Slow Motion

In 730 Tagen um die Welt mit Fahrrad, Zelt und Zeichenblock

von Jens Hübner

Buch

gebunden (255 Seiten)

1. Auflage 2012

Sprache: Deutsch

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Zwei Jahre nimmt Jens Hübner sich Zeit für eine Fahrradreise, die ihn schließlich um die Welt führen wird - durch 42 Länder in fünf Kontinenten. Er ist Anfang 40, hat Design und Kunst studiert und eine Designagentur geführt. Ziel seiner Reise mit dem Fahrrad ist es, "die Intensität der Langsamkeit" zu erfahren und mit offenen Augen die Welt neu zu entdecken. Etwa 25000 Kilometer legt er dabei zurück, übernachtet meist im Zelt und verarbeitet seine Reiseerlebnisse in Tagebüchern und Zeichnungen. In diesem Buch erzählt er von seiner spannenden Expedition mit dem Rad um die Welt. Seine Fotos, Zeichnungen und Aquarelle ziehen den Leser in ihren Bann.
Nach dem Einstieg in Osteuropa, wo Hübner sich an das Fahrradfahren und das Outdoor-Leben gewöhnen kann, führt seine Reise durch die Türkei, Syrien, Israel und Ägypten. Von dort Richtung Süden durchquert er Ostafrika. Unterwegs entstehen Zeichnungen, gern auf Material, das sich am Wegesrand findet, z.B. abgefallene Nummernschilder afrikanischer Trucks.
Indien ist die nächste Etappe der Tour; ein Höhepunkt dabei wird die Ausstellung von Hübners Aquarellen. In Australien wechselt er für eine Weile das Fahrzeug und bereist den "Roten Kontinent" auch per Motorrad. Es folgt eine aufregende Fahrradreise durch Südamerika und die Anden sowie eine Überfahrt durch die Karibik bis nach Panama per Segelyacht. Nordamerika bietet einen Kulturschock für sich, nach dem es dann wieder in Richtung Heimat geht.


Produktdetails

ISBN-10: 3-7688-5340-3
EAN: 9783768853408
Erschienen: 12.03.2012
Verlag: Delius Klasing
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage 2012
Seitenzahl: 255
Länge/Breite: 217mm/135mm
Gewicht: 440 g
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Kundenrezensionen

  • Slow Motion? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Volker M., am 26.02.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das ist schon eine gewaltige Leistung: Mit dem Fahrrad einmal um die Welt. Zugegeben, der eine oder andere LKW-Ride war dabei und auch einige Flugstrecken, aber Jens Hübner ist sage und schreibe 25000 Kilometer über Land geradelt, quer durch Europa, Afrika, Indien, Indonesien, Australien, Süd- und Nordamerika.

    Seinen Job als Designer hat er dafür an den Nagel gehängt, oder besser gesagt, er hat ihn mit auf Reisen genommen, denn während der knapp zwei Jahre auf Tour sind zahlreiche Aquarelle, Scherenschnitte, Zeichnungen und Collagen entstanden, die mehr sind als eine übliche Reisedokumentation. Sie zeigen ein ausgesprochen hoch entwickeltes grafisches Gespür und einen Blick für das Wesentliche, wie er wirklich selten ist. Vor allem die Scherenschnitte, die Jens Hübner in der islamischen Welt als Stilmittel braucht, sind von einer Ausdruckskraft, die mich schwer beeindruckt hat. Schade, dass die Abbildungen im Buch eher klein geraten sind, was ihnen ein wenig die Wirkung nimmt. Dennoch sind diese künstlerischen Reisenotizen absolut sehenswert. Heute verdient Hübner übrigens sein Geld als künstlerischer Reisebegleiter für Zeichenreisen in Europa und Afrika.

    Die Tour führt von Wittenburg über den Balkan, die Levante, Ägypten, Sudan (!), Kenia, Indien, Thailand, Indonesien, Australien, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, Guatemala, Mexiko und die USA zurück nach Europa. Durch jede Menge Klimazonen, Kulturkreise und Landschaften, die er in seinem Reisebericht mit großer Begeisterung beschreibt. Trotz aller Strapazen, Krankheiten und Gefahren, die ihm unterwegs widerfahren, ist er stets optimistisch und es ist wahrscheinlich seine positive Lebenseinstellung, die ihn immer im richtigen Moment mit den richtigen Leuten zusammenbringt. Ob das nun Schwierigkeiten beim Grenzübertritt oder schlichtweg die Beschaffung von Wasser oder Nahrung sind, immer findet er einen Weg.

    Trotz aller Faszination und Bewunderung für die Leistung insgesamt muss ich aber ein paar Abstriche machen. So überzeugend die Zeichnungen sind, so wenig überzeugt Jens Hübner als Autor. Seine Begegnungen sind immer nur kurze Episoden, die weder die Menschen lebendig werden lassen, noch das Besondere der Situationen vermitteln. Sein Stil ist sachlich präzise, aber die Emotionalität geht verloren in einer rastlosen Hast um die Welt. Jens Hübner ist immer auf der Durchreise und er hat in diesen zwei Jahren so viel erlebt, dass für die meisten Begegnungen gerade mal ein paar Zeilen übrigbleiben. Selbst eine so ungewöhnliche Aktion wie die Ausstellung seiner Zeichnungen in einer Galerie in Indien ist nicht mehr als eine kurze Unterbrechung auf dem Weg zum nächsten Ziel. Das steht in seltsamem Kontrast zum Titel des Buches "Slow Motion": Die durchschnittlichen Tagestouren betrugen zwischen 50 und 100, in Extremfällen auch mal 200 Kilometer. Dialoge, die immer eine gewisse Lebendigkeit vermitteln, sind rar gesät und wenn, dann sind sie oft hölzern. Immer wieder war ich erstaunt, wieviel mehr die kleinen Zeichnungen über das Innenleben des Autors erzählen, als der Reisebericht selber.

    Trotzdem, mein Respekt für den Mut und die sportliche Leistung. Meine Bewunderung für das grafische Talent. Meine Hochachtung für den respektvollen Umgang mit den unterschiedlichsten Kulturen. Nur wirkte der Bericht auf mich überhaupt nicht wie "Slow Motion".

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