Blutiger Juli

Rumäniens Vernichtungskrieg und der vergessene Massenmord an den Juden 1941

von Simon Geissbühler

Buch

Taschenbuch (229 Seiten)

1. Auflage 2013

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Anfang Juli 1941 begann Rumänien an der Seite Deutschlands seinen Vernichtungskrieg im Osten. In den ersten Kriegstagen kam es in der Nordbukowina und in Bessarabien zu Massenmorden an der jüdischen Bevölkerung. Täter waren meist rumänische Soldaten und Gendarmen. Vielerorts beteiligten sich die Nachbarn der Juden an den Massakern oder initiierten selbst Pogrome.
Simon Geissbühler schildert die Vorgeschichte der antisemitischen Radikalisierung im Rumänien der Zwischenkriegszeit und rekonstruiert die bislang kaum untersuchten blutigen Ereignisse des Sommers 1941. Er analysiert die Motive und Handlungsspielräume der Täter und fügt die wenigen Zeugnisse zusammen, die vom Leiden der Opfer berichten.
Die Suche nach der Erinnerung an den Holocaust in Rumänien ist Thema des letzten Teils des Buches. Beeindruckende Fotografien verfallender Mahnmale, Massengräber und Friedhöfe zeigen: Viel ist nicht geblieben; die jüdische Vergangenheit wurde weitgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung verbannt.
Ein eindringliches Buch, das durch den Blick aufs Detail neue Einsichten in die regionalen Variationen des Holocausts in Osteuropa eröffnet und die historische Analyse mit dem kritischen Blick auf die Gegenwart verbindet.

Produktdetails

ISBN-10: 3-506-77675-4
EAN: 9783506776754
Erschienen: 16.01.2013
Verlag: Ferdinand Schoeningh
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage 2013
Seitenzahl: 229
Länge/Breite: 216mm/137mm
Gewicht: 355 g
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Simon Geissbühler

Simon Geissbühler, Dr. rer. soc., Historiker und promovierter Politologe. 2000 trat er in den schweizerischen diplomatischen Dienst ein. Geissbühler ist Experte für osteuropäische Geschichte und Politik und hat mehrere Bücher und Fachartikel zur Geschichte des osteuropäischen Judentums publiziert.

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