Tagebücher 1982-2001

Jahre 1982-2001

von Fritz J. Raddatz

Buch

gebunden (938 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ein Buch wie dieses hat es noch nicht gegeben.
Von Rudolf Augstein bis Marion Dönhoff, von Günter Grass bis Hans Magnus Enzensberger zeigt es die deutschen Intellektuellen, ja überhaupt die ganze bundesrepublikanische Gesellschaft, wie sie so hellsichtig nie beschrieben worden ist: wahrgenommen mit dem Sensorium eines Hochempfindsamen, subjektiv und treffend, anteilnehmend, scharfzüngig.
Das Buch, das von der Kritik immer erhofft, von den Schriftstellern aber nie geschrieben worden ist der große Gesellschaftsroman der Bundesrepublik, das Balzac'sche Porträt unserer Zeit, hier ist es.
Und vermutlich war niemand so geeignet, es zu schreiben, wie Fritz J. Raddatz. In Deutschland ist er der widersprüchlichste Intellektuelle seiner Generation: anziehend durch seinen Witz, distanzierend durch seinen Eigensinn, geistreich, gebildet, streitbar und umstritten und immer, bei aller Geselligkeit, bestimmt von einer klaren Empfindung der Unzugehörigkeit. Sie ist auch die Entstehensbedingung dieser Aufzeichnungen, die von Raddatz letzten Jahren als Feuilletonchef der ZEIT bis zum Beginn des neuen Jahrhunderts reichen und im Fall der Mauer, in der deutschen Wiedervereinigung, ihren kontroversenreichen Mittelpunkt haben.

Produktdetails

ISBN-10: 3-498-05781-2
EAN: 9783498057817
Erschienen: 17.09.2010
Verlag: Rowohlt Verlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 938
Länge/Breite: 220mm/154mm
Gewicht: 1019 g
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Fritz J. Raddatz

Fritz J. Raddatz, geb. 1931 in Berlin, 1960-69 stellvertretender Leiter des Rowohlt Verlags, 1977-85 Feuilletonchef der Zeit, von 1969- 2011 Vorsitzender der Kurt-Tucholsky- Stiftung. 2010 wurde er mit dem Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik geehrt.

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Kundenrezensionen

  • Endlich! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Gordon, am 12.01.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Erinnert sich noch jemand an den Literaturbetrieb des letzten Jahrhunderts? In den jetzt vorliegenden "Tagebüchern" öffnet Raddatz eine große Schatzkiste. Das ist wunderbar zu lesen. Oft sehr heiter, von großer Offenheit geprägt und deshalb so richtig aus dem Nähkästchen geplaudert. Grass - ach, ich zähle sie gar nicht alle auf. Jeder wichtige Autor, Journalist, Professor, Kritiker und Verleger wird durch die "Raddatz-Tagebuch-Rotationsmaschine" gedreht mit dem schönen Hang zu Klatsch und Indiskretion. Auch sich selber stellt Raddatz oft herrlich uneitel in den Wirren seines Lebens dar. Und das, wo er doch so eitel ist und immer auch den Ruhm für die Nachwelt im Auge hat. Sterblichkeit und Altern bilden einen weiteren großen Erzählkomplex in diesen Tagebüchern. Scheitern als Mensch im Umgang mit Zeitgenossen. Raddatz geht viele Erlebnisse sehr mitleidslos an. Manchmal hätte ich mir gerade für jüngere Leser einen genaueren Erklärungsapparat gewünscht. Denn diesen Tagebüchern wünscht man viele Leser.
    "Nich dafür" hör ich Raddatz kühl norddeutsch antworten. "Doch dafür!"

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  • Literarische Gesellschaft Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von B. Stuberger, am 08.10.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Form und Inhalt reinste Literatur!
    20 Jahre auf fast 1000 Seiten über (Lebens-)Kunst, Kultur und Literatur, Dichter und Denker der alten Bundesrepublik und ihrer Vergangenheit bis zum Beginn des neuen Jahrtausends.
    Philosophisches neben Klatsch zum intellektuellen Vergnügen
    jeden Lesers, der sich ein Leben ohne Literatur nicht denken kann.

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  • Ein Lesevergnügen ! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dieter Theiss, am 08.10.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wer möchte spannend und (selbst)ironisch mit Klatsch und Tratsch über die Großen unseres Kulturbetriebes intelligent unterhalten werden ? Und gleichzeitig eine kurzweilige (Kultur) Geschichte Deutschlands von 1982 - 2001 lesen ?
    Fritz J. Raddatz öffnet die Tür, lädt uns ein und wir dürfen sie alle kennenlernen: Grass, Walser, Rühmkorf und andere berühmte Schriftsteller, die ZEIT-Redaktion von der Gräfin bis zu Helmut Schmidt, Augstein usw.
    Wir schmunzeln über so manche Befindlichkeit und Wehleidigkeit, ärgern uns über Arroganz und Gefühlskälte und empfinden Trauer und Leid, wenn Sehnsüchte sich nicht erfüllen und für alle Beteiligten der Tod immer näher kommt.
    Ein Lesevergnügen !

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