Was scheren mich die Schafe

Unter Neuseeländern. Eine Verwandlung

von Anke Richter

Buch

Taschenbuch (297 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Wie die Kiwis wirklich sind Auslandskorrespondentin am Ende der Welt. Und obendrein deutsch. Urkomisch. Als Anke Richter auf eine Kostümparty mit dem Motto Luftschlacht um England eingeladen wird, ahnt sie: Kiwis und Kölner - dazwischen liegen Welten. Willkommen in Neuseeland - dem Land der Schafe, Hobbits und Verkleidungsfanatiker.
Auch das Deutschlandbild der Einheimischen ist gewöhnungsbedürftig. Eigentlich wollte Anke Richter mal Kriegsreporterin werden. Jetzt führt sie einen humoristischen Kampf gegen Goretex-Germanen und unausrottbare Klischees. Wie deutsch darf man als gute Deutsche sein? Anke Richter sucht selbstironisch nach Antworten bei Surfern, Veganern, Vogelfreunden und Maori. Dort verordnet man ihr als Therapie: zurück zu den Wurzeln. Und sie gibt ihr Bestes, selbst bei einem Oktoberfest mit Engländern in Pickelhaube und auf der südlichsten Karnevalssitzung der Welt. Fettnäpfchen und Verständigungspannen pflastern ihren Weg. Als deutsche Serienstars zwischen Südsee und Antarktis einfallen, tun sich ungeahnte Dimensionen des Fremdschämens auf. Schließlich knickt sie ein - und wird vom Kraut zur Kiwi.Die kuriosen wie kritischen Streiflichter der Assimilation aus einem kleinen Land, das manchmal große Fragen aufwirft, werden nicht nur Neuseelandfans und Deutschlandflüchtlinge begeistern. Denn wo all die Dokusoaps aufhören, legt Anke Richter erst richtig los - schamlos wie charmant, erbarmungslos bissig und zum Brüllen komisch.

Pressestimmen:

"Ob früher unter Promis oder heute zwischen Kiwis - Anke Richter ist immer eine schonungslos witzige, ehrliche, brillante Reporterin." Hajo Schumacher

Produktdetails

ISBN-10: 3-462-04289-0
EAN: 9783462042894
Erschienen: 15.02.2011
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 297
Länge/Breite: 215mm/135mm
Gewicht: 429 g
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Anke Richter

Anke Richter, geboren 1964, volontierte in Los Angeles, arbeitete als Redakteurin beim Kölner Express, bei Max und in der Talkshow-Redaktion von Roger Willemsen, wo sie sich 1994 für ein halbes Jahr beurlauben ließ, um allein durch Australien zu reisen. Anschließend schrieb sie als Autorin u. a. für den Playboy und Amica. Ihr letztes Sabbatical verbrachte sie 2001 mit Mann und Sohn sieben Monate in Tokelau auf einem Südsee-Atoll und ein halbes Jahr in Neuseeland, wo sie ihr zweites Kind zur Welt brachte.

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Buchhändlertipps

  • Vögel, Veganer und Kostümparties Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mag. Miriam Mairgünther, am 04.07.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Salzburg

    Ein Buch übers Auswandern nach Neuseeland? Da dachte ich zuerst - selbst vorurteilsbehaftet - an das Klischeebild des deutschen Auswanderers aus dem Fernsehen, der seiner Heimat den Rücken kehren will, sich dann aber in der Fremde auch nicht einleben kann und vielleicht gar eine deutsche Bäckerei eröffnet. Von dieser Sorte sind die Journalistin Anke Richter und ihre Familie aber nicht, sie zeigt in ihrem Bericht, dass Integration in einem fremden Land möglich ist, auch ohne die eigene Herkunft zu verleugnen. Tatsächlich können kleine Unterschiede oft schwer wiegen, selbst bei einer Kultur, die auf den ersten Blick nicht so sehr anders erscheint als die unsere. Doch nach den Erfahrungen der Autorin ist eine Verständigung, vor allem unterstützt von Humor, auf jeden Fall möglich.

    Liest man die Schilderungen der Landschaft und der Menschen, so erscheint es nicht verwunderlich, dass sich die Autorin und ihre Familie für Neuseeland entschieden haben. Beinahe bekommt man auch Lust, das Experiment Auswandern zu wagen oder zumindest zu einem langen Urlaub aufzubrechen.

Kundenrezensionen

  • Kiwi - Alarm! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kayla, am 18.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eigentlich sind Romane, die Erfahrungen schildern, gar nicht meins! Die allseits beliebten Wanderbücher (Jakobsweg etc.) entlockten mir nur ein Gähnen.
    Aber Anke Richters Roman fesselte mich von der ersten Seite an. Mit Kind und Kegel wandert Anke nach Neuseeland aus und stösst dort auf kuriose Vorurteile, mit welchen Sie sich als Deutsche hermschlagen muss - reflexartige 3.Reich - Vergleiche sind nicht wirklich schön. Andererseits sind die "Kiwis" hilfsbereit und bikulturell, Richter verweist etwa darauf, dass Sonderschulen und "Aussortiererei" von Kindern nicht an der Tagesordnung sind.
    Mit einer gewaltigen Portion Humor entlarvt die Autorin ferner deutsche Piefigkeit( "Die Angst,nicht genug für's Geld zu bekommen") und Besserwisserei, ohne ins Klischeehafte abzugleiten. Die deutsch- direkte Art sieht sie recht ambivalent, ohne auf Mentalitätsunterschiede zwischen Nord-und Süddeutschland einzugehen.

    Glücklicherweise ist das Buch nicht gewollt lustig, sondern wirklich voller Situationskomik.
    Ein Buch, welches absolut glücklich macht - ich hätte mir jedoch einen Anhang mit Infos rund um's Auswandern gewünscht.
    Fazit:
    5 Sterne.
    Leute, lest dieses tolle Sachbuch!!

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  • Das Schönste Ende der Welt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Susanne Pichler, am 25.04.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im vorliegenden Buch schildert Anke Richter ein Abenteuer, von dem die meisten Menschen in unseren Breiten zumindest hin und wieder träumen: Auswandern nach Neuseeland!
    Sie, ihr Mann und die beiden kleinen Söhne entschließen sich zu einem neuen Leben am anderen Ende der Welt, genau genommen in Christchurch, der englischsten Stadt außerhalb Englands, gelegen auf der Südinsel Neuseelands.

    Lebhaft, humorvoll und unterhaltsam schildert Anke Richter all das, was Neuseeland zum schönsten Ende der Welt macht. Schon der erste Eindruck, wenn man nach der Landung in Auckland in die warme Nacht hinaustritt, noch ganz euphorisch von der freundlichen Begrüßung, heißt den Fremden willkommen und lädt ihn zum Bleiben ein. Für Anke Richter ist die freundliche Unkompliziertheit der Neuseeländer wie Balsam. Sie, die der oftmals rüden deutschen Besserwisserei so gar nichts abgewinnen kann, fühlt sich in Neuseeland rundum wohl.
    In ihrem Buch nimmt sie den Leser mit durch Christchurch, nach Wellington und Queenstown, dem Mekka aller Extremsport-Fanatiker, zu "Herr der Ringe"-Schauplätzen und bis nach Stewart Island. Die Maoris, die All Blacks und der Haka, nichts was den Neuseeländern heilig ist, fehlt in diesem Buch.
    In den lebhaftesten Farben schildert sie die Schönheit der unberührten Natur. Es gibt wahrscheinlich nicht vieles, das schöner ist, als das einzigartige leuchtende Grün einer neuseeländischen Wiese im nachmittäglichen Sonnenschein.

    Mit viel Humor, Augenzwinkern und eigener Offenheit erzählt Anke Richter von ihrer neuen Heimat und den Menschen, die ihr so rasch ans Herz gewachsen sind. Beinahe den einzigen Wermutstropfen im grünen Paradies bilden die regelmäßig auftauchenden deutschen Urlauber. Dann hofft sie immer wieder aufs Neue, dass sie keiner mit denen in Verbindung bringt.
    Ein wunderbares Buch für jeden Neuseelandliebhaber. Egal, ob man schon dort war, dann wird man viel Vertrautes wieder entdecken, oder ob man eine Reise nach Neuseeland plant, dann ist es die perfekte Einstimmung.

    Und natürlich kommen auch viele,viele Schafe und einige Kiwis vor!

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