonders für junge Menschen sein. Doch nicht nur für Diese. Jedes tiefere Nachdenken über das Verhalten anderer, kann eine Hilfe für das Treffen eigener Entscheidungen sein - zumindest prägend in Erinnerung bleiben, wie bei Grass der junge Mann aus dem Kapitel „Er hieß Wirtunsowasnicht“.

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  • Ein sehr gutes Buch, vielleicht sogar das beste von Grass Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Wolfgang Naujocks, am 22.12.2008

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe mit dem Lesen des Buches sofort nach Erhalt angefangen. Es ist ein
    typisches Grass-Buch. Ich habe Kritiken gelesen, in denen sein Buch als literarisches Meisterwerk in den Himmel gelobt wird. Nun ja, wenn das Merkmal eines solchen Werkes darin besteht, Schachtelsätze zu bilden und allgemein verständliche Dinge so auszudrücken, dass man sie beim erstmaligen Lesen nicht versteht, dann blitzen im Text immer wieder genialische Momente eines Meisterwerkes durch. Ich will jetzt aber nicht auf seinen bereits hinlänglich bekannten Schreibstil eingehen. Der INHALT ist wichtig. Und nach dem Lesen des ersten langen Kapitels -und dem intensiven Querlesen weiterer- muss ich sagen, dieses Buch liest sich trotz seines ruhigen Erzählstils sehr SPANNEND. Ein Buch wie kein anderes von ihm. Er geht anfangs konzentriert seine Jugend an, erinnert sich, vermag nicht auszuschließen, dass vermeintliche Erinnerungen mit dem realen Gedächtnis kollidieren, aber er schreibt so, dass man ihm Wort für Wort glaubt, als Jugendlicher die Dinge so gesehen und empfunden zu haben. Es ist ein Buch, das den kritischen Leser zwingt, sich mit seinen Aussagen auseinanderzusetzen, sie zu hinterfragen und sie auch teilweise zu verwerfen.

    Das Buch kann durchaus lehrreich sein für all jene, die die damaligen Ereignisse nicht (bewusst) erlebt haben, sei es weil sie zu jung oder noch gar nicht auf dieser Welt waren. Grass schreibt z.B. über die HJ: "Nicht nur die Uniform lockte. <...> Mein Fähnleinführer, ein Arbeiterjunge aus der Siedlung Neuschottland, war keine zwei Jahre älter als ich: ein Pfundskerl, der Witz hatte und auf den Händen laufen konnte. Ich bewunderte ihn, lachte, wenn er lachte, lief ihm hinterdrein, folgsam."

    Und so erzählt Grass weiter, Schlaglicht folgt Schlaglicht, Eindruck auf Eindruck, Erlebnis auf Erlebnis. Zwischendrin kommentiert er, hinterfragt.

    Dieses Buch ist mit Grass verknüpft. Man muss wissen, dass es Grass geschrieben hat (obwohl man ihn sofort an seinem Schreibstil erkennt). Man muss ihn kennen, man muss sich seine Nachkriegsbiographie vor Augen halten. Manches ist irritierend, wie die vorangegangene zitierte Textpassage. Aber wer sonst als dieser Grass könnte einem glaubhaft
    erzählen, wie Verführung auf junge Menschen wirkt. Grass erzählt nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern es ist die Bilanz seiner eigenen Jugend und seines Heranwachsens.

    Ich weiß es nicht, aber ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass dieses Buch -inhaltlich gesehen!- später einmal als eines seiner größten wenn nicht sogar sein größtes Werk angesehen wird. Denn es dient nicht nur zum Verständnis der Vergangenheit sondern bietet auch einen Schlüssel zu einem neuen Begreifen einiger seiner Altwerke.

    All Jenen, die Danzig, die die Vorkriegs- und unmittelbaren Nachkriegsverhältnisse nur vom Hörensagen kennen, also von Eltern, Grosseltern und von werweissnichtvonwemnochallen, diesen also möchte ich das Buch -wenn sie genauso wie ich brennende und bisher unbeantwortete Fragen haben- sehr ans Herz legen und EMPFEHLEN!

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