Familie Salzmann

Familie Salzmann

Erzählung aus unserer Mitte

von Erich Hackl

Buch

gebunden (184 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Eine Familiengeschichte über drei Generationen - über 100 Jahre und unsere Gegenwart. Sie beschreibt Ungerechtigkeit und Not, aber auch Treue, Freundschaft und die Hoffnung auf Glück.

Produktdetails

Verkaufsrang: 20.358
ISBN-10: 3-257-06758-5
EAN: 9783257067583
Originaltitel: Familie Salzmann
Erschienen: 01.09.2010
Verlag: Diogenes Verlag
Einband gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 184
Gewicht: 237 g
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Erich Hackl

Born in Steyr in 1954. After completing a degree in German and Spanish, he worked as a teacher and lecturer at universities in Madrid and Vienna. He now lives as a writer and translator in Vienna.

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Buchhändlertipps

  • Eine aufrüttelnde Familienbiographie.

    von Bettina Berger, am 19.09.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Erich Hackl ist ein wunderbarer Chronist, der wahre Geschichten, reale Menschen in seinen Büchern ihre Geschichen erzählen lässt.
    Seine neueste Erzählung, über drei Generationen der Familie Salzmann hat mich ungemein berührt aber auch wütend gemacht. Empfehlenswert!
  • Erschreckende Kontinuität von Denk- und Verhaltensweisen

    von Annemarie Blaßnig, am 13.09.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Klagenfurt

    "Meine Oma ist in einem KZ umgekommen." Diesen Satz erwähnt Hanno Salzmann in den 1990iger Jahren einem Arbeitskollegen gegenüber und löst damit antisemitische Ressentiments unter der Kollegenschaft der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse aus, die schließlich zu seiner fristlosen Kündigung führen. Im Geschichtsbewußtsein von Hanno Salzmanns Kollegen scheint der Nachkomme von Opfern des NS-Regimes mit einem Makel behaftet, der zu permanentem Mobbing und Ausgrenzung führt. Und wie während der NS-Diktatur gibt es zu viele, die zu wenig Zivilcourage besitzen, diesem Verhalten Grenzen zu setzen. Wie in seinen bisherigen "Romanen" schreibt E. Hackl auch diesmal eine authentische Geschichte. Die "Erzählung aus unserer Mitte" umfaßt drei Generationen, die Hackl wie ein Historiker recherchiert. Hanno Salzmann ist kein Jude, sondern Enkel des kommunistischen Widerstandskämpfers Hugo Salzmann, der Exil und Internierung in der NS-Diktatur überlebt und während des Kalten Krieges im Nachkriegsdeutschland die gesellschaftliche Ausgrenzung der Kommunisten und Wiedereingliederung ehemaliger Nazis erleben muß. Hannos Großmutter Juliana, aus Stainz in der Steiermark stammend, überlebt das KZ Ravensbrück nicht. Der gemeinsame Sohn Hugos und Julianas, Hannos Vater, ebenfalls Hugo genannt, verbringt die Kriegsjahre und Nachkriegszeit in der Steiermark bei seiner Tante Ernestine. Vater und Sohn Salzmann finden bis zum Tod des Vaters 1979 nicht zueinander, zu groß ist die Entfremdung und das Schweigen innerhalb der Familie über die Vergangenheit.
  • Eine Familiengeschichte über drei Generationen!

    von Bianca Susiti, am 01.09.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Villach ATRIO

    Erich Hackl gelingt es, in einer sachlich - schmucklosen Sprache, vor dem inneren Auge des Lesers Bilder entstehen zu lassen, die das Schicksal der Salzmanns anschaulich machen und nachdenklich stimmen.
    Zudem ist man sprachlos über die, sich durch die geschilderten 100 Jahre ziehenden, Parallelen: Nur die, an denen Unrecht verübt wurde, haben mit Konsequenzen zu rechnen, die wahren Übeltäter kommen davon!

Kundenrezensionen

  • Ungerechtichkeit über drei Generationen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Saidjah Hauck, am 09.11.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Erich Hackl hat wieder eine Familiengeschichte aufgespürt und aufgeschrieben, die den Leser fassungslos hinterlässt.
    Hugo Salzmann erzählt seinen Kollegen, dass seine Großmutter im KZ umgekommen ist und erlebt fortan Mobbing am Arbeitsplatz. Seine Familie war nicht jüdisch sondern kommunistisch und seine Großmutter hat die Internierung nicht überlebt. Nachdem sein Großvater miterlebt hat wie die Nazis nach dem Krieg ihre Posten wieder bekleiden konnten und sein Vater, der bei einer Tante aufwuchs, nie Zugang zu ihm fand muss Hugo jetzt mit extremen Anfeindungen zurecht kommen.
    Hackl schreibt in Reportageform in einer klaren schnörkellosen Sprache die dem Leser ermöglicht seine eigene Phantasie zu entfalten. Die Geschichte berührt und erschreckt gleichermaßen. Sehr lesenswert.

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  • Erzählung aus unserer Mitte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dr. Christian Rößner, am 26.08.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Erich Hackls Erzählungen und Romane basieren zumeist auf wahren Begebenheiten und historischen Fakten. In seinem neuen Roman „Familie Salzmann“ wird die reale Geschichte der deutsch-österreichischen Familie Salzmann über drei Generationen von der Nazi- bis in die Jetztzeit (nach-)erzählt. Hugo und Juliana Salzmann – als politische Linke während der Nazizeit im Widerstand tätig und deshalb in Lagern interniert – stehen im Mittelpunkt der Handlung. Ihr Schicksal reicht bis in die heutige Zeit hinein, wo ihr Enkel sich mit antisemitischen und rassistischen Vorwürfen auseinandersetzen muss. So wird die Unbarmherzigkeit und Brutalität, die „in unserer Mitte“ herrscht und herrschte, auf eindringliche Weise gespiegelt. Die Gratwanderung zwischen faktualem und fiktionalem Erzählen meistert Hackl auf grandiose Art und Weise. Hackl schreibt wie kein Zweiter Dokumentarliteratur mit umfänglicher emotionaler Erzählkraft. Einfach sehr empfehlenswert!

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